Basisrezept Kuchen

Als Selbstversorger wird man sehr bald feststellen, daß der Garten uns eine Vielzahl an Obst und Gemüse schenkt. Jetzt heißt es rasch passende Ideen und Rezepte parat zu haben. Die Ernte will verarbeitet und genossen werden. Rasch muß es gehen, weil viele Früchte oder Gemüse eben geerntet werden müssen, wenn sie reif sind.

Über die Jahre habe ich mir eine Sammlung an Rezepten zusammengetragen. Vieles kann probiert werden und verspricht neue Sinneseindrücke. Im Alltag allerdings benötigte ich Rezepte, die rasch zubereitet werden können, gesund sind und zu der momentanen Ernte passen. Dabei haben sich einige Basis-Rezepte ergeben. Mit ihnen kann man immer etwas zubereiten. Egal, was gerade reif ist oder noch in der Vorratskammer wartet. 

Hier auf meinen Basisrezept-Seiten werde ich sie nach und nach vorstellen. 


Backmischung für Rührkuchen


Die Backmischung (aus dem wunderbaren Kochbuch von Tupperware "Koch mal was.  schnell einfach schmeckt") habe ich immer in einem großen Behälter in der Speisekammer vorrätig. Oft brauche ich schnell eine Kuchen zum Kaffee. Egal ob auf der Arbeit, als Mitbringsel auf einen Geburtstag oder einfach am Nachmittag im Garten. Man gibt noch Eier, Milch und Butter dazu, überlegt, welches Obst vorrätig ist. Schon kann es losgehen. 

Rührkuchen aus eigener Backmischung (c) by Joachim Wenk
Rührkuchen aus Backmischung


Backmischung für den Vorrat: 


    • 1kg Mehl  Typ 405
    • 400g Zucker
    • 2 1/2 Packungen Backpulver
    • 150g selbstgemachter Vanillezucker (siehe Tipp)
    • 180g Stärke
Die Zutaten werden in einer großen Schüssel vorsichtig, aber gründlich vermischt. Schließlich kommt alles in einen dicht schließenden Vorratsbehälter. 

Die Menge reicht für 3 Kuchen in einer Springform.



TIPP: Vanillezucker - und zwar den Echten - mache ich immer selbst. Eine ganze Vanilleschote wird mit Zucker bedeckt in einem dicht geschlossenen Behälter im Küchenschrank aufbewahrt. Die Schote gibt das Aroma an den Zucker ab. Je weniger Zucker daran ist, desto intensiver wird das Aroma. 

Wenn die Schote ausgetrocknet ist und kaum mehr Aroma abgibt, gebe ich sie noch  mit etwas Zucker in den Mixer und produziere so Vanille-Puderzucker. 


Obstkuchen aus der Backmischung: 

    • 580g Backmischung
    • 250g sehr weiche Butter
    • 4 Eier
    • 200ml Milch
    • 400g Obst
Beim Obst ist man sehr flexibel. Das können geschälte und in dünne Spalten geschnittene Äpfel   oder Birnen sein oder eingekochte Äpfel. Entsteinte frische Kirschen oder Tiefkühlkirschen beziehungsweise eingekochte Kirschen ohne Stein. Himbeeren, Brombeeren oder Erdbeeren sind ebenfalls lecker. Allerdings nur frisch oder noch in gefrorenem Zustand. Würde man die Tiefkühlfrüchte vorher auftauen, hätte man einen durch den Fruchtsaft verfärbten Kuchen. Es gehen auch Aprikosen oder Pflaumen in Viertel geschnitten. Wer es sauer mag probiert Johannisbeeren. 

Zubereitung: 

Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Zutaten (bis auf das Obst) werden mit dem Handrührgerät oder der Küchemaschine erst vorsichtig vermischt (es staubt!) und dann auf höchster Stufe kräftig aufgeschlagen. Nicht zu lange rühren!

Die Masse kommt in eine gefettete und gebröselte Springform. Ich nehme hier immer eine Silikonform, da spare ich mir das Fetten und Bröseln. 

Jetzt wird das Obst auf dem Teig verteilt. Wenn der Teig nicht all zu flüssig ist, drücke ich die Früchte halb in den  Teig hinein. 

Jetzt bei 190°C für 60 Minuten backen. Sind die Früchte sehr saftig, wie etwa  Kirschen, verlängert sich die Backzeit gut um 10 Minuten. Immer erst die Stäbchenprobe machen, bevor man ihn aus dem Ofen nimmt. In der Form fast vollständig erkalten lassen, dann herausnehmen. 

Mit Puderzucker bestreut servieren. 


Man kann anstelle der Springform natürlich auch eine Kastenform nehmen. Hat mein weniger Gäste zum Kaffee, verwendet man eine kleine Spring- oder Kastenform oder sonstige Form und verringert die Menge an Zutaten. Dann muß auch bei der Backzeit beobachtet werden, wann er fertig ist. 

Vielleicht habt ihr auch noch Nüsse vom Herbst vorrätig? Anstelle des Obstes  kommen dann 200 g gemahlene Walnüsse oder Haselnüsse aus eigener Ernte in den Teig. 

Ist gerade kein Obst vorhanden, wird dieses durch 100 g Schokolade und 40 g Kakao ersetzt. Schokolade und  nur 200g Butter (!) werden hier zusammen geschmolzen, bevor sie zu den restlichen Zutaten kommen. So ein Schokokuchen kommt auch immer gut an. 

Es ist kein Obst daheim und Schokolade soll es auch nicht sein? Probiert doch einfach den Zitronenkuchen. Statt Obst kommt hier die abgeriebene Schale einer Zitrone oder Orange  mit in den Teig. Nach dem Backen wird der Kuchen dann in paar mal eingestochen und mit dem ausgepressten Saft der Zitrone oder Orange beträufelt. Für den Zuckerguß gleich 1 1/2 Esslöffel beiseite stellen. 

Darüber kommt ein Guß aus 100g Puderzucker und 1 1/2 Eßlöffel Zitronen- oder Orangensaft.



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Hier habe ich noch ein geniales Rezept für einen allgemeinen   Blizt-Teig. Sehr schnell, sehr flexibel und man braucht nicht einmal eine Backmischung vorrätig zu haben.

Der Teig eignet sich bei Zugabe von Zucker für Obstkuchen in der Springform oder auf dem Blech. Lässt man den Zucker weg und gibt ein wenig Salz hinzu, hat man einen sehr einfachen und schnellen Teig für Flammkuchen aller Art.

Blitz-Teig für saftige Obstkuchen oder Flammkuchen am Blech




saftiger Zwetschgenkuchen mit Blitz-Teig (c) by Joachim Wenk
saftiger Zwetschgenkuchen mit Blitz-Teig (c) by Joachim Wenk


Zutaten für ein Backblech oder eine Springform (hier wird der Teig zum Beispiel für Obstkuchen schön dick und saftig, im Bild ist eine kleine Form mit 16cm Durchmesser, da nehme ich die halbe Menge, bei 25cm Durchmesser nehme ich die angegeben Menge an Zutaten)


  • 1 Becher Schmand oder Crème fraiche
  • 2  Eier
  • 100 g Zucker für Obstkuchen oder etwas  Salz für Pizza und Flammkuchen
  • 1 Prise Salz (bei Obstkuchen)
  • 300g Mehl
  • 1 Packung Backpulver
Zubereitung: 

 Ofen auf 180°C vorheizen. 

Trockene Zutaten miteinander verrühren und dann mit dem Knethaken des Handrührgerätes oder der Küchenmaschine die Eier und den Schmand darunter rühren. 

Teig in die Springform oder aufs Blech streichen.

den sehr weichen Teig in eine Springform oder aufs Backblech streichen (c) by Joachim Wenk
den sehr weichen Teig in eine Springform oder aufs Backblech streichen (c) by Joachim Wenk



Jetzt kann belegt werden. Ich habe hier im Beispiel saftig, reife Zwetschgen genommen. Dazu habe ich in den Teig etwas Vanilleschote gemahlen und die Zwetschgen auf dem Teig mit etwas Zimt und Zucker bestreut. 

Teig mit Obst nach Wahl belegen und backen (c) by Joachim Wenk
Teig mit Obst nach Wahl belegen und backen (c) by Joachim Wenk




Jetzt kommt alles in den vorgeheizten Ofen und wird bei 180°C etwa 30-40 Minuten gebacken. Die Backzeit hängt stark davon ab, was man macht. Zwetschgenkuchen in der Springform ist sehr saftig und der Teig dick. Hier benötigt man 40 Minuten. Dünn ausgestrichener und leicht belegter Flammkuchen auf dem Blech kommt mit weniger aus. Hier würde ich ab 30 Minuten kontrollieren, ob er fertig ist. 

Als Belag für Obstkuchen eignen sich auch dünne Apfelspalten (Äpfel vorher schälen), Brombeeren, Kirschen, Mirabellen, Aprikosen oder anderes.


Für Flammkuchen (wenn man ihn ausrollen will für Backblech, Pizzablech etc. dann ein paar Esslöffel Mehl mehr nehmen, bis sich der Teig beim Kneten von der Schüssel löst)  kann man Schmand-Quarkmischung  darauf streichen und dann mit Schinken, Speck, (Frühlings-)Zwiebeln, Zwiebeln, in dünne Ringe geschnittenen Lauch oder andere Zutaten (im Bild angdünstete Wirsingstreifen und Käsewürfel mit Salsice-Würstchen) nach Belieben belegen.

20 Minuten bei 200°C Umluft benötigt man dann zum Backen.

Flammkuchen mit Wirsing aus dem Blitz-Teig (c) by Joachim Wenk
Flammkuchen mit Wirsing aus dem Blitz-Teig (c) by Joachim Wenk


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