Freitag, 26. Oktober 2018

Manches ist schöner ohne Sonne....


Es gibt ja Blumen, die ohne Sonne einfach schöner aussehen!

Dazu gehören die Herbstchrysanthemen hier . Ich finde sie so feucht und unter Wolken einfach noch schöner, als würde die Sonne darauf scheinen.



Überhaupt diese Sonne. Was bin ich persönlich jetzt froh, wenn sie erst mal nicht mehr scheint. Es ist fast November und da will ich Schmuddelwetter. Das gehört sich einfach so und ich sehne mich auch wirklich danach. "Klingt komisch, ist aber so", würde der Herr von der Sendung mit der Maus jetzt sagen. 

Immerhin Dienstag und Mittwoch wurden meine Bitten  erhört. War das ein Schmuddelwetter!  Kaum 6 ° C und den ganzen Tag Nieselregen. Nur 4 Liter waren es, aber die Stimmung wer perfekt. Kein einziger Sonnenstrahl und ich mit Winterjacke draußen. Danach brauchte ich eine heiße Dusche und den Kaminofen habe ich fast zum Glühen gebracht. Aber das war so schön gemütlich dann in der Wohnung und bald dunkel. Ich am Sofa und das Laptop zum bloggen am Schoss. Der Hund räkelt sich unterm Couchtisch. Mal ehrlich. Sonne passt in dieses Szenario einfach nicht mehr rein. Oder? 

Der Weiher, den wir am Samstag noch im Sonnenschein fischten füllt sich wieder. Dieser hier hat Quellen von unten und man sieht, dass nach 3 Tagen schon wieder etwas Wasser drin ist. Leider haben die anderen diese unterirdischen Quellen nicht. 




Der Rest der Kübel-Gesellschaft am mediterranen Platz. Gut, dass ich nicht in Baden - Würtemberg wohne. Am Ende müsste ich dann hier schon längst meine "Kehr-Woche" abhalten. Ich lasse das jetzt einfach noch liegen, da ist noch zu viel auf den Bäumen. Ich fände es unsinnig mir jetzt da Schweißperlen auf die Stirn zu kehren und ein paar Stunden später sähe es ebenso aus. 




Mein Staudenbeet vor dem Gemüsegarten in all seiner düsteren Pracht. 





Im Gewächshaus wird gewachsen, sonst hieße es ja nicht so.  

Der erste Satz Winterkopfsalat hat deutlich zugelegt. Die Wintersteckzwiebeln stehen prächtig in Reih und Glied. Vom Regen draußen im Garten durchnässt habe ich im Gewächshaus weiteren Winterkopfsalat gepflanzt. 



Das war jetzt aber die letzte Pflanzaktion. Nun wird nur noch aufgeräumt, weggeschnitten und abgebaut. Herbst und Winter stehen ja vor allem im Zeichen des Vergehens, Abbauens und des Rückzuges. Das ist in der Tierwelt so, bei den Pflanzen und auch bei mir (also Rückzug und weniger Vergehen !) 

Im Freiland die Zwiebeln stehen prächtig. Das ist das erste Jahr und ich bin gespannt ob und wie viel ich im Frühjahr ernten kann. Und wo sie besser wachsen in meinem Klima. Im Gewächshaus oder im Freiland. 



Mein Endivien, der leider, wegen wohl zu warmen Wetter, geschossen ist, sieht dennoch prächtig aus. Leider müssen wir ihn jetzt essen und ich kann ihn nicht groß umgraben und im Gewächshaus lagern bis Dezember oder Januar oder Februar wie sonst immer. Er schmeckt dennoch gut, nicht bitter und hat kräftige, gesunde Blätter. 




Das war der Endivien Mitte August, als ich ihn gepflanzt habe. Die Temperaturen lagen täglich über 30°C und das noch für  viele Wochen. 



Den toskanischen Grünkohl werde ich demnächst auch anfangen zu beernten. Immer ein paar Blätter von jeder Pflanze abmachen.  Er wächst dann immer weiter und der Frost macht ihm so schnell auch nichts aus. Dafür verträgt er im Sommer, anders als  "unser" deutscher Grünkohl viel mehr Hitze und Trockenheit. Als erstes will ich ein Pestorezept mit ihm ausprobieren.



Ebenfalls Mitte August hatte ich ihn als winzige Pflanzen gesetzt. 



Herbststimmung im abgeernteten Gemüsegarten. Der Gründünger ist aufgegangen und im Vordergrund stehen die Kräuter in ihrem Beet. Geerntet ist nun alles. 




Wer es nicht mitbekam: als Rezept gab es diese Woche einen Reisauflauf. Resteküche mit zum Beispiel Lauch aus dem Garten. 




Und am vergangenen Wochenende hatten wir Ossobuco. Ebenfalls mit ganz viel Gemüse und Kräutern aus dem Garten.


Jetzt wünsche ich erst mal ein wundervolles Wochenende mit viel Erholung und auch ein wenig Arbeit im Garten. Es soll extrem ungemütlich werden. Mal sehen ob mir das dann nicht wieder zu arg ist. Egal wie ich werde einige Arbeiten erledigen. 








Kommentare:

  1. Aaaachim, ich brauuuuche Sonne! :-)))
    Sie steht ja jetzt eh so tief, längst nicht mehr im Zenit und das langwellige rötliche Licht der tiefstehenden Sonne setzt noch einmal ganz besondere Akzente, das habe ich u.a. hier dokumentiert. Ich liebe es - dieses Grau geht mir auf den Geist, sorry, wenn ich das so schreibe! Du weißt ja, ich schätze Dich und Dein Wissen, Deinen Garten, Blog usw. sehr! Und nimmst es mir nicht übel, gell! :-) ;-)
    Ich glaub aber auch, Du hast es ein bisserl ironisch gemeint. :-)

    Wer natürlich gesundheitlich unter der Hitze zu leiden hatte, der wird heuer froh sein, dass es ist wie es ist. ;-)

    Oha, ist das da so streng, mit dem Laubkehren? Bei Regen wird hier gar nix gemacht! Und bei Wind schon gar nicht, wie soll das auch gehen? Der Wind bläst einem eh alles gleich wieder von der Schaufel. Wir fegen das Laub auch erst dann, wenn es möglich ist. Natürlich achten wir schon drauf, dass es nicht allzu viel wird, denn bei uns gehen zahlreiche Passanten vorbei, wenn da einer drauf ausrutscht, haben wir den Salat.

    Ja, Achim, jetzt nagele ich Dich fest auf Dein düsteres Staudenbeet ... mal schauen, wie lange Dir das so gefällt! *grins*

    Was mache ich jetzt mit dem Salat, jetzt ist es ja eh zu spät ..... ach ja, und wo ich bei Salat bin, heute kam die Lieferung des Knoblauchs, morgen kommt er unter die Erde. Ist ja noch kein Bodenfrost hier, da wird es gehen. Das ist der letzte Versuch in Sachen Knoblauch. Ich werde verschiedene Stellen auswählen und bin wirklich unglaublich gespannt! Wenn diese dumme Umknickerei des Lauches nicht wäre - aber dabei können sich ja keine Brutzwiebelchen ausbilden! Was nur der Grund ist??

    Am besten ich beame mich mal eben zu Dir rüber und klaue Dir Deine Endivien. ;-) :-) Selbst der Feldsalat gedieh bei mir nicht so wie er sollte, viel zu kleine Blättchen. ;-(

    Bei uns ist dann morgen wohl mal Laubfegen angesgt, sofern es nicht wieder regnet und der Knoblauch und noch so ein paar Kleinigkeiten. ;-) Bin im Grunde auch froh, das erstmal Schluß ist mit Gartenarbeit und Bewässern, das war ja wirklich nicht mehr schön, denn man war täglich angebunden.

    Liebe Grüße und danke nochmal für den Tipp mit dem Knobi!
    Sara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Sara, ich fang mit dem Schluß deines Textes an. Das ist ja gerade der Grund, warum ich endlich Schmuddelwetter will. Endlich Schluß mit der Gartenarbeit von 30-40 Stunden die Woche und zusätzlich in der küche beim Konservieren. Ich freu mich auf Ruhe und Einkehr. Und dann kommt normalerweise im Frühjahr wieder die neue Lust auf Garten.
      War heute fast 6 Stunden im Garten un habe gerackert. Bericht folgt noch. Es war herrlich. KEINE Sonne und kein Regen. Habe sehr viel geschafft.

      Habe einer Bekannten heute meinen restlichen Wintersalat zum Pflanzen gebracht sie hat Hochbeete mit Folientunnel drüber, das wird vielleicht noch was. Ist ja dieses Jahr alles später und kommende Woche wirde es wieder Tag für Tag 16 GRad warm und bleibt trocken. .....

      Hoffentlich wird dein so mühsam organisierter Knoblauch dann auch was. ich hab die Sorte auch und bei mir wurde er. Drücke dir die Daumen.

      Liebe Grüße der Achim

      PS JA dort in Badenwürthemberg ist es unvorstellbar streng und ernst mit der Kehrwoche. Entsetztlich für normale Menschen. Ist nicht nur in comedy bespöttelt, habe ja selbst 4 Jahre da gewohnt und es am eigenen Leib erfahren. Unfassbar, sage ich nur....

      Löschen
    2. Lieber Achim,

      bei mir ist es eher umgekehrt, sobald es herbstlich und ziemlich kühl oder kalt wird, die Blätter auf der Wiese liegen, vergeht mir regelmäßig die Lust am Garten. Dann betrete ich ihn nur noch selten und bin viel mehr unterwegs. Ich bin da fröstelig veranlagt und mir wird auch durch Gartenarbeit dann nicht mehr so richtig warm. Wenn es dann wenigstens noch sonnig wäre, aber jetzt haben wir ja überwiegend Novemberwetter. Obwohl es heute zwar "ganz schön" war, aber eben doch ziemlich frisch und patschig im Garten. Da können wir bei uns kaum was tun. Aber den Knoblauch habe ich zum Teil schon ins Erdreich gegeben. Na, ich bin ja wirklich gespannt! Ich habe den Knoblauch nun mal an andere Stellen gesetzt und endlich mal mit Schildchen versehen, damit ich ihn auch sicher wiederfinde. Noch gebe ich also die Hoffnung nicht auf und danke Dir nochmal für den Link, er wurde ja wirklich sehr schnell geliefert und in Bio-Qualität!

      Ohje, ich hab die Leute immer beneidet, die dort wohnen wegen der schönen Gegend, aber sowas wäre nichts für uns! ;-)

      Liebe Grüße und schon mal einen schönen Sonntag!
      Sara

      Löschen
    3. Sara, die Landschaft ist echt toll und abwechslungsreich, sehr romantisch und viel Sonne, aber die Menschen dort sind mir oft sehr suspekt gewesen, bin mit denen nicht warm geworden.

      Heute ist richtig Schmuddelwetter bei ca. 1 Grad und Schneeregen, ich war kurz im Garten, im Gewächshaus gießen und weitere Kübel rumgeräumt.

      Schöne Grüße, Achim

      Löschen
  2. Wow... sieht wunderbar aus, sogar für Vegetarier-Augen! Und der Garten auch. Bei mir rächt sich gerade ein wenig, dass ich im Hochsommer den Garten vernachlässigt habe und nun die Nachkultur bisschen schlank ausfällt... aber naja, selber schuld.
    Ich nehm's gelassen mit dem Wetter, der Winter wird kommen. Aber in der Tat ergibt sich ein seltsames Bild, wenn neben den Herbstastern noch eine Paprikapflanze neue Blüten angesetzt hat...
    In diesem Sinne,
    liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hallo Cecilia, das hat man nicht jedes Jahr oder das Herbstliche und Spätherbstliche neben den Sommerlichen. Aber morgen , Sonntag wird es beendet durch Schnee. Vielleicht jedenfalls , aber in der folgenden Woche geht es ja trocken und warm weiter.

      Vernachlässigen darf man den Garten nicht, man holt es nicht mehr auf. Ich habe das auch schon hinter mir und so versuche ich immer das notwendige zeitnah zu erledigen. Ist ne Heidenarbeit, aber wenn man erst mal hinterher ist, wird die Arbeit irgendwie exponentiell mehr und der Frust, dass man hinterher ist. Ich hoffe nur immer, daß ich die Zeit habe alles zu erledigen und nicht hinter her zu hinken. Man hat halt noch einiges anderes auch zu erledigen, oder?
      Also frohes Schaffen und schöne Tage im Garten wünscht der Achim

      Löschen


Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches (Absenden eines Kommentares)
1. erklärst Du Dich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.
Nähere Informatation zur Datenschutzerklärung, Impressum und Disclaimer findest du unten links im Fenster oder oben bei der Seitenübersicht. Einfach anklicken.

2. stimmst du zu, dass deine Angaben aus dem Kommentarformular zur Beantwortung
deiner Nachricht erhoben und verarbeitet werden. Die Daten werden nach
abgeschlossener Bearbeitung auf Anfrage gelöscht. Hinweis: du kannst deine
Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an achimwenk@gmail.com widerrufen.