Montag, 8. Oktober 2018

Herbstarbeiten und Gedanken zu Garten, Natur und uns Menschen

Im Frühjahr (war das nicht gerade eben?) wollte die Gartensaison einfach nicht beginnen. So unendlich lange war es viel zu kalt und ungemütlich im Garten. 

Jetzt im Herbst entschädigt uns die Natur für die im Frühjahr verlorenen Gartenwochen. Die Saison scheint kein Ende nehmen zu wollen. Das Wetter ist traumhaft, die Sonne scheint nach wie vor unablässig vom  Himmel. Einzig die Höhe ihrer Bögen, die sie Tag für Tag über den Garten zieht verrät das fortgeschrittene Jahr. Wenn man das für sich einmal beobachtet, wo die Sonne im Sommer über den Garten zieht und wie flach sie nun schon wieder wandert, wird man wirklich erstaunt sein. 

Habt ihr das schon mal gemacht? Macht ihr es regelmäßig? Klar, jeder weiß, dass im Winter die Sonne flacher übers Land wandert. Aber mal ehrlich. Könnt ihr Marken im und um den Garten nennen, wo die Sonne hoch drüber kreist oder wie flach sie nun Früh oder Mittag steht? Macht das mal und beobachtet es ein Jahr lang. Dann seht ihr den mehr als deutlichen Unterschied im echten Leben. Dann wisst ihr es nicht nur theoretisch. Eine  Naturbeobachtung, die ganz einfach ist, aber bestimmt nicht all zu oft durchgeführt wird. 

Für mich sind diese Beobachtungen jedenfalls immer interessant und wichtig. Sie verbinden mich mit der  Natur und ihren (somit auch unseren) Rhythmen. Ich habe es schon mehrmals gesagt und finde es wichtig, immer wieder einmal darauf aufmerksam zu machen. 

Man kann sich diesen Rhythmen auch hingeben. Mit ihnen mit schwingen. Leider aber ist die Menschheit immer weiter von diesen Rhythmen entfernt und wiedersetzt sich ihnen mehr, als mit ihnen zu gehen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass das Widersetzen hier aber viel Kraft kostet, während das Einlassen auf die Rhythmen und Abläufe der Natur, die Verbindung mit der Natur, von der wir  immer noch ein Teil sind, Kraft bringen. Erholung, Regeneration,  Harmonie und Ausgeglichenheit oder eine Gelassenheit sind die Folge. Dazu brauche ich keine "speaker", "influencer", "Motivatoren" oder sonstige Gurus, die mir sagen, wie ich das finde. Ich gehe mit der Natur und finde das alles dabei. Je länger ich so agiere, desto mehr spüre ich es. Und wenn dann ein sehr schwieriges Frühjahr kommt, wo nichts im Garten gelingen oder fortschreiten will. Wo die eigene Lust gar fehlt. Weiß ich doch, dass es auch wieder anders wird. Ich ärgere mich im Moment, lasse dem Frust raus. Aber ein tiefes  Urvertrauen, dass die Natur das alles ja nicht zum ersten Mal macht und selbst auch überleben will, beruhigt mich. 

Auch ein Sommer voller Hitze und unendlicher Dürre, die ja noch anhält, ist anstrengend, nervenaufreibend, wenn man nicht mehr weiß, wie man was noch rette kann. In der Natur leidet viel, große Bäume sterben. Sterben meine Bäume und Sträucher? Vertrocknen sie? Aussehen tut alles danach. Aber dann kommt wieder das Bewusstsein, dass es ja nicht das erste Mal sein wird und die Natur auch darauf eingestellt ist. Es mag Schäden geben, aber es ist nicht der Untergang. 

Wenn etwas Angst machen kann oder beunruhigt, dann ist es das Handeln der Menschen und der Umgang mit der Natur. Nicht nur einmal in diesem schwierigen Jahr hat sicher jeder davon gehört, wie unser rücksichtsloses, gedankenloses und egoistisches Handeln genau diese Unbilden der Natur und des Wetters hervorrufen. 

Und dazu gehören nicht nur die böse Autoindustrie, die Schummel-Software installiert, dass weiter ungehindert die Luft verschmutzt werden kann. Auch nicht nur die Stromgiganten, die den schönen Wald vernichten. Nein, dazu gehören auch wir, jeder Einzelne. Und wenn jeder erst einmal vor seiner eigenen Türe kehren würde....

Habe ich nicht gerade heute  von zwei Personen, unabhängig voneinander gehört, dass es Mitmenschen gibt, die jetzt die Heizungen in der Wohnung schon voll aufdrehen und weil es dann zu warm ist, den ganzen Tag die Fenster offen haben. Anstatt einmal die Heizung herunter zu regeln. Was nützen da besten Isolierungen an den Wänden? 

Oder was ist allein beim Metzger? Ich nehme meine Kunststoffbehälter, die Jahrzehnte verwendet werden mit und lasse alles da rein legen. Nicht ein Stück Verpackungsplastik benötige ich dabei. Die Plastikverschmutzung kommt ja nicht von den Haushaltsbehältern, sondern von der Kosmetik, Reinigungsmitteln und den Einmalverpackungen (beim Metzger oder noch schlimmer im Discounter). Aber wer wird schief angesehen? Ich, der den Verpackungsmüll vemeidet. Warum? Na weil ich Kunststoffbehälter einer namhaften Firma verwende. Kunststoff! Oh Gott!

Wie einfach ist es doch auf die Discounter und Läden zu schimpfen, Kunststoffmüll zu produzieren und Firmen zu diffamieren, die Kunststoffbehälter herstellen. Alles sind die anderen, da kann man in den "sozialen" Medien darüber herziehen. Nur selbst was ändern? Nein, das macht man nicht, man kann leider nichts ändern. Man kauft billig mit viel Plastik. Und ist zu bequem, selbst Behälter mit zu nehmen. Lieber schimpft man, dass die auch alle schlecht sind. Keiner ist selbst verantwortlich, immer sind nur die anderen Schuld und verhalten sich schlecht. 

Ich jedenfalls versuche an möglichst vielen Stellen verantwortungsvoll zu leben und aktiv zu handeln. Und ich weiß, würden mehr Menschen nur zu vielleicht 70% perfekt und verantwortungsvoll handeln, wäre der Welt und der Umwelt mehr gedient, als wenn diese Menschen lieber gar nicht handeln, weil sie ja die 100% Perfektion sowieso nicht erreichen können.

Und dann noch denen mit 70% vorwerfen, daß sie eben nur die 70% erreichen und nicht zu  100% perfekt handeln. Ihr glaubt nicht, dass viele Menschen so sind? Na dann veröffentlicht doch mal in diesen ach so sozialen Medien, wie ihr etwas in die richtige Richtung unternehmt (70%). Dann werdet ihr anhand der Kommentare der 100%igen schnell genau das merken. Alles wird schlecht gemacht, ist ja bekannter maßen schlecht und selbst wird gar nicht oder weit weniger sinnvoll gehandelt. Über andere her zu ziehen, die etwas unternehmen und ihnen vorzuwerfen, daß sie nicht 100% ig sind beruhigt deren schlechtes Gewissen scheinbar ausreichend. Und es ist so bequem auf diese Weise "etwas für die Umwelt zu tun".

Nun aber wieder zu meinem Garten. Ich habe nun mal das Glück, mir hier so viel selbst anbauen zu können und es auch zu wollen und zu machen. Wieder ein kleiner Beitrag zur Ressourcen- und Umweltschonung. 







Jetzt am Wochenende habe ich noch einmal einen Schwung der Wintersalate gepflanzt. Winterzwiebeln  und Knoblauch sind gesteckt. Wir haben ja schon Oktober, aber im Gemüsegarten ist die Saison noch längst nicht vorbei. Es wird weiter angebaut und geerntet. 

Als ich mit dem Garten anfing, war zu dieser Zeit auch bei mir schon Schluss mit der Saison. Mir blieb nur übrig,  aufs Frühjahr zu warten, wenn es endlich wieder los geht. Aber jedes  Jahr kommt mehr Erfahrung dazu, anderes wird ausprobiert und die Saison wird immer länger. Die Monate in denen ich frisches Gemüse ernten kann werden mehr und mehr. Dieses Jahr war es auf Grund des Klimas deutlich weniger. Trotzdem gab und gibt es ausreichend. 



Hier standen die letzten Tomaten.  Jetzt sind sie als Mulch am Boden verteilt. Gleich habe ich auch wieder  Salat gepflanzt und Winterzwiebeln gesteckt. Später überwintere ich hier dann noch den Endivien.



Das sind sie also. Ein denkwürdiges Bild. Die allerletzten Tomaten der Saison 2018.  Jetzt gibt es erst in vielen vielen Monaten wieder eigene frische Tomaten. 


Im Keller sind noch die übrigen Freilandtomaten da lege ich diese hier dazu. Sie werden jetzt nach und nach verspeist. Roh oder gekocht.  Dann werde ich bis auf ganz (!) wenige Ausnahmen auch keine Tomaten kaufen, bis ich wieder selbst welche habe. Konserviert sind genügend. Denn brauchen tue ich diese häufig in der Küche. Aber außerhalb der Saison welche ohne Geschmack und von fragwürdig fester Konsistenz  zu kaufen käme mir nicht in  den Sinn. 

Wie groß ist dadurch dann die Vorfreude auf die ersten  Eigenen im Sommer 2019. Wer rund ums Jahr frische Tomaten auf den Tisch bringt, wird diese Freude nicht empfinden. Und hat damit wieder eine Freude weniger, die er oder sie erleben darf. Und  Tomaten sind da nur ein einziges winziges Beispiel. 


Nicht nur die Ernte erfreut mein Herz. Auch die vielen Mit-Genossen in meinem Garten. Auf Schritt und tritt begegnen mir die seltsamsten Tiere. Im Gewächshaus war jetzt die Tage ein kleiner... Ich weiß nicht genau, kann das ein Lurch gewesen sein? Eine Eidechse war es nicht. Vier Beine wie diese aber eine Haut wie so ein Fröschlein hier. Schnell war er wieder in einer Erdspalte verschwunden, daher gibt es kein Foto. 

Meine Freunde die lautstarken Laubfrösche sind da anders. Sie warten glaube ich gerade zu darauf, dass ich sie Fotografiere. Und sie beobachten mich immer bei der Arbeit. Gleizeitig hören sie mir interessiert und aufmerksam zu, was ich ihnen so erzähle, während wir friedlich nebeneinander her den Garten bewohnen. 





Ruhig und beschaulich ging es aber gerade am Samstag nicht immer zu. Ich hatte mal wieder einen Häckselmarathon vor mir.  Ausgeschnitten muss immer werden und so sammelte sich bereits wieder ein ganz ansehnlicher Haufen an Zweigen und Ästen. Dickere Abschnitte werden gesammelt und kommen zum Brennholz. Alles andere wird geschreddert. 




Viele Stunden später haben sich die Kübel gefüllt. Ein paar wurden gleich als Mulch ausgebracht. Der Rest wird nach und nach auf abgeererntete und vorbereitete Beete gestreut.



Und gegen Abend sah  es dann auch hier hinten am Kompost- und Häckselplatz wieder aufgeräumt aus.



Während ich mit dem Astmaterial kämpfte, nahmen sich Volker und der Schwager den letzten maroden Steg über den Bach bei den Weihern vor. 

Über den Alten konnten wir schon länger nicht mehr laufen, ohne etwas zu riskieren. 



Der Neue denke ich, hält uns jetzt aus. Die Träger, wie bei allen anderen, die wir schon erneuert haben, sind jetzt nicht mehr aus Holz. Verzinktes Metall ist da dauerhafter.

Der Steg hier hat auch als Belag unverrottbares Material. Und dabei ist es auch noch recycling. Der neue Brückenbelag war eigentlich im früheren Leben einmal eine Rollstuhlrampe, die nach dem Tod des Benutzers ihren Sinn verloren hatte und nicht mehr gebraucht wurde. Hier auf unsere Brücke passte sie wie maßgeschneidert. Kein Zentimeter länger oder kürzer hätte es sein dürfen. Wir freuen uns über diesen Zufall und dass wir so zu einer sehr stabilen Brücke kamen.

Auch die Bretter einer anderen Brücke über den Bach sind recycelt. Sie waren allesamt Verschnitt von einer Terrasse. Als Brücke waren sie gerade lang genug. Der Terrassenbesitzer war sie los und wir hatten perfekt für uns geeignetes Holz als Brückenbelag. Altes Material oder eigentlich Abfall wieder sinnvoll zu verwenden ist ja auch ein Art von Umweltschutz finde ich. Und der Geldbeutel freut sich ebenfalls!


Mit sonnigen Blütengrüßen aus meinem herbstlichen Landgarten wünsche ich euch einen schöne Woche, genießt das herrliche Wetter und die Blütenpracht im Garten. 








Kommentare:

  1. Oh ja, so ein Recycling alter Bretter oder Metalle hätte ich jetzt auch gern, lieber Achim. Aber wir haben gesucht und rechtzeitig nix gefunden. Unser Steg durch den Garten sieht um einiges schlimmer aus. Schon 2009 war er stellenweise morsch und nach fast 18 Jahren können wir ihn im Herbst/Winter nicht mehr betreten. Da sich keine vernünftige günstige Zwischenlösung ergab, ist nun auch die Unterkonstruktion hin. Jetzt bauen wir einen neuen, der uns hoffentlich die nächsten 7 bis 10 Jahre erträgt. Und danach - mal schauen, ob wir dann noch garten-/steg-tauglich sind … ;-(

    Das mit dem Verpackungsmüll muss ich tagtäglich mir beim Katzenfutter vor Augen führen. Leider verweigern sie fast immer selbstgekochtes Futter. Und Dosen bzw. andere Portionsgrößen. Bitte maximal 200g - der Rest wird trotz 3-Katzenhaushalt verschmäht oder wandert in den Magen des Nachbarkaters. Da kommt locker alle 2 Wochen 1 gelber Sack mit Katzenfutter-Verpackungen auf die Straße. Und wir sind ebenso schlimm - obwohl wir schon versuchen zu reduzieren bzw. die Verpackungen zumindest weiter zu nutzen …

    Ja, die innere Sonnenuhr der Jahreszeiten! Ich brauche gar nicht darauf zu achten. Irgendwann legt sich mental ein Schalter um. Einerseits bin ich diesbezüglich wohl sehr wetterfühlig und andererseits ist es das sich verändernde Licht im Garten. Mir geht es vom Herbst bis zum frühen Frühjahr besser. Im Sommer leide ich unter dem grellen und fast schattenlosen Licht.
    Und der Schattenwurf unserer Korkenzieherweide an der Bank am Teich zeigt mir nun wieder ganz deutlich, dass es an der Zeit ist die Weide zu schneiden. Wir sitzen dort nämlich sonst noch bis zum Dezember im Schatten. Denn je nach Wetter wirft sie erst ihre Blätter nach dem ersten stärkeren Frost ab. Da schneiden & shreddern wir sie lieber früher und verteilen ihren Mulch auf den Beeten als Winterschutz. Unser Gartenjahr fängt jetzt eigentlich erst an …
    VG Silke

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    1. Hallo Silke,
      das ist jetzt mal eine Aussage, die ich richtig toll finde : "unser Gartenjahr fängt jetzt eigentlich erst an..." . Bei mir ist es zwar kein Anfang, aber ein Weitermachen, ein Nochmal-Richtig-Loslegen und das wird noch ein paar Wochen so weiter gehen. Denn das ist so, im Garten ist jetzt nicht Schluß, nur weil die Tage kürzer werden und das Laub fällt. Und ich bin froh drum. Gartenarbeit liebe ich doch so und schlimm wäre es, wenn jetzt schon Pause bis März oder April wäre.

      Ja das mit dem Recycling Material ist so eine Sache . Irgendwie ziehen wir das glücklicher Weise immer im rechten Moment an. Wir haben den Partyraum, Hüttenzauber, im Garten vor ein paar Jahren neu aufgemauert und just zu dem Zeitpunkt hat mein Bruder im ganze Haus die Fenster erneuert. Wir konnte alle Fenster kostenlos für den Hüttenzauber haben. Die Terassenbretter vom Onkel für den ersten Steg waren passend da genau wie jetzt die Rampe vom Schwager. Wir sagten, daß der Steg jetzt gemacht werden muss und kurz drauf kam er mit der Rampe an, die nur herum stand. Also unsere STege sollten schon länger als 7 Jahre halten.... Die jetzt weg kamen waren über 20 Jahre dort. Unsere werden länger halten, weil sie allesamt, und das war leider kein Recycling, nun von verzinkten Stahl-T-Trägern gestützt werden. Die müsssen wir sich er nicht erneuern. Die Bretter darauf sind halt mal zu erneuern, aber das ist kein so großer Aufwand. Und wenn sie wieder 20 Jahre halten.....

      Das mit den Tierfutter ist auch bei mir so eine Sache. Darum rede ich ja auch nur von 70 % die ich umweltbewußt lebe. Man erreicht keine 100% im normalen Leben glaube ich. Bei unsren Lebensmitteln achten wir sehr auf Verpackung und nehmen die Tupperdosen mit, füllen die Milch in Tupperflaschen, wenn wir sie am Milchautomaten holen (5-6l pro Woche und das seit Jahren, was wir da schon Tetrapacks gespart haben) . Nur der Hund bekommt sein Futter auch aus der Dose. Es ätzt mich selbst an, aber er ist derart eigen und seit 14 Jahren habe ich Ärger mit Futter. Nun bekommt er Dosen-Naßfutter, frisst es auch schlecht, aber es ist regional (in Bayern aus qualitativ hochwertigen Zutaten ohne Zusatzstoffe und Müll drin) hergestellt. Es tut seiner Leber gut und den Nieren und produziert aber leider viel Müll. Gut aber wenn jeder 70% oder so anstreben würde wäre sicher schon mehr getan, als wenn man gar nichts macht.

      Ähnlich wie du meine ich auch immer im Herbst oder im Frühjahr, die Veränderung an Lichtqualität und Luft und Atmospähre einfach zu spüren, auch wenn ich nicht bewußt darauf achte. Das mit dem Sonnenbogen finde ich jedes Jahr interessant. Im Sommer beinahe senkrecht über dem Grundstück und zu Weihnachten schafft sie es nicht mal mittags über das Nachbarhaus zu scheinen. Echt drastisch die Unterschiede. Und so versteht man dann auch, daß eine Pflanzenanzucht im Frühjahr eben auch trotzt Kunstlicht einfach nicht beliebig verfrühbar ist. Tomaten und Paprika müssen, aber alles andere kommt gesünder und schneller und kräftiger, wenn man wartet, bis wieder mehr Kraft hinter dem Licht steckt.

      So nun muß ich mal weiter arbeiten. Wünsche viel Freude am Sitzen unter der Weide und hoffe doch, daß ihr in 10 Jahren noch gartentauglich seid. Was wäre ein Leben ohne Garten?

      Liebe Grüße der Achim

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    2. Guten Morgen Achim,
      nur um es klarzustellen: Unter normalen Umständen hätte ich jetzt gern einen richtig schicken Steg aus Lärchenholz genommen. Denn selbst unser alter 12m langer Kiefersteg mit ökologisch vertretbarer Holzbehandlung hat uns fast 10 Jahre erfreut. Nur jetzt geht nix mehr, und wir brauchen dringend einen gangbaren Arbeitsweg über den wir diverse Steinplatten, Erde, den Shredder & Co transportieren können. Außerdem ist zur Zeit vollkommen unklar was wir mit dem Schilf-verseuchten Teich machen, über dem der Steg im vorderen Bereich teilweise liegt. Wenn ich nicht nur im Grundbuch als Eigentümer eingetragen wäre, würden wir es uns für die nächsten Jahre den Garten jetzt nochmals richtig schön und nachhaltig nacharbeiten. Nur durch den Nießbrauch, der nur für mich gilt, denken wir etwas anders darüber. Der endet jedoch vielleicht in 7 Jahren. Wenn mir/uns der Wildwuchsgarten dann nicht zu groß und beschwerlich ist - 630qm hinter dem Haus, dann würden wir noch eine dritte altersgerechte Umgestaltung anstreben. Doch dann bräuchten wir wohl sicherheitshalber auch einen rutschsicheren Steg mit Geländer ;-)
      LG Silke

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    3. Hallo Silke,
      oh dann habt ihr da aber einen echt langen Steg mit 10 m. Und der ist, wie du das beschreibst ja auch unerlässlich. Wie ist das mit dem Niesbrauch? Noch nie gehört. Habt ihr Haus und Garten gepachtet, gemietet oder wie verstehe ich das? Jedenfalls scheint es euch nicht direkt zu gehören und dann kann ich es auch sehr gut nachvollziehen, dass man da nicht so investiert, vor allem wenn wohl in wenigen Jahren sich was ändern wird.

      Und apropos schick. Klar, dass man in einem Garten einen anderen Steg baut als dort, wo wir die Stege haben. Die sind ja in freier Landschaft über den Bach, der unsere Karpfenweiher versorgt und zwischen ihnen liegt. Das ist reine Nutzfläche. DA muß so ein Steg vor allem praktisch, dauerhaft und belastbar sein. Die Optik ist da eher Nebensache, wenn das ganze nicht zu auffällig ist und die Landschaft stört.

      Und oh je, das mit dem Schilf klingt nach einem Maschineneinsatz (Bagge). Wenn der Teich wohl etwas größer ist als ein üblicher Gartenfertigteich, dann ist das sicher nicht oder nur äußerst schwer mit Handarbeit zu schaffen. Wir haben auch immer wieder mal Schilf in den Weihern. Aber unsere Karpfen dulden das nicht lange und nicht in großen Mengen. Die fressen es einfach auf. Sehr praktisch. Und doch müssen wir- vielleicht in diesem Winter - auch wieder einen Bagger kommen lassen. So Karpfenweiher müssen immer wieder mal ausgebaggert und saniert werden. Zudem hatte ein Biber drin gehaust und im Damm seine Höhle gebaut, seither ist der Weiher auch nicht mehr so dicht, wie er es sein sollte und der Damm kann einbrechen, wenn wir mal wieder mit dem Rasentraktor darüber fahren. Das wird alles in allem eine größere Aktion, die wir selbst nicht machen können. Und die nicht billig wird. Daher schieben wir das nun schon ein paar Jahre vor uns her.

      Liebe Grüße, der Achim

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    4. Jo - 4x 3m lange Latten. Denn auch wenn es nicht so lange haltbar ist, ist die Optik natürlich schöner, wenn der Stegbelag lang statt quer verlegt wird. Das erinnert so schön an alte Urlaube auf Amrum, da wurden die ersten Stegbretter auch noch der Länge nach durch die Dünen verlegt. Später wurde natürlich auf quer gewechselt - schneller austauschbar und wegen der geringeren Streckenbelastung haltbarer …

      Meine Patentante wollte ihr Erbe möglichst lange der Nachwelt erhalten, und kam auf die 'geniale' Idee mich als Vorerbin einzusetzen. Nacherben sind meine leiblichen Abkömmlinge oder die deutsche Krebshilfe. Nur blöd, dass ich lieber ein Kind adoptiert hätte und mir von einem Testament nicht vorschreiben ließ wie ich mein Leben gestalte. Und es ist sehr schade, dass weder ein adoptiertes Kind noch mein Ehemann dort im Haus ein Bleiberecht gehabt hätten, wenn ich zum Beispiel durch einen Autounfall etc. versterbe. Dann träte sofort der Nacherbfall ein.
      Über alle notwendigen Reparatur- bzw. Sanierungsmaßnahmen entscheidet ein Testamentsvollstrecker ob sie aus der Nachlassmasse bestritten werden können oder wir sie selbst zahlen müssen. Und vor einiger Zeit wurde nun sogar zusätzlich noch ein Nachlasspfleger bestellt, der nun auch noch zusätzliche Verwaltungskosten verursacht, aber eigentlich keinen Nutzen für den Erhalt des Nachlasses bringt. Unter den Voraussetzungen werde ich irgendwann - wenn das schon lange wieder sanierungsbedürftige Haus, für uns unerträglich wird, das Erbe wohl an die Deutsche Krebshilfe abtreten. Aber es besteht noch eine geringe Chance, dass nach 30 Jahren - Herbst 2025, die Krebshilfe als Nacherbe wegfällt. Nur, das lassen wir lieber erst abklären, wenn es so weit ist. Das Testament ist in vielen Punkten Auslegungssache, und wie dann zu dem Zeitpunkt die Gerichte entscheiden, steht noch in den Sternen …

      Tja, das mit dem Mini-Bagger sehe ich auch so. Nur kommt der eventuell gar nicht durch die Garagentür in den Garten ;-(( Vielleicht müssen wir den Teich auch abpumpen, in einem heißen Sommer austrocknen lassen und dann mit dem Bohrhammer das Schilf zerlegen … Den Seggen im kleinen Aluteich war ich mal vor Jahren mit einer sehr guten Handsäge zuleibe gerückt. Die wuchsen aber auch in flachen Plastikschalen, die wir mit viel Kraftaufwand noch aus dem Wasser ziehen konnten.
      Das Schilf ist jetzt leider jedoch schon auf Wanderschaft. Erste Spitzen erscheinen nun bereits bis zu 2m vom Folien-Teichrand entfernt. Und leider hatten wir im Anfang alle Wasserpflanzen dicht aneinander in Plastik-Gitterkörbe gesetzt. Das war vor ca. 17 Jahren. Inzwischen ha das Schilf durch sein fieses Wurzelwerk alle Körbe - mindestens 2qm, miteinander verbunden. Scherzhaft - oder doch ernsthaft, meinte ich vor ein paar Wochen: Abpumpen und Beton drauf, dann hätten wir zumindest wieder einen sonnigen und fast zeckenfreien Sitzplatz am Haus ;-)
      Man ist wohl leider nie zu alt, um trotz reiflicher Überlegung und einiger Gartenerfahrung immer mal wieder neue Fehler zu machen …
      Frohes Schaffen wünscht Silke

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    5. Oh Weh Silke,
      na mit dir möcht ich ja keinesfalls tauschen. Die geschilderte Wohn- bzw. Besitzbeschreibung ist ja nun wirklich eigen und ich selbst sehe gar keine Vorteile darin. Und da habt ihr euch all die Jahre um Haus und den Garten gekümmert und nun soll u.U. alles ein Ende haben, wenn es so weit ist. Keine schönen Zukunftsaussichten. Das mit dem Weiher ist ja echt auch nochmal richtig extrem. Ich wüsste da auch gar nciht, was machen. Scheinbar muß ein Minibagger da ran, egal wie er rein kommt. Man kann ihn vielleicht über den Zaun heben? Mit heutigen Geräten kein Problem. Alles anderen macht ja keinen Sinn. Austrocknen lassen geht auch nicht so einfach oder? Wo bekommt der Weiher denn das Wasser her? Wasserhahn oder Grundwasser?

      Ich wünsche dir viel Energie , das alles zu bewältigen. Und einen guten Ausgang in Sachen Erbe, wenigstens einen Lichtblick für eine gute Lösung für dich UND deinen Ehemann. Was bin ich da froh über usnere Lösung. Das Haus ist zu einem kleinen Teil geerbt und die anderen beiden Erben zahlen wir monatlich aus. In 4 Jahren ist das geschehen und das Haus mit Garten gehört uns. Was nach uns damit wird weiß der Geier. Kinder gibt es ja natürlich keine. Werden sich sicher die Neffen freuen oder auch nicht. Aber da können wir eh nichts ändern, wenn wir mal nicht mehr sind.

      Wünsche dir noch schöne Herbsttage und sende dir liebe Grüße der Achim

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  2. Guten Morgen lieber Achim,
    wunderschön, was alles noch blüht in deinem Garten. Die Astern sind ja toll und weisen eine wunderschöne Farbe auf.
    Bei uns beobachte ich die Sonne, nicht nur den Sonnenstand, sondern wo sie aufgeht. Je nach Jahreszeit ist geht sie links (Sommer), rechts (Winter) oder direkt über der Rigi auf. Je nach dem erscheinen dann die Tage zusätzlich kürzer oder länger.
    Dir einen angenehmen Dienstag und
    liebe Grüsse
    Eda

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    1. Hallo Eda,
      das stimmt, die Astern leuchten echt herrlich herbstlich. Und die Teppeichmyrtenastern sind als winzige Ableger im Frühjahr ins Beet gekommen. Ich bin ganz überrascht, wie sehr sie gewachsen sind und wie sehr sie blühen. Eine Pracht.

      Das stimmt mit der Sonne hast du ja eine super Orientierung mit den Bergen. DA kann man noch besser den Unterschied fest machen, wenn man weiß dass sie gestern doch noch da war und heute nicht mal mehr dort hin kommt. Interessant, solche Beobachtungen. Und man freut sich schon wieder, wenn sie wieder hoch über alles drüber kommt. Es wird eben nie langweilig mit dem Garten und der Natur, wenn man sich ihr verbunden fühlt.

      Liebe Grüße und dir auch eine schöne Woche, der Achim

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  3. Lieber Achim,
    desto mehr ich mich mit dem Naturschutz beschäftige, desto mehr habe ich den Eindruck, dass dieses Thema gar nicht so einfach ist, zumindest nicht, wenn ich da an den Gesetzgeber denke.
    Im privaten Bereich dagegen ist es vielleicht einfacher, da versuche ich auch alles zu tun, was ich kann, wie z.B. Plastik zu vermeiden, wo es nur geht.
    100% wird man wohl nie erreichen können, alleine auch deshalb, weil man nie sicher sein kann, was denn 100% sind.
    Wenn ich mir nur die Wärmedämmung ansehe, dann weiß ich nicht, ob das für die Umwelt unterm Strich so gut ist, was wir da machen, denn die Dämmmaterielen müssen ja auch hergestellt, transportiert und angebracht werden. Da wird die Umwelt auch sehr belastet. Nur in den offiziellen Rechnungen taucht diese Belastung nicht auf, was gerechnet wird ist immer nur wieviel Energie wir für das Heizen weniger benötigen und leiten daraus einen Beitrag zum Umweltschutz ab, weil wir weniger CO2 ausstoßen. Wieviel CO2 die Herstellung und der Transport ausgestoßen haben wird aber nicht nitgerechnet. Darüberhinaus muss das Dämmmaterial ja auch wieder entsorgt werden, wenn das Haus irgendwann wieder abgerissen wird. Und auch das taucht in keiner Bilanz auf.
    Einfacher wäre es mit Strahlungswärme zu heizen anstatt mit Konvektionswärme, dann müsste das Haus auch nicht dicht sein.
    Eben sowenig verstehe ich die aktuelle Diskussion um Diesel. In der Stadt, auf offener Straße gilt ein Grenzwert von 40µg pro Kubikmeter, im Büro dürfen wir aber schon 60µg aushalten und in der Industrie sind es 950µg.Das kann man beim Bundesumweltamt nachlesen und wird da auch begründet. Eine Begründung, die ich nicht so recht nachvollziehen kann, da Draußen die Luft doch viel mehr in Bewegung ist als in geschlossenen Räumen.
    Und selbst wenn wir alle alten Diesel von der Straße verbannen, die werden doch dann nicht verschrottet, die laufen doch irgendwo auf der Welt weiter. Was haben wir denn dann für das globale Klima gewonnen?
    Ich fühle mich zunehmend auf den Arm genommen, um es gelinde zu formulieren.
    Ich wünsche Dir noch eine wunderschöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang, das ist genau, was ich meine. 100% wird man nie erreichen. Vielleicht ist das ja auch gar nicht notwendig. Ich meine wenn jeder ein paar Prozent besser handelt wäre schon viel geschafft. Mich ärgert halt, daß man was in die richtige Richtung tut und dann von den 100%igen gleich darauf hingewiesen wird, was man dadurch doch alles wieder falsch macht. Ergo: ich lasse es gleich, denn es bringt ja nichts... NEIN ich bin der Meinung, dass es besser ist jeder tut etwas, das ihm gerade möglich ist. Und das wird dann automatisch mehr und besser, wenn man erst mal daran ist.

      Ja diese Dieselgeschichte ist echt nervig. Kurz bevor es losging haben wir uns letztes Jahr noch einen neuen Diesel-Transporter fürs Geschäft zugelegt. Und glaub mir, wir haben nicht die Kohle den jetzt zu verschrotten und einen neuen zu kaufen,der sollte eigentlich benutzt werden, bis er wenigstens abbezahlt ist.... Ich weiß nicht, wie die sich das vorstellen in ihren Ämtern. Ach ja und was ist mit den Schiffen etwa? Kreuzfahrt und was sonst noch rumfährt. Dies stoßen mit ihren Treibstoffen weit mehr Feinstaub aus und dürfen fahren oder im Hafen den Motor laufen lassen, während ein paar Straßen weiter, die Dieselautos still stehen müssen?????? Es läuft irgendwie wegen der ganzen Lobby hier und Lobby da verdammt viel schief im Moment glaube ich. Oder sehen nur wir normalen Menschen das so?

      Ich werde jedenfalls weiter mein Bestes tun, mal mehr und mal weniger. Mit gutem Beispiel voran gehen, mehr kann man nicht machen.

      In diesem Sinne, liebe Grüße und eine schöne Woche, der Achim

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    2. Lieber Achim,
      an diese Kreuzfahrtschiffe musste ich auch denken. Die stoßen eine Unmenge an giftigen Schadstoffen aus und man muss ja nicht unbedingt eine Kreuzfahrt unternehmen. Aber von einem Kampf gegen diese Luftverpester höre ich wenig. Das scheint nicht so wichtig zu sein. Lieber zeigt man mit dem Finger auf die kleinen Autofahrer, die ja nicht mal soeben auf ihr Auto verzichten können oder sich einen Neuwagen zulegen können.
      Ich wünsche Dir trotzdem noch eine gute Woche.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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    3. Lieber Wolfgang, dazu kommt, dass der normale Bürger ja auch keine Lobby hat und so dem Politker scheiss egal ist. Genau wie die Umwelt und die Menschen sonstwo. Die wollen nur ihre eigenen Schäfchen ins Trockene bringen und an der Macht bleiben oder an die Macht kommen.

      liebe Grüße der Achim

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