Donnerstag, 13. September 2018

Üppiger Herbst und leuchtende Farben

Der Herbst ist  im Garten


Schön ist er der Herbst. Man darf halt nur die schönen Details anschauen und das nach wie vor immer mehr Verdorrende und Absterbende bei Seite lassen. 


Die ewig weiter scheinende Sonne bringt dafür aber die Herbstfarben zum Leuchten. Und bei heute wieder über 30 Grad und einer wieder überreichen Tomatenernte habe ich mich erinnert. Als ich hier im Garten anfing, vor wenigen Jahren, hatten wir zwei Jahre mit Frost schon im September. 
Ich weiß es noch genau. Damals säte ich Paprika zusammen mit Tomaten im März der April aus. Im Gewächshaus standen sie voller Früchte und die wurden nicht reif, weil im September der erste Nachtfrost kam. Dann wurde es wieder schöner, aber das rettete die Paprika auch nicht. 

Heute im September habe ich wieder mit den Tomaten etliche knallrote und reife Paprika geerntet. Mittlerweile weiß ich, daß diese bereits Anfang Februar gesät werden müssen. Und Frost haben wir gerade auch keinen. Auch in Aussicht ist keiner (gottseidank), genau wie beim Regen (zum Heulen). 

Herbstimpressionen im Landgarten


Ich möchte euch an den ruhigen, sonnigen Herbstimpressionen, die ich im Garten sammeln konnte, teilhaben lassen: 


Die Schönhütchen sind dieses Jahr besonders üppig am Blühen. 



Noch einmal gelb, dieses Mal in Form einer wieder blühenden Taglilie.


Altrosé und Lila gehören natürlich auch zum Herbst. Die Herbstastern bringen diese Farnuancen zu Hauf in die Beete. 







Ein paar Rosen blühen immer irgendwo. Hier die Rose de Resht, die den ganzen Sommer blüht. 



Natürlich blühen auch noch die sich selbst aussähenden Malven.



Der Schmetterlingsflieder macht seinem Namen alle Ehre, auch wenn er dieses Jahr nicht ganz so üppig blüht, wie sonst. 




Und ja, auch ein cremig-roséfarbenes Weiß ist schön im Herbst anzusehen. Die Staudenwicke blüht zum zweiten Mal in dieser Saison. 




Herbst und Wein. Sind das nicht gar Synonyme? Herrlich anzusehen und zu verspeisen sind die Tafeltrauben dieses Jahr. Zum ersten Mal übrigens, denn unser Weinberg ist ja erst wenige Jahre alt. 





Auch die Früchte der wilden Rosen, die Hagebutten gehören ganz automatisch zum Herbst dazu. 




Man sieht ihr zwar nicht an, ob Mai oder September ist. Aber schön anzusehen ist sie. So riesig war sie in all den Jahren wirklich nicht annähernd. Ein Bananenjahr scheinbar. 




Zu Füßen der Banane steht die Semperviren-Sammlung. Ganz groß und ganz klein nah beieinander. Die Semperviren nehmen auch langsam ihre feurige Herbstfärbung an. 



Nehmt ihr zum Palmenumtopfen auch immer die Kettensäge zu Hilfe? 


Naja im Ernst. Solche Palmen entwickeln derart kräftige Wurzeln, daß sie sich komplett aus dem Topf heraus schieben. Die Bewässerung ist nicht mehr sichergestellt. Jeder Sturm würde sie so abknicken oder aus dem Topf hebeln. Wenn es so weit ist, nahm ich immer ein Messer und schnitt unten einfach eine Wurzelscheibe ab. Dann passte sie wieder in ihren Topf. Irgendwann langte das Messer nicht mehr und ich nahm einen Fuchsschwanz und sägte die Scheibe ab. Heute müssen wir schon die Kettensäge zu Hilfe nehmen. 





Und die Scheibe ist jetzt bestimmt 15 oder mehr Zentimeter dick, die abgeschnitten werden.



Dann kommt sie zurück in den Topf und genießt weiter die Herbstsonne am mediterranen Platz. 



Wann wir jemals wieder grünen Rasen genießen können, steht in den Sternen. Die Erde reißt überall. Spalten tun sich auf zum Mauerwerk und die Spatzen nehmen mitten in der Wiese ihr Sandbad....



Für alle, die meine Herbstgemüsepflanzaktion von Anfang an über die letzten Berichte verfolgt haben, hier der Endiviensalat. 




Der Toscanische Grünkohl mit Spinat als Gründünger.



Und bereist oben im Bild zu erkennen sind die Salatpflanzen überall im Spinat. Ja da geht schon wieder überall der Salat auf. Ich lasse immer gerne hier und da einen Blühen, gerade um diesen Effekt zu haben. Keine Mühe habe ich mit den Pflanzen, einfach wachsen lassen und dann ernten. Nicht pikieren, nicht einpflanzen. Keine Bodenvorbereitung. Und es sind immer die herrlichsten Salatjungpflanzen. Gehen sehr viele auf und das an ganz ungünstigen Stellen, kann man sie natürlich auch verpflanzen. Also  Tipp für faule Gärtner. Salat (samenecht!) blühen lassen, aussamen lassen und abwarten.




Der Winterlauch. 




Heute habe ich wie gesagt wieder geerntet. Zwei Körbe Tomaten, Weißkraut, Paprika, Verveine für herrlichen Zitrusaroma-Kräutertee und natürlich wieder Fallobst. Die Äpfel werde ich trocknen und die  Schalen zu Tee machen. Auch Apfelmuß mache ich noch ein paar Gläschen. Bereits konserviert habe ich etliche Kilogramm in Form vom Apfelstreuselkuchen. Der kann so gut eingefroren werden.  Aufgetaut schmeckt er wie frisch gebacken und jeder genießt Stück für Stück von diesem Kucheklassiker. Der Hefeteig, die Butter(!)Streusel und Äpfel sind eben was ganz anderes als Tiefkühl-Kuchen aus dem Supermarkt, der meiner Meinung nach nur aus aufgeschäumter und mit Aromen versetzter Luft besteht. 

Wollt ihr was Echtes vom Land? Dann backt ihn einfach mal nach. Obst gibt es ja dieses Jahr mehr als ausreichend. Das Rezept findet ihr auf meiner Rezepteseite: Apfel-Streuselkuchen vom Blech










Kommentare:

  1. Lieber Achim,

    ja dieses Jahr ist ein ganz besonderes Gartenjahr, wir hatten gestern wieder hochsommerliche Temperaturen und jede Menge Sonnenschein. Heute hoffe ich, dass es regnet, der Himmel ist bedeckt.

    Schön, dass man bei Dir im Garten aber trotzdem noch viel Blühendes entdeckt und Deine Gemüseernte ist gigantisch. Unser Basilikum, das ist zur Unterstützung der Tomaten mit in den Kübel gepflanzt habe, ist schon fast einen Meter hoch. Sowas habe ich auch noch nicht erlebt.

    Unsere Kübelpflanzen sind zwar nicht so groß wie Eure Palmen, aber das Umtopfen ist trotzdem immer Schwerstarbeit wie so Vieles im Garten.

    In diesem Sinne alles Liebe
    wünscht Dir
    Anke

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    1. Liebe Anke,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Tatsächlich ist die insgesamte Ernte dieses Jahr doch noch besser, als ich zeitweise befürchtet habe. Und die Ernte der Herbstgemüse steht ja noch aus. Meine Mühen haben sie wohl gelohnt und meine Methoden zeigen sich erfolgreich. Das freut mich und hilft üer all das Vertrocknete Gras hinweg. So lange immer noch was blüht, was mein großes Ziel ist, bin ichs zufrieden und glücklich. Ist dein Basilikum ein einjähriges oder ein mehrjähriges? so mit lila Blüten und lila Blättern? So einen habe ich dieses Jahr und der ist auch einen Meter hoch und breit und dick und überhaupt der Wahnsinn!
      Auf Regen hoffe ich auch, der Himmel ist bedeckt, aber die Vorhersagen haben den Regen schon wieder gestrichen. Nur kühler und bedeckt. Also warten wir weiter, dir wünsche ich Regen und noch schöne Tage im Garten. Liebe Grüße, Achim

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    2. Nein nein ein ganz normales Basilikum, das ich für 99 Cent beim Discounter erworben habe. Am Sonntag gab es Pesto, denn soviel Tomaten-Mozi mit Basilikum kann man ja nicht essen, hihi ...

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    3. Da hast du Recht, Anke,
      so viel Basilikum kann man gar nicht frisch verspeisen. Pesto ist ne gute Idee. Habe ich auch schon gemacht und eingefroren. Schmeckt dann im Winter ganz köstlich nach Sommer.
      Liebe Grüße der Achim

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  2. Hallo Achim,
    ich glaube, ich muss bei Dir in die Lehre gehen. Meine Endivienansaat hat nur Winzlinge hervorgebracht, die sich in der Vogelmiere verstecken. Und den toskanischen Grünkohl habe ich vergessen, auszusäen.
    Eure Methode, die Palme wieder in den Topf einzupassen, finde ich sehr pragmatisch. Wie es aussieht, fühlen sich die Palmen bei Euch sehr wohl.
    Die Trauben sehen zum Anbeißen aus! Unsere kleinen blauen Trauben sind fast aufgegessen, den Rest habe ich für die Amseln hängen gelassen.
    Wenn die Astern beginnen, ihr Farbfeuerwerk zu versprühen, klopft der Herbst an. Ich mag's gerne, wenn mich auch Wehmut beschleicht, das selbst ein endloser Sommer ein Ende findet. Und hoffentlich bald mal Regen vom Himmel fällt.
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Hallo Karen, ja diese Wehmut kenne ich nur zu gut. Dieses Jahr scheint der Sommer oder die Gartensaison allerdings noch lange zu dauern. Keine Zeit für Wehmut. Naja der Kopf sagt aber schon, dass man alles jetzt noch genießen muß, die kalte und dunkle Zeit kommt gewiß. Aber je mehr ich jetzt im Herbst noch zu tun habe, auch mit der Vorratshaltung, desto mehr freue ich mich dann schon wieder auf diese düstere Zeit mit mehr Ruhe, Erinnerungen an den Sommer und gemütliche Stunden vor dem Kaminofen.

      Der Endivien war wirklich winzig, als ich ihn in der größten Hitze pflanzte. Schau mal hier: https://achimsgarten.blogspot.com/2018/08/Ernte-feuerrot-Ziergarten-nah.html
      In dem Beitrag hatte ich den frisch gepflanzten Salat gezeigt. Ins Pflanzloch kam ein wenig frischer Wurmhumus und aufs Beet Hornmehl. Später hatte ich Mulch vom Häckseln und konnte den dick auftragen. Viel gießen und schon zweimal mit Brennesseljauche düngen. Endivien braucht mehr Dünger als Kopfsalat. Es scheint ihm gut zu bekommen und wir werden viel Endivien bekommen. Im November wahrscheinlich grabe ich ihn aus und pflanze die dann großen Köpfe zur Lagerung ins leere Gewächshaus. Dort halten sie ggf. mit zusätzlichem Vlies bis sie im neuen Jahr ganz verzehrt sind.

      Liebe Grüße, der Achim

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  3. So Achim, jetzt versuche ich es mal.
    Du hast ganz recht, den Blick auf das Schöne richten ... leider ist ja nun mal Herbst und die Blätter fallen auch vorzeitig in diesem Jahr, bedingt durch die Verbrennungs- und Trockenschäden, da ist nichts dran zu drehen.

    Meine Astern und Chrysanthemen blühen noch nicht bzw. eine hat gerade erst begonnen ... da ist es in Deiner Gegend alles weiter als bei uns.

    Regen kann ich Dir leider auch keinen abgeben, denn wie ich gerade bei mir geantwortet habe, staubt es selbst nach dem Regen bei uns immer noch, die Bauern bewässern auch weiterhin ihre Felder. Das bisschen Regen reicht eben einfach nicht aus, die lange Zeit der Dürre auszugleichen.

    Schönhütchen kenne ich gar nicht oder haben die noch eine andere Bezeichnung?

    Rosen blühen bei mir auch hie und da noch. Aber die Malven wollen in diesem Jahr nicht so recht.

    Tolle Trauben! Da weiß man, was man hat!
    Die Kettensäge war bei uns heute auch in Betrieb, aber um den Apfelbaum umzulegen. ;-) Palmen haben wir nicht, wohin auch damit?

    Sieht wirklich böse aus, Dein Rasen! Bei uns hat sich die Wiese schon ein bisserl erholt, vor allem die Schafgarbe sprießt vorm Haus als "Rasen" und das finde ich wunderbar, viel besser als Gras, dieses wunderbare Heilkraut! Davon kann man gar nicht genug haben! Verträgt jede Trockenheit!

    Das mit dem Salat probiere ich nächstes Jahr dann mal, wenn wir noch den Garten haben.

    Hier ist es nicht allzu warm und bedeckt ... von mir aus kann es gerne wieder wärmer werden, regnen sollte es allerdings, dann aber bitte nachts. ;-)

    Liebe Grüße
    Sara

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