Freitag, 28. September 2018

Wie die Freude wieder in den Garten gelangte.

Hallo zusammen. Heute einmal ein Stimmungsfoto zu Beginn.

Genau, so ist meine Stimmung gerade, wenn ich in den Garten gehe oder aus ihm komme.

Es ist einfach eine Freude in mir.



Gestern und heute Sonne, Wärme und herrliche Herbstbilder im Garten. Und wie es im Leben eben so ist, spürt man Freude vielleicht um so intensiver, je unfreudiger die Tage waren, aus denen man kam. 


Wie ist es eigentlich bei euch im Garten? Klar, das altbekannte Thema der Dürre könnte man ansprechen. Wäre es nicht irgendwie mittlerweile durchgekaut und wohl auch erst mal passé. 

Ja! Auch bei uns hat es geregnet. Etwa 25 Liter kamen herunter und das hat wirklich einmal etwas gebracht. 

Hier einmal ein Foto aus dem Auto geschossen. So sieht die Landschaft bei uns gerade aus. Goldener Herbst ist anders! Die Bäume zum großen Teil kahl, Feldraine verdorrt, Weiden nicht mehr erkennbar und alle Felder kahl, da nichts keimen kann. 



Aber wie gesagt, es kam ja Regen. Und so komme ich wieder zu meiner Frage nach euren Gärten. Wie kam der Regen bei euch vom Himmel? Senkrecht oder waagerecht? Bei uns keines von beiden, sondern weltuntergangsmäßig kreuz und quer im schlimmsten Sturm, den ich hier im Garten erlebt habe. Und wir hatten die letzten Jahre weiß Gott viele Orkane. So eine Heftigkeit jedoch war noch nicht dabei. 

Binnen kürzester Zeit brach das Chaos herein und am nächsten Tag, war von Freude am Garten nicht zu sprechen. Im Gegenteil, ich bekam, wie so oft, Panik, wie und wann ich das alles wieder aufräumen soll. Neben den normal gerade wieder vermehrt anfallenden und dringenden Arbeiten. 

Erst einmal zwei Tage liegen lassen und aushalten. Der Job ist eben auch wichtig. 

Gestern dann konnte ich mich ans Werk machen. Am Abend war mir Bewegen fast nicht mehr möglich, so weh taten mir alle Knochen im Leib. Aber da war es plötzlich da, das Gefühl vom Eingangsbild. 

Pure Freude über das Geschaffte. Es gab keine nennenswerten Schäden und sogar notwendige, normal anfallende Herbstarbeiten habe ich erledigen können. Freude pur. 

Begonnen habe ich auf der Terrasse.




Dann folgte ich dem Weg mit meiner Schaufel, dem Besen und den Faltsäcken für Abfälle. Wobei, Abfälle ist nicht das richtige Wort. Dazu komme ich aber gleich noch einmal.



Die Esche musste ganz schön Äste lassen. Aber so intensiv wir auch nach oben sehen, es ist  nicht ersichtlich, wo diese abgebrochen sind. Die Krone ist eben doch sehr mächtig und verkraftet solch einen Verlust. Gut, dass der Ast nicht auf meine Kübelpflanzen gestürzt ist.



Noch ein großer Eschen-Aste brach auf den Zaun herunter und begrub das Türchen zum Gemüsegarten unter sich.



Da ist wohl nicht mehr viel zu machen. 


Aber ich will ehrlich sein. Nicht der Eschen-Ast zertrümmerte die Eingangstür. Ich war es. Schon ein paar Tage zuvor. Der Holzrahmen war so morsch, dass er schon vom Dagegendrücken zum Öffnen einfach in zwei Teile zerbrach.

Sehr zerzaust waren meine großen Stauden im Beet. Der Eibisch viel auseinander. 



Genau wie die hohen Herbstastern. Hier halfen auch keine Staudenstützen und Schnüre, mit denen sie eigentlich zusammen gebunden waren. Die mannshohe Dahlie ist jetzt nur noch knie-hoch. Leider.






Was den chaotisch-unordentlichen Eindruck von Laub und Ästen überall noch verstärkt, waren die vielen Walnüsse mit Schalen, die großflächig verteilt wurden. 





Auch im Gemüsegarten lag alles Höhere kreuz und quer. 



Noch bevor ich mit dem Aufräumen bei der Terrasse anfing musste ich mir einen Plan machen. Was war am allerwichtigsten, was muss gemacht werden, dass es weiter läuft und dann kommt die Optik und Ordnung. 

Zuerst also wurden die Tomaten entfernt und auf den Kompost gebracht. Rote und Halbrote liegen jetzt im Keller und werden nach und nach verbraucht. Die letzten Nächte hatten wir jeweils Reif.  Es war sehr kalt. Die Tomaten am Stock reifen jetzt draußen ohnehin nicht besser und schneller, als geerntet im dunklen Keller. Also können die Stöcke entfernt werden. Das eilt mir im Herbst zu gegebener Zeit immer relativ sehr. Die Pflanzen sind noch gesund. Lasse ich sie jetzt stehen, besteht die Gefahr, dass die Braunfäule zuschlägt. Das wäre auf den ersten Blick jetzt auch kein großer Schaden mehr. Aber! Dann sind die Pilzsporen natürlich massig im Beet und auf dem Boden vorhanden. Nächste Saison wäre das fatal. Also lieber jetzt beizeiten wegmachen. Geerntet habe ich ohnehin wirklich ausreichend. 




Im Gewächshaus lasse ich sie noch ein wenig stehen. Bis unters Dach hängen die herrlichsten Früchte.



Das war also die dringende Aufgabe. Nun wende ich mich der gerade notwendigen Herbstarbeit zu. 

Die  Winterzwiebeln, die ich zum ersten Mal probieren will, müssen gesteckt werden, genau wie der Knoblauch. Die Wintersalate sollten auch in nächster Zeit ausgepflanzt werden.  Also brauche ich vorbereitete Beete. Ich habe den restlichen Mulch und Ernterückstände weggerecht und bin mit der Grabegabel durch die Beete gegangen. Der Boden ist traumhaft locker. Wie frisch aufgeschüttet aus einem Sack Blumenerde. Es wimmelt von Bodenlebewesen. Mein ständiges Bodenbedecken mit organischem Material (Mulch) zeigt immer mehr seine positive Wirkung. 

Nun lag der Boden aber splitter faser nackt vor mir. Ein Zustand den es nicht mehr geben darf.

So komme ich jetzt zu den Aufräumarbeiten. Wie oben schon erwähnt ist die Bezeichnung "Faltsäcke für den Abfall" bei mir nicht korrekt. Ich habe alles zusammen gerecht, gekehrt und herumgeschleppt. Sämtliche Wege, den Rasen und die Beete gesäubert. Umgebrochenes abgeschnitten. Da kommt eine Menge organische Substanz, was wohl die bessere Bezeichnung ist, zusammen. 

Alles wanderte durch den Häcksler und wurde sofort auf die nackten Beete verteilt. Jetzt haben die Würmer und Co. wieder zu fressen. Der Boden trocknet nicht so aus (von den 25 Litern merkt man nicht mehr viel) und ich habe Platz für alles, was jetzt dann in die Beete kommen soll. 

Damit die Amseln mir nicht wieder den gesamten frischen Mulch umschlichten, habe ich die Beete mit Vlies bedeckt. 

Besonders freue ich mich ja auf das Bepflanzen meines neuen Frühbeet-Gewächshauses mit Winterkopfsalat. Genau so eines wollte ich haben. Eigentlich hätte der Volker mit das auch gebastelt. Weil aber die Zeit schon wieder so weit fortgeschritten ist und er noch das neue Winterquartier für die Washingtonia und vieles andere machen muss, habe ich eines fertig käuflich erworben. Wir machen jetzt nur noch unten einen Rahmen aus Recycling-Kunststoffbrettern, damit das Holz nicht auf dem feuchten Boden steht und so vielleicht länger hält. 





Und hier seht ihr die Winterkopfsalate, die alle bald ins Beet wollen. 




Mein im Frühjahr gesäter Grünspargel ist mehr oder weniger gewachsen. Einige gingen kaputt. Nun muss ich ihn über den Winter bringen und dann im Frühjahr pflanzen. Wenn ich nur schon wüsste, wo hin. 



Über meinen Endivien freute ich mich wahnsinnig. Wuchs er doch traumhaft, wie noch nie erlebt. Leider schießt er jetzt. Es war wohl einfach zu warm. 



So habe ich also den Garten aufgeräumt und gleichzeitig mit dem Mulch und der Beetvorbereitung notwendige Herbstarbeiten erledigt. Zwei Fliegen sind mit einer Klappe geschlagen. Über den so zur Verfügung stehenden Mulch war ich sehr froh. Eigentlich nahm ich dafür ja immer den Rasenschnitt, von dem es heuer aber keinen gibt. 

Der Blick von der Haustüre in den oberen Garten, nach meiner Säuberungsaktion. 




Und apropos Rasen und Rasenschnitt. Genau ein Jahr zuvor im September sah das übrigens so aus: 




Nicht nur ich war fleißig. Nein auch der Volker hat quasi aus dem Nichts ein neues, und wie ich finde viel attraktiveres, Gartentürchen für den Gemüsegarten gezaubert. Den Rahmen bilden übrig gebliebene imprägnierte Rundhölzer von der Terrassenrückwand. Darauf hat er einfach, schon ewig herumliegende, Haselnußstecken senkrecht geschraubt.

Unten ist nun Luft genug, dass der Igel problemlos hindurch kriechen kann. 

Und oben die Stecken eignen sich hervorragend, um Dekozeugs zu drapieren. Gleich ging ich auf Suche und erinnerte mich an das wunderschöne selbst getöpferte Teil von Christine Z. Das auf der Rosenstütze im benachbarten Staudenbeet vollkommen überwuchert und damit unsichtbar war. 

Es passte sowohl perfekt auf einen der Stecken als auch thematisch an diesen Ort. 

Mein Gemüsegarten -meine Freude. 



Nun aber habe ich genug erzählt. Wie so oft zeige ich euch zum Ausklang einfach noch ein paar Fotos vom schönen Herbstgarten. 

Und auch dieses hier soll nicht fehlen. Noch vor dem richtigen Sturm, wurde die Dattelpalme umgeblasen. Nachdem das schwere Ding wieder im Betonring platziert war mussten wir kreativ werden. Betonsteine und ein Spanngurt hielten sie dann auch im Tornado oder Orkan fest am Boden. 



Die Teppichmyrtenaster fängt an zu blühen. 



Von ihr habe ich schon Ableger gemacht. Hier die Mutter im Sukkulentenkübel. Riesig wurde sie und von Knospen nur so bedeckt. 



Ihre Verwandte die Myrtenaster blüht ebenso überreich, ist aber etwa einen Meter hoch. 



Die ersten Herbstchrysanthemen blühen. Zu ihren Füßen ist einer der Teppich-Myrtenasternableger. Hier im Beet blühen sie allerdings noch nicht. 




Dafür blüht die Rose de Resht noch mal sehr reich. Und heute bei dem sehr warmen Wetter lag ihr herrlicher Duft  in der Luft rund ums Beet. 





Nun gibt es ganz am Schluss auch noch ein Rezept. Auf einem der neu hergerichteten Beete stand noch etwas vom Sommerlauch. Unterm Apfelbaum liegen nach wie vor jeden Tag herrliche Äpfel. Beides zusammen ergibt mit alten Brezen einen einfachen aber sehr schackhaft-würzigen und zum Herbst passenden Brezenauflauf mit Lauch




Samstag, 22. September 2018

Im Test: Akku-Teleskop-Heckenschere und Hochentaster und ein Gutschein für meine Leser

Dies ist ein bezahlter Blog-Beitrag, also Werbung für die darin beschriebenen Gartengeräte.

Walnußbäume werden, wenn Schnittmaßnahmen nötig sind, im Herbst (August oder September) zurück geschnitten. Im Frühjahr ist der Saftstrom bei ihnen derart kräftig, dass sie zu viel Wasser verlieren würden. Im Winter heilen die damit verursachten Wunden nicht, weil kein Wachstum vorhanden ist. Also ist jetzt die beste Zeit. Da ich im Gemüsegarten zwei große Walnußbäume habe, die mir aber leider viel zu viel Schatten verursachen, sind wir immer wieder gezwungen Äste heraus zu schneiden.

Diese Tätigkeit mit Kettensäge und Leiter kann sehr schnell, ja wahnsinnig schnell, schlimm bis katastrophal enden. Seit kurzem können wir davon ein Lied singen. Man mag gar nicht darüber nachdenken, was hätte passieren können.

Beinahe gleichzeitig, bekam ich ein Angebot der Firma IKRA wieder einmal einen Testbericht über eines ihrer Gartengeräte zu verfassen. Wegen unserer vielfältigen und schwer zu schneidenden Hecken entschied ich mich für eine Teleskop-Heckenschere. Die bekam ich, auf meinen Wunsch hin wegen des großen Geländes auch außerhalb des Dorfes, in der Akku-Version.

Nach unserem "Erlebnis" mit dem ersten Walnußbaum fragte ich gleich noch nach einer möglichen Gerätergänzung, einer Kettensäge. Diese wurde mir bereitwillig zu unserer großen Freude und Erleichterung (und zum Testen) nach gesandt.

Die Zusammenarbeit mit IKRA war sehr angenehm und die Gerät für uns eine große Hilfe und so komme ich deren Bitte nach einem zeitnahen Testbericht im fortgeschrittenen Jahr sehr gerne nach.

Wer glaubt, jetzt im September wäre doch der Einsatz für dergleichen Gerät vorüber, der scheint sich zu irren. Ich jedenfalls habe noch genug Heckenwachstum vorgefunden. Und vom Walnußbaum ist auch noch nicht alles vollends ausgeschnitten. Der Test konnte starten.

Nun aber zu den Geräten.

Ich teste hier die Akku  Teleskop Astsäge IAAS 40-25 auch "Hochentaster" genannt. Gerätelänge 2,10 m - 2,80 m und eine Schwertlänge von 25 cm.

Gleichzeitig im Test hatte ich die Akku Teleskop Heckenschere IATHS 40-43 mit einer Schnittlänge von 43 cm und einer Gerätelänge von 2,30 m- 3,00 m.







Dazu benötigt werden ein Akku mit 40 Volt und eine Ladestation. Ich bekam die Schnelladestation zu Verfügung gestellt. Mit dieser ist der Akku statt in etwa 4 Stunden bereits in 1 Stunde voll geladen. 






Hier sieht man jetzt den ersten Walnußbaum. Äste die in der Sonnen-Einflugschneise hängen sollen entfernt werden. Leider ist es mir mit meinen  fotografischen Möglichkeiten nicht gelungen, aussagekräftige Vorher-Nachher-Fotos zu machen. 



Neugierig und ungeduldig waren wir, den Hochentaster zu testen. Eine benzingetriebene Kettensäge haben wir ja bereits. Geht so was elektrisch mit Akku, ohne dass es ein "Spielzeug" bleibt?

Stiel ausfahren und ran an den Ast. Zack-Bum und schon wieder haben wir 2 Fehler gemacht und gleich eins aufs Dach bekommen.

Mein Tipp für potentielle Hochentaster-Besitzer. Egal wie groß die Vorfreude ist. Man stellt sich nicht genau unter den Ast, den man absägt. Warum? Na probiert es doch einfach mal aus.....

Ach und der zweite Fehler. Es stand sogar in der Anleitung und man weiß das auch. Aber die gespannte Neugierde eben. Wenn man einen dickeren Ast absägt, sollte man, wie im Bild ersichtlich, etwas von der eigentlichen Schnittstelle entfernt, von UNTEN den  Ast einsägen. Dann kann man, jetzt näher am Stamm, den Ast von OBEN absägen.

Macht man das nicht und sägt gleich von oben, so bricht der Ast durch sein Gewicht etwa bei der Hälfte der Schnitttiefe ab und reißt unünstigsten Falls ein Stück Rinde beim Herunterfallen bis zum Stamm hin und an ihm runter ab. Dies ist eine unnötig große Wunde für den Baum.

Also erst von unten ansägen, dann von oben durchsägen und schließlich den Stummel, der etwa stehen bleibt, absägen.



Der erste Ast, den wir auf die Birne bekamen, war so schnell durchgesägt. Gleich probierten wir noch weitere, auch am anderen Baum. Die Kette geht durchs Holz, wie durch Butter. Nur ein paar Sekunden läuft jeweils der Motor und der Ast (wir hatten etwa bis zu 5 cm Dicke) ist ab. Wir sind wirklich erstaunt. Und alles in sicherem Stand vom Boden aus. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wie wir uns am besten stellen. 

Nicht nur wegen dem herunterfallenden Ast, der auch bei 5 cm Dicke sehr schwer sein kann. Das Laub, die Verzweigungen und dann der Flug aus ein paar Metern  Höhe steigern das Gewicht zusätzlich. 

Auch die Sägespäne in Gesicht und Kragen sind unangenehm gewesen. Aber das bekommen wir noch raus, wie sie fliegen und wo wir dann lieber nicht stehen sollten. Schließlich war es für uns das erste Mal, dass die Kettensäge senkrecht hoch über uns war beim Arbeiten. 

Jedenfalls ist die Lust gewachsen, noch mehr zu Entasten mit dem Gerät. Ich denke das spricht für sich. 

Praktisch ist ein grobzahniges Stellrad am Motorgehäuse. Durch die "plumpe" Ausführung kann man das Rad sehr leicht mit Schutzhandschuhen drehen. Man muss zum Kettenspannen nicht immer die Handschuhe ausziehen. Und das Spannen der Kette ist während der Arbeit durchaus notwendig und normal.  Schön, dass es ohne Werkzeug möglich ist. 


Das Kettenschmieröl ist ein einem leicht zugänglichen und zu befüllenden Behälter (70ml) untergebracht. Das Sichtfenster zeigt immer an, ob noch genügend Schmierstoff im Tank ist.



Ebenfalls sehr leicht mit groben Handschuhen zu bedienen ist der Hebel zum Arretieren oder Lösen des Stieles. Das ist nötig, wenn man ihn länger oder kürzer stellen möchte.





Die Kettenmontage selbst ist ebenfalls werkzeuglos durchführbar. Gehäuse aufschrauben, Kette über die Führung legen und Gehäuse wieder zudrehen. 



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Vielfältigeren Tests konnten wir die Teleskop Heckenschere mit Akku unterziehen. 

Zuerst brachte ich die Haselnußhecke im Gemüsegarten zum Saisonausklang noch einmal in Form. 

Die Hecke besteht aus alten Haselnußsträuchern. Diese wurden über Jahre nicht geschnitten. Sie waren 6 m hoch und höher, als wir sie auf den Stock setzten. Andernfalls wäre im Gemüsegarten kein Licht gewesen. Nun wird sie im Frühjahr vor Austrieb und im Sommer geschnitten. Da die Hecke aus besagten sehr alten und wuchsstarken Sträuchern besteht und an der Grundstücksgrenze wächst ist sie immer schwer zu schneiden. Davor sind die Kompost-Silos, so dass ich  immer nur schwer ran komme. Sie ist für mich etwas über Schulter-hoch. Dick ist sie bestimmt fast 2 m. Die Front ist leicht zu schneiden. Aber oben die Äste auf Nachbars Seite, da langt das lange Schwert meiner anderen Akku-Heckenschere nebst meiner langen Arme nicht hinüber. Ich muss den weiten Weg um unsere Grundstücke gehen und auf Nachbars Wiese. Sonst bekomme ich die Neutriebe dort nicht geschnitten. 

Nun, nach dem Schnitt im Sommer ist schon wieder so viel getrieben und die Hecke sieht nicht gut aus. Vielmehr aber nimmt auch das bisschen Neutrieb abermals  Licht aus dem Gemüsegarten, der gerade ein Mehr an diesem dringend nötig hätte. 






Ich mache mich an die Arbeit und bin in kurzer Zeit fertig. Es war ja auch nur ein Nachschneiden. Aber! Ich habe oben auf der Hecke alle Triebe von meinem Grundstück aus stutzen können. Das Ergebnis ist deutlich befriedigender, als sonst, wenn nur der allergröste Teil weg ist und ich dann noch zum Nachbarn rüber muss, was ich auch nicht jedes Mal tat. 





Die Heckenschere schneidet laut Katalog bis zu 1,8 cm dicke Äste. Haselnuß ist  schön weich. Aber wenn die gut "durchschiebt", hat man rasch starke, verholzende Triebe. Eben die Überbleibsel meines Sommerschnittes, bei dem ich nicht zum Nachbarn rüber ging. 

Eins gleich vorne weg. Die Akku-Heckenschere hat sie alle klein bekommen. Allerdings will ich nicht nur schwärmen, sondern meine reale Erfahrung hier mitteilen. 

Die Heckenschere hat diese Äste nicht mit der Mühelosigkeit abschneiden können, mit der meine andere Akku-Heckenschere dies tut. Bei näherem Betrachten habe ich fest gestellt, dass die Schwerter der beiden Scheren anders geschnitten und geformt sind. Ich kann mir vorstellen, warum die andere Schere die dickeren Äste kinderleicht abschneidet und die Teleskopschere sie erst lange umbiegt, bis man genug Druck dagegen aufgebaut hat, dass sie diese kappen kann. 

Wie gesagt, sie schnitt alles ab und die Hecke sieht nun wieder schön gepflegt aus. Das strenge gegen die dickeren (unter 1cm) Triebe würde auch nicht so arg stören, hätte man es nicht gerade mit der Teleskopschere zu tun. Ich will euch sagen, warum. Der Stiehl der Teleskopheckenschere ist laut Katalog aus sehr leichtem Material. Das spürt man auch wirklich in der Praxis. Die Schere selbst ist auch durch den Kunststoff wirklich leicht. Baut man beides aber zusammen und zieht den Stiel auf 1,5 m oder gar 2 m aus, so wird beim waagerechten Arbeiten das Gewicht doch wirklich sehr groß. Die Arbeit wird schwer und wenn man dann noch, nach meinem Gefühl mehr als nötig, gegen dickere Triebe drücken muss, werden die  Säge-Intervalle, welche Arme und  Schultern durchstehen, relativ kurz. 

Auf mehr als Schulterhöhe so eine dicke Hecke schneiden ist aber sicher nicht Alltag und auch ich mache das eben nur stückchenweise. Mit der Heckenschere ohne Stiel war es immerhin so komplett gar nicht möglich, auch wenn ich immer fast komplett in der Hecke verschwand und mit dem Schwert herum fuchtelte. Daher finde ich so einen Teleskopstiel doch  praktisch. Das Gewicht muss nur der Vollständigkeit halber einfach erwähnt werden. Die Arbeit macht auch dieses Gartengerät nicht von allein. Die mitgelieferten Schultergurte an den Teleskopstielen haben mir bei all den Arbeiten keinerlei Nutzen gebracht. Wir haben alle Längen und Trageweisen probiert. Eine Entlastung konnte ich einfach nicht feststellen. Ich werde die Gurte wieder entfernen, da sie sich bei nichtbenutzen nur in der Hecke verfangen. 


Schauen wir uns noch eine Ligusterhecke an. Höher als die Haselnüsse aber nicht ganz so dick. Oben schneiden ging bisher nur mit Leiter. Nimmt man jetzt den Stiel, zieht ihn passend aus und knickt den Scherenkopf ab, so kann man bequem vom Boden aus das Dach der Hecke schneiden. 

Hält man den Stiel ruhig und läuft gleichmäßig, bei uns den Hang runter, so hat die Hecke dann überall die gleiche Höhe. Muss man immer auf die Leiter und kann nur 2 oder etwas mehr Meter am Stück  schneiden, bevor man die Leiter versetzen muß, kommen schon mal Höhenunterschiede zu Stande. 





Macht man den Scherenkopf wieder auf 180 Grad, kann man die Front schneiden. Allerdings ist hier der Stiel dann doch hinderlicher als gedacht. Hier werde ich meine normale Heckenschere ohne Stiel weiter verwenden. Immerhin ist die Hecke recht lang (etwa 35 m). Wäre sie kürzer, könnte ich mir vorstellen, auch die Front mit der Teleskopschere zu trimmen.




Dann gibt es noch die etwa 25 ml lange Ligusterhecke zum anderen Nachbarn. Sie ist unten am Grundstück beim Zaun deutlich über 2 m hoch. 


Auch hier wird an der oberen Kante und dem Dach geschnippelt. Ganz ohne Leiter, die bei dem Hanggrundstück immer mit mindestens drei unterschiedlich hohen Pflastersteinen gestützt werden muss, um überhaupt auf sie rauf steigen zu können. 



Die Arbeit geht zügig voran. Allerdings habe ich gemerkt, dass der lange Teleskopstiel auch bedeutet, dass man unter Umständen, weiter weg stehen muss, von der Hecke, um arbeiten zu können. Gut wenn das die Räumlichkeiten zulassen. Wenn nun aber nah an der Hecke der Weinberg mit den Weinstöcken steht, ist das nicht möglich. Auf was man nicht alles kommt, wenn man die Sachen wirklich ausprobiert. 

Die Variabilität der Länge vom Stiel und die auf mehreren Winkeln einrastende Scherenstellung lassen hier aber viele Möglichkeiten zu.  Die Hecke ist auch hier wieder schneller als mit der Leiter-Lösung geschnitten. Bleibt noch das sich potenzierende Gewicht bei ausgezogenen Stiel. 

Wie gesagt, die Schere und der Stiel ansich sind wirklich leicht.  Die Physik allerdings kann man nicht verändern und so ist und bleibt es wirklich anstrengend, wenn mehr Hecke zu schneiden ist. Sicherer als auf der Leiter ist es trotzdem und auch weniger lästig, als das ewige Leitergerücke.  Raufgekraxle und dabei die Schere zu balancieren oder von einer helfenden Person hoch gereicht zu bekommen. 








Und es wird einfacher gleichmäßig. Schere einstellen und langsam der Hecke entlang laufen ohne Stiel und Schere zu bewegen reicht schon aus für eine gleichmäßige Schnittkante. 




Und wenn ich sage, ich teste die Geräte, dann meine ich auch testen. So sind wir schließlich auch noch raus gefahren zu den Weihern. Hier haben wir eine Erlenhecke. Wieder schwer zu schneiden. Und gerade auch wegen dieser hier hatten wir schon einmal mit der Anschaffung einer Teleskop Heckenschere geliebäugelt. 

Die Hecke ist nicht sehr hoch, aber auch relativ breit. Schwierig ist hier, dass man eben nicht zum Nachbarn gehen kann und die andere Seite schneiden. Eine Seite ist das Ufer und die andere Seite eben der Karpfenweiher. 

Wir haben sie nur von der "See-Seite" aus geschnitten, wenn im  Winter wieder mal eine Woche 15 Grad unter Null herrschte und der Weiher auch wirklich zugefroren war. Auch hier gab es schon Unfälle. Ich denke da an den vorletzten Winter: besagte 15 Grad Kälte und wenig Schnee. Dieser wenige Schnee langte aber gerade im Uferbereich als Isolierschicht aus. Unter ihm war das Wasser nicht gefroren. Was soll ich sagen, die Hecke liegt eben gerade am Uferbereich. Beinahe gleichzeitig stürzten Volker und ich ins Wasser. Bis zu den Hüften sind wir eingebrochen. Tiefer ist der Weiher am Ufer auch nicht. Aber unangenehm ist das bei den Temperaturen. 

Bliebe noch die Lösung mit dem Boot im Sommer. Das ist mir zu gefährlich auf dem schwankenden Schlauchboot, das wir haben. 

Ganz Schlaue kommen vielleicht auf die Idee, zu warten, bis im Herbst das Wasser abgelassen wird zum Fischen. Dann kann man mit Gumistiefeln dort lang laufen und die Hecke schneiden. 

Nein kann man nicht! Wenn das Wasser draußen ist, steht man natürlich tiefer. Bis zu 2 m. Also keine Chance, an die Hecke hoch über einen ran zu kommen. Was ich probieren werde ist nun, mit der Teleskop-Heckenschere im Herbst von der Weiherseite zu schneiden.  



Aber so lange will ich nicht warten. So weit es geht werde ich diese Schere schon jetzt nutzen. 

Gesagt, getan. Stiel ausfahren, Kopf knicken und schneiden. Immer mal wieder anpassen und Verschnaufpausen einlegen (Gewicht). 



Aber es klappt. Obere Fläche der Hecke ist vollständig bescheidbar. Bei 90 Grad abgeknicktem Scherenkopf auch ein Teil der senkrechten Fläche am Weiher.

Ich bin begeistert. Das war uns sonst im Sommer nie möglich. Überhaupt auch die obere Fläche musste  immer ich  schneiden, weil ich die längeren Arme hatte. Ich lehnte mich dann noch zusätzlich in die Hecke und hoffte, nicht in den Weiher zu fallen. Nur um die senkrechten Triebe dort hinten zu erreichen. Mit dem Teleskopstiel ist das nicht mehr nötig.




Und fertig. Jetzt schwimmt zwar der ganze Heckenschnitt im Weiher, was die Karpfen aber nicht weiter stört. Der Wind treibt ihn schon an ein Ufer, von wo aus wir ihn herausnehmen können. Der Rest verrottet eben am Teichboden.





Ich habe die Vielfachverstellung des Scherenkopfes ja bereits erwähnt. Man kann ihn, wie oben gesehen in verschiedenen Stellen nach unten knicken und dann die  Hecke von oben beschneiden. 

Man kann ihn aber auch nach oben knicken, um Hecken von oben zu beschneiden. 

Nein, das ist kein Tippfehler. Nicht alle Hecken haben ja diese Höhen unserer Hecken. Es gibt auch niedrige, vielleicht nur knie-hohe Hecken. 




Schaut selbst, auch dazu kann ein Teleskopstiel gut sein. Bücken ist hier nicht mehr nötig. 
Das Bild mit meiner Buchshecke ist allerdings tatsächlich nur gestellt. Diese Hecke habe ich zwar auch kürzlich geschnitten. Aber mit einer kleinen anderen Schere. Da wäre der Einsatz der Teleskopheckenschere nun wirklich übertrieben gewesen. Aber man sieht so  gut, diese Art der Scherenkopfeinstellung. 


Nun bin ich aber durch mit meinem spontanen, nicht wirklich eingeplanten Gerätetest. 

Die Teleskopheckenschere werden wir draußen bei den Weihern (sie hat ja gottseidank Akkubetrieb) und auch im Garten noch oft weiter testen und verwenden. Genau wie die Heckenschere. 

Diese beiden Geräte gibt es, wie ich sie testete, in der Akku-Version und aber auch in einer Elektro-Version mit Stromkabel. Außerdem ist beides auch in einer Benzinmotorversion erhältlich. 

Schade fand, ich dass die Akku-Variante  nicht als Kombination beider Geräte erhältlich ist. Die anderen Motorvarianten kann man gleich als Kombi kaufen. Ein Stiel, mehrere Aufsätze. Entscheidet man sich für die Akku-Version, braucht man zwar nur einen Akku und ein Ladegerät, aber zwei Stiele. 

Vor meinem Bericht heute machte ich noch ein paar Fotos der Geräte und musste leider  feststellen, dass der Kettensägenaufsatz keinesfalls im Regal umkippen darf. Steht er nicht aufrecht, so läuft das Kettenöl aus dem Schraubverschluss des Vorratsbehälters aus. Das ist weniger schön.  





Schön allerdings  ist eben die Tatsache, dass man eben den Stiel vom  Motoraufsatz  trennen kann. So sind die doch sehr langen Geräte leichter zu verstauen. Die Motoraufsätze werden einfach auf den sechskantigen Stiel aufgesteckt und mit der Muffe (im Bild mittig am ausgezogenen Stiel erkennbar) festgeschraubt. Das geht ganz einfach. 




Zusammenfassend kann ich beide Geräte wirklich empfehlen. Das Gewicht bei ausgezogenem Stiel und eher horizontalem Arbeiten habe ich selbst unterschätzt, ist aber physikalisch erklärbar. Ansich sind die Geräte wirklich leicht!

Die Motoren erzeugen kein lautes Geräusch und sind auch bei längerem Arbeiten gut ertragbar. 

Die Kettensäge hat wirklich Kraft und Biss, was mich am meisten überrascht hat. Ja, positiv überrascht hat. 

Schön finde ich , dass die während der Arbeit notwendigen Tätigkeiten an den Geräten sehr gut mit dicken Handschuhen erledigbar sind und man kein Werkzeug benötigt. 


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Und wer bis hierher gelesen hat, hat sich auch einen Belohnung verdient. Ich darf all meine Leser mit einem Rabatt-Gutschein belohnen. Wer also Lust auf eine Heckenschere oder Kettensäge oder irgendein anderes Gerät der Firma IKRA bekommen  hat, muss beim Kauf nur das Passwort 

Sparen125

verwenden. Dann erhält er oder sie satte 25%  Rabatt auf den Einkauf. Das finde ich wirklich großzügig!Und so geht's: 

Den Rabattcode gibt man im Warenkorb ein. Code in das Kästchen für die "Gutschein-Nummer" eingeben und "Hinzufügen" anklickenDer Betrag wird sofort sichtbar abgezogen und der Endpreis angezeigt. 

Hier noch einmal die Links zu der Firma und den Geräten:






Und hier der Link zu meinem Test des IKRA Elektro-Häckslers vom Frühjahr diesen Jahres. Der Bericht wurde mir sogar schon von einem Betrüger der Blog-Szene geklaut und eins-zu-eins mit Bildern in  dessen Blog integriert. Leider weigert er  oder sie sich, meinen Artikel aus seinem / ihrem Blog zu löschen. Mein einziger Trost: ich muss wohl echt gut gewesen sein, wenn so ein Artikel geklaut wird......