Dienstag, 24. Juli 2018

Gemüsebeet fertig für den Winter und ein Rezept mit Suchtpotenzial

Ich habe heute Gartenarbeiten erledigt, die ich sonst ein paar Monate später mache. 

Ja im Ernst, ich fasse es selbst nicht. Vielleicht waren es auch die 31°C (in der Sonne über 40°C), die mich ganz mischucke machten und zu solchen Arbeiten verleiteten. 

Ich habe im Gemüsegarten die Beete aufgeräumt. Und eigentlich ist das große Beet hier jetzt gut vorbereitet für den Winter. Ist das nicht echt ein verrücktes Jahr? 

Im letzten Artikel habe ich ja schon gesagt, dass mit Gemüse dieses Jahr kein Blumentopf zu gewinnen ist. Und wo jetzt die Mega-Hitze kommt, wird ohnehin nichts mehr aus all dem Brokkoli und Blumenkohl mit mickrigem zerfressenen  Laub (Raupen, Erdflöhe) das schlapp in der Sonne hängt und in dem manchmal so etwas wie eine total zerfranste ungleichmäßige, einfach unbeschreibliche Struktur zu erkennen ist. Damit meine ich die zu erntende Blütenknospe. Also ich verwende ja wirklich viel, ich will nichts verkommen lassen. Aber Blumenkohl und Brokkoli dieses  Jahr habe ich jetzt als Mulch eingesetzt. Genau wie die Kohlrabi. Wenn sie nicht von Erdflöhen aufgefressen waren, platzten sie, nicht größer als eine kleine Tomate, oder sie verfaulten fürchterlich stinkend. Die Gurken auf die ich so stolz war, sind auch alle (bis auf eine Pflanze einer Sorte) dahin. Die letzten gelben Gürkchen habe ich abgemacht. Jetzt schmeckten sie sehr, sehr gut und nicht mehr  bitter. Schade, dass es wieder nicht mit Gurken klappt. Der Frühkohl ist ebenfalls Mulch, samt den  Raupen. Dann die Schwarzenbeere, das einzige das wuchs, ja wucherte. Ich dachte, die bleibt kleiner. Das Erbsenstroh ist ebenfalls Mulch. Fürs nächste Jahr habe ich die extra hängen gelassenen Schoten abgemacht. Gut, daß ich sie gleich gepuhlt  habe, um an die Samen zu kommen, die ich nächstes Jahr sähen werde. Alle zerfressen vom Wurm und sofort entsorgt. Ringelblumen und Kapuzinerkresse wucherte, dass keine  Beetstruktur mehr erkennbar war. Kurzerhand alles Mulch. Bei dem Wetter jetzt darf natürlich erst recht kein Boden offen liegen. Das wäre der Tod für's Bodenleben.

Jetzt steht noch der kümmerliche Mangold, eine schlappe Gurke, der viel, viel zu kleine Meerrettich, die viel zu kleinen und gakeligen Buschbohnen und ein wenig Sommerlauch. 




Ich habe alles gleich zerkleinert und als Mulch ausgebreitet. Zwei Beete habe ich zusätzlich zum Schutz vor der Trockenheit und weil ich nicht richtig ausreichend Mulch zur Verfügung habe (Rasenmähen ist ja  im Moment nicht möglich) mit Bändchengewebe (Mulchfolie) bedeckt.

Ein Versuch, ob es was bringt, ob der Boden feuchter bleibt und das Pflanzenmaterial schneller verrottet.

Immerhin brauche ich ja jetzt zeitnah Platz für Wintersalate, Winterrettich, Endiviensalat,  Radieschen.  Dann Feldsalat und Spinat.




Wirklich perfekt ist dieses Wetter für die Tomaten. Solche Trauben an Tomaten habe ich noch nie gehabt. Und ich baue jedes Jahr die gleichen Sorten an. 



Und dann wieder zwei Pflanzen neben der Tomate aus dem Bild oben, dieses Bild. Nur ein Stock und ich kann machen was ich will, der geht kaputt. Ausgerechnet die Ochsenherz, auf die ich so gespannt war. Eine einzige ist rot, viele noch grün. Hoffentlich wird die Ersatz-Ochsenherz am Zaun was, damit ich ein paar Ernten kann. Von der hier erwarte ich mir nicht mehr viel....



Und wer hätte gedacht, dass der Begriff  Ampel-Tomate so ernst gemeint ist. Ich habe sie im Topf und nicht in der Ampel. Aber sie will einfach wirklich nach unten hängen. Keine Chance, das Gewirr an Stängeln, Blättern und vor allem Früchten irgendwie aufrecht in Form zu bringen. Ob ich nächstes Jahr wirklich einmal eine große Ampel (gibt es die mit Wasserreservoir?)  mit ihr bepflanze? Sieht sicher toll aus. 



Jedenfalls mangelt es auch dieses Jahr nicht an Tomaten. Vorne links die erste (und einzige) Ochsenherz. Die kleinen Cocktailtomaten der  Gardenpearl (so heißt die Ampeltomate) sind schon in der Küche. 

Gut, daß es so viele sind, da kann ich experimentieren. Zum ersten Mal habe ich kleine Cocktailtomaten in Essig-Zucker-Gewürzlösung eingekocht. Oh sind die lecker. 




Und heute habe ich Pesto gemacht. Aus frischen Tomaten, nicht aus getrockneten und dann eingeweichten, wie es meist der Fall ist. Das Rezept findet ihr auf achimsgartenzumessen.de. 

Lange habe ich überlegt, ob ich es veröffentlichen soll. Diejenigen, die es nachmachen, werden mich dafür verteufeln. Wer das einmal probiert hat, wird sofort unheilbar süchtig danach und kommt nicht mehr los.  Soooo unendlich lecker ist es. Ich hoffe euer Zorn legt sich dennoch bald wieder und ihr seid mir wegen dem Rezept nicht lange böse.......



Irgendwie ist mir gerade nach Aufräumen und Ausmisten im Garten. Die Baumscheibe meines Hausbaumes habe ich gesäubert. Jetzt sieht man wieder den Buchs. Und leider auch noch immer die Unregelmäßigkeit des Kreises. Der Hund hat etliche Buchse tot-gepinkelt. Ich habe keinen Zünsler sondern einen Labrador, der den Buchs umbringt. So musste ich neue Stecklinge ziehen. Die stehen schon in den kahlen Stellen, aber sind halt noch so winzig klein. 



Und nachholen wollte ich noch dieses Foto. Also ich vor einiger Zeit den ganzen Heckenschnitt und Äste der Bäume hinter dem Carportdach häckselte, langte die Menge gerade aus. Endlich konnte ich unter dem Spalierobst mulchen. Erst den Rasen mit Pappe abgedeckt und dann mit Häcksel gemulcht. Rasen unter jungem Spalierobst und Beerenobst ist einfach nicht gut. Man kann ihn nicht gut mähen und er nimmt dem Obst einfach zu viel Nahrung und auch Wasser.



So, das war's für heute. Morgen geht es weiter. Tomaten verarbeiten und Beete säubern. Wenn schon nichts gescheit wächst, soll es wenigstens ordentlich aussehen. 

Kommentare:

  1. Hallo Achim,
    schön, das es hier wieder öffentlich weiter geht :-)
    Ich habe eben vor mich hin gekichert. Das Hunde den Rasen kaputt pinkeln, habe ich schon selber erleben dürfen. Aber noch nicht am Buchs. Na gut, der Buchs kam erst, als es keinen Hund mehr hier gab.
    Wie schade, Du hast Dir so viel Mühe gegeben mit dem Gemüse und nun ist alles zu Mulch "verwurstet". Aber was soll es, wir müssen das Wetter jetzt so nehmen, wie es kommt. Die Tomaten sehen hier ebenfalls prächtig aus, 2017 sind alle vergammelt. Was ist das für eine Sorte mit den gigantischen Trauben an Tomaten? Ochsenherz ist mir zu groß, dabei wird sie von Kennern so gelobt. Ich mag am Liebsten die kleinen Sorten, die von der Hand in den Mund wandern.
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Hallo Karen, ja ich werde künftig wohl nur noch den Blog als Platform nutzten. Kein Facebook oder INstagram mehr. Ist einfach zu zeitaufwändig, bringt nichts,nicht mein Metier.

      Die Tomaten mit den Trauben heißt Matina, ist eine sehr frühe Freilandtomate die locker 250cm hoch wird. Ich habe sie seit Jahren und sie ist immer die erste, die rote Früchte hat, noch vor den Gewächshaustomaten. Die gigantische Tomatenrispe ist übrigens eine optische Täuschung, für die ich aber ehrlich nichts kann, ich habe nur das abgelichtet, was ich vorfand. Und ich fand diese 2!!! Rispen vor, die sowas von exakt übereinander wachsen, daß es aussieht, als wäre es eine einzige.......

      Liebe Grüße der Achim

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  2. Servus Achim, ja, wirklich verrückt dieses Jahr. Ich hatte dieses Jahr auch die Würmer in den Erbsen, interessanterweise nur in den blauen Kapuzinererbsen, die doch eigentlich so schön und gesund wuchsen. Dafür habe ich (das erste Mal in meinem Leben), eine Gurkenschwemme ... Mein Hokkaido, hat durch den Hitzestress leider nur zwei Früchte angesetzt, aber de wachsen immerhin. Und der Tomatenernte sehe ich freudig entgegen ... da hoffe ich mal (trotz Hitzewelle), dass es nicht noch vor der Ernte zu Ausfällen kommt ... So schön hängen sie voll. Ich hab zum Glück einen wunderbaren Boden, der offensichtlich in der Tiefe die Feuchtigkeit halten kann, so dass es hier immer noch schön grün ist. Manches bleibt halt auf der Strecke ...Kohlrabi (wie bei dir), da kam nach der ersten Ernte nix mehr, auch die zweiten Aussaaten (Sommerradies, Rübchen etc.) das wird alles nix. Aber jetzt ist es schon wieder so heiß, dass ich nur mit dem Hund die Schattenplätze wechseln kann. Das Rezept will ich gleich lesen ...

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    1. Hallo Scratchy, die Kapuzinererbse hatte bei mir auch jedes Jahr sehr extrem die Würmer, konnte niemals etwas davon richtig ernten. DA waren schon die grünen Schoten verwurmt. Zum trocknen für ERbsensuppe kam es nie, weil entstztlich verwurmt. Habe in den andren Erbsen auch die Würmer aber bei weitem nicht so stark. Und nur wegen der allerdings wirklich so zauberhaften Blüten sie anzubauen ist fast schon übertrieben. Habe sie daher heuer nicht.
      Unser Boden hält auch Feuchte, ist kein Sand sondern Lehm drin. Aber seit April kein Regen, unentweg heißt und viel zu warm, schon das ganze Frühajahr und häufig dieser Wind. Dazu muß im Untergrund irgendeine Schicht sein, die aufsteigende Feuchte verhindert, weil es gar so elend trocken ist und alles gießen nichts nützt. Im Frühjahr wenn Schnee schmilzt oder es mal stärker regnen, dann schwimmt die Wiese. Gräbt man ein Loch, hat man bis unter die Oberfläche sofort Wasser stehen. Im Sommer ist alles trocken wie Felsenstein. Daher vermute ich dass drunter wasserundurchlässige Schicht ist, frühjahrs kommt nichts nach unten und sommers nichts oben ;-(
      Dummerweise ist es ja auch im Schatten schon so unerträglich heiß. Bei uns jedenfalls. Wünsche ein irgendwie schönes Wochenende und vielleicht machst das Rezept ja mal nach. jetzt aufs Brot mit Quark oder Frischkäse und eine Scheibe frische Tomate drauf, einfach nur gut......

      Liebe Grüße, der Achim

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  3. Hallo Achim,
    Du hast doch aber ganz schöne Tomaten, für dass, dass es so trocken war! Sind aber auch Sonnenfrüchte ... Allerdings schmeckt die Ochsenherz-Tomate nach gar nichts - es ist nur ihr Aussehen, das die Leute reizt. Das meiste daran ist doch nur Wasser! Da habe ich lieber die Kleinen.

    Witzig, wie man bei Euch spricht - hier würde man meschugge sagen ;o)...

    Tja, was soll man auch machen, wenn alles vertrocknet und das Beet ohnehin dürr aussieht? Ich habe auch gejätet und aufgeräumt, was ich sonst im September gemacht hätte. ;-) Das ganze trockene Zeug weg, vor allem viel Laub.

    Stell Dir vor, man wäre drauf angewiesen und bekäme auf anderen Wegen nichts zu essen! Noch ist das ja nicht der Fall, aber wer weiß, was kommt!

    Ich habe heute 2 Äpfel entsorgen müssen, beide mit Monilia - dabei sahen die Äpfel am einzigen Apfelbaum dieses Jahr wirklich mal gut aus ...

    Tja, in Deinem Beet sieht es für Achims Garten wirklich trostlos aus! - Wer weiß, ob es dieses Jahr noch nennenswerte Niederschläge gibt und ob die Samen überhaupt keimen und die Keimlinge nicht verbrennen ... ich hätte da jetzt keine Lust drauf, das auszuprobieren. ;-) Ich tue ungern etwas umsonst.

    Apropos Tomaten - ich las mal einen Bericht über einen Bauern, der seine Tomaten ohne jegliche Stütze auf dem Feld anbaute und er fuhr prächtigere Ernten ein als andere, die die Tomaten aufbanden. Das fand ich schon sehr beachtlich, zeigt es doch, daß der zivilisierte Gärtner viel zu viel Brimborium um seine Gewächse betreibt.

    Dein Pesto schmeckt bestimmt gut. Aber ich mache mir nicht viel Arbeit mit solchen Dingen, esse eh gern das meiste pur und unverarbeitet, da es für mich so auch am verträglichsten ist. Parmesan esse ich gar nicht wegen Histamin, also keine "alten" Käse, am besten Frischkäse oder Quark.

    Ohje, das fände ich ja ärgerlich, wenn der Hund in den Garten macht! Darf er das denn??

    Anhand Deines Kommentares an Scratchy glaube ich übrigens, dass Dein Boden unserem sehr ähnelt! Denn er weist die gleichen Eigenschaften auf.

    Liebe Grüße und hoffentlich bald etwas Regen
    Sara

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    1. Hallo Sara, den Tomaten gefällt das Wetter ganz vorzüglich. Und ich finde übrigens, dass die Ochsenherz einen guten Geschmack hat, Säure und Aroma. Aber es gibt da sicher auch unterschiedliche Sorten. Jedenfalls denke ich oft an die Menschen, die auf eine gute Ernte angewiesen sind. Gärtner, Landwirte, Obstbauern oder Winzer. Die ernähren ihre ganze Familie damit, oder eben nicht, wenn nichts geerntet wird. Denen geht es dieses Jahr beschisssen. Und uns ging es auch aus, müssten wir noch von dem leben, was wir anbauen. Da gäbe es keine Jubelschreie über den tollen Sommer zum "Abhängen mit Freunden, Feiern und Chillen am Badesee" um im Jargon der Radiomoderatoren zu bleiben.

      Der Bericht über Tomaten war in einem Landjournal oder? Da habe ich davon gelesen. Nun da braucht man halt auch mehr Platz von der Fläche her, meine Schnüre sind da platzsparender. Meien Tomaten sind nun weit über 250cm lang mittlerweile.

      Ja der Hund darf in den Garten machen. Man könnte es auch wohl kaum vermeiden.

      So nun sehen wir einem glutheißen Tag in die Augen. 34 Grad werden es bei uns. JEtzt um 9 Sind schon 30 Grad auf der Terrasse und da scheint die Sonne nicht mal aufs Thermometer

      Also dann schönen Tag und liebe Grüße der Achim

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    2. Gestern hatte ich wieder eine Ochsenherz gekauft - vielleicht sind es ja auch nur die Kaufbaren, die nach "nichts" schmecken. Keine Ahnung.
      Ja, wer auf die Ernte angewiesen ist, ist schon arm dran! Aber wenn es so weitergeht und in vielen Ländern, woher beziehen wir dann all unsere Nahrung? Da kann noch was auf uns alle zukommen! Die Sommer sollen ja langfristig immer heißer werden.

      Kann sein, daß der Bericht in einem Landjournal war. Ich abonniere die nicht, werfe gelegentlich mal einen Blick hinein. Aber ich finde, man kann gerade auch im kleinen Garten die Tomaten so wachsen lassen, wenn sie denn tatsächlich viel mehr tragen, als wenn sie hochgebunden werden. Ich glaube auch nicht, daß sie dann 250 cm im Quadrat wachsen - der Wuchs entfaltet sich dann anders. Man erspart man sich viel Mühe bei dieser Art des Anbaus. Aber ich habe es auch noch nicht ausprobiert, da die Sommer hier immer zu nass waren und die Tomaten dann faulen. In diesem Sommer hätte es sich gelohnt. Allerdings ist viel zu bewässern und ich habe keine Lust, mittags nur wegen Gießen heimkommen zu müssen.

      Bei uns hat es nachts geregnet und es ist heute ganz angenehm. teils leicht bedeckt/wolkig.

      Ich wünsche Dir noch einen angenehmen Tag ... und liebe Grüße
      Sara

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    3. Das mit dem Faulen der Tomaten würde ich auch befürchten und die Schnecken, die sie anfressen. Naja ich habe auch so, aufgebunden,, mehr als ausreichend Tomaten. Habe erst heute wieder 4kg verarbeitet. Eine Ochsenherz habe ich auch wieder geerntet. Werde noch mal ganz genau auf den Geschmack achten heute Abend.
      ich schwitze bei 35 Grad im Garten. Liebe Grüße, Achim

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