Samstag, 21. Juli 2018

Der Garten zu Beginn des kommenden Jahrhundertsommers




Hier saß ich auch vor ein paar Wochen, auf meinem neuen Lieblingsplatz im Garten. Am Stuhl unter dem Walnußbaum. 

Seither sind etliche Tage, gar Wochen vergangen. Wir haben Sommer und es wird wohl ein Ausnahmesommer. Manche finden es  super. Andere, die mit Garten, Landwirtschaft oder Natur zu tun haben, eher nicht. Die Hitze mit der seit Monaten dauernden  Trockenheit zusammen mit dem in letzter Zeit wieder regelmäßig blasenden warmen Sturm, trocknen alles aus. Als Gemüse-Selbstversorger kann ich mich dieses Jahr nicht bezeichnen. Zu viel ist kaputt gegangen und nicht gewachsen. Schädlinge geben ihren Teil dazu. Ich ernte und konserviere was da ist, aber im Vergleich zu den letzten Jahren ist es einfach nur traurig. Die Mühe beim Sähen und Pikieren, beim Beete vorbereiten und Pflanzen war die gleich wie immer, das macht alles nur noch ärgerlicher. 

Ich verlor die Lust am Bloggen. Was auch hätte ich hier schreiben sollen? Als Anregung oder Verleiten zum Nutz-Gärtnern , gar selbstversorgen, konnte ich nicht mehr bestehen. 

Ich bin damit aber nicht allein. Von England bis Deutschland, auch in Irland oder Schweden vertrocknet alles. Und stellenweise ist es so schlimm, dass ich noch eine grüne Oase habe. 

Ich sollte also nicht klagen, sondern zeigen, was ich mit dem mache, was mir geschenkt wird. Und wenn es nur einfach die Freude ist, so einen großen und (meist) schönen Garten hier beim Haus zu haben. Und! Die Freude über den Brunnen, ohne den ich wirklich nichts anbauen könnte. 


Also kommt mit nach draußen . Ich will euch zeigen, was ich meine.

Von einem hat die Dürre uns noch immer nicht abhalten können: immer wieder etwas Neues zu probieren. Schon lange steht die Badewanne im Carport und die Pflanzen im Eimer. Es fehlte aber ein passender Stöpsel, um die Wanne wasserdicht zu machen. In Ermangelung eines Teiches wollen wir nun einfach probieren, wie dieser Teichersatz sich so macht. Einen richtigen Teich, den der Volker gerne hätte, habe ich noch nicht verwirklichen mögen. Ich weiß nicht wo hin. Die Arbeit, ihn anzulegen ist immens und dann müsste man ihn auch noch irgendwie vom badesüchtigen Hund (ich sag nur: Labrador) schützen.



So bleibt es erst einmal bei der Wanne. Die ist so hoch, dass der alte, mit Rückenbeschwerden behaftete Hund nicht mehr rein kann. Als Trinknapf nutzt er sie dagegen schon fleißig. 



Was es dieses Jahr wirklich reichlich zu ernten gibt, sind die Beeren. Die Äpfel scheinen auch schön zu werden. Letztes Jahr hatten wir keinen einzigen. Sogar meine jungen Spalierobstbäume tragen in diesem Jahr. 3 Äpfel hängen an einem Baum. Auch meine Quitten tragen das erste Jahr. 

Letztes Jahr hatte ich fast keine Himbeeren und dieses Jahr könnte ich damit handeln. 



Viele sind schon geerntet und verarbeitet. Ebenso die Johannisbeeren.



Zum Ausruhen wird keine Zeit bleiben. Werden doch gerade die ersten Brombeeren reif. Echt früh, dieses Jahr.



Und was macht das Gemüse? Die spät gesäten Stangenbohnen haben die 4 Meter hohe Stange eingenommen  und würden noch weiter wachsen wollen. Erste Blüten bilden sich gerade. 


Dank der Anna aus Wien mit ihren empfohlenen Gurkensorten, von denen sie mir auch gleich Samen schickte, ernte ich dieses Jahr zum ersten mal richtig Gurken. Eine Sorte ist bei allen Exemplaren dennoch wieder eingegangen. 2 andere Sorten tragen fleißig. Ich muss mir da unbedingt Samen nehmen. 

Sonst hatte ich zu der Zeit, wegen Mehltau und Milben oder dergleichen schon keine Pflanzen mehr. Auch dieses Jahr sind die zum Vergleich gesäten herkömmlichen Sorten schon lange wieder kaputt, ohne eine einzige Gurke gebracht zu haben. 



Klar, den Tomaten gefällt das Wetter, das ist nicht zu leugnen. 




Auch ein Erfolg sind die Pastinaken. So schön standen die noch nie im Beet. Habt ihr schon mal Pastinaken gesät? Sie brauchen Wochen zum Keimen. In der Zeit hat das Unkraut (bei mir vor allem Vogelmiere) alles überwuchert. Abhacken geht nicht, weil man dann die eventuell gerade keimenden Pastinaken mit entfernen würde. Ausreißen ist unendlich mühsam und zeitraubend.

So hatte ich immer nur einige wenige Glücks-Pastinaken, die es dennoch schafften. Dann erfuhr ich, dass man Pastinaken mittlerweile im Baumarkt als Jungpflanzen kaufen kann. Na, das war es doch. Dieses Jahr habe ich sie in einer Topfplatte mit sehr kleinen Töpfchen vorgesät. Sie brauchten selbst da, gleichmäßig bewässert, mehrere Wochen, bis sie kamen. Dann habe ich sie einzeln ins Beet gepflanzt und konnte so das Unkraut in Schach halten und sie konnten rasch weiter wachsen. 


Zum ersten mal probiere ich Speise-Platterbsen. Die normalen Erbsen sind schon im Tiefkühler. Jetzt werden die Platterbsen, die sehr lange brauchten, bis sie wuchsen, reif.


Sie schmecken gut. In den  Schoten sind immer nur 2 bis maximal 4 Erbsen.



Schön entwickelt haben sich auch die Sellerie und der Rosenkohl. Beinahe wären sie mir auch kaputt gegangen. Aber dazu gleich noch mehr. 



Naja und Salate, die jetzt ins Beet sollten, inklusive dem Endivien für den Winter oder den Lauch, habe ich auch. Aber wie sollte ich sie nun pflanzen? In den steinharten, furz-trockenen Boden? 





Und hier noch ein Versuch. Ein Test für's nächste Frühjahr. 

Wie gerade bei den Pastinaken beschrieben, keimen Möhren ebenso langsam und das Unkraut überwuchert sie, bevor sie da sind. Die kann man glaube ich nicht vorziehen. Aber ein einem Gartenheft und früher schon mal in einem Gartenvideo, sah ich, dass Gemüse, in einer Dachrinne gesät wird . Wenn es gepflanzt werden soll, zieht man nur eine Rille im Beet und schiebt die so vorgezogenen Gemüsepflanzen als ganze Reihe hinein. Gut bei langsam keimenden Gemüsen und Kräutern hieß es. Ich besorgte im Baumarkt ein Stück Kunststoff-Dachrinne und probiere es nun. 

Gut, dass es Dachrinnen auch in rechteckigem Querschnitt gibt. Die halbrunden bleiben ja nicht ordentlich am Tisch stehen. Die Möhren sind gekeimt. Eine Sorte, die man noch im  Juli sähen kann. Mal sehen, ob ich die noch ins Beet bringen und etwas ernten werde. 


Und wer jetzt meint, mein Gram über Wetter und Garten wären doch eigentlich unberechtigt, der sollte einfach weiter lesen. 

So sieht es jeden Tag aus. 

Und so sah mein Blaukraut auch noch nicht aus....


Der Frühkohl sollte schon geerntet sein. Aber er war nur immer welk, die Erdflöhe schlugen dieses Jahr wieder ganz erbarmungslos zu und nun die Raupen. Das wird nichts mehr.




Auch der Sommerlauch hätte schon geerntet werden können.



Aber immer nur war alles schlaff in den Beeten. Trotz Bewässerung. Dann ging ich der  Sache nach und stellte fest, dass kein Wasser aus den Tropflöchern kommt. Und da wässere ich fast täglich über Stunden. Nach einigen Tests und Überlegungen stand das Problem fest. Die Flächen waren zu groß gewählt. Pro Anschluss geht nur eine bestimmte Länge an Tropfrohr, sonst reicht Wassermenge und Druck nicht mehr aus. Das war der Fall.

Ich besorgte weitere Einzelteile, stöpselte hier und da um, verlegte neue Zugänge und Verbindungen. Ab da tropfte wirklich jedes Loch gleichmäßig. Sellerie und Rosenkohl, die oben so schön kräftig abgebildet sind, hingen nicht mehr schlapp im Beet. Für vieles (Kohlrabi, Gurke, Brokkolie etc. ) kam es zu spät. Aber anderes kann jetzt vielleicht noch mal weiter wachsen. Immerhin waren auch gestern bei über 30 Grad keine Pflanzen  schlapp.

Alles kann einfach nicht bewässert werden, dazu langt auch mein guter Brunnen nicht. 

Die Johannisbeeren allerdings waren an die Bewässerung angeschlossen. Aber scheinbar kam auch hier kein Wasser. Etliche Äste sind samt Beerenbehang verdorrt. 


Gleiches Bild bei den Himbeeren.


Und auch der Rambler im Walnußbaum ist vertrocknet.



Wer sich erinnern kann, weiß, daß ich ja noch das Stück Garten unten am Dorfweiher habe. Wie sieht es dort aus? 

Von der Straße aus gesehen so.....




Also mein Stück ist das zugewucherte grüne Stück Garten. 

Steht man am Weiher und blickt hoch zum Haus, sieht der Garten so aus. 



Hier unten baue ich die Kartoffeln an. Ebenso Lagerkraut. Zum ersten  Mal die Sorte Filderkraut. 


Zwei Pflanzen sind prächtig, die anderen vertrocknet und zerfressen. Zudem stehen hier die Patisson (es wird schon geerntet) und die Zucchini von der ich laufend ernte. Eine Gurke wächst hier und fruchtet fleißig. Die Yacons, die ich zum ersten mal probiere, mögen wohl die Sonne, aber es ist zu trocken für sie. Am besten kommt der Topinambur zurecht. Eine Reihe Ackerbohnen ist jetzt gelb und bald reif zum Ernten. Ich kam nicht dazu, sie grün zu ernten. Nun musste ich sie ausreifen lassen. 

Und warum sieht hier alles so grün und saftig aus? 

Ganz einfach schaut auf das Foto. 


Hier werfe ich immer den  Saugschlauch meiner im Frühjahr erstandenen kleinen Benzinpumpe in den Weiher. Und dann wird etwa eine Stunde gegossen, was die Pumpe hergibt. Das ist eine lange Zeit und die fehlt mir leider. Also komme ich nur etwa einmal die Woche dazu. Wenn man es aber intensiv macht und alles gemulcht ist (Stroh und Mulchvlies) scheint es halbwegs zu reichen. Was bin ich froh, mir die Pumpe geleistet zu haben! Eine Schwengelpumpe, die Wasser aus dem Teich befördert, existiert ja standardmäßig in jedem der Gärten. Allerdings dauert das in Zusammenarbeit mit einer Gießkanne erfahrungsgemäß noch viel länger und man gießt  dennoch nicht ausreichend. Ich bin gespannt, wie die Kartoffelernte dieses Jahr ausfällt. 



Und nu möchte ich nach all dem Gemüse noch ein Blumenbilder präsentieren. Ein paar schöne sind mir nach langem Suchen und warten (Lichtverhältnisse) wieder gelungen. 

Hier der Blick aus dem Palmenhaus auf den mediterranen Platz. 




Der mediterrane Platz von außen. Gerne sitze ich abends, wenn die Sonne schwächer wird, hier in dem Hängesessel und baumle, zusammen mit meiner Seele, sinn- und zwecklos vor mich hin. 


Am schönsten ist dieses Jahr die Hanfpalme (Bild unten). Die Datttelpalme (Bild oben) bräuchte einen neuen Topf. Sie ist aber im Vergleich zum letzten Jahr gesünder und wächst wieder. 



Wie Feuer glühen die orangen Blüten der Montbretien von Madeira, wenn die Sonne mittags darauf scheint. 



Die Kübelpflanzen auf der Hausterrasse sind auch stark gewachsen. Die Waschingtonia muß sich noch von den Winterschäden draußen im Freien erholen. Die neuen Blätter sind alle beschädigt und ohne diese Blattspitzen. Aber sie wächst wieder. 



Wo bewässert wird, wächst auch der Phlox dieses Jahr sehr schön. Und sein Duft ist herrlich in der warmen Sommer-Abend-Luft. 



Die riesigen Dahlien blühen heuer als erstes. Die Blüte hier schwebt in etwa Augenhöhe, was bei mir 180 cm sind. 

Duftgeranie.

Immer noch gelbe und blaue Blüten im Staudenbeet.




 Sonnenblume aus dem Vogelfutter im Winter.


Staudenclematis in Blau.



Staudenclematis in Pink.

Unverwüstlicher, wuchernder Storchschnabel. Was währe das Staudenbeet ohne seine Wuchskraft und Blütenfülle.




Wer aufmerksam beobachtet hat, wird gemerkt haben, dass ich schöne Blüten abbilden kann. Ist es doch nicht so vertrocknet im Garten? Aber warum  nur Detailaufnahmen? Keine Fotos vom gesamten Beet? Na, weil es eben so schlimm aussieht und man schon genau hinsehen  muss, um die schönen Details zu finden. 

Zur Erinnerung, der Vorgarten, wo das Mäuerchenbeet mit fast allen Blüten von oben ist, im Mai: 









Gleicher Blickwinkel nur ein paar Wochen später, Mitte Juli. Und anknüpfend an meinen letzten Beitrag. Kommt mir jetzt ja niemand mit Tipps für die richtige Rasenpflege und einen saftig grünen Rasen......
 


Der schöne lila Flieder vom Mai rollt schützend seine jetzt ockerbraunen Blätter ein. Hoffentlich nützt ihm das was. 

Gleiche Taktik beim Immergrün (welcher Hohn in diesem Namen doch steckt). 



Der Hausbaum im oberen Garten hat über die Hälfte seiner Blätter schon verloren. Es ist ein Baumhasel und der hat, wie ich einmal las, eine Pfahlwurzel. Scheinbar kommt da weit kein Wasser unter der Oberfläche. 


Im Vorgarten ist auch unser Weinberg. Es hängen auch viele Trauben an den Reben. Aber es ist zu trocken. Die Pflanzen sind zu jung und wohl noch nicht weit genug unten, wo sie Wasser finden. Ich habe den Weinberg im Frühjahr auch an die Bewässerung angeschlossen, weil ein beregnen oder gießen in der Hanglage sehr umständlich ist. Aber es dürfte wohl noch mehr Wasser sein, dass die Pflanzen richtig saftig grün da stehen. 



Heute am Samstag hat es nun endlich seit vielen Stunden geregnet. Ganz leicht aber dauerhaft. Etwa 3 Liter sind es schon. Und es ist kühl. Eine Erholung für mich und den Garten. Ab Montag sollen wieder täglich 30 und mehr Grad kommen, bei blauen Himmel. Und das für mindestens vier Wochen. Da kommt was auf meine Garten und mich zu. Gut, daß wir wenigstens heute ein wenig durchschnaufen können. Die Zeit habe ich genutzt, um in aller Ruhe und Ausführlichkeit zu berichten. Wer weiß, wann ich wieder dazu komme...


Zum Abschluss noch Rezepte. 

Falls jemand auch gerade reichlich Zucchini erntet:





Leckeres Tomatengericht: gefüllte Tomaten mit Pesto-Gries


Kommentare:

  1. Guten Abend lieber Achim,
    auch bei mir wachsen die Beeren sehr gut und ich freue mich, dass du dieses Jahr zum ersten Mal Quitten ernten kannst. Da bin ich nämlich gespannt, was du daraus herstellst, vielleicht etwas anderes als Quittengelee.
    Hui, deine Stangenbohnen sind ja noch höher als bei mir und ich fand meine schon sehr hoch.
    Die Idee mit der Dachrinne muss ich auf irgendeine Art ausprobieren. Dieses Jahr hatte ich auf einem Beet null Karotten, weil sie alle vom Unkraut erdrückt wurden. So schade.
    Auch bei uns herrscht Trockenheit und der Rasen neben meinem Gemüsegarten ist gelb, aber bei dir ist es noch schlimmer.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und
    liebe Grüsse
    Eda

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    1. Liebe Eda, aus Quitten mache ich immer Marmelade. Gelee nur selten und dann eher für die Weihnachtsbäckerei. Komischt ist, daß ich diese Marmelade so liebe und mich darin baden könnte. Und jedes Jahr im Frühjahr ist Schluß, ich esse keinen Bissen mehr, mag sie nicht mehr und verstehe nicht, was im kommenden Herbst garantiert wieder der Fall ist, dass ich sie so liebe. Qittenbrot mache ich gern zum Naschen. Aber man muß es bald verbrauchen finde ich. Ich habe schon Quitten in Spalten geschnitten eingekocht. Ein herrliches Kompott für das ich alles Apfelkompott stehen lasse. Und ich habe sie in der Pfanne kurz angebraten zu Fleisch, Braten, Gulasch gemacht. Habe mir mal ein Buch nur für Quittenverarbeitung gekauft. Leider mag Volker die überhaupt gar nicht und so mache ich das nur für mich oder extra beim Kochen, was auch wieder hinderlich ist. Diese beiden Sorten, die ich jetzt habe sollen aber gut lagerfähig sein, was meine früheren gar nicht waren. WEnn es klappt kann ich mir nach und nach überlegen,was ich in kleinen Mengen daraus mache und muß nicht alle auf einmal verarbeiten. Ach ja und Dampfentsaften gibt einen köstlichen mehr Sirup als Saft. Aber verdünnt mit Mineralwasser einfach herrlich. Gestern hat es 20 Liter geregnet. Das tat so unendlich gut. Liebe Grüße der Achim

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    2. Guten Abend lieber Achim,
      vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Da habe ich jetzt eine Ideen, was ich aus den paar Quitten machen kann. So viele hat es bei uns nicht, denn der Baum ist neuer, weil der Alte einem Sturm zum Opfer fiel.
      Dir einen gemütlichen giessfreien (wow 20 Liter) Abend
      und liebe Grüsse
      Eda

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    3. Guten Morgen Eda,
      ja es waren dann letztendlich etwa 21 Liter. Wow! Viele Quitten sind auf meinen jungen Bäumchen auch noch nicht. Wenn etwa 10 reif werden an den beiden Bäumchen bin ich glücklich. Aber das heißt, es geht jetzt los mit Ertrag und Quittenbäume sind ja da recht stark für gewöhnlich. Da werde ich jedes Jahr mehr haben. Bis jetzt mußte ich immer ein paar vom Feld von meinem Bruder ergattern. Aber eben wie erwähnt leider keine, die sich lagern lassen, das war immer ein Nachteil.

      Schöne Woche und liebe Grüße, der Achim

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  2. Guten Morgen Achim,
    dieser Sommer ist wirklich saharamäßig hart!
    Ich erwischte mich ein paar Mal beim "Schaden begrenzen (= gezielt gießen) dabei, als ich murmelte "Ich hab keinen Bock mehr auf Garten"... Aber das ist einfach nur der Frust über die Trockenheit und die Trockenschäden. (Ich zähle jetzt nicht auf)
    Was gut trägt, sind echt Tomaten und Auberginen. Die Gurke hat gerade eine Pause, aber noch Ansätze. Auch Zucchinis und Kürbisse wachsen gut. Anderes kümmert und hat weiße Fliegen und Läuse, aber das zähle ich ja nicht auf...ähm.
    Seit gestern regnet es fast durchgehend, und alles und jeder atmet auf; die Zisterne füllt sich wieder mit Regenwasser.

    Ich bin sehr gespannt, wie es im Garten weitergeht...

    Liebe Grüße
    Gine

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    1. Hallo Gine, ja das ist es ja eben, dass einem stellenweise die Lust vergeht, wenn man ausser gießen gar nichts anderes machen kann, schon weil einfach die Zeit fehlt. Und es dennoch nicht ausreicht. Aber glücklicherweise regnest es auch bei uns seit gestern morgen unentwegt. Ganz leicht, so dass es wunderbar vom Boden aufgenommen werden kann. Welche Wohltat. Hoffentlich überleben wir die kommende noch viel viel heißere Zeit als es bislang war auch noch. Genieße noch den Regen und schönen Sonntag, liebe Grüße der Achim

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  3. Hallo Achim,
    in solchen Jahren wie diesem bin ich immer froh, dass man nicht mehr nur von seinem Garten leben muss. Ich gieße jeden zweiten Morgen und bin auf die Wasserrechnung gespannt. Mittlerweile nutze ich sogar Brauchwasser zum Gießen. Aber vieles wächst auch jetzt noch. Was mich wundert, ist dein Wein. Der Weinstock ist hier der einzige, der nicht gegossen wird un keinerlei Probleme mit der Wasserversorgung hat. Aber der ist auch schon 30 Jahre alt und wurzelt wohl entsprechend tief. Trotz der Dürre hast du noch eine Menge schöner Sachen geerntet. Die Idee mit der Dachrinne ist ja genial. Das muss ich auch mal ausprobieren. Das freut mich, dass es bei euch mal "ergiebig" geregnet hat, das tut auch allen Pflanzen gut. Danke für den Bericht, die Fotos und die tollen Rezepte. Es ist nicht jedes Gartenjahr gleich, aber immer eine Herausforderung.
    glg Johanna

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    1. Da hast du Recht, Johanna.
      Ich versuche so viel wie möglich selbst anzubauen, genieße aber auch die Tatsache, daß es vielleicht mich persönlich ergärt, Mißerfolge dabei zu haben (dieses Jahr besonders große), aber dennoch ja nicht davon abhängig bin. Weder, weil das Essen knapp wird noch, wie so viele bedauernswerte Erwerbsgärtner. Denen muß es dieses Jahr doch echt dreckig gehen .

      Meine Weinstöcke stehen ja zum Teil im ersten Jahr bis zu glaube 4 Jahre. Die sind noch nicht so tief verwurzelt, daß sie allein zurecht kommen. Zumal ja seit deren Pflanzung jeder Sommer Dürre hat.

      Ja es hat schön geregnet am Wochenende. Mit der Herausforderung empfinde ich jedes Jahr mehr werdend. Liegt es am Klima? An mir? Ich weiß es nicht. Jedenfalls scheint es von Jahr zu Jahr schwieriger, Gemüse zu ernten. Dieses Jahr schier unmöglich sogar. Aber wenn ich jetzt schon wieder einen Schlußstrich ziehe und warte, bis es nächstes Jahr ne neue Chance gibt dann habe ich ja so unendlich viele Monate verplempert. Ich versuche es weiterhin, dieses Jahr noch was zu ernten. Jungpflanzen habe ich ja bereits, mal sehen, was draus wird.

      Ich wünsche eine schöne Woche und liebe Grüße der Achim

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  4. Hallo Achim
    Ich dachte schon Du bist im Urlaub ;-).
    Es sieht bei uns um einiges besser aus. Was bin ich froh dass es die letzten beiden Tage geregnet hat und gleichzeitig tut es mir leid, dass Du keinen ersehnten Regen bekommst. Ich denke doch bei jedem Tropfen an Dich *lach
    Wir haben dieses Jahr auch viel Mühe mit dem Gemüse, was daran liegt, dass ich vergesse mit den Kannen zu den Hochbeeten zu wandern. Die Tropfschläuche hätte ich zwar auch, aber bis ich den Schlauch von der Zisterne gezogen habe, die Pumpe angestellt und sichergestellt habe, dass die Löcher tropfen, habe ich die Kannen geschleppt und bin fertig.

    Meine Früchte sind in diesem Jahr grossartig, obwohl ich diese nie gewässert habe. Tolle Ernte und die Apfelbäume hangen voll mit Früchten, ich muss diese Masse irgendwo loswerden.

    Den Rest kannst Du dann im monatlichen Rundgang (der wäre auch schon wieder fällig) im Blog lesen.

    Jetzt drücke ich Dir wieder die Daumen für Regen sanften Regen über Tage.

    Übrigens, ich finde den Wannenteich toll :-)

    Grüess Pascale

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    1. Grüß' dich Pascale,
      Ne Urlaub hab ich keinen, hatte ein wenig Blog-Burnout, irgendwie. Weil halt im Garten dieses Jahr alles so blöd läuft. Hatte schon im Frühjahr keine Lust auf Garten, wohl ahnend, daß es ein blödes Jahr wird. Am Wochenende hatten wir jetzt schönen gleichmäßigen und langsamen Regen. 20 Liter bei 18 Grad über 2 Tage. Da konnte der Boden jeden kleinen Tropfen gut aufsaugen, so bringt Regen am meisten. Wir waren überglücklich über den Regen. Dieses Jahr ist dann wohl mal wieder ein Obst-Jahr. Freut mich auch, da die letzten Jahre fast keines wuchs.

      Schöne Zeit im Garten und liebe Grüße vom Achim

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  5. Lieber Achim,
    ich freue mich sehr, dass Du wieder schreibst und aus Deinem Garten berichtest.
    Die Trockenheit hält uns alle im Griff und wie Du schon schreibst gilt das für ganz Europa. Es ist einfach unmöglich soviel zu gießen, wie jetzt notwendig wäre. Ich habe auch schon überlegt so ein Bewäserungssystem zu verlegen wie Du es hast, das ist doch einfacher als die Gießkanne zu benutzten.
    Und bei Dir sieht man ja auch, dass es von Erfolg gekrönt ist, wenn es auch nicht immer und überall funktioniert hat. Aber Du hast den Fehler gefunden und behoben, wenn ich so ein System verlegen sollte, werde ich daran denken.
    Ich hoffe, dass es bald lang und anhaltend regnet. Aber leider fürchte ich, dass uns die Trockenheit noch erhalten bleibt und wir zwischendurch einfach Unwetter haben werden mit wahren Regenmassen. Diese Wassermassen sind aber für den völlig ausgetrockneten Boden und die Pflanzen nicht so gut, weil das Wasser ja zum größten Teil einfach abläuft.
    Ich mache mir wirklich sorgen um den Garten und die Natur, aber wir müssen das Beste daraus machen.
    Trotzdem, ich wünsche Dir eine wunderschöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang, danke, ich hoffe die Woche wird schön. Ich schwitze im Garten und versuche den Gemüsegarten für die Herbstgeschichten in Form zu bringen. Damit ich das Zeugs nicht auch alles umsonst gesät habe. Und damit ich was ernte, was noch drin steht. Eine Zwiebelsorte erweist sich als passend für meinen Garten, super goße schöne Zwiebeln. Die Anderen bringen eher nur winzige Saatzwiebeln. Weiß ich schon, was nächstes Jahr gesät wird und was nicht. Und ich bin am Trocknen von Kräutern, schmökere Gerade in Konservier-Büchern. Was ich da alles noch probieren muß und dann darüber schreiben muß. Es gibt noch viel Arbeit. Jetzt sind die Tomaten dran mit Konservieren. Die sind sehr schön. Und ja, ohne diese Bewässerungsschläuche, zumal dort, wo sie schon immer funktionierten, wäre mir das Gärtnern aus Zeitgründen nicht möglich bei so einem Wetter. Bleibt noch immer genügend Arbeit und Zeit für das was nicht angeschlossen ist. Die Schläuche sind das eine, du brauchst aber auch genügend Wasser, sonst nützt es auch wieder nichts. Aber du hast ja glaube ich einen Brunnen.

      Ja Unwetter und Starkregen wäre jetzt echt schlecht. Nun ich werde jedenfalls versuchen, das Beste aus der jetzigen Situation und Lage zu machen. Denn wir müssen uns bewusst sein, es ist fast August und da ist der Sommer nicht mehr lang. Dann geht die kühle und vor allem dunkle Jahreszeit wieder für viele Monate. Ich will dann nicht bereuen, nicht ausreichend Sonne und Wärme und Sommer getankt zu haben.

      Also ab in den Garten und Sommer genießen! Der Rest kommt dann schon früher oder später. Hoffen wir, dass möglichst viele Pflanzen überleben. Mir gingen aber bisher die Stauden immer im Winter ein, nicht im Sommer wegen der Trockenheit.

      Liebe Grüße und schöne Woche, der Achim

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    2. Lieber Achim,
      Du hast recht, wir sollten den Sommer genießen, was wir auch tun, wenn die Hitze nicht gerade zu drückend ist und wir lieber im Haus sind.
      Aber ich bin mir nicht sicher, dass der Sommer bald vorbei ist. Das Wetter hält sich nicht immer an die Jahreszeiten.
      Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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    3. Lieber Wolfgang, ja das haben wir die letzten Jahre gesehen, wie lange in den Winter hinein es warm und sonnig bliebt, da hast du recht mit dem Wetter. Allerdings, mag das Klima sich verändern, wie es mag. Was sich nicht ändert ist die Tatsache mit der Tageslänge, dem Sonnenstand und so mit kürzeren Tagen, anderer Sonnenqualität und dass man das einfach als herbstlich spürt und nicht mehr Sommerlich .Sicher werden wir, wenn es jetzt so weiter geht noch lange in den Herbst bei dann wohl angenehmen Temperaturen im Garten werkeln können. Aber es ist dann einfach Herbst und nicht mehr Sommer. Ich denke du weißt , wovon ich spreche, nimmst du doch auch immer viel wahr im Garten und erspürst es. Naja jetzt kommt erst einmal de zweite Hitzewoche mit noch deutlich höheren Temperaturen. Und ich, ich gehe jetzt erst mal in den Garten zur Schadensbegrenzung. Nachdem wir gestern auch ganz schön Schaden hatten. Aber das dann im nächsten Blog-Beitrag. Liebe Grüße der Achim

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