Mittwoch, 23. Mai 2018

Der faule Gemüsegärtner genießt die gesparte Zeit im Ziergarten

Alles ist üppiger, prächtiger und bunter


Ja jetzt sagt doch mal, wächst das bei euch auch wie verrückt in diesem Frühjahr?

Mahl ehrlich, ist das ein Frühjahr oder mittlerweile Frühsommer? Der Winter hatte ein paar einzelne Stauden dahin gerafft, es ist schon wieder sehr trocken und.... Nein, nichts "und" und nichts negatives will ich berichten. Die schönen Seiten dieser traumhaften  Saison überwiegen. Was den grausligen Winter überlebt hat, und das ist fast alles im Garten, zeigt jetzt was es zu bieten hat. Es blüht irgendwie reichhaltiger diese Jahr. Die Pfingstrosen hatten noch nie so viele Blütenknospen, die Akeleien bedürfen keiner weiteren Worte mehr, schon die ganzen Zwiebelblumen erfreuten mich trotz Wärme länger als sonst mit ihren bunten Blüten. Die Sträucher waren und sind ein Blütenrausch und jetzt öffnen sich die ersten Rosen. Eine seit Jahren kümmernde Rose hat ihren ersten Blütenauftritt im Bilderbuchformat fast hinter sich. Und dann das Wetter....

Also wenn sich dieses Frühjahr jemand nicht fürs Gärtnern begeistern lässt, dann nie mehr. Besser wird's nicht.

Eine reihe freier Tage und das passende Wetter -  das Leben ist schön!


Die Pfingstfeiertage haben wir  bei viel Sonne ruhig verbracht. Wir haben gegrillt, es gab Kaffee und Kuchen und ein Bottich mit brodelndem Bier erhöht die Vorfreude auf weitere schöne Stunden im Sommergarten.

Kommt mit und ich erzähle euch ein wenig über die vergangene Tage und über meine neue "Methode", die Gemüsebeete vor zu bereiten.




Morgens nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück muß der Max ja sofort raus in den Garten, dringende Geschäft erledigen. Ich öffne die Haustüre und befinde mich zu allererst einmal im Vorraum. Der Ausblick in den Garten bei Sonnenschein ist das das erste Schmankerl so eines Tages. 


Dann wird aber erst einmal gefrühstückt und irgendwie ist dann auch immer etwas in der Küche zu tun. So groß meine Gartenleidenschaft ist, so mächtig hat mich auch die Koch- und Back- und Konservierleidenschaft im Griff. 

Ein Rezept für meine neue Lieblingsbackform muß ausprobiert werden. Unten ein Boden aus Butterkeksen, die mit Butter zermanscht werden. Drauf eine Schicht Schokolade mit Creme fraiche, Mandelplättchen und einem Schuß Rum.  Ein sehr gesunder Kuchen, denn es kommt überhaupt kein Zucker hinein......




Nach 2 Stunden Kühlschrank ist der "schnelle kalte Hund", wie ich das nenne, fertig. Aber bis zum Kaffee am Nachmittag muss ich mich noch gedulden.




Die wenigen Stunden bis dahin sitze ich ja auf einer Pobacke ab. Wie unendlich lange ist dagegen die Zeit, bis ich mein selbstgebrautes kühles Bier auf der Terrasse (hoffentlich) genießen kann. Ein paar Wochen gehen da schon noch ins Land. Nun gut, der Anfang ist gemacht und mein Weihnachtsgeschenk endlich aktiviert. Eigentlich wollte ich zu meinem Geburtstag Ende Mai das Bier kredenzen. Die Gartenarbeit hatte mich aber zu fest im Griff und so gibt es eben vielleicht zur Sonnenwendfeier ein eigenes Bierchen. 



Im Gemüse-Garten spare ich mir gerne Arbeit, wo immer es geht


Schön, wenn man weiß, dass eine Reihe freier Tage in Folge zu genießen sind. Man kann den Tag ruhig angehen lassen. Eben in der Küche ein wenig herumspielen und dann gemütlich in den Garten gehen. 

"Ruhig angehen lassen" und "gemütlich" sind gute Stichworte für meinen  Gemüsegarten. 

Schaut doch mal den Salat  und die Porreepflanzen, um nur ein Beispiel zu zeigen. 



Beides war ungefähr das  Erste, was im Frühjahr gepflanzt wurde. Nun frage ich euch, was für Arbeit steckt in so einem Beet, bis zum Beispiel genau zu diesem Zeitpunkt? 
  1. im Herbst jedenfalls umgraben
  2. Es ist Frühjahr: vielleicht liegt noch Laub und Pflanzenreste vom Herbst darauf? Vielleicht Mulch? Das muß weg. 
  3. lockern mit Grabegabel, Sauzahn oder Spaten? Ja manche graben nicht um, dann muss jetzt im Frühjahr mit der Grabegabel gelockert werden
  4. Unkraut entfernen 
  5. Kompost sieben und darauf verteilen Oder eben irgendeinen anderen Dünger
  6. Hacken oder Grubbern und mit dem Rechen glatt ziehen
  7. Pflanzen

Nun, das habe ich auch früher so gemacht. Seit ein paar Jahren wird nicht mehr umgegraben. Das heißt, gegraben habe ich eigentlich noch nie, sondern ich hatte die Motorhacke verwendet. Der Boden sollte lockerer werden und war das danach auch. 

Seit ich mit der Methode des lückenlosen und andauernd bodendeckenden Mulchens arbeite, lasse ich das auch. Ich bin froh, endlich Regenwürmer im Boden zu haben und will sie nicht durch die Motorhacke kaputt machen. Man könnte, wenn es nötig ist, spät im Herbst das erledigen, dann sind sie in tiefe Bodenschichten abgewandert. Allerdings gibt es weitere Gründe, das nicht zu machen, so man nicht einen ungemein schweren Lehmboden hat. 

Dieses Frühjahr begann ja alles andere als traumhaft. Der Winter war unendlich und meine Gartenlust dahin. Dann begann das traumhafte Frühjahr und ich hatte aber nicht die Zeit, alles das mit den Beeten zu machen. Ich lese viel über den Boden, seine Bewohner, das Mulchen und Pflanzen und Sähen in so einem Boden. Und ich überdenke meine Arbeitsweise und experimentiere. Vor allem bin ich gewillt, etwas zu probieren, wenn ich mir Arbeit damit spare. Arbeit sparen heißt hier auch, Zeit sparen. Das war absolut notwendig. 

Die Beete lagen also noch mit restlichem groben Pflanzenmaterial vom Wintermulch vor mir. 

Eine Schnur für die Gemüsereihen muß ich nicht mehr spannen, seit ich die Bewässerungsschläuche als "Linien" in den Beeten liegen habe. Kommen wir wieder zu unserem Beispielbeet. Ich nahm mir die Lauch-, Salat-, und Kohlrabipflanzen und setzte sie ins Beet. Den Mulch schob ich ums Pflanzlöchlein beiseite. Ins Loch kam etwas vom Wurmhumus aus der Wurmfarm. Vorher hatte ich übers ganze Beet noch Gesteinsmehl und Hornmehl gestreut. Kein Umgraben, keine Grabegabel, keine Hacke und kein Rechen. Loch in den Boden und Pflanze rein. Mehr Arbeit habe ich mir mit den Beeten nicht gemacht.  Rasenschnitt als  Mulch und Frühjahrshäckselmaterial war auch vorhanden. So wurde alle freie Erde gleich wieder zugedeckt. 

Auf diese Weise habe ich alle Beete und das Gewächshaus "bearbeitet". Der Boden wurde nicht bearbeitet, das machen die Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler und unzählige weitere sichtbare und unsichtbare, da mikroskopisch kleine, Helfer. 

Ackerbohnen sähen? Klar. Mulch beiseite schieben, Rille mit der Handschaufel kratzen, Samen rein, Rille zuschieben und alles fest andrücken. Die Bohnen keimten alle und wachsen munter vor sich hin. Radieschen zwischen dem Salat? Geht genauso. 

Der Boden muss nicht gehackt und locker sein. Ich habe einmal etwas sehr interessantes dazu gelesen. Wenn ein Samen in der Natur auf den Boden fällt, ist der Boden nicht gehackt und gerecht. Der Samen muss Bodenkontakt haben und dann keimt er. So zum Beispiel auch überall in den Beeten die kräftigen Salatpflanzen, die sich letzten Herbst selbst aussäten. 

Und was machen wir? Wir streuen in einen wild gelockerten Boden kleine Samen wie Radieschen oder Möhren und ziehen die Reihen nur locker zu. Viel Luft und Spalten sind im Boden. Der Samen liegt vielleicht in einer winzigen Erdhöhle da unten. Bodenkontakt hat er kaum. Wird jetzt nicht gründlichst gegossen und alles wieder zugeschlämmt, dann kann er schlecht keimen, weil er die Bodenfeuchte nicht abbekommt, in seiner Luftkammer. 

Daher ziehe ich nur eine Rille, sähe und drücke dann die Erde auch wieder mit den Handrücken fest. Gerade in so trockenem Boden, wie bei uns, zeigte sich das als sehr effektiv. Meine Samen keimen jetzt besser als sonst immer. Täglich gießen bis zum Keimen ist mir aus zeitlichen Gründen nicht möglich. 

Und Möhren? Ja auch Möhren. Die keimen elend langsam, sie brauchen immer feuchten Boden. Genau die profitieren glaube ich besonders von dieser Methode. Just heute morgen im Garten konnte ich erfreut feststellen, wie schön sie auflaufen. Und das ist bei der ersten Aussaat neu bei mir. Ich musste immer etliche Male nachsähen. 

Was ist mit Unkrautsamen, die aufgehen? Klar gibt es die. Vogelmiere und Baumspinat zum Beispiel bei mir ganz extrem. Auch hier kann ich etwas sehr erfreuliches Beobachten. Selbst jetzt im Mai ist noch nicht all zu viel davon gekeimt. Ich kenne auch das anders, dass die komplette Aussaat und junges Gekeimtes davon erstickt wurde. Grubbere und grabe ich in der Erde vor meiner Gemüseaussaat, dann befördere ich natürlich damit auch die im Boden immer befindlichen Unkrautsamen nach oben. Sie keimen. Ich ändere an der Bodenschichtung nichts und die Samen vom Unkraut bleiben im Boden, wo sie nicht keimen, weil sie vielleicht zu tief liegen. Jedenfalls ist auch das mit dem Unkraut deutlich harmloser als sonst. 

Diese Art des Gärtnerns ist nicht die Konvention, es ist anders und ich weiß, dass es nicht viele einmal auch so versuchen werden. Dennoch ist vielleicht der eine oder andere mutig und neugierig genug geblieben, um auch einmal andere Methoden zu testen. Zumindest habt ihr jetzt einmal davon gehört und ich werde auch weiter darüber berichten, wie es sich entwickelt. 

Jedenfalls sind jetzt auch die Kohlpflanzen gesetzt und der Sellerie gepflanzt. 


Im Garten am Dorfweiher habe ich auch nicht umgegraben oder mit der Motorhacke gearbeitet. Wie ich die Kartoffeln gepflanzt habe, steht HIER beschrieben. Im Prinzip auch wieder Rille ziehen und Kartoffeln rein. Zuziehen und Stroh drauf.

Die Ackerbohnen keimten auch hier wunderbar. Topinambur und Yacon wurden auch nur einfach gepflanzt, genau wie der Spätkohl. Alles ist sofort angegangen und wächst.

Hier allerdings ist wegen der Brennesseln, Quecken und vor allem Ackerwinden das Unkraut deutlich aggressiver, als oben im Garten. Nur Mulch langt nicht. Ich habe die Reihenzwischenräume mit Mulchfolie belegt. Ich bin gespannt, wie sich das Auswirkt.




Der erste Gartentag neigt sich seinem Ende zu. Aber der Buchs unterm Hausbaum wird noch gestutzt. Das ist sein erstes Mal. Die Pflänzchen habe ich aus kleinen Stecklingen selbst gezogen. Das ist ein paar Jahre und Buchsschnitte her. Nun sind sie endlich ordentlich gewachsen und können in Form gebracht werden. 



Bevor es ins Haus zurück geht, mache ich noch einen bewundernd staunenden und genießenden Gartenrundgang. Schaut hier, der Mohn wird bald blühen. Wie er wohl morgen Früh aussieht? 



Im Gemüsegarten wird Zeit gespart und im Ziergarten die Zeit genossen


Die Nächte im Sommer sind kurz, der frühe Sonnenaufgang holt mich aus den Federn. Ich will schließlich nichts von der herrlichen Jahreszeit versäumen.

Und siehe da, der Mohn ist auch schon wach und hat seine riesigen Blütenblätter entknittert.



Ob es heute noch Regen gibt? Schön wäre es (war aber nicht so...), der Himmel mit den dramatischen Wolken macht sich doch gut zum roten Mohn.




Es ist Pfingstsonntag. Heute wird im Garten genossen und weniger gerackert. Schauen wir doch gleich mal nach den aktuellen Blütenereignissen. 

Immer wieder entdecke ich neue Form- und Farbkombinationen bei den Akeleien. Blau und mit einem Rokoko-Rock aus blauen Blütenblättern ist diese  hier im Gemüsegarten. 




Die gefüllte blaue Clematis "Countess of Lovelace" blüht zum ersten Mal gefüllt. Sie war sonst immer krank, die ersten Jahre hatte sie die Welke. Daher kamen, wenn überhaupt, immer nur die späteren ungefüllten Blüten.




Neue Insekten konnte ich entdecken. Eine Holzbiene frühstückt auf dem Brandkraut.



Das Brandkraut ist riesig geworden. Die Blüten locken alles an, was brummt. Dementsprechend laut ist es hier neben der Staude.



Der bulgarische Zierlauch oder Honiglauch hat seine Blütenglöckchen geöffnet. 



Daneben blühen meine Mini-Lupinen. Gerade mal dreißig Zentimeter hoch sehen sie genau aus, wie ihre großen Verwandten. 



Überall im Garten die großen stolzen Blütentriebe der Iris. 



Die gibt es sogar im absoluten Kontrast zu der kräftig braun-lila-gefärbten Sorte. Eine fast durchsichtig weiß-rosé-farbene Variante.


Mein Kussröschen blüht traumhaft schön. Ein Schrottwichtelgeschenk zu Weihnachten. Ein roter  Restposten-Preisaufkleber leuchtete auf der Plastiktüte, in  der es  steckte. 90 Cent war es also noch Wert gewesen. Seine kleinen Blättchen waren dick mit weihnachtlichem Goldglitter eingesprüht. Ich bekam es als Trostpreis. Die eigentliche Eigentümerin hätte es in den Müll geworfen. Das war nun also vor 5 Monaten. Muss ich mehr dazu sagen? Und glaubt ihr, wie sehr ich mich über diese wirklich wundervollen Blüten freue?




Das Röschen steht auf dem Tisch wo bald wieder der Kaffee serviert wird. Und zum Kaffee brauchen wir natürlich wieder etwas Süßes. Die neue Lieblingsbackform zaubert einen Rührkuchen mit Puddingschmand-Decke und Himbeermus-Flecken. 




Hier als verbringen wir die Kaffeezeiten. Der schönste  Ruheplatz im Garten. Der lichte Schatten unter der alten Haselnuß ist traumhaft. 



Bevor nun wieder ein Feiertag und Gartentag zu Ende geht, schauen wir noch einmal auf andere Rosen. 

Marguerite Hilling kümmerte seit 2012 am Gartenzaun. Sie wuchs nicht und hatte jedes Jahr vielleicht 2-3 Blüten. Ich pflanzte sie letztes Jahr um. Dieses Jahr ist sie um ein Vielfaches größer, als sie es in all den Jahren zuvor jemals war. Und schon jetzt der erste Blütenrausch. Sie ist remontierend, so dass das nicht die letzten Blüten dieses Jahr sein werden. 




Pompon der Bourgogne. Keine einfache Rose, aber so unendlich süß mit den winzigen Blüten in Briefmarkengröße und den Knospen mit grünen, fransigen und langen Hüllblättern.




Bei Pfingsten und Rosen denkt man natürlich auch gleich an Pfingstrosen. Die haben es leider nur fast geschafft. Pfingsten ging ohne deren Blüten vorbei. Aber die Knospen in einer nicht gekannten Anzahl versprechen viel für die nächsten  Tage. 



Und klar, auch das ist eine  "Rose". Die ersten Blüten der Seerose schwimmen auf dem Wasser. 



So geht also eine wunderbare Pfingstfeiertagszeit zu Ende. Wir genossen unser Paradies. Am Sonntag besuchten wir noch eine Geburtstagsfeier und ließen ansonsten alle Fünfe gerade sein. 

Morgen geht es wieder zur Arbeit, es wird ein sehr langer Tag. Schließlich müssen wir die Arbeiten der letzten freien Tage nachholen. Zum Abschluss der  Genuß-Tage im Garten also noch einmal ein abendlicher Blick zurück in den Gemüsegarten. Dann geht es wieder rein ins Haus.


















Kommentare:

  1. Hallo Achim,
    danke für den schönen Rundgang.Deine Kuchen sehen sehr lecker aus. So ein großes Brandkraut habe ich noch nie gesehen. Alles gefällt mir sehr gut, aber besonders ist mir der schöne Rosenbogen am Gartentor aufgefallen. Zieht der Mulch nicht auch Nacktschnecken an?
    lg Johanna

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    1. Grüß' dich Johanna,
      die Kuchen sind auch sehr lecker. Gerade auch der "kalte Hund" kommt super an. Den werde ich für unseren Kundentag in 2 Wochen auch machen und dann als kleine Häppchen kredenzen.

      Das Brandkraut ist echt riesig. Dabei war es so mickrig und filigran. Es stand am Zaunbeet und die Schnecken zerstörten es dauernd. Geblüht hat es fast gar nicht. Bevor es ganz kaputt geht, dachte ich, pflanze ich es um. Das war vor vielleicht 3 Jahren. Seit es an dieser Stelle vom Foto steht wird es jedes Jahr größer. Jetzt muß es wieder umziehen, weil es für diese Stelle vielmals zu groß ist. Es blüht wirklich wunderschön und die Hummeln lieben es.

      Ja das mit den Nacktschnecken und dem Mulch.... Ich bin dabei noch Erfahrungen zu sammeln. Genau deswegen hatte ich einmal den Mulch komplett weg gelassen. Das war ein schlimmes Gartenjahr. Nun bin ich an Erfahrungen reicher und an gelesener Literatur. Kurz gesagt scheint die allgemeine Biogartenerfahrung ( richtig Garten und richtig Bio!)dass die Schneckenbedrohung durch diese Anbaumethode eher zurück geht oder verschwindet. Meine Erfahrung, und ich mache es so erst seit letztem Jahr geht in genau diese Richtung. Da müssen aber noch weitere Erfahrungen dazu kommen, bevor ich da mal ausführlich drüber schreieben werde. Das ist ein längerer Prozess der Schritt für Schritt erfolgt. Wenn die Schnecken sich wirklich dauerhaft reduzieren, wie es gerade der Fall ist wäre es nur traumhaft.

      liebe Grüße und viel Freude an deinem Garten wünscht dir der Achim

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  2. Lieber Achim,
    da lag ich mit der Holzbiene also doch richtig! Wir haben hier seit Wochen sehr stabiles Hochdruckwetter, der Garten explodiert förmlich. Die Rosen werden dieses Jahr wunderbar sein, weil ihnen bisher fast gar kein Regen zusetzen konnte. Hätte ich die von Dir beschriebene Methode auch in den Hochbeeten benutzt, hätte ich mir viel Arbeit erspart. Stattdessen habe ich die Mulchschicht des Winters entfernt und durchgehackt. Mit dem Ergebnis, das die Vogelmiere sich in 2 Beeten extrem breit gemacht hat. Seit Tagen zupfe ich dagegen an, damit das Gemüse dazwischen eine Chance hat. Das ist mir eine Lehre!
    Ich mache das Meiste dort noch einmal neu und werde dazwischen Stroh auslegen. Danke für Deine guten Tipps, die deutlich Richtung Permakultur gehen. Irgendwie lässt Google mich hier gerade nicht kommentieren, darum komme ich "anonym" vorbei.
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Hallo Karen,
      ja es ist die Holzbiene, habe auch noch mal gegoogelt, kein Zweifel. Heute war sie wieder da, die ist richtig riesig groß und dann noch das schimmernde Schwarz mit dem Blauschimmer auf den Flügeln. Tolles Tier.

      Karen ich bin dir so dankbar für deinen Kommentar, der meine Eindrücke oder Erfahrung unterstreicht. Ja das kenne ich mit der Vogelmiere und dem Gemüse. Schlimm war es immer mit den Möhren,die ja ewig brauchen mit Keimen und dann so langsam wachsen. Letztes Jahr viel das komplett aus mit den frühern Möhren. Die Vogelmmiere überwucherte alles gnadenlos und hoffnungslos. Dieses Jahr im gleichen Beetabschnitt kaum Vogelmiere, die weinigen kann ich noch auszupfen oder abhacken. Dort wo die Möhren jetzt wunderbar gekeimt sind wächst auch kaum Unkraut, das was wächst habe ich gestern mit den Fingern ausgezupft. Bis jetzt macht mir diese Art zu Gärtnern immer mehr Spass.

      Und ja, es hat was von Permakultur. Aber ich will diesen Begriff bewußt nicht aktiv nutzen. Erstens ist es gerade in alles auf Permakultur umzutaufen (ohne überhaupt ne Ahnung zu haben, von was man spricht ) und zweitens driftet das mit dem Begriff zu schnell in eine Richtung ab, die mit meiner Art zu Gärtnern und zu leben nichts zu tun hat. Ich belasse es beim Begriff "Biogarten".

      So nun hoffe ich, daß dich google bald wieder ran lässt ;-) Wenn nicht, dann tauch einfach wieder anonym auf.

      Viele liebe Grüße, der Achim

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  3. Hallo Achim, ja, meine Entwicklung oder besser meine Erfahrungen im Garten gehen in die ähnliche Richtung: weniger ist manchmal mehr. Teilweise wie bei dir aus Zeitmangel geboren, aber die Ergebnis sprechen für sich. Umgegraben wird schon lnge nicht mehr, maximal aufgehöckelt, wenn nötig. Dieses Jahr das erste Mal mit mehr Mulch, das liegt aber eher dran, dass ich nicht genug habe. Was ich gemerkt habe war, dass hier jahrelang die Erziehung dagegen gearbeitet hat. Schon als kleines Kind, Garten wässern, kein Unkraut stehen lassen, die Pflanzzen in preußischer Manier ... ich merk das an meiner alten Schwiegermutter, die kriegt echt Schnappatmung beim Gedanken an Mulch und Chaos im Garten :-) Das mit den Schnecken weiß ich noch nicht, aber die habe ich auch ohne Mulch. Dieses Jahr habe ich das erste Mal Korn (dieses Bio-Eisenzeugs) gestreut, fühl mich aber nicht gut dabei. Sie wären kein Problem, wären wir täglich hier, konsequentes Absammeln ist denke ich die Devise, meine Schnegel und der Igel helfen auch. Aber was solls, es ist herrlich, herrlich, herrlich ... und ich meine fast, das wird ein Kürbis-Gurken-Jahr. (Kann mich nicht mehr über wordpress anmelden, deshalb liebe Grüße Marion/Scratchy

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    1. ja hallo Marion, das ist schön, wieder von dir zu hören. Na diese Schwiegermutter wenn mal lästig wird, führ sie in den Garten und schmeiß ein Büschel Gras ins Beet. Schon hat sich das Problem, die Schwiegermutter gelöst ;-))))))) ja leider ist viel Erziehungssache dabei bei den Gärtnern und genauso in der Landwirtschaft. Meine Mutter hatte mich zum Biogarten gebracht und Bioläden und so. War schwer damals , anders zu sein, verlacht zu werden als Kind. Aber ich bin froh, daß ich mit diesem guten Gedankengut groß geworden bin. Naja und heut bin ich eh immer anders als "man" ist und das mit Freude und Stolz. Und wenn dann das Anderssein noch so viel Arbeit spart und zu so viel besseren Ergebnissen führt, wie im Falle dieser Art zu Gärtnern, dann ist die Freude umso größer. Die einen nackten Militärgarten haben wollen, sollen ihn haben. Schade nur, daß viel Natur dadurch geschädigt wird, wenn Gifte eigentlich unnötig eingesetzt werden. Aber ich will nicht verurteilen sondern nur aufmerksam machen. Du hast es angesprochen, Schnecken. da greife auch ich zum Gift. Gottseidank für mein Gewissen und die Natur ist das das einzige Mal, aber noch geht es nicht ohne. Vielleicht ändert es sich noch, besser geworden ist es.Und wie du sagtest. In einem Jahr habe ich mal komplett auf den Mulch verzichtet und hatte SChnecken ohne Ende..... Jetzt weiß ich mehr und würde auf den Mulch nicht mehr verzichten. Die Jahre mit den Schnecken stecken mir noch immer grauslich in den Knochen. Wenn ich an die gravierenden Schäden denke, die Bilder von damals sehe bekomme ich Angst und Gänsehaut. Jetzt ist es traumhaft. Naja und Igel und Kröten und so habe ich auch, die können aber so große braune Wegschnecken nicht vertilgen. Das kann nur Gift oder die Laufente. Laufenten kamen nicht in Frage also blieb Schneckenkorn als einziges übrig.Viele verurteilen einen dafür, das sind dann meist Leute ohne Garten oder nur mit einem Wildnisgarten ohne gezielten Nutzen. Ich habe die Viecher am Ende mit der Schaufel zusammengeschaufelt und in Eimern fortgeschafft und das 4-5x die Woche und das Woche für Woche. Jetzt hoffe ich auf ein sich einpegelndes Gleichgewicht, dass eben nich von jetzt auf gleich passiert.

      Und nochmal, Ja, es ist im Moment irre geil im Garten ,alles perfekt (bis auf den wenigen Regen mal wieder). Ich könnte rund um die Uhr im Garten sein. Wünsche dir ein schönes Gartenwochenende, liebe Grüße der Achim

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