Dienstag, 24. April 2018

Traumhafter Frühling im Landgarten

Urlaubsstimmung und bunte Lebensfreude im Frühlingsgarten

Dieser Artikel ist einer von mehreren, die mir geklaut wurden und nun auf einem verbrecherischen Blog erscheinen, als hätte der dortige unbekannte Blogger ihn geschrieben. 
Echt und original ist der Artikel nur hier bei achimsgarten.blogspot.de!

Nachdem ich es im vergangenen  Gemüse-Beitrag versprochen habe, liefere ich heute ein paar Eindrücke vom Frühlingsgarten. 

Die Kübel sind ausgeräumt. Die Seerose erobert wieder ihren Pool und die Solar-Fontäne sprudelt. Je mehr Sonne, desto höher. Hier am mediterranen Platz herrscht Urlaubsstimmung. 




Im Vorgarten blühen keine Schneeglöckchen und Krokusse mehr. Die Narzissen sind ebenfalls verblüht. Jetzt wird es dafür richtig  farbig. Rote und lila Tulpen, Wiesenschaumkraut und ganz viel Löwenzahn. Hin und wieder ist noch eine spätere Wildtulpe dabei. Der Flieder blüht in den nächsten Tagen auf. Und die Kirsche vom Nachbarn dekoriert alles mit weißen herabfallenden Kirschblüten. 



Sagte ich "keine" Narzissen blühen mehr? Das stimmt wohl nicht so ganz. In der Blumenwiese, die frühen gelben Narzissen sind verblüht. In der Wiese auf der anderen Seite der Auffahrt allerdings stehen spätere, weiße Narzissen. Die sind jetzt in voller Blüte. So geben sich quer durch den Garten die Blüten den Staffelstab immer weiter. Und das wirklich rund ums Jahr. Ein ganz schönes Stück Arbeit, das so hin zu bekommen. 



Die Obstblüte im Vollfrühling


Hier sind wir zwar schon wieder im Nutzgarten, aber die herrliche Obstblüte ist es wert, im Ziergartenbeitrag erwähnt zu werden.

Die Säulenobstbäume blühen. Also zumindest Birne und Kirsche.



Der alte Apfelbaum mitten im Gemüsebeet blüht wie ein Junger. Er ist krank, der Pilz wuchert aus dem Stamm und sein Schatten genau wie die Wurzeln sind im Gemüsebeet alles andere als hilfreich. Ich will ihn eigentlich umsägen. Aber jetzt blüht er wieder so schön und wird vielleicht auch wieder Äpfel tragen. Ich kann ihn nicht absägen. Ach ja, zeigen die Blüten der Birne und Kirsche den  Erstfrühling an, so kennzeichnet der Beginn der Apfelblüte bei frühen Apfelsorten den Einzug Vollfrühlings. Und wer könnte angesichts dieser Bilder von etwas anderem als vollem Frühling sprechen. Ein Frühling, wie ihn wohl jeder im Sinn hat, wenn das Wort fällt. 


Von Lenzrosen und Tulpen


Wenden wir uns lieber wieder den weniger dramatischen Blüten zu. Eine meiner Lenzrosen bekommt gar nicht genug vom Blühen. 




Die Hitze der vergangenen Tage (jeden Tag 30°C und blauer Himmel) hat die Tulpen in windeseile aufblühen lassen. Gottseidank hat es jetzt ein wenig abgekühlt. Bei knapp unter 20°C blühen sie nun noch ein wenig länger, als wenn es so arg heiß ist. Damit hält auch die Freude über sie länger an. 

Ich liebe diese Papageitulpensorte mit den gelb-orange-rote-grünen Farbtönen.  Die hatte ich schon damals im Hinterhofgarten in den Blumenkübeln. Natürlich nicht diese Zwiebeln sondern eben diese Sorte. 




Auch eine ganz reizende Kombination sind die späten, gefüllten, weißen Narzissen mit den gefüllten lila Tulpen. Diese Mischung gab es komplett zu kaufen.  Wir kauften sie auf einer Landesgartenschau als Mitbringsel. 



Die Tulpenmischung steht zu Füßen unseres Hausbaumes im Buchs-Rondell. Bilde ich mir das nur ein oder ist das Rondel im Verhältnis zum Baum irgendwie zu klein? Mir scheint es so. Der Baum wächst aber auch so was von rasend schnell. Als wir das Rondell vor drei Jahren anlegten war der Baum kaum 2m hoch. Jetzt hat er bestimmt schon fast 5 Meter. 




Das Tulpenthema ist aber noch nicht zu Ende. Draußen bei unseren Karpfenweihern hatte ich irgendwann einmal ein paar Tulpen von irgendeinem Discounter gesteckt. Und jedes Jahr auf's neue blühen sie so wunderschön. Mitten in einer Wiese in der freien Landschaft irgendwo in Franken. 


Winterharte Sukkulente


Große Freude auch über die winterharten Sukkulenten. Sie haben alle den harten Winter im Freien überstanden. Der einzige Schutz den sie hatten, war das Dach des Carports. Feuchtigkeit wäre ihr Tod im Winter. Fünfzehn Grad Kälte dagegen machen ihnen gar nichts. 




Mauerblümchen


Wenn ich versucht hätte, in den Fugen Blumen zu sähen oder zu pflanzen, so wäre es unter Garantie schief gegangen. Wenn sie sich den Platz selbst aussuchen - und man sie lässt! - kommt es einfach immer und überall zu solch schönen und witzigen Situationen im Garten. 




Der Giersch wird bedrohlich, kann man ihn eindämmen?


Alles allerdings kann auch ich nicht gewähren lassen. Mein größtes Problem im Staudengarten ist der übereifrig wachsende Gierschteppich. Im gedüngten Staudenbeet hat er eine Höhe von gut 30 cm und mehr und bildet einen dichten Teppich. Die Stauden kommen überhaupt nicht ans Licht und zum Wachsen. Ausgraben geht nicht. Der Wurzelfilz ist so stark, ich müsste mit einem Bagger die ganzen Staudenbeete bestimmt 40 cm abtragen, neu auffüllen und von vorne Anfangen. Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Und bitte, falls es jemand vor hat, verkneift euch den Vorschlag mit aufessen! Wer schon mal Giersch probiert hat, weiß, dass er enorm intensiv schmeckt. Und den ganzen Giersch essen, wäre für den Magen auch nicht gut, bei der Menge. Und nein, ich bin kein Ignorant. Ich verwende ihn tatsächlich in der Küche (siehe unten). Aber eben nur blättchenweise und nicht eimerweise. 

Zurück also zu einem der Staudenbeete. Ich habe jetzt den Giersch hier auf einem Stück abgerupft. Dabei gingen natürlich auch die vielen Akeleien kaputt, die aber im Garten noch anderweitig vorhanden sind. Ein paar große Stauden treiben schon, die blieben stehen. 

Dann habe ich alles  mit Wellpappe von Verpackungskartons belegt und diese mit Erdspießen fixiert. 



Da das Beet am Zaun ist und meine Pappe dort echt unschön wirkt, habe ich alles noch mit Rasenschnitt zugemulcht. So fällt die Pappe nicht mehr auf. Meine Hoffnung ist, wenn ich es übers Jahr (und länger?) dicht halte, kann ich den Giersch reduzieren. Wenn ich es nicht probiere, werde ich nie erfahren, ob es funktioniert und wo anders auch angewendet werden kann. 





Im großen Staudenbeet am Gemüsegarten wuchert er auch. Oft aber so, daß ich die Stauden mit dem Giersch unter Pappe ersticken müsste, so hat der die Staudenhorste durchwurzelt. 

Wenn die großen Stauden im Beet wachsen, stehen sie über ihm. Bis dahin aber ist noch eine Weile und ich muss manchmal Angst haben, sie schaffen es nicht durch das Gierschdickicht. 



Unkraut kann man auch in der Küche verwenden

Ich bin ja sehr liberal, was Unkraut oder "Begleitgrün" angeht. Wenn es schön blüht freut es mich sogar. Aber der Girsch wird wirklich zur  Gefahr. Da nützt es auch nichts, dass ich etwas von ihm, zusammen mit den Verwandten der hier abgebildeten Schönheiten beim Gewächshaus, zu einer getrockneten Salatdressing-Würze oder Frühlingskräuter-Instant-Gemüsebrühe verarbeitet habe. 

Was ich also genau mit  Giersch, Gundermann, Löwenzahn und Co. anstelle, können interessierte LeserInnen HIER nachschlagen. 



Kommentare:

  1. Na, das lingt ja euphorisch, lieber Achim! :-)
    Und so tolle Bilder dazu, schon beinahe sommerlich! Ich hatte vergangenen Frühling so lange das Blattwachstum der Bäume bewundern können. Zunächst waren da eine ganze lange Zeit winzigste Blättlein, die in der Sonne glitzerten, das habe ich auf Instagram gezeigt und beschrieben. In diesem Jahr ist alles ganz anders, die Blätter der Bäume sind jetzt schon so groß, wie sonst im Mai.

    In meinem Blog hat Dir Rosi auch noch was geschrieben, falls Du keine Mailbenachrichtigung abonniert hast ...

    https://mein-waldgarten.blogspot.de/2018/04/ich-habe-es-wahr-gemacht-und-magnolien.html?showComment=1524624885362#c4963308663400740713

    Was den Giersch betrifft - wieso meinst Du, dass er zu einer Gefahr wird? Er ist unschön, das finde ich schon und er wurzelt auch tief, aber man kann ihn leicht herausreißen. Eigentlich ist er doch ein guter Bodendecker. ;-) Ich habe sogar schon von Leuten gelesen, die panaschierten Giersch als bewußten Bodendecker pflanzten. Im Grunde stört er doch die anderen Pflanzen nicht, d.h. zumindest, wenn sie höher sind. Meinen Waldmeister überwuchert er leider auch, da reiße ich ihn aus. Aber los wird man ihn nicht, außer man gräbt sein ganzes Land um und entfernt jedes noch so kleine Wurzelstück. ;-) Also aussichtslos! An Stauden und Gehölzen hat er sich eh so festgesetzt, man müßte diese gleich mit entfernen ...
    Und bei uns wächst er fleißig vom Nachbarn herüber, der läßt ihn auch blühen ... da kann man nichts machen.

    Ich verwende auch viele Wildkräuter aus unserem Garten, Giersch, Schafgarbe, Wiesenknopf, Brennessel, Gänseblümchen, Löwenzahn ... da gibt es so viele ... und sie sind von unschätzbarem Wert!´für die Gesundheit!
    Arm die, die sich von Fastfood ernähren müssen und diese Pflanzen nie zu sich nehmen können ...

    Ich weiß jetzt nicht, ob Du meine Frage auf Insta gesehen hast bezüglich der Topinambur, ob man sie jetzt noch essen kann. Einige haben schon millimeterlange grüne Austriebe. Auch die im Bioladen Käuflichen haben das teilweise. Aber Topis sind ja keine Kartoffeln, hmm. ;-) :-)

    Heute mal früh und viele liebe Grüße
    Sara

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    1. Guten morgen Sara,
      also der Giersch ist genau so, wie du ihn beschrieben hast. Und ich müsste wirklich, wie ich es beschrieben habe den halben Garten ausbaggern und alles samt Stauden entfernen. Unmöglich eben. Bedrohlich wird er für kleinere Stauden. Die er überragt. Eibisch, hohen Astern oder Rosen wird er dadurch nicht zur Gefahr. Das ist klar .Kleine Frühlingsblüher werden auch überwuchert und dass man ihn panaschiert kaufen kann, hab ich auch schon gesehen. Entweder diese Art wuchert nicht oder die Leute müssen komplett desorientiert sein, sich das absichtlich ins Beet zu holen. Selbst für mich wilden, Chaosgärtner wäre das zu viel.
      Und wie du sagst tun mir immer die Menschen leid, die nicht an diese Sachen wie Garten, GEmüse, Blumen oder eben Wildkräuter ran kommen und in einer beengenden oder auch größeren Wohnung in der Stadt leben. Aber denen gefällt wohl das und die bemitleiden vielleicht mich, weil ich so am Land aufm Dorf leben "muß".
      Und wegen dem Topinambur hab ich dir schon geantwortet. Weiß es auch nicht. Wie du auch befürchtest könnten die grünen Triebe ja giftig sein,wie bei Kartoffeln. Aber: Kartoffeln kann man auch noch mit Trieben bis 5cm Länge bedenkenlos essen, las ich einmal. UND Topinambur ist ja keine Kartoffel. Wenn man nun wüsste, ob Triebe und Blätter essbar sind? Aber ich habe mich damit noch nicht befasst und noch nichts darüber gelesen. Kann dir da nicht weiter helfen. Wenn er aber jetzt so noch verkauft wird, kann es nicht so gefährlich sein.

      Wir haben einen schönen Frühlingstag vor uns, genieße ihn, liebe Grüße der Achim

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  2. Hast Du es mal mit Kartoffeln versucht? Giersch lässt sich nur eindämmen, indem man etwas pflanzt, was ihn unterdrückt und ihm das Licht nimmt.....das ist erwiesen. Selbst im Foerster-Garten in Potsdam haben wir etliche Beete abgeräumt, er kommt immer wieder - Du wirst Dich arrangieren müssen.
    Nicht ärgern ;-)

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    1. hallo Sabine,
      nun Kartoffeln habe ich ja viele, aber in den Staudenbeeten sind sie wohl eher nichts. Gut, etwas, das ihn unterdrückt, dürfte echt schwierig werden in den Staudenbeeten. Vielleicht hilft ja dann doch meine Pappe-Abdeckmethode. Arrangieren kann ich mich schon mit ihm, nur dass er in letzter Zeit echt überhand nimmt und wie gesagt die Stauden, um die es ja eigentlich geht unterdrückt und behindert.

      Liebe Grüße, Achim

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  3. Hallo Achim,

    Das mit dem Giersch ist wirklich ärgerlich, ich hab den auch im Garten. Zum Glück primär in der mehr oder weniger regelmäßig gemähten Grünfläche (Rasen mag ich das nicht nennen), das häufige Köpfen hält ihn ganz gut im Schach. Unter der Hecke lässt ihn der Efeu nicht durch... die "lieben" Altlasten.

    Mir schmeckt er leider auch gar nicht, das würde einiges erleichtern. Im einzigen befallenen Beet rupf ich ihn mit sturer Regelmäßigkeit raus, das hilft halbwegs. Meine Mutter ist ihn so ganz los geworden.

    Liebe Grüße
    Jana

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    1. Hallo Jana, regelmäßig ausrupfen probiere ich auch. Allerdings ist meine Fläche zu groß, um damit halbwegs nach zu kommen. Ich habe dieses Jahr schon einmal die elektrischen Grasschere großflächig in den Beeten abgemäht. Das geht rascher als zupfen. Ist aber schon lange lange wieder vergessen und hätte seither mindestens 2x gemacht werden müssen. im Moment aber muß ich mich um den Gemüsegarten kümmern. Danach gehe ich es nochmal an, vielleicht hilft es, wie bei deiner Mutter.
      Schöne Frühlingstage noch und viele Grüße Achim

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