Donnerstag, 1. Februar 2018

Wird jetzt Frühling oder Winter? Ein paar Maßnahmen und ich bin auf alles vorbereitet.

Saftig grüner Salat im Garten im Januar


Was für ein Anblick! Oder? 

Nach den langen Wintermonaten tut so ein Salatkopf im Gewächshaus doch der Seele gut. Und irgendwann in naher Zukunft auch dem Bauch.

Das jedenfalls hoffe ich, wenn alles gut geht. 

Um hier vorzubeugen, waren gestern ein paar Arbeiten im Wintergarten nötig. 


So aber jetzt erst mal der Reihe nach. 

Wintergarten  ist eigentlich nicht ganz der richtige Ausdruck. Seit einiger Zeit blühen die Haselnüsse und seit gestern tun dies auch die Schneeglöckchen. Die kleinen Glöckchen waren in der Sonne geöffnet und baumelten im Sturm. 



Schneeglöckchenblüte und Haselnußblüte sind die Phänomene in der Natur, die den Vorfrühling einläuten.

Ich finde es bestimmt zwei Wochen zu früh, aber der ganze Winter war ja sehr handzahm. Vielleicht ist es ja so.

Am 2. Februar ist Mariä Lichtmeß. Wenn da die Sonne scheint, dann bleibt es noch 6 Wochen Winter. Die Aussichten sind gut. Heute am 1. Februar war es bis auf abends zum Sonnenuntergang total trüb, trist, bewölkt und es gab Schneeregen bei maximal 3 °C. Morgen soll es noch ekliger werden, was mich sehr freut. Das hieße, der Frühling kommt demnächst.

Nach den letzten Tagen mit Sonne und 10°C ist aber wieder richtig Winter mit starker Kälte vorher gesagt. Die Woche vor Fasching bringt fast Dauerfrost mit Nächten um die -7°C. Das ist nicht schön, deckt sich aber mit meiner Erfahrung, daß oft in der Woche vor Fasching noch einmal ganz scheußliches Wetter ist und es sich nach dem Fasching  so langsam erwärmt.

Das würde ja alles passen. Letztes Jahr hatten wir zu dieser Zeit totalen Kontrast im Wetter von total trüb bis blauer Himmel und Sonne. Ich fragte mich, was das nun bedeutet. Langer Winter oder eher baldiges Frühjahr. Was dann kam war, wie das Wetter um diese Zeit. Ein Wechselbad der Gefühle. Das ganze Jahr von einem Extrem ins andere und zwar von einem Tag zum Anderen. Das Frühjahr war warm und dann kam der klirrende Frost im April. Wo man hinsieht war dieser harte Wechsel.

Ich bin gespannt, wie dieses Jahr wird und ob das trübe verregnete Wetter jetzt wirklich sagt, daß der Winter nicht mehr lange dauert.



Nochmal Vorbereitungen auf einen Winter - im Februar

Was also hatten wir gestern im Garten als Vorbereitung auf den kommenden stärkeren Frost noch zu tun? Ist nicht alles schon seit Wochen und Monaten vorbereitet? 

Zum Einen haben wir das Seerosenbecken leerlaufen lassen. Mit dem Druckreiniger wurde es ausgespült und die Seerose in die Tonne in den Überwinterungsraum gebracht. Eine Woche Dauerfrost bedeutet eine sehr dicke Eisschicht, die ich nicht mehr durchbrechen kann. Eine Entnahme der Seerose wäre dann nicht mehr möglich. Und ob das Becken das Eis mag, kann ich nicht sagen. Sauber machen müssen wir es sowieso. Also nutzten wir den schönen Tag gestern hierfür. 


Die nächste Arbeit fand anschließend im  Gewächshaus statt. So komme ich auf den schönen Kopf Salat vom Anfang des Beitrages zurück. 

Was tut sich im Moment im Gewächshaus? Es wächst und alles ist und wird grün. 

Na? Runzeln auf der  Stirn? Doch wirklich es wird grün. Leider nur die Scheiben. Im Herbst geputzt sind sie derart verdreckt und voller grüner Algen. Da ist demnächst wieder ein Frühjahrsputz nötig. jetzt kommt das dringend benötigte Sonnenlicht ja gar nicht zu den Pflanzen. 

Ansonsten fangen Winterheckenzwiebel und Schnittlauch an, frisches Grün zu treiben. 


Der vor ein paar Wochen gesäte Winterportulak ist gekeimt. Nur zwei Reihen zum Testen. Der keimt wirklich bei diesen Temperaturen und zu dieser Jahreszeit!




Im Dezember las ich etwas über Mangold und dass man ihn im Herbst ins Gewächshaus pflanzen kann. Er ist ja - je nach Sorte - recht winterhart und zweijährig. Ich setzte zwei Pflanzen ins Treibhaus. Sie fangen an zu wachsen. Bald kann ich auch hier ein paar Blättchen, vielleicht zusammen mit dem Kopfsalat ernten. Draußen im Beet steht noch viel  Mangold, der im Frühjahr abgehackt wird. Im kommenden Herbst setze ich eine ganze kleine Reihe im Herbst in Gewächshaus für zeitiges Grün im Frühjahr. 




Was mich aber richtig stolz macht ist das Beet mit dem Winterkopfsalat im Gewächshaus. 

Gesät habe ich ihn im September und gepflanzt dann Ende Oktober. Seither wächst er ohne Pause. Langsam, aber er hat ja Zeit. Ich habe verschieden Sorte ausgesät und will testen, welche am besten zu meiner Art zu Gärtnern passen. Im Freiland stehen auch ein paar Pflanzen. Die sehen recht mitgenommen aus, leben aber noch. Mal sehen, ob die im Frühjahr dann auch zu wachsen beginnen. 



Ich habe mir kürzlich diese schwarzen Schläuche, die man mit Wasser füllt,  als Temperaturpuffer fürs Gewächshaus gekauft. Früher in Mutters Schrebergarten hatten wir die auch immer. Ich weiß gar nicht, warum ich die nicht schon längst gekauft habe. 5l-Kanister mit Wasser und im Frühjahr ein Fass voller Wasser habe ich zu diesem Zweck doch auch schon immer rein gestellt. 

Ich wollte sie für die ersten richtigen Aussaaten im Gewächshaus im Frühjahr einsetzen. Weil es jetzt aber so richtig kalt werden soll, und der Salat doch so prachtvoll im Beet steht, änderte ich mein Vorhaben. Was sollen die Schläuche im Karton, wenn sie im Beet vielleicht was nützen? 

Schnell sind sie zurecht geschnitten, mit Wasser gefüllt und verlegt. 


Dann kommt noch ein Vlies darüber und jetzt sehen wir der Kälte mutig entgegen. 



Im gegenüberliegenden Beet stehen noch 5 Köpfe Endivien vom Herbst. Den verspeisen wir schon den ganzen Winter. Bis der aufgebraucht ist, könnte dann der Kopfsalat erntereif sein. 

So zeitig im Jahr hatte ich dann noch nie frischen Kopfsalat.



So verabschiede ich mich für heute aus dem Garten. Ich habe noch einiges zu erledigen, arbeite ich doch an einem spannenden Blogbeitrag über unseren Garten. Eines kann ich verraten: es wird wieder eine  Gegenüberstellung sein. So wie im Beitrag über den Garten jetzt im Winter und zum Vergleich im vergangen Sommer.  Dafür sind so viele Fotos zusammen zu tragen. Und die erst mal finden in meinen abertausenden Aufnahmen. 

Also bleibt mir treu, schaut ab und zu mal wieder hier vorbei und seid gespannt auf den Beitrag. 









Kommentare:

  1. Lieber Achim,
    selbstverständlich bleibe ich dir treu und ich freue mich jetzt schon auf
    deinen Post mit der Gegenüberstellung, das gefällt mir so gut. Aber dass das Auffinden der Fotos eine grosse Arbeit ist verstehe ich sofort. Bei mir wäre das ja schon mühsam, obwohl ich erst seit Februar 2017 für den Blog fotografiere.
    Da kommen dann einige Kopfsalate auf dich zu und die aus dem eigenen Garten schmecken einfach besser.
    Der Schnittlauch ist bei mir auch gewachsen, sowie auch die Petersilie und der Thymian.
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Abend und
    liebe Grüsse
    Eda

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    1. Guten Abend Eda,
      was? das gibt es ja gar nicht, bei dir wächst sogar der Thymian schon. Na der braucht bei mir noch. Es wächst erstmal im Gewächshaus. Freiland braucht noch etwas.
      Danke, ja , habe einen gemütlichen Abend und schreibe Rezepte, bevor ich mich wieder auf die Bildersuche mache.
      Schönen Abend also auch dir und viele liebe Grüße, Achim

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  2. Hallo Achim,
    stimmt, da hatten wir beide den gleichen Gedanken :-)
    Den schwarzen-Schlauch-Trick kannte ich noch nicht. Da bei uns im GWH derzeit gähnende Leere herrscht, ist es egal. Meine Schätzung für die kommenden Wochen ist maximal zwei Wochen etwas kälter, dann kann der Frühling Einzug halten. Oder ist das doch eher mein Wunschdenken? Egal, wir können es nicht beeinflussen.
    Seufz. unser GWH sieht auch arg grün aus. Im März darf mein Mann den Putz vornehmen.
    Auf die Gegenüberstellung freue ich mich jetzt schon. Ich liebe diese Vergleiche!
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Karen, diese Schläuche bringen im Frühjahr echt was. Man füllt sie mit Wasser und tags erwärmen sie sich und geben diese Wärme dann an den Boden und die Pflanzen in der Nacht ab. Da sie direkt in den Reihen des Gemüses liegen strahlen sie die Wärme auch gleich am richtigen Ort ab. Gibt es im Baumarkt zu kaufen oder bei Gewächshausherstellern.

      Naja mit dem Frühling da bin ich echt gespannt, zumal heut an Lichtmeß hier grad die Sonne schon den ganzen Tag vom Himmel brennt ohne eine Wolke. Das heißt noch mindestns 6 Wochen Winter, wenn die alten Wetterregeln denn noch stimmen heutzutage.
      Ich geb mir mit der Gegenüberstellung Mühe ,sie rasch fertig zu bekommen. Hoffentlich ist es dann auch so, wie du es dir jetzt vorstellst. Ich finde die beiden Fotos jeweils, gerade diesmal jedenfalls, für mich super spannend.
      Liebe Grüße der Achim

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  3. Interessant, ich brauche so schwarze Schläuche. Gerade erst habe ich mal ein Minimum-Maximum-Thermometer im GWH installiert. Ist ja erst unser erster gemeinsamer Winter, da bin ich noch völlig unbedarft ;-)
    Grüess Pascale

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    1. Hallo Pascale, also die Schläuche lohnen sich wirklich und sind nicht teuer in der Anschaffung. So habe ich jetzt, wenn draußen nachts -7°C sind im Gewächshaus am Boden -4°C und unter dem Vlies bei den Schläuchen ca 0 oder knapp darunter. Gemessen morgens, wenn ich den Hund in den Garten zum Pinkeln lasse.... Direkt in der Nacht gehe ich da nicht nachsehen. Aber auch diese Werte so gegen 8 Uhr sind doch schon mal echt positiv.

      Liebe Grüße Achim

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  4. Hallo Pascale, habe heute morgen um etwa 9.00 mal genau hingeschaut. Im Gewächshaus am Boden über dem Vlies, das lose am Endivien liegt waren 1Grad und unter dem Vlies beim Winteropfsalat mit den Schläuchen waren 6Grad. Jetzt tagsüber immer noch 6 Grad unterm Vlies und nachmittag auch bei trüben Wetter und leichtem Schneefall über dem Vlies 8Grad. Es ist eben ein Puffer das mit den SChläuchen.Jetzt tags nehmen sie Wärme auf wenn die Luft um sie wärmer ist als sie selbst es sind. Und natürlich, wenn Sonne auf die schwarze Oberfläche scheint. Sinkt die Lufttemperatur unter die der SChläuche, dann geben sie die Wärme wieder ab. Es ist gleichmäßiger temperiert und vor allem nachts wärmer, als ohne Schläuche.

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  5. Hallo Achim,
    an deinen herrlich grünen Fotos sieht man, dass auch ein Gärtner in Deutschland im Winter Selbstversorgung betreiben kann...vorausgesetzt natürlich, man hat so ein Gewächshaus wie du und man hat die Temperatur im Griff.
    Deine Wetterbeobachtungen mit der Woche vor Fasching haben sich auch bestätigt. Nun bin ich gespannt, ob noch die 6 Wochen Winter sind, laut dieser Lichtmess-Regel. Die plötzliche Sonne haben wir ja schon beklagt. Jetzt freue ich mich aber, dass es mal wieder heller ist, nur ohne Schnee ist der Frost wieder eine Härteprobe für die Pflanzen. Hier waren heute morgen -5 °C.
    LG Sigrun

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    1. Grüß dich Sigrun,
      noch wichtiger als das Gewächshaus ist die richtige Sortenwahl. Man kann hierfür keine fertigen Pflanzen beim Gärtner oder Baumarkt kaufen. Da muß man sich die Samen der entsprechenden Sorten kaufen und selber aussähen. Der Winterkopfsalat ist sogar im Freiland anzubauen und braucht, bis auf ein Vlies gegebenenfalls keinen Schutz. Manche sind bis -15 °C frosthart. Ich teste auch welche im Freiland mit und ohne Vlies, die natürlich nicht annähernd so aussehen, wie der im Gewächshaus. Ich bin da noch am Experimentieren und am testen der verschiedenen Sorten. In milderen Gegenden sollte das noch problemloser klappen mit dem Winterkopfsalat ohne Gewächshaus.

      Bei uns liegt noch ein klein wenig Schnee, es ist tagsüber heute fast nicht über Null geklettert das Gewächshaus. Jetzt ist dieses Woche mal richtig Winter.

      Dafür hatten wir heute keine Sonne. Trotzdem merkt man jetzt nach Lichtmess, wie deutlich länger die Tage schon werden. Das stimmt froh finde ich.

      Liebe Grüße der Achim

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  6. Lieber Achim,
    bei uns hatte es diese Nacht -6 Grad, so kalt war es den ganzen Winter über nicht, eigentlich ist jetzt erst Wind, vorher war es so eine Art Matchperiode. Auch wenn ich mir Winter gewünscht hatte, brauche ich ihn jetzt auch nicht mehr. Wir hatten schon letztes Jahr alles für den Winter vorbereitet und mussten jetzt nur ein paar Kübelpflanzen wieder reinholen, die wir wegen des warmen Wetters schon raus gestellt hatten.
    Wir haben zwar kein Gewächshaus, aber der Trick mit dem schwarzen Schlauch ist gut, den werde ich mir merken, für den Fall, dass wir uns doch mal so ein Haus gönnen.
    Deinem Kommentar zu meinem Post "Ein Garten gibt alles" kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich verstehe die Menschen, die sogar froh sind, dass sie keinen Garten haben, überhaupt nicht, sie wissen nicht, was ihnen entgeht.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Hallo Wolfgang, bei uns ist der Winter auch milder als der vergangene. Jetzt halt noch ein wenig richtig kalt, wobei das auch noch geht. Nur wegen meiner dummen Washingtonia mache ich mir sorgen. Die muß diesen Winter jetzt im gebastelten Häuschen überstehen. Für den nächsten Winter und vor allem für Winter die mal wieder zweistellige Minusgrade über längere Zeit bringen werden wir einiges ändern müssen. Aber diesen wie gesagt muß sie so überstehen. Jetzt können wir da nichts rumbasteln. Aber ich denke diese Woche jetzt überstehen wir auch und dann wird es ohnehin immer milder. Durch den langsam, tagsüber schmelzenden Schnee in der Wiese kommen schon mächtig die Narzissen hervor. Die Natur hat Lust loszulgegen. Lassen wir uns überraschen.

      Viele liebe Grüße der Achim

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