Sonntag, 21. Januar 2018

Der Garten im Sommer und im Winter oder umgekehrt? Gärtnerträume bei einem Stück Kuchen.

Jetzt wird es richtig Winter

Schneesturm im Januar

So sah es gestern immer wieder aus. Es hat den ganzen Tag geschneit. Wenn Wochenende ist, ich frei habe und so ein Wetter zu dieser Jahreszeit draußen herrscht, dann fühle ich mich wohl. Wohl wenn der Ofen schön knistert und das Feuer so angenehm wärmt. Dann gruschtel ich im Haus herum. Erledige dieses und jenes. Probiere neue Rezepte aus oder überlege gerade jetzt, was wohin gepflanzt werden sollte im Gemüsegarten.

Das sieht dann ungefähr so aus.

Was macht der Hobbygärtner im Januar?



Gemüseanbau planen

Meine Aussaattabelle ist fertig. Da steht alles Gemüse welches dieses Jahr in den Garten kommt, drin. Was  wird wann und wie gesät  oder gepflanzt. Da ich ausnahmslos alles Gemüsepflanzen selbst durch Aussat heranziehe ist diese Tabelle mit das wichtigste Element in meinem Selbstversorgergarten. So vergesse ich von den unzähligen Arten und Terminen nichts. Beim Gemüse kann es schließlich vorkommen, dass man die Aussaatzeit verpasst und dann das ganze Jahr eben dieses Gemüse vergessen, also nicht ernten kann.

So aber schaue ich zum Beispiel jetzt Ende Januar einfach die Spalte Januar auf den 5 Blättern Tabelle durch und weiß schon, daß jetzt eine Zwiebelsorte gesät werden könnte (in Topfplatte) und bestimmte Salate. Portulak im Gewächshaus und Rucola. 

Also ein paar Salatsamen kommen jedenfalls heute noch in die Erde. Wirklich ernsthaft im Gewächshaus sähen werde ich erst Anfang Februar. Das zeigt die Erfahrung der letzten Jahre. 

Ausssaattabelle


Erinnerungen an den Sommer im Garten

Und immer wieder der Blick nach draußen in den winterlich verschneiten Garten. So gefällt er mir. All das matschige und abgestorbene  Zeugs auf den Beeten ist verschwunden und in eine reine und weiße und unschuldigen Decke eingehüllt. 

Vorgarten mit Blick auf Dorfweiher


Ich freu mich noch immer über die ruhige Winterzeit und dass ich noch nicht in den Garten muß.  Ich habe so auch genug interessante  Dinge zu erledigen. Langweilig wird mir nicht. Die Aktivitäten sind aufgeteilt. Im Sommer Garten im Winter im Haus.

Oh weh und wie jedes Jahr zu dieser Zeit glaube ich, daß dieser dreckige und chaotische Garten doch nie wieder schön werden wird. Was muß alles geschehen, bis er wieder so aussieht?

Vorgarten mit Blick auf Dorfweiher



Unter der Decke die vielen noch abzuschneidenden Stauden. Überall die Ästchen, die die vielen Winter-Orkane überall abgerissen haben. 

Vorgarten mit Blick auf Dorfweiher


Und plötzlich wird es wieder so weit sein. Es ist Sommer, warm und alles blüht. Die Arbeiten vor denen mir jetzt so graut, sind erledigt und vergessen.

Vorgarten mit Blick auf Dorfweiher
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Ruhig ist es jetzt im Garten und geruchslos. Und doch, ist es möglich? Ich hatte gestern Vormittag diese Wahrnehmung. Beim Füttern der Vögel hört man sie ja immer in den  Hecken streiten und keifen. Aber gestern kam aus dem Nachbarsgarten ein ganz anderer Klang. Er fiel mir sofort auf. Da sang eine Amsel. Also nicht die Streit - und Warnrufe, die man ja immer hört. Nein, es waren ganz zarte immer wieder kurz zu hörende Singlaute. Im Phänologischen Kalender ist das auch eingetragen. Der "Wiederbeginnn des Vogelgesanges". Und  ich bin mir sicher, das war ein erstes Singen gestern im Garten. 


Landgarten



Fehlt nur noch das Brummen der Insekten und die unzähligen ständig wechselnden Gerüche. Ach ja und natürlich nicht zu vergessen: die Sonne! Oh ja, so ist es toll!

Landgarten


In wenigen Wochen geht es wohl los. Dann muß aufgeräumt werden. Jetzt, sobald die Zeit und das Wetter es zulassen, muß ich auch in den Garten zum Schneiden des Obstbaumes und der Clematispflanzen. Auch muß ja das Gerüst für das Spalierobst erweitert werden. Stehen doch bereits zuätzliche Pflanzen einfach so unbeteiligt mitten in der Wiese. Sie warten auf ihr Rankgestell. 

Staudenbeet im Landgarten


Und wenn es dann wieder so weit ist, wie hier. Dann mache ich mir einfach ein paar Kopien vom Weihnachtsgeschenk-Schild. Im letzten Beitrag habe ich es euch ja gezeigt. "Das ist kein Unkraut, das ist Begleitgrün" wird dann überall auf kleinen Schildern im Garten prangen. Naja, zumindest auf dem einen. Aber nötig wäre es sicher wieder überall....

Staudenbeet im Landgarten


Und auch schon in wenigen Wochen wird hier aufgeräumt. Dann werden wir hier auf der Party- und Poolterrasse wieder dem "süßen Nichtstun" nachgehen können. Der Pool wird im März in Betrieb genommen. 

Partyterrasse

Partyterrasse


Aber alles zu seiner Zeit.  Jetzt genieße ich erst noch den weißen Wintergarten, den Holzofen und ein Stück Kuchen. 

Korkenzieherhaselnuss mit Schneehaube

Andere holen sich jetzt Tulpen ins Haus für Farbe und der (ohnehin aussichtslosen) Flucht aus dem Winter. Die sind mir jetzt noch zu früh und zu wenig saisonal. Aber ein wenig leichtes Sommerfeeling wollte ich mir doch kurz einmal so zwischendruch antun. 

Schnell ist ein kleiner Gugelhupf gebacken. Mit meinen geliebten fruchtig frischen schwarzen Johannisbeeren, von denen es im letzten Sommer so viele gab. Wie praktisch, jetzt tiefgekühlte Beeren zur Hand zu haben. 

Serviert wird er mit einem selbst gemachten Puderzucker aus Zucker und duftenden Rosenblüten. 


Gugelhupf mit Beeren


Ein kleiner Ausflug in eine andere Zeit, bevor es rasch wieder Abend wird, der Schneesturm kräftiger tobt und ich wohlig und zufrieden auf dem Sofa vor dem Ofen sitze. 


Mittwoch, 17. Januar 2018

Neue Rezepte-Seite und frisches Grün im Garten oder Gewächshaus

Da haben wir den Januar schon wieder halb hinter uns gebracht und ich kam noch nicht dazu, hier etwas aktuelles zu schreiben. 

Dabei kommt mir das gar nicht so vor.  Sitze ich ich doch jede freie Minute am PC und schreibe. Sogar Urlaub hatte ich mir schon dazu genommen. 

Warum man dann aber hier nichts  von all der Arbeit sieht? Das will ich euch gerne verraten. 

Ich überarbeite mit der unbezahlbaren Hilfe von Nadja meine Rezepteseite. Manche von euch konnte ich ja im Herbst bereits als interessierte Leser begrüßen. Unter achimsgartenzumessen.de sammle ich seit ein paar Monaten all die Selbstversorger-Rezepte mit denen ich meine Ernten verarbeite. Sei es zum Lagern oder in der Küche. 

Leider zeigte sich, daß das Programm, mit dem ich die Seite aufbaute, mit der Vielzahl meiner Rezepte und vor allem Bilder nicht zurecht kam. Zeitweise lag sogar alles still und ich konnte überhaupt nichts mehr an der Seite basteln. Dann fanden die Programmierer der Anbieter der Software eine Notlösung. Für mich war das aber eher die End-Lösung. Also ein Ende dieser Seite mit dem Programm. 

Jetzt läuft alles über das allseits bekannte Wordpress. Optisch, wie ich meine ein Gewinn. Die Übersichtlichkeit ist größer und das Programm läuft ohne Macken. Für mich bedeutet das aber, daß jedes bereits veröffentlichte Rezepte kopiert werden muß. Noch mehr Aufwand ist das erneute Hochladen  und einfügen der Fotos. 

Nach mehreren  Wochen Arbeit sind nun viele Rezepte überarbeitet und wieder online. Zeit, auch mal wieder in meinen Gartenseiten ein Lebenszeichen zu geben. 

Wer sich für die Rezepte des Selbstversorgers interessiert, findet sie bei achimsgartenzumessen.de

Jetzt aber zum Garten. 

Landgarten mit Haselnußbaum im Winter


Nach dem schönen Schnee im Dezember kam der Dauerregen und alles wurde unendlich matschig. Beim Ernten von Topinambur stellte ich fest, daß  das Wasser bis etwa 2 cm unterhalb der Erdoberfläche steht. So einen nassen Winter hatten wir seit Jahren  nicht mehr. Vielleicht füllt das einmal wieder das Grundwasser auf. 

Die letzten Wochen war es braun-grün im Garten. Erst heute morgen hat es geschneit und jetzt ist wieder alles weiß. 

Schneesturm im Januar


Die milden Temperaturen beruhigen mich. Kann doch so die Washingtonia im einfach nicht zu beheizenden Umbau den Winter überleben. Hätten wir, wie vor einem Jahr, tagelang zweistellige Minusgrade, wäre sie glaube ich hinüber. Den Winter muß sie jetzt aber so überleben. Dann haben wir wieder den Sommer über Zeit zu überlegen, was wir ändern können.

Auch wenn der Garten gerade nicht einlädt, darin zu arbeiten, so beschäftigt er mich dennoch.

Die Gemüsesamen sind sortiert, neue bestellt und der Aussaatkalender angefertigt. So muß ich in der Tabelle zu jeder Zeit einfach nur nachsehen, was jetzt gerade gesät wird oder werden muß oder werden kann. So übersehe ich kein Gemüse.

Jetzt sollte ich dann langsam überlegen was so im Groben wo  hin gepflanzt wird und wie ich im Frühjahr beginnen werde. Mulchfolie im Weihergarten muß verlegt werden. Meine große Hoffnung mit dem übermäßigen Unkraut zurecht zu kommen.

Wo welche Bewässerungsschläuche ergänzend verlegt und zusammengeschlossen werden müssen, wird nun auch auf die Tagesordnung gesetzt.

Schön ist die tägliche Verwendung der reichlich eingefahrenen und konservierten oder gelagerten Ernten.

Hier im Bild zum Beispiel die Roten Beete. Sie liegen seit Monaten in der belüfteten Tupper-Kunststoffbox (Klimaoase). Die Box ist abgedunkelt in der kühlen Garage. So halte sie sich sehr lange. Sie schrumpeln nicht, sie faulen oder schimmeln nicht. Sie leben, wie man an den neuen Blättern sieht.


Rote Beete in Klimaoase von Tupperware

I
m Gewächshaus wächst recht munter der Winterkopfsalat. Ihn habe ich zum ersten Mal und bin so freudig überrascht, dass er unentwegt weiter wächst. Ich glaube so früh im Frühjahr habe ich noch nie Kopfsalat geerntet, wie er es mir ermöglichen wird.

Winterkopfsalat im Gewächshaus


Auf der anderen Gewächshausseite lichten sich langsam die Reihen mit dem hier gelagerten Endiviensalat. Der wird Ende November im Beet draußen ausgegraben und im Gewächhsaus wieder eingegraben. Kommt strenger Frost, schütz eine doppelte Lage Vlies ihn zusätzlich. Die habe ich angesichts der milden Temperaturen aber schon seit längerem wieder abgenommen.

Endiviensalat im Gewächshaus


Einzige richtig Blüten findet man im Fliederbeet neben der Haustüre. Die Christrosen blühen. Ein Platz neben der Haustüre, jedenfalls dort, wo man automatisch immer wieder vorbei kommt, ist sinnig. Würden sie weiter hinten im Garten stehen könnte ich mich nicht so daran erfreuen, wie just an diesem Standort. Hier komme ich viele Male am Tag vorbei.

Christrosen im Januar

Christrosen im Januar



Aber nicht nur Blüten können schön sein. Die Moospolster hier am Dach haben für mich auch etwas schönes. 


frisches grünes Moos auf dem Dach


Und mit dem Thema Grün, werde ich den heutigen Beitrag auch abschließen. Trotz aktuell weißem Schnee im Garten. Habe ich schon ein Weihnachtsgeschenk gezeigt, das ich bekam?

Ich finde das Schild hat was und findet ganz sicher im Sommer an bestimmten  Stellen im Garten seine Verwendung.....

kein Unkraut sondern Begleitgrün