Donnerstag, 9. August 2018

trotz Jahrhunderthitze - es wird gearbeitet, es blüht und es wird geerntet

Heute melde ich mich  wieder aus unseren Liegenschaften. Die  Hitze ist mittlerweile sehr anstrengend. Oft kann ich gar nicht lange in den Garten, so brennt die Sonne herunter. Selbst im Schatten haben wir deutlich über 30 Grad. In der Sonne kann man sich überhaupt nicht aufhalten. Nachts kühlt es nicht unter 20 Grad und das Haus ist aufgeheizt vom Keller (25 Grad) bis zum Dach unter dem wir schlafen (31 Grad). Erholsam sind die Nächte schon länger nicht mehr. Heute hat es abgekühlt am Abend. Nur Regen ist leider nicht in Aussicht. Aber besser schlafen werden wir wohl die kommenden beiden Nächte. Dann geht es wieder weiter mit Hochsommer. 

Meinen Garten kann ich gießen. Die Karpfenweiher aber nicht. Das macht mir langsam Sorgen. Auf dem Foto sieht man rechts am Uferrand die Befestigungsgitter. Die sollten nicht zu sehen sein und vollkommen unter Wasser liegen. Und jedes Mal, wenn, wir raus kommen, ist der Wasserspiegel wieder um etwa eine Handbreite abgesunken. 



Am vergangenen Wochenende hatten wir Dank der tatkräftigen Hilfe von den Stammtischfreunden in weniger als einer halben Stunde unseren Gerätcontainer, den ihr ja nun schon kennen lernen durftet, aufgestellt. 




So, und eingerichtet ist er mittlerweile auch. Die Utensilien sind aus der alten Hütte umgeräumt. Jetzt kann die Hütte restlich abgerissen werden. 



Die Hitze und Trockenheit scheint ja nun noch etliche Wochen oder Monate anzuhalten. Meine Gemüsejungpflanzen waren überfällig. Den Lauch hatte ich vor ein paar Tagen ja schon gepflanzt. Nun musste der Nero di toscana-Kohl ins Beet. Wieder habe ich mit ca. 60 Litern bewässert und dann gepflanzt. Nun kann er wachsen. Den Boden muss ich noch einen Weile zusätzlich zur Tropfbewässerung von Hand gießen. 

Ich weiß, dass man am Foto nun wirklich fast keinen Kohl erkennen kann. Und ich sage euch, das ist in der Realität auch nicht anders. Aber vielleicht gelingt er ja und wächst und in ein paar Wochen kann ich tolle Kohlpflanzen fotografieren und bewundern. Dann werde ich genau hier zu dieser Stelle verlinken. 




Dieses Jahr ist der Befall der  Erdflöhe wieder sehr,sehr groß. Letztes Jahr hatte ich keinerlei Schaden durch sie. Dieses  Jahr sind fast alle Kohlpflanzen zum Teil zum Tode durchlöchert. 




Und das ist der oben bereits erwähnte Lauch. Auch ihn gieße ich zusätzlich zur Bewässerung mit dem Schlauch. Und er ist angegangen und wächst bereits. 




Gleiches gilt auch für die wohl härteste und widerstandsfähigste Gemüse-Jungpflanze, den Kopfsalat. Der wächst irgendwie immer an. Ich bin jedes Mal fasziniert, wie die unendlich zarten und winzigen Pflanzen selbst bei der größten Hitze anwachsen. 



Im Bildhintergrund seht ihr die Jungpflanze von oben. In der Reihe davor kann ich schon wieder Kopfsalat fürs Mittagessen ernten. 



Apropos Essen. Der kriechende Oregano oder was es genau ist (ich weiß es nicht mehr) blüht und wird überflutet von Schmetterlingen und Hummeln aller Größen. Es ist wunderschön sich hier hin zu kauern und den Insekten beim Essen zu zu sehen. 




Ich kann sie gar nicht oft genug abbilden. Und sei es nur als Erinnerung, wenn mal wieder ein schlechtes Tomatenjahr kommt. Rot, rot, rot. Überall leuchten sie grell aus dem dunkelgrünen Laub. 






Die Farbe rot ist auch eine gute Überleitung zum Ziergarten. 

Genau wie die Tomaten dieses Jahr einfach nur traumhaft sind, blüht der Oleander in so wundervoller Weise seit Monaten. Ich kann mich gar nicht satt sehen an ihm. 





Und natürlich auch die weißen Blüten vom Oleander sind ein Traum dieses Jahr. 




Weniger, ja wesentlich weniger auffällig blüht es zur gleichen Zeit irgendwo am Boden in einem Staudenbeet. Die Alpenveilchen sind erschienen. 



Bei manchen Pflanzen ist es sinnvoll, die verblühten Blüten nicht ab zu schneiden. Hier sehen wir die Fruchtstände einer Staudenclematis. Sie sind mindestens so dekorativ, wie die Blüten.   Ihre Blüte habe ich in diesem Beitrag schon einmal gezeigt. 



Selbst meine Sukkulenten muss ich dieses Jahr laufend gießen. Eine Staude ist mir schon mangels Wasser abgestorben. Sie treibt nun aber aus den Wurzeln wieder aus. Eine Sukkulente, die in der hängenden Metallkugel, ging mir kaputt. Ich habe sie aus der Kugel und in den Schatten gestellt. Sofort trieben die bis dahin blätterlosen Stängel wieder aus. Selbst diesem Sedum war es den ganzen Tag in der Sonne zu heiß. 



Mit dem Hochsommerfoto vom Staudenbeet im Vorgarten verabschiede ich mich für heute. Ich wünsche noch eine schöne Zeit im Garten und  vor allem Abkühlung und Regen. 















Donnerstag, 2. August 2018

Garten von erfolgreich bis zerstört. Wieder mal ist alles dabei.

Heute mal wieder ein  Tagebucheintrag vom Garten. Was läuft gut, was läuft komisch? Was läuft total schief und wieder ein ernst zunehmender Schaden. 

Garten erfolgreich

Meine Ochsenherztomaten reifen. Heute hab ich wieder eine geerntet. 


Aufgeschnittene Ochsenherztomate. Da ist kein Glibber drin. 400 Gramm reines Fruchtfleisch.



Sie schmeckt mild aber mit etwas Säure und nach Tomate. Ich schneide sie gern in dicke Scheiben. Dann schmiere ich  auf eine Scheibe Brot etwas von meinem super Tomaten-Pesto. Darauf kommt eine dicke Schicht Quark und dann die Tomatenscheiben. Nur noch etwas Salz darüber und genießen. So unendlich lecker. Und genau das richtige Essen jetzt bei der Affen-Hitze.


Oder die Tomaten in den Kühlschrank legen, saß sie schön kalt wird. Dann im Mixer mit Olivenöl und Salz und einer Knoblauchzehe pürieren. So erfrischend und schmackhaft die kalte Tomatensuppe. 

Und hier kommen sie her die Tomaten. 


Ich ernte laufend für's Essen und immer wieder massenhaft zum Konservieren. Gestern waren 4 kg Tomaten dran für Tomatensauce und getrocknete Tomaten



Erfreut bin ich dieses Jahr über das noch immer dunkelgrüne Laub. Noch keine gelben Flecken oder abgestorbene Blätter.



Unvorstellbaren Fruchtreichtum hat die Gardenpearl. Eine Ampeltomate, die wirklich in der Ampel besser aufgehoben wäre. Sie ist einfach eine Hänge-Pflanze und kann nicht mal mit viel gutem Willen ordentlich aufrecht gebunden werden. Mal sehen, ob ich nächstes Jahr mal eine Ampel damit bepflanze. 


Im Gewächshaus wuchern sie auch und tragen überreich. 



Ach ja, manche erinnern sich vielleicht an meinen Laubfrosch im  Gewächshaus. Der ist zahm und kennt mich glaube ich. Er weiß, dass ich ihm nichts tue. Nun stellte ich überrascht fest, dass er noch einen Kumpel mitgebracht hat. Nicht, dass ich sie optisch auseinander halten  oder am Gesicht erkennen könnte. Nein, der Neue hier ist winzig, fingernagelgroß. Der andere ist schon viel größer, hat aber auch mal so klein angefangen. 


Garten dubios

Was verbirgt sich hinter dieser Überschrift? Ihr seht es im Foto. Gegenüber der  Tomaten ist das Paprikabeet im Gewächshaus. Paprika sind dieses Jahr gar nichts. Ein Foto ist unten angefügt. 

Kommen wir aber zuerst zu den absolut misslungenen Chilis. 


Ja hier, seht her. Die sind total daneben, missglückt. Das ist mir noch nie passiert. 



Bitte? Die sollen perfekt und vorbildlich sein? Geradezu traumhaft schön? Das mag alles sein, aber wisst ihr, dass das Wildchilis sind ? Die Pflanze höchstens 40 cm hoch und die einzelnen Chilis Winzlinge von etwa 1 cm Länge. Und das hier? Der Busch 80 cm und höher. Die Chilis fingerlang und dick. 

Daher also misslungen? Seit Jahren  ziehe ich mir ein oder zwei dieser Chilis. Ich finde die kleinen überreich behangenen Büsche schön. Die Chilis brauche ich zum Verschenken. Selbst essen wir beide in keinster Weise auch nur annähernd scharf. 

Wie gesagt, das ging nun Jahre lang gut. Aber da die Chilis immer neben den Paprikas im Gewächshaus stehen, müssen sie sich letztes Jahr gekreuzt haben. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Chili dieses Jahr derart groß wachsen und riesige Wildchilis hervorbringen. Leider sind sie so scharf, wie die echten Wildchilis . Damit sind sie für uns nicht zu verwenden. Vergebenen Müh' und Arbeit. Was mache ich jetzt mit den unzähligen Chilis?

Und bitte: nicht falsch verstehen. Das sollte irgendwie ironisch rüber kommen! Und ich wollte die Ironie des Schicksals darstellen. Mit viel Mühe versuche ich Gemüse zu bauen und es mißlingt. Die Chili ist so kräftig, gesund, perfekt und reichtragend und die kann ich nicht brauchen oder habe sie nicht beabsichtigt. Verrückt oder? Und ich wollte darstellen, was passiert, wenn man selber Samen erntet und nicht alles bedenkt. Klar hätte ich dran denken können, daß sich die ganzen Paprika und Chilis irgendwie kreuzen, so eng wie die aufeinander stehen. Aber ich tat es halt nicht. Nächstes Jahr kaufe ich jedenfalls wieder frisches Saatgut, weil ja auch die Paprika einfach nicht mehr richtig werden wollen. Sicher sind die auch schon eine eigene Züchtung mit eher ungünstigen Eigenschaften. 

Noch mehr Chilis? Nun ich war auch erst skeptisch, als mir die Christine die Samen der Naschzipfel schickte. Ich habe es probiert und was soll ich sagen. Das sind Chilis für mich. Sehen scharf aus und schmecken köstlich nach..... Na? Nach was? Nach Gemüsepaprika! Ohne einen einzigen winzigen Hauch von scharf. Die geben Farbe und Geschmack in Salate oder auf dem Vesperbrett. 



Und hier die echten Paprika. Viele haben ein Loch und faulen am Stock. Wie im Bild hinten rechts zu sehen. 


Garten mit Zukunft


Nun, viele meinen ich wäre der perfekteste Pessimist, den man erfinden könnte. Ich halte mich aber gar nicht für so schwarzseherisch. Würde ich sonst in so einem katastrophalen Jahr im Garten noch weiter Gemüse sähen? Und mit katastrophal meine ich nicht nur die Hitze jetzt. Einfach das ganze Jahr schon bringt nur Misserfolge und begann mit großer Unlust zum Gärtnern. 

Hier sieht man Salat und Endivien. Auch Winterlauch ist noch in der Saatschale. Wie soll der nur in den Boden kommen, der so trocken ist. Die Sonne knallt unbarmherzig. Machen das Jungpflanzen mit? 





Ein paar Malvensämlinge, Winterrettiche und Gurken. Hallo Anna! ;-)


Auch der Toskanische Grünkohl "Nero die Toscana" sollte längst im Beet wachsen. 


Es hilft nichts. Ich muss es probieren. Der Lauch soll als erstes ins Beet und ein paar Salatpflanzen. 

Etwa 2 qm hat das Beet. Also schnell mal 60 Liter Wasser darauf ausgebreitet und den Lauch gepflanzt. Salat kam neben an ins Beet. Jetzt wird es interessant, was die Natur, also die Pflanzen, zum Wetter sagen. 

Garten verwelkt

Der eben gepflanzte Lauch ist hinter der Baustahlmatte. So sieht es aktuell im Beet aus. Und das bei 5maliger Bewässerung in der Woche mit Tropfschläuchen. 



Kein Wunder bei den Temperaturen.



Im Schatten ist es angenehm kühl bei 33 Grad. Im Schlafzimmer bei nur 31 Grad fröstelt es mich schon fast ?!?!

So sieht es unten am Dorfweiher in meinem Garten aus.




Ich weiß nicht, ob man es am Foto sieht. Aber die Walnußbäume im Gemüsegarten sind absolut welk und schlapp. Also so viel dazu, dass ich zu viel gieße und lieber die Gemüsepflanzen trocken halten sollte, damit sie tiefer wurzeln. Wie tief wurzelt wohl so ein Salat? Tiefer als ein Walnußbaum oder eine mehrjährige Ramblerrose, die zum Teil ihr Laub schon abgeworfen hat? 


Die Fliederhecke. 


Der Rasen. 

Garten erblüht

So, nun aber genug von Horrorbildern. Es gibt auch Schönes zu sehen. Eben überall dort wo ich oft mehrmals am Tag, gieße. 

Blühende Sukkulente.


Ich habe diese Dachwurzverwandte in einer Ampel untergebracht. 



Und die Ampel hängt an der Palme. 


Auch auf der Bank unter der Palme stehen Sukkulente. 


Der Oleander blüht nun schon seit so vielen Wochen über und über. Traumhaft! 



Der mediterrane Platz mit Oleander und Sukkulente in der Palme, im Überblick. 



Eine recht kümmernde Hortensie habe ich. Sie schluckt Wasser wie verrückt. Täglich sind die Blüten welk, egal wie viel ich am Vortag gewässert habe. Nach dem Gießen ist in wenigen Minuten alles wieder frisch. 


Die riesigen Herbstasternbüsche fangen an zu blühen. 



David Austin Rose  "Golden Celebration" kommt absolut ohne (!) Bewässerung aus. Und blüht und blüht und blüht. 


Banane mit Sonnenhut und Sommerflieder im Mäuerchenbeet. So viele Schmetterlinge, wie dieses Jahr,  waren noch nie am Sommerflieder. 




Das Mäuerchenbeet zur aktuell schönsten Tageszeit. Wenn die Sonne endlich untergeht.....




Garten zerstört


Ja, leider beende ich diesen Beitrag nicht mit schönen Bildern. Ganz aktuell, da gestern Abend erst geschehen, muss ich schon wieder einen drastischen Schaden im Garten beklagen. 

Gut, es ist nicht mein Garten  und nicht unser Weiher. Es ist aber mein ehemaliger "Garten". Das Familienfeld, das nun mein Bruder bewirtschaftet. Darauf habe ich vor etwa 30 Jahren eine Ulme gepflanzt. Sie sind ja fast am Aussterben, wegen einer Krankheit. Ich wollte etwas zum Erhalt tun und setzte genau diese Baumart. 

Gestern nun raste ein Autofahrer daran. Das Pressefoto lässt mich nur Kopfschütteln. Dieses Foto haben wir selbst gemacht und das darf ich auch verwenden. Der Wagen stand frontal am Baum. Wohlgemerkt seine Fahrbahn  war auf der anderen Straßenseite. Er hat die Straße überquert, unsere Einfahrt mit Durchlass zerstört (daher die Steinbrocken), ist  ins Grundstück gerast und  dann frontal in den Baum gerammt. 

Vier Personen im Auto sehr schwer verletzt. Mein Baum auch!