Montag, 23. Oktober 2017

Kann Arbeit Urlaub sein?

So, der Urlaub ist also vorüber und doch war der vergangene Samstag ein wenig wie weiterer Urlaub. 

Wenn man bei so einem schönen Herbstwetter in aller Ruhe und mitten in dieser wundervollen Landschaft werkeln darf, dann ist es ein kleiner Urlaub! 

Arbeiten, wo andere Urlaub machen


Schließlich ist unweit hinter den, am Horizont erkennbaren, Bäumen ein das ganze Jahr ausgebuchter und seit Jahren stetig wachsender Campingplatz. Aus ganz Deutschland kommt man hier her, seinen Urlaub zu verbringen. 


Franken im Herbst
Franken im Herbst 

Was wir also an unserem Heimat-Urlaubs-Tag so machten, will ich gleich berichten.

Der Samstag an sich ging schon sehr schön los, als der Postbote das Paket einer Blog- und Gartenfreundin brachte. Was für eine grandiose Erweiterung meiner Dachwurzsammlung!

Und manche haben sogar Sortennamen. Also "devils touch" hat mir ja besonders gefallen, zumal es auch genau so aussieht!

Semperviren
Semperviren

Ich packte sie aber erst mal nur aus, freute mich und mußte dann sogleich wieder in der Küche verschwinden. Volker war schließlich schon längst draußen in der schönen Landschaft bei unseren Weihern, um alles vor zu bereiten.

Während dessen besteht meine Aufgabe darin, alles für das Picknick her zu richten. Diesmal gibt es zu Mittag einen herzhaften Erbseneintopf mit eigenen Kartoffeln und Möhren und Sellerie. Nur Rauchfleisch und Trockenerbsen sind gekauft.

Dann muß noch Kaffee gebrüht, die Ankunft der Helfermanschaft koordiniert und das Picknickgeschirr zusammen gesucht werden.

Schließlich werde ich gerade fertig, als mich Volker abholen kommt. 

Draußen stehen, wie jedes Mal, bereits die befüllten Behälter mit  Teichwasser am Damm. 

Fotosafari am Karpfenweiher


Karpfen fischen
Karpfen fischen 


Das Wasser wird mit einer Pumpe  aus dem Teich befördert, bevor er leer ist.

Karpfen fischen
Karpfen fischen 



Der "Stöpsel"  vom Teich ist gezogen und ab da heißt es warten. Dieser Arbeitsschritt ist immer der allererste, folgen ihm doch etliche Stunden, bis es ans Fischen gehen kann. Ist der Weiher größer, muß man hier schon am Vortag zur Tat schreiten.


Karpfenweiher ablassen
Karpfenweiher ablassen

Während der Stunden, gefüllt mit Warten, hat man viel Zeit. Zeit für andere Arbeiten oder auch Zeit, sich seinen Gedanken hin zu geben. Wenn ich wüsste, wie ich diese in leserliche Worte fassen könnte, würde ich sie euch auch gerne mitteilen. Aber mir gelingt das bislang noch nicht. 

Ich nutze die Zeit auch für eine Fotosafari rund um die Weiher. 

Immer wieder muß man natürlich auch nachsehen, ob das Wasser noch abläuft. Regelmäßig müssen weitere Brettchen aus dem Mönch entfernt werden, damit der Wasserspiegel kontinuierlich weiter sinkt. 


Mönch im Karpfenweiher
Mönch im Karpfenweiher


Während also der Weiher leer läuft, ist der kleine Bach zwischen den Weihern ein "reißender" Bach. Ansonsten führt er auch im Moment fast kein Wasser. Viel zu trocken ist es dazu. Nur im Winter oder im Sommer, wenn es länger regnet, fließt hier richtig Wasser. 

Bach bei Karpfenweihern
Bach bei Karpfenweihern

Bach bei Karpfenweihern
Bach bei Karpfenweihern



Romantisch sieht er aus, der alte Steg über gerade diesen Bach. So ein Steg wird ja aber nicht wegen der romantischen Eindrücke gebaut, sondern hat in erster Linie eine Funktion zu erfüllen. Die Funktion, des einfachen und sicheren Gelangens von einer zur anderen Bachseite, ist nicht mehr gegeben. Zu  morsch ist der Belag und die tragenden Balken.

Steg über Bach mit Herbstlaub - Herbst am Karpfenweiher
Steg über Bach mit Herbstlaub - Herbst am Karpfenweiher

Somit hat er im Moment tatsächlich nur die Funktion romantisch auszusehen. Uns natürlich ist bei seinem Anblick weniger romantisch zu mute. Es ist der dritte Steg der zu renovieren ist. Das bedeutet auch wieder Geld- und Zeitaufwand. Aber erst nächstes Jahr, dieses Jahr tut sich hier nichts mehr.


So sieht dann ein Steg aus, der tatsächlich wieder begehbar ist. Gestützt wird er jetzt von verzinkten T-Trägern und der Belag ist übriges, witterungsbeständiges Holz vom Terrassenbau des Onkels. Da hatten wir damals Glück, daß wir die Reste bekommen konnten  und nichts kaufen mußten.

neuer Steg
neuer Steg




Wenig romantisch wird uns auch bei diesem, doch ansonsten aber schönen Herbststimmungs-Foto. Denn wir wissen ja, daß diese Überreste einst stabiler Bretter, zur Wand unserer Fischerhütte gehören. Dass hier Renovierungsbedarf besteht, muß ich wohl nicht weiter betonen. 

Nun, somit stehen also die Garten-Projekte für das kommende Jahr auch wieder fest. Kann es eigentlich auch einmal ein Jahr ohne besondere Projekte geben? 

Herbstmotiv- modrige Bretter mit Laub und Gras
Herbstmotiv- modrige Bretter mit Laub und Gras



Wenn ich auf meiner Foto-Safari den Steg wieder überquere und zu den anderen Weihern hoch gehe, findet sich auf einem Stück Brachland dieser selbst ausgesäte Wildrosenstrauch. Seine Hagebutten und andere werde ich noch pflücken und verarbeiten. 

Wildrose mit Hagebutten in Landschaft
Wildrose mit Hagebutten in Landschaft


Also jedenfalls die, an die ich dran komme, ohne mich im Stachelgestrüpp zu verfangen. Und siehe da, im Herbst kommt so manches zum Vorschein. Hier hat im Sommer wohl ein Vögelchen gewohnt.

Hagebutten und ein Vogelnest
Hagebutten und ein Vogelnest


Ich gehe um den Strauch herum, um mir das Nest näher zu betrachten. Überrascht stelle ich fest, es ist noch immer  bewohnt!

Oder wie erklären sich die Reste zernagter Hagebutten im Nest? Also ich vermute ja, daß da nicht ein Vogel sein Abendmahl im Nest hält, sondern dass sich da nachts die pfiffigen Mäuse einen geschützten Platz gesucht haben um in aller Ruhe zu vespern. Oder meint ihr, daß die Hagebutten, Reste von Vogel-Mahlzeiten sind? Jedenfalls ist das ein Grund, warum ich niemals alle Beeren eines Wildstrauches oder alle Hagebutten einer Rose abernten würde. Schließlich brauchen andere Lebewesen diese heut zu Tage raren Früchte für den Winter dringender als ich. 

Hagebutten und ein Vogelnest
Hagebutten und ein Vogelnest



Jetzt war ich aber lange unterwegs. Gleich noch mal nach dem Weiher schauen. Ach ja, das dauert noch. Da kann man noch in aller Ruhe anderes erledigen. 

fränksicher Karpfenweiher wird leer gelassen- Karpfenfischen
fränksicher Karpfenweiher wird leer gelassen- Karpfenfischen


Wie wäre es mit einer Mittagspause? Der Eintopf im Warmhaltebehälter steht schließlich bereit. 

Köstlich so ein einfaches Mal draußen in der freien Natur. 

Picknick mit Erbseneintopf
Picknick mit Erbseneintopf


Frisch gestärkt wird jetzt aber erst einmal wirklich geschafft. Während der Weiher weiter langsam leer läuft, werden wir an einer Seite die ganzen Erlen absägen. Ich nenne es immer Unkrautbeseitigung am Weiher, denn als solches kann man diese Bäume schon fast einstufen. 

Volker sägt und ich schleppe die mannshohen Büsche fort. Zu diesem Zweck haben wir vor etlichen Jahren angefangen, am Rand des Grundstücks eine "Benjes-Hecke" aufzuschichten. Immer wieder fällt dieses Erlengestrüpp an. Das wird wallartig dort niedergelegt und vermodert langsam. Bis dahin bietet es kleinen Tieren Unterschlupf. Auch Insekten und Mikroorganismen oder Pilze fühlen sich da wohl. Eigentlich ist ja die Idee, daß auf den nach oben stehenden Zweigen auch mal ein Vogel Rast macht. Dabei wird er in Vogelmanier auch Kot abgeben. Darin sind Samen von Holunder oder Rosen oder oder oder. Im Schutz des Gestrüppes keimen die dann. Sie werden nicht von Hasen oder Rehen abgefressen und so gedeiht früher oder später dann anstelle des Gestrüpphaufens eine Hecke. 

Bei uns wohl eher später. Bis jetzt ist da noch nichts gekeimt. Dafür wuchern in der Brachfläche vor dem Reisigwall Weißdorn, natürlich Erlen, der eben genannte Rosenstrauch als einer von vielen und noch einiges andere mehr. Nur in der eigentlichen Hecke ist noch nichts gewachsen. 

Naja was soll's. Wenigstens haben wir damit eine Möglichkeit, die vielen  und unentwegt anfallenden Gestrüppe deponieren und gleichzeitig entsorgen zu können. Sonst läge bis zum nächsten Osterfeuer wieder nur ein Haufen irgendwo. Dort im Wall sieht man im folgenden Jahr immer nichts mehr davon. Es sackt zusammen und die Brennesseln und Gräser wachsen darüber.

Benjeshecke
Benjeshecke


Wie ich im März diesen Jahres bereits ausführlicher beschrieb, versorgen wir uns ja nicht nur mit Gemüse selbst, sondern auch mit Brennholz für den Kaminofen im Wohnzimmer. 

Heute haben wir auch wieder von den Erlenbüschen, welche bereits dickere Stämme hatten, die brauchbaren Abschnitte entastet und mit Heim genommen. Dort lagern sie mindestens ein Jahr und geben dann wieder im Winter eine schöne Wärme ab. Wenn ich so ein Scheit in den Ofen lege, denke ich dann oft an die Arbeiten und Tage und Erlebnisse, die einst damit verbunden waren. Ein schönes Gefühl, schon jetzt beim Sammeln des Brennholzes. 

Die Erlen sind geschnitten und in der Hecke entsorgt, der Weiher läuft noch ab und die Helfer sind nicht in Sicht. Hier stehe ich beim heutigen Weiher und blicke hinüber zum anderen Weiher, erreichbar über die oben beschriebenen Stege. 

Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Franken, Karpfenweiher, Landschaft


Ich gehe noch einmal rüber. Mir gefällt dieser Abschnitt so sehr. Der Damm des Weihers und die bis fast zum Wasser reichenden Äster der alten Erlen. Im Sommer, mit grünem Blätterdach schon oft fotografiert, muß heute ein Herbstbild her. 

Franken, Karpfenweiher, Herbst
Franken, Karpfenweiher, Herbst

Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Franken, Karpfenweiher, Landschaft



Und hier der Weiher von der anderen Seite mit Blick zu Fischerhütte. Von hier aus fotografiere ich ihn ja seit längerem durch alle Jahreszeiten. Wer sich diese Eindrücke einmal ansehen möchte, kann  hier rechts im Block bei "Themen im Block" auf "Karpfenweiher" klicken. Schon filtert der Blog alle Beiträge aus, in denen die Karpfenweiher ein Thema sind. Da ist dann auch meist ein Foto von diesem Standpunkt aus enthalten. 

Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Franken, Karpfenweiher, Landschaft

Familienerlebnis Karpfenfischen


Und jetzt wird es ernst. Die Helfer sind da. Diverse Neffen, Schwägerin, Onkel und anderer Schwager. 

Familienerlebnis Karpfenfischen - das Event für die ganze Familie
Familienerlebnis Karpfenfischen - das Event für die ganze Familie

Der Schwager ist immer zuständig, dass der letzte Rest Wasser trotz Schlamm ablaufen kann. Gleich wir er noch eine andere bedeutende Aufgabe bekommen.....


Volker, der auch eine Wathose besitzt, holt dann später mit Karpfen aus dem Schlamm. 
Die kurzen Neffen retten mit den ihrer Größe entsprechenden Käschern die Brut, also die ebenfalls ihrer Größe entsprechenden jungen Karpfen. Meine Aufgabe, und heute auch die des Onkels, ist es, oben am Mönch die reich gefüllten Käscher entgegen zu nehmen und die Fische in die mit Wasser gefüllten Wannen zu leeren. Der lange Neffe notiert in Strichlisten die Fische. 


Ob ich das wohl  jemals noch lernen werde? Ok, die Graskarpfen oder Amuren, sind immer die ersten, die heraus geholt werden. 70 cm mißt dieser hier. Schnell ein Foto. Und jedes Mal ist es das einzige Foto von den Karpfen, das ich mache. Es wird dann immer recht betriebsam. Man muß  Hand in Hand arbeiten und kann nicht lange Fotosessions machen. Immerhin sind es lebende Tiere, die hier umgeschlichtet werden. Irgendwann aber hoffe ich, einmal daran zu denken, daß auch die Ess-Karpfen (Spiegelkarpfen) oder die alten Zuchtkarpfen (Schlagmuttern) fotografiert werden könnten. 

Graskarpfen
Graskarpfen


Ah ja, da kommen wir schon zur heutigen Sonderaufgabe für den Schwager. Das passiert also mit Kindern, die nicht hören wollen......

"Geh nicht zu weit in die Mitte" hat man immer wieder gesagt. Und schon ist es so weit. Auf der Suche nach den Muscheln ging er doch in die Mitte des Weihers. Klar dass er dort jetzt dann für immer stehen muß.....

hier ist guter Rat teuer
hier ist guter Rat teuer


....wenn nicht der Schwager schon die Wathose an hätte und ihn so aus seiner misslichen Lage befreien konnte. Nur so viel: beide Gummistiefel konnten geborgen werden. Und warum der Kurze hier ab dem nächsten Foto eine andere Hose trägt, bleibt der Phantasie der Leser überlassen.....


Hilfe in der Not
Hilfe in der Not

Wie heißt es? Nur die Harten kommen in den Garten! Nach dem Klamottenwechsel wird sofort weiter gearbeitet. Schließlich müssen ja all die kleinen Karpfen, die Brut diesen Sommers, gefunden und gefangen werden. 

Arbeiten im Schlamm - legal und erlaubt, fantastisch!
Arbeiten im Schlamm - legal und erlaubt, fantastisch!



Wenn dann der Weiher wirklich leer ist, kein Wasser mehr in ihm schwappt, kein Fisch mehr zuckt und keine Muschel mehr durch den Schlamm kriecht, geht die Arbeit an Land weiter. Nein, den Kaffee und den Kuchen gibt es erst nach diesen Tätigkeiten.

Die Fische müssen sortiert und gezählt werden. Dann kommen sie in den nächsten Weiher oder in die Hälterung, aus der sie in der Karpfensaison (Monate mit "R") entnommen werden können. Das erste Karpfenessen ist schon mit den Helfern vereinbart. Die Kartoffeln dazu liegen geerntet im Keller. Nur der Endiviensalat als klassische Beilage braucht noch etwas.

Selbstversorgung mit positiven Nebenwirkungen


Schön, daß wir auch dieses Jahr wieder eigene Brut hatten. So müssen wir keine Karpfen zukaufen. Unsere Karpfen sind slowfood-Bio-Karpfen. Oder jedenfalls könnte man sie wohl unter diesen Begriffen vermarkten, würde man das tun. Wir haben aber nur für unseren Bedarf Fische im Wasser und müssen daher nicht mit Kraftfutter mästen. Sie fressen, was im Teich ist und etwas Getreide, den Sommer über. 

Somit haben wir neben der Gemüse- und Obstselbstversorgung, der Brennholzselbstversorgung auch eine Fischselbstversorgung. 

Karpfen sortieren und zählen
Karpfen sortieren und zählen


Ja klar macht das Arbeit! Man bekommt eben nichts geschenkt. Umsonst ist der Tot und der kostet das Leben, hat der Opa immer gesagt. 

Aber jetzt schließt sich der Kreis mit dem  Urlaub. Wir machen diese Arbeit (fast immer) gerne. Es ist wirklich wie Urlaub, unser Land zu bewirtschaften. Ein unbezahlbarer Ausgleich und erdender Faktor. Für solche Erfahrungen und Erkenntnisse zahlen andere viel Geld für Motivations-Gurus und Lebenshelfer. Wir bekommen diese Erkenntnisse und Empfindungen als Nebeneffekt zu erstklassigen Produkten für unser Leben "umsonst" dazu geschenkt. 








Kommentare:

  1. Lieber Achim, da hattet Ihr richtig viel zu tun. Ich glaube, mir wäre das schon fast zu viel. Letztens habe ich bei Sara gelesen, dass Du auch schon das eine oder andere negative Erlebnis auf Facebook machen musstest. Jetzt ist mir auch passiert. Kannst Du in meinem aktuellen Artikel lesen.

    LG Kathrin

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    1. Liebe Kathrin, genau, aber ganz genau wegen dieser arroganten, eingebildeten, überheblichen und unverschämten Administratoren habe ich schon so viele Gruppen wieder verlassen (müssen). Es ist dort nicht erwünscht mit zu schreiben,wenn man nicht in deren Dunstkreis gehört. Ich fragte mich immer, wie überheblich kann man sein, wenn man eine Gruppe hat, die ja nur existieren kann, wenn andere Beiträge darin veröffentlichen, und man diese Menschen, ohne die die Gruppe ja nicht existieren könnte, dann so angeht und bevormundet.... Wie gut, daß wir unsere Blogs haben, da kann man schreiben, was man will und niemand kann es einem verbieten. Daher ist bei mir Schluß mit den sozialen Netzwerken. Google ausgenommen, weil ja der blog quasi damit verbunden ist. Aber mehr als dessen Beiträge veröffentlichen mache ich da auch nicht. Facebook kam mir am Schluß nur noch unfreundlich und hasserfüllt vor, weltfremde Blender und Gutmenschen haben da ihr zuhause gefunden....

      Genieße die Freiheiten deines blogs und lass diese sozialen Netzwerke (Netzwerke? darunte stellte ich mir auch immer was anderes vor....)

      Ganz liebe Grüße, der unsoziale Achim

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  2. Hallo Achim,
    da bin ich doch gleich mal herübergehüpft. Das war ja ein tolles Projekt und eine super Schlammschlacht! Das gefangene Kind im Schlamm, herrlich!! Wer nicht hören will...Ihr lebt so wunderbar mit und in der Natur und dann noch in einer schönen Gegend. Klar, alles das macht Arbeit. Aber es macht auch GLÜCKLICH :-) Benjeshecke wäre mir hier auch lieber aber dafür sind 18 Meter schmale Grundstücke leider nicht geeignet. So bleibt es beim schmalen Zaun.
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Grüß dich Karen, vielleicht wachsen aus deinem so schön aufgeschlichteten Totholzhaufen eher Heckenpflanzen, als aus meiner Benjesjecke.....Wart's ab.... Aber klar ist bei 18m eine Naturhecke schon eher etwas überdimensioniert. Ich hätte gerne eine bei den Weihern, weil diese herrlichen Hecken, Paradiese für so viele Tiere und Pflanzen, ja fast verschwunden sind aus der Landschaft bei uns. Vielleicht wird's noch was.
      Ja Karpfenfischen ist immer ne Schlammschlacht. Aber gottseidank sind die Neffen da nicht zimerperlich. Die hatten sich schon so arg auf den Tag gefreut und waren voll dabei. An dem Tag hat die Natur uns alle glücklich gemacht.

      Liebe Grüße Achim

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  3. Lieber Achim,
    danke für den interessanten Bericht über den Karpfenteich. Ich konnte so viel lernen, sah ich doch die Karpfen bis anhin nur ab und zu im See schwimmen.
    Gell, es ist schön, wenn man wohnen kann, wo andere ihre Ferien verbringen. Ich versuche immer, dies bewusst zu geniessen. Wie gut es uns doch geht!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Eda

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    1. Grüß' dich Eda,
      ja man muß sich dieses Glück immer wieder ins Bewusßt sein rufen, aktiv wahrnehmen und dankbar sein. Dann ist es einfach nur schön....Das freut mich, wenn du etwas über Karpfen lernen konntest. Hier in Franken, gerade Mittelfranken, ist der Karpfen ja schon beinahe das Nationalgericht. Gibt es in der Schweiz auch Karpfen? Werden die da gegessen?
      Liebe Grüße aus Mitelfranken, der Achim

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    2. Lieber Achim,
      ja, auch hier leben Karpfen. Am bewachsenen Ufer des Vierwaldstättersees habe ich schon Karpfen gesehen. Auch im Tierpark hat es Teiche, wo Karpfen gehalten werden.
      Beim Fischer hier werden vor allem Felchen, Saiblinge, Forellen und Albeli angeboten.
      Im Nachbarkanton gibt es eine Zucht von Karpfen. Sie haben eine alte Fischzucht-Tradition der Mönche im Mittelalter wieder aufleben lassen und beleben die Karpfenzucht neu.
      Ich wünsche dir einen schönen Sonntag und
      liebe Grüsse aus der Schweiz
      Eda

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  4. Lieber Achim,
    ich habe jetzt alles bis ins Detail gelesen, denn du weißt ja, dass ich nun auch in der Karpfenweihergegend zu Hause bin, aber Null Ahnung davon habe. Meine Familie isst die gebackenen Karpfen auch sehr gerne, nur ich nicht so. Hier sind nun gerade so viele Weiher abgelassen, dass ich mich frage, wo die denn alle hin sind, also die Karpfen. Es gibt kaum noch Weiher, mit Wasser drin und die Enten müssen sich den wenigen Platz teilen. Der übriggebliebene Schlamm stinkt an einigen Stellen fürchterlich. Einige Weiher haben wirklich Probleme, mit zu viel Schlamm, wie der Weiher vom BUND, der gesömmert wurde, was wohl meint, der Schlamm muss von selber verschwinden. Ich kann mir das Vergnügen der Neffen also so gar nicht vorstellen, aber Jungs sind da hart im nehmen....:-)
    Die Benjeshecke finde ich super für die Natur, auch wenn sie so schnell verschwunden ist.
    Also, war sehr spannend dein Bericht und genieße deine Slow Food Karpfen,
    LG Sigrun

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    1. Liebe Sigrun,
      das ist klar, daß die Weiher jetzt oft leer sind, weil ja alle ihre Fische für den Winter da raus holen. Egeal ob kommerzielle Teichwirte oder die in Franken so reichhaltig vorhandenen Privatmenschen mit Karpfenteich. Man kann Karpfen auch angeln, aber da sitzt man ewig und weiß nie was man dran hat, weil ja nicht alle Größen auf den Teller kommen. zudem kommt, daß jetzt die Karpfen nichts mehr fressen. Sprich, warum sollten sie dann nach was schnappen, das an einem Haken hängt? Also muß man den Teich leer laufen lassen. Dann werden die Fische umsortiert von Brut (aus dem Sommer) über K1 (einjährige Karpfen) bis K irgendwas (alte sehr sehr große Karpfen, Schlagmuttern). Die zum Essen sind bei uns etwa K4 also vier Jahre alte Karpfen. Das ist schon was anderes, als wenn man ein Hühnchen zum Schachten in ein paar Wochen groß zieht. Welches andere Nutztier braucht schon so viele Jahre, bis es auf den Teller kommen kann. Jedenfalls kommen die meisten Fische bei uns wieder ins Wasser. Wir haben ja von Brut bis Uromas alles. Es gib auch Teichwirte, die kaufen Karpfen, die vielleicht nur noch ein oder höchstens 2 Jahre brauchen und setzen die in den Weiher. Wenn da dann im Herbst alle zum Essen entnommen sind, kann der Weiher auch leer stehen bleiben. unserer ist erst mal auch leer, weil am Auslauf noch was gerichtet werden muß. Die Karpfen sind dann über Winter in den anderen Weihern. Wir haben ja 4 Stück. Der Schlamm ist auch normal, weil immer wieder Material über den Zulauf reingespült wird, die Karpfen koten ins Wasser und und und. Würde man nichts machen wären die Weiher in etlichen Jahrzehnten zugefüllt mit Schlamm. Man muß immer wieder mal ausbaggern lassen.Das ist bei einem unserer Weiher auch der Fall. Weil das aber viel Geld kostet schieben wir es immer wieder auf. Die Karpfen, die im Winter gegessen werden, kommen übrigens in irgendwie gesaltete Becken, aus denen man sie wie bei uns mit eine Käscher einfach entnehmen kann. Sonst könnte man ja in der Saison nur Karpfen essen, wenn man einen Weiher leer lässt, was aber nicht sinnig ist und im zugefrorenen Zustand gar unmöglich. Der Schlamm richt immer fischig muffig. Daher müssen die Karpfen, bevor sie gegessen werden ja gewässert werden. Sie sind dann für mindestens ein paar Tage in frischem klaren Wasser. Macht man das nicht, schmmeckt der Fisch am Teller, wie der Schlamm im Weiher. DieKarpfen wühlen ja im Schlamm um ihre Nahrung aufzunehmen und daher haben sie den auch in sich, in den Kiemen und natürlich damit auch den Geschmack des Schlamms. Der Weiher vom BUND steht nicht leer, dass sich der Schlamm abbaut,sondern eher umbaut, ist ja wie im Gartenboden voller Organismen und die Bauen organische Substanz ab, meist anaerob. Wenn zu viele Faulgase dabei aufsteigen ist es für die Fische gefährlich. Vielleicht sollen andere Abbauprozeße im Sommer stattfinden. Manchmal wird auch leer gelassen und gekalkt mit Brandkalk, wenn Krankheitskeime drin sind, wobei auch viel nützliche Tiere sterben oder mit Gärtnerkalk, wegen sehr komplizierter von mir nur mal angelesene und wieder vergessener chemischer Zusammenhänge. Wir können unsere seit ein paar Jahren nicht mehr leer stehen lassen, weil sie keinen Zulauf haben, nur vom Grundwasser gespest sind. Bis auf einen. In den wahnsinnig dürren Jahren seit einiger zeit, werden sie dann nicht mehr voll, wenn wir nicht gleich wieder den Stöpsel rein machen und sie den ganzen doch feuchteren Winter als Sommer Zeit haben.

      Ja die Jungs sind in Sachen Dreck und Stinkschlamm echt unkompliziert ;-)

      Am Feiertag jetzt gibt es die ersten gebackenen Karpfen. Auch Räuchern tun wir sie, was mir persönlich noch lieber ist. Die Saison hat ja jetzt erste begonnen, da gibt es noch ein paar Mal Karpfen.

      Liebe Grüße Achim

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    2. Danke, Achim, nochmals für diesen ausführlichen Bericht. So kann ich mein neues Umfeld auch viel besser verstehen. In den Gaststätten bekommt man sicher nur die einjährigen Karpfen, denn sie sind ja doch recht klein auf dem Teller. Interessant alles. Im Sommer schwammen hier hin- und wieder tote Karpfen obenauf. Ob sie den Virus hatten, oder ob der Teich zu heiß geworden war, weiß ich nicht...das war ganz schlimm. Geräuchert würde ich ihn vielleicht auch mal essen...muss ich mal ausprobieren. Mich nerven einfach nur die Gräten. Meine Eltern haben früher Sylvesterkarpfen Blau gemacht. Das war ein riesiges Teil...mir wurde schon vom Geruch im Haus übel. Der gebackene sieht da schon viel leckerer aus...ja, und das Wässern machen sicher alle Gastwirte hier.
      LG Sigrun

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    3. @Sigrun
      Ich kann mir das gut vorstellen, auch meine Jungs sind hart im Nehmen. Allerdings haben sie es mit Fischen nicht so, da Vegetarier ... aber ansonsten darf man als Pfadfinder "keinen Schmerz" kennen (mit Augenzwinkern, denn so habe ich sie natürlich nicht erzogen, aber sie sind eben robust und machen als Pfadis auch so manche Aktionen, die mir eher suspekt wären als "Mädel" *lach* Spaßfaktor garantiert.

      @Achim
      und anschließend gabs bestimmt eine Belohnung oder eine zünftige Mahlzeit :-)

      Liebe Grüße Ihr Zwei
      Sara

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    4. Apropos schlammig - ich fand Karpfen auch eher eklig! Das mit dem Wässern wusste ich damals nicht, tut für mich aber auch nichts zur Sache, denn was einmal schlammig ist und war, wird für mich hinterher auch nicht leckerer ;-)

      Ist das denn bei allen Fischen aus solchen Gewässern so? Du siehst, Achim, ich habe keine Ahnung von Fischen ...

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    5. Nein, Sigrun, da muß ich dich enttäuschen, K1 also einjährige Karpfen haben gerade mal Goldfischgröße, ich denke nicht dass die bei euch serviert werden griiiins. Drei Jahre werden sie mindestens alle sein, die auf den Teller kommen.

      Da ist dann was nicht in Ordnung, wenn sie tot oben schwimmen. Entweder zu wenig Sauerstoff, weil Wasser zu warm und zu viele Drin, oder Weiher umgekippt oder Giftstoffe oder Krankheiten. Gottseidank passiert und das nicht. Haben schon ewig keinen Toten mehr oben schwimmen gehabt. Geräuchert ist das Fleisch trockener, allerdings sind die lästigen Gräten, dir mir auch lange den Karpfen auf dem Teller verwehrten, immer noch drin. Jetzt wo wir die eigenen Karpfen haben mußte ich mich ans Karpfenessen trotz gräten gewöhnen. Und mittlerweile mag ich sie auch. In der Wirtschaft würde ich mir keinen kaufen, aber zu Hause kommt zum eher seltenen Essen noch der soziale Hintergrund. Man macht sich ja nicht Karpfen, wenn man nur zu zweit ist. Dieser Aufwand. Nein, wir haben dann immer Gesellschaft, sei es Familie, Verwandschaft, Freunde oder Kollegen. Das rundet dann alles ab und die Gräten geraten in den Hintergrund.

      Ja wässern sollte jeder gute Gastwirt, oder er kauft sie gewässert. Ungewässert schmecken sie unerträglich nach Morast. Da tut sich der Wirt dann nichts Gutes, so was auf den Tisch zu bringen.

      Liebe Grüße Achim

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    6. Sara, die Belohnung war ja, daß sie dabei sein durften ;-)))) Kaffee und Kuchen gab es, da muß man schnell sein, sonst haben sie alles aufgefuttert, bis man selbst zulangt. Mittag gab es noch zur Hause bei der Mutter,also kamen sie gottseidank gesättigt an. Mannn was die essen können......

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    7. Sara, also gewässerte Karpfen schmecken echt überhaupt nicht nach Morast. Nein es nicht bei allen Fischen so, nur bei solchen die zur Nahrungssuche in eben diesem Schlamm wühlen. Karpfen tun das. Daher haben Karpfenweiher immer nur so ne scheinbar dreckige Brühe als Wasser. Weil eben immer der Grund aufgewirbelt ist. Wenn ein Karpfenweiher klares Wasser hat ist was im Busch und zwar was richtig richtig ernsthaftes. Wir hatten das einmal da waren alle Karpfen weg. Entweder geklaut oder ein Kormoranschwarm. Nur die allergrößten schwammen noch im Wasser. Durch den aufgewirbelten Schlamm und das trübe Wasser können allerdings auch keine Algen wachsen. Im Frühjahr haben wir in einem leeren Weiher immer wieder mal eklige Algen überall schwimmen. Tun wir Karpfen rein, sind die rasch weg und bleiben weg.

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    8. @Achim, langsam werde ich zum Karpfenexperten...dank dieses Posts....grins.
      In Franken werden viele zum Karpfenesser, die vorher eine schlechte Meinung hatten. Wir haben in der Nähe Richtung Forchheim ein Restaurant, dass im Gscheid gut-Schlemmerreiseführer Franken drin ist. Dort gibt es auch nur Slow Food Karpfen aus dem Bioweiher. Mein Mann meinte, das war der beste Karpfen, den er je gegessen hat. Nein, schlammig schmeckt hier nichts @Sarah...wird alles super gewässert. Interessant, dass so ein Karpfen schon 3 Jahre ist, bevor er auf den Teller kommt. Dafür ist er echt preiswert. Für dich heißt es ....du brauchst gar kein Restaurant erst aufzusuchen. Super. Ach so, das mit den Jungs war ein Missverständnis. Man sollte immer viel zum essen da haben...auch wenn sie gerade kurz vorher gegessen haben. Ich hab auch gerade so eine 13jährige Raupe hier zu Hause...:-)
      LG Sigrun

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    9. Sigrun, ja die sind mindestens 3 Jahre, slowfood Biokarpfen eher 4-5 Jahre! Ja diese Jungs, die essen eigentlich immer, es gibt gar kein nach oder vor dem Essen es gibt nur Essen! Und Karpfen haben sie noch nie gegessen. Jetzt haben sie zum zweiten Mal geholfen und wollen nun mal Karpfen probieren.

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    10. @ Achim & Sigrun
      Ja, das mag sein, aber allein der Gedanke ist mir schon unsympathisch, Morastfresser essen zu müssen. ;-) Damit kann man mich wirklich nicht locken!
      Ist aber ja eine gute Option, für den, der Karpfen essen will - denn sonst wäre er ja völlig ungenießbar, wie wir das vor Äonen mal erlebten. ;-)

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  5. Und schon geht das Reingeklotze wieder los bei Dir, lieber Achim! ;-)
    Ich muß immer wieder staunen, was Du/Ihr so auf die Beine stellt!

    Wir hatten übrigens auch mal einen eigenen Bach - auf dem Resthofgrundstück. Lang ist's her ... uns wuchs die Arbeit damals über den Kopf mit 2 kleinen Kindern und wöchentlichen Fahrten nach Braunschweig, das ca. eine halbe Stunde entfernt lag. Für mich zu der Zeit noch ohne Auto, nur per Bus und Bahn ...

    Hihi, ich finde den Steg trotzdem romantisch! Erinnert mich an Silke's Steg (Wildwuchs unter Aufsicht) ... mußt Du mal schauen ...

    http://wildwuchs-unter-aufsicht.blogspot.de/search?q=steg

    Ist der Steg jetzt wieder neu? Das kommt etwas missverständlich rüber, da Du schreibst, er hätte im Moment nur die Funktion romnantisch auszusehen? Und darunter das neue Bild?

    Auch die Fischerhütte schaut romantich aus. :-) So richtig schön schrabbelig, wie die Shabby-Damen sagen würden ...

    Im Garten ist eben immer was zu tun, Achim! Und schon gar auf einem größeren Grundstück! Aber wollen wir es anders??

    Hach, die zernagten Hagebutten sind wohl eher von Mäusen angefressen, wie Du schon vermutest. Die Brandmaus von neulich in meinem Garten macht so etwas, sie klettert auch an Rosen hoch. Ich lasse auch die meisten Hagebutten an den wilden Rosen. Nur die anderen Rosen beschneide ich der Blüten wegen.

    Oh, eine Benjes-Hecke - kenne ich auch schon sehr lange.
    und sehr hübsch, der Blick Richtung Weiher mit dem weiten Himmel! Franken muß sehr schön sein, ich habe es schon oft bei Bloggern bewundern können, war selber aber leider noch nicht dort.
    Dagegen haben wir eintöniges Land und Monokulturen ...

    Toll, daß ihr so viel Hilfe habt!
    Ups, der arme Bengel! Das kann aber auch gemein sein, ist mir im Watt schon mal passiert! ;-)

    Und das hast Du gut gesagt - man bekommt nichts geschenkt - das ginge nur mit Ausbeutung, wie es heute ja leider geschieht - indem "wir" von dem Billigzeug leben, was andere für uns für sehr wenig Geld herstellen ... dabei fühlen "wir" uns auch noch groß, dass diese Menschen wenigstens in Lohn und Brot sind, weil wir so viel konsumieren ...

    Sehr schön geschrieben - so als wäre man dabei gewesen ... und ich weiß, was das heißt .... auch wenn ich keine Karpfen esse :-)

    Liebe Grüße
    Sara

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    1. oh ja Sara, du sagst es. Das war tatsächlich auch der Grund, warum ich das erste Mal in einem Urlaub nicht nach ein paar Tagen dachte, daß es auch schön ist wieder Heim zu fahren. Ich genoß den Urlaub und unsere Kabine und alles so sehr, dachte, was los ist, wenn ich wieder daheim bin, was gemacht werden muß. Klar dass ich lieber noch weiter am Atlantik rumgeschwommen wäre....

      Leider gehört uns ja der Bach nicht, der ist ja öffentlich irgendwie . also eigentlich kein Privatbesitzt. Läuft halt durchs Grundstück. Der eine Steg mit dem Laub ist als und morsch und zum Begehen nur mit Kribbeln im Bauch möglich. Der andere Steg ist neu. Also jetzt auch schon wieder ein paar Jahre. Dann ist da noch der Breite, der im letzten Jahr neu gemacht wurde. Über den kann man sogar mit dem Aufsitzmäher fahren, weil der ja auch über den Bach rüber muß.

      Ja da hast du recht, da sind schon sehr zweifelhafte Gutmensch Gefühle, wenn wir uns einbilden diese Menschen zu ernähren. Die bekommen ja am wenigsten ab von dem Geld.Schau allein unsere hiesigen Bauern und Milchbauern an.

      Liebe Grüße Achim

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    2. Ah ok mehrere Stege also ...
      Aber so ist das, wenn man Grundstück hat und wenn auch gepachtet oder gemietet, hat man Arbeit.
      In der Welt läuft es leider ungerecht, das war schon immer so.

      Liebe Grüße nochmal
      Sara

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  6. Ach so - vergessen ... was ist, wenn von der Brut nicht alles gefunden wird? Oder kann man die nicht übersehen?? Ich habe keine Ahnung ...
    So eine Aktion wird bei uns nur im Naturschutzgebiet Riddagshausen gemacht - dabei habe ich noch nie zugesehen ...

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    1. ja das ist bestimmt der Fall, daß nicht alle gefunden werden. Schlamm, Steine am Ufer oder sie schlupfen durch den Auslass raus. Das ist leider nicht zu ändern. Wir geben uns ja aber allergrößte Mühe alle zu erwischen. Gerade mit den beiden Kurzen dabei gelingt es auch sehr gut, weil die da sehr gewissenhaft sind und in dem Moment nichts anderes zu tun haben. Dieses Jahr ging es ja aber da hatten wir nur etwa 400 Stück, vor drei Jahren da war es hammermäßig, da haben wir glaube ich über 3000 Stück sieh mal hier

      https://achimsgarten.blogspot.de/2015/11/du-die-wanne-ist-voll-juhuhu.html

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    2. Hallo Achim, muss mich mal einhängen....sag bloß, die beiden Kurzen haben nichts anderes zu tun? Meiner hatte zwei Schulaufgaben diese Woche...was mache ich falsch? Ist wohl die falsche Schule, oder? Ich freue mich so, wenn nächste Woche Ferien sind. Die entwischten Karpfen leben dann doch woanders...wie im Dechsendorfer Weiher hier? Das ist eigentlich ein Badeteich, auch Ferienregion. Im Sommer tummeln sich die holländischen Wohnwagen. Sie machen auf der Durchreise gerne Stopp am Weiher, der so idyllisch ist, aber der Teich kippt immer um im Sommer. Braunalgenprobleme. LG Sigrun, die lieber woanders baden geht ;-)

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    3. Die verenden dann aber sicherlich? Bis wieder Wasser zugelassen wird?
      Oha 3.000 - wann wollt ihr die denn alle essen?? Sicher hast Du welche verkauft?

      Liebe Grüße
      Sara

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    4. Keine Bange Sigrun, habe mich da wohl mißverständlich ausgedrückt. Ich meinte sie haben gerade nichts anderes zu tun, während die Großen die Karpfen abfischen. Und in der Zeit stehen die Kurzen auch am Abfluß und sammeln die Brut ein. Ansonsten haben sie natürlich auch grad Schule mit allem drum und dran. Unsere Sommerferien gingen ja erst Mitte September zu Ende.

      Nein die entwischten Karpfen werden nicht lange leben. Der Bach ist ja fast trocken, wenn keiner den Weiher ablässt, da ist zu wenig Wasser zum Schwimmen. Die werden auch von Vögeln und anderen Tieren geholt. Es lässt sich beim besten willen nicht vermeiden, daß es Verluste gibt. Musste mich auch dran gewöhnen. Aber wer fragt zum Beispiel beim herbstlichen Umgraben, wie viele Lebewesen er wohl verschüttet oder wie viele Würmer mit dem Spaten in mehrere Teile zerhackt werden. Wenn man in der Natur arbeitet muß man achtsam sein, aber es wird sich nicht vermeiden lassen, dass Lebewesen dabei sterben.

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    5. Sara, die verenden oder werden von Vögeln geholt oder beides. Nein wir verkaufen keine Karpfen. Naja 3000 klingt viel, war viel Arbeit sie zu zählen. Aber ich will gar nicht wissen, wie viele nach einem Winter schon nicht mehr am Leben waren, dann der Sommer. Es gibt Vögel und Krankheiten. Wieder ein Winter mit Eis. Und nun wieder einer. Im nächsten Frühjahr wird der Weiher, wo alle Brut der letzten Jahre drin ist gefischt. Da werden wir sehen, was noch übrig ist. Man schreibt immer auf, wie viel in welchen Teich rein kommt. Aber wenn man fischt kann das wieder ganz anders aussehen. Oft sind dann auch mehr Fische drin. Das sind dann aber zum Beispiel Karauschen, die man zu nichts gebrauchen kann oder einmal waren 15 Waller drin, die können wir ja noch mehr nicht brauchen, das sind Raubfische! Gottseidank hatten wir noch nie Aale. Also vor denen graust mir ja richtig und die kommen über Land in die Teiche. Toi toi toi , dass sie weiter weg bleiben.

      Liebe Grüße Achim

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    6. Ich dachte auch, die 3.000 habt Ihr alle essen "müssen" *lach* weil die ja doch alle herausgeholt wurden, oder?

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    7. Hi Achim,
      schau mal in meine Blogroll - Dein Garten zum Essen hat vor 3 Stunden gepostet, steht da ... also hat er doch ein RSS-Feed, sonst könnte das nicht angezeigt werden! ;-)

      Liebe Grüße nochmal
      Sara

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    8. Wow tatsächlich, Sara, das ist ja toll, wenn das funktioniert mit meinem Achimsgartenzumessen.de danke auch für's verlinken. Es wird auch tatsächlich auf das aktuell neueste Rezept verlinkt. Was passiert, wenn ich , wie im Sommer häufig gleich etliche Rezepte veröffentliche? Sicher auch nur das aktuellste. Gut, daß du den "Newsletter" aboniert hast (habe Adrese schon aufgenommen), dann entgeht dir nämlich gar kein Rezept mehr. Müsstest du nur noch Zeit haben, das alles zu lesen..... Aber macht nichts ich habe ja auch kaum Zeit zu veröffentlichen griiins.

      Liebe Grüße vom Achim

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    9. ja Sara, alle rausgeholt, gezählt und wieder in den anderen Weiher eingesetzt

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