Samstag, 12. August 2017

Die Schönheit des Gartens bei regnerischen Wetter

Bloggen über den Garten in herbstlicher Stimmung


Es ist Samstag Abend. Ich sitze hier an meinem geliebten Blogger-Arbeitsplatz im ersten Stock am Fenster zum Garten. Es ist schon stockduster draußen. Es wird schon bald  Nacht. Am Fensterbrett zwischen den Orchideen brennt das kleine Lämpchen und wirft einen warmen Lichtschein auf meinen Laptop.

In wenigen Monaten werde ich wieder fast nur bei dieser ruhigen Stimmung hier sitzen und schreiben. Dann wird Winter sein. Allerdings – und da bin ich wirklich froh, daß es noch nicht so weit ist -  herrschen dann draußen noch mal andere Wetterbedingungen als im Moment. Und es wird nichts mehr grünen und blühen.

Zu der ganz vorsichtig in mir aufsteigenden Winterstimmung passen dann auch ein wenig die Fotos, die ich soeben für meinen Beitrag ausgesucht habe. Wie überschreibe ich den Text heute? Mir fällt immer als Stichwort „Auguststimmung im Landgarten“ ein. Dann allerdings wären sicher ein paar Leser enttäuscht, wenn sie die Bilder sehen. August stellt man sich eben anders vor. Die  Fotos passen dann  unter eine Überschrift mit dem Thema Stimmungsbilder im Oktober.

Nachdem es zwei Tage komplett durch-genieselt hat, die Temperaturen nur knapp in den zweistelligen Bereich klettern und Nachts immer darunter  bleiben, sieht der Garten ganz anders aus, als noch vor wenigen Tagen. Weil auch den ganzen Tag nicht ein Sonnenstrahl den Boden erreicht, gibt das eine ganz besondere, sehr ruhige Stimmung.

Ich habe versucht diese  besondere August-Stimmung in Fotos einzufangen. So wie ich den Garten heute gesehen habe. Und ich habe ihn, so wie er war, wirklich genossen. Schön war es. Die Arbeiten, die Ruhe, die Farben und die erdigen Gerüche oder die Frische Luft.


Also wenn das keine Herbststimmung ist. 

Herbststimmung (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung (c) by Joachim Wenk

Impressionen vom Landgarten nach dem Regen


Mein Mäuerchenbeet im Vorgarten. Ich freue mich über alles was blüht. Klar gibt es Lücken, da ja nicht alle Stauden überlebt haben im Winter. Ich hätte Einjährige sähen können. Das war aber noch nie mein Ding. Ich hätte im Gartencenter blühende Stauden kaufen können und einsetzen. Also das wird ja nie mein Ding werden. Diese blühenden Besen hätten in meinem Beet den gleichen Charme, wie ein buntes Ufo, das des nächtens darin gelandet ist. Ein Fremdkörper eben. 

Nein, ich will keine "dekorierten" Beete mit fertigen Blumen oder Stauden. Diese Beete und Stauden haben ohnehin kein langes Leben und müssen damit ständig neu bepflanzt und auch nachgepflanzt werden. 

Ja, ich habe schon ein paar Mal, wenn sie mir ganz besonders gefiel oder ich genau so eine brauchte, eine blühende Staude ins Beet gesetzt. Den Sonnenhut hier im Bild oder in einem anderen Beet eine Herbstanemone. Oder im Frühjahr, nach meinem Geburtstag eine blühende als Geschenk mitgebrachte Staude. Aber sie sehen erst einmal fremd aus. Und so richtig gefallen, also dass ich sie bewundere, tun mir die Stauden ohnehin dann erst im folgenden Jahr. Wenn der Wuchs natürlich und nicht reisigbesenartig nach oben gerichtet ist. Wenn sie im Beet lebt und nicht nur einfach hinein gestellt wurde. Und wenn sie eben tatsächlich wieder kommt und damit zeigt, daß es ihr hier gefällt. 

Dann gehört sie zu meinem Garten und das nenne ich gärtnern. Langfristig, nachhaltig, vorausschauend, planend, Überraschungen annehmend (Stichwort Selbstaussäher) und über die Jahreszeiten umsorgend, in guten und in schlechte Zeiten. So ist mein Verhalten als Hobby-Gärtner, mein Selbstverständnis als solcher. 

Und so sieht es dann in meinem Staudenbeet gerade aus. 

Staudenbeet im August nach dem Regen (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im August nach dem Regen (c) by Joachim Wenk

Hier im Bild zu sehen die Schönhütchen von der Fiona, die sie mir vergangenen Sommer als Ableger aus ihrem Garten zusandte. Erst dachte ich, sie ist eine der Stauden, die den Winter nicht überlebten. Traurig war ich, weil ich sie doch so sehnsüchtig erwartete die an den Sonnenhut erinnernden Blüten. Blüten die aber nicht seine steil aufrechte Haltung mitbringen. Eher tänzelnd über dem Beet, vom Wind mal hier und mal dorthin gezwängt. So stellte ich mir das durch die Beschreibung bei der Fiona vor.

Aber sie kamen nicht im Frühjahr. Und dann eines Tages entdeckte ich sie doch. Die Freude war groß. Jetzt, wo  sie blühen ist die Freude so richtig in mir empor gekommen. Ja sie tänzeln im Wind. Leider aber haben sie keine Nachbarn, an die sie sich anlehnen können. Die sind nicht wieder gekommen nach dem Winter. Und weil die dünnen Stiele sonst ganz am Boden liegen, habe ich sie doch ein wenig angebunden. Aber sie sind da, sie sind doch noch gekommen. Juchhu.

Staudenbeet im August mit gelben Schönhütchen (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im August mit gelben Schönhütchen (c) by Joachim Wenk

In einem anderen Beet erblühen die ersten Herbstchrysanthmen. 

Herbstchrysantheme (c) by Joachim Wenk
Herbstchrysantheme (c) by Joachim Wenk

Herbstastern und gelbe Schafgarbe. Wenn das nicht Herbststimmung wachruft. Aber nett, wie sie durch den Zaun lugen und das Geschehen unten auf der Dorfstraße beobachten. Sicher kommentieren sie es auch,  ähnlich den beiden Senioren in der Loge bei der Muppet-Show. Ob sie auch so  zynisch kommentieren?

Zaungäste: Herbstaster und gelbe Schafgarbe (c) by Joachim Wenk
Zaungäste: Herbstaster und gelbe Schafgarbe (c) by Joachim Wenk


Seit so vielen Monaten eine Freude neben der Haustüre. Langsam aber wird die Schale zu klein. Soll ich einzelne abzupfen und eintopfen? Soll ich es noch über den Winter so lassen? Ich bin mir nicht sicher. Aber eine sehr schöne Sammlung, die ich da im Herbst letzten Jahres als solche erstanden habe. Tolle Farben, wie ich meine. 

Dachwurz in Tonschale  (c) by Joachim Wenk
Dachwurz in Tonschale  (c) by Joachim Wenk

Herbstliche Gemüse im Garten und der Küche


Tolle Farben auch im Gemüsegarten beim Baumspinat. Ich liebe ihn. Im Garten und am Salatteller. 

Baumspinat Magenta Spreen (c) by Joachim Wenk
Baumspinat Magenta Spreen (c) by Joachim Wenk

Tolle Blume, grün in grün. Aber hier kommt es schließlich nicht auf die Farbe an, sondern auf den Geschmack. Der Brokkoli wird erntereif.

Brokkoli (c) by Joachim Wenk
Brokkoli (c) by Joachim Wenk

Und was soll das hier? Was macht eine blühende Staude im Gemüsebeet? Das ist eine Marshmallow-Pflanze und darf damit im Gemüsegarten, in dem  ja Essbares angebaut wird, stehen. Ja tatsächlich aus den Wurzeln des echten Eibisch (so heißt er wirklich) wurden damals die Marshmallows gemacht.

Aber ich habe ihn nicht wegen der Wurzeln im Gemüsebeet. Wie könnte es anders sein, er hat sich da selbst hin gesetzt. Seine Mutter steht vor dem Gemüsegarten im Staudenbeet. Diese hübsche kleine Ausgabe werde ich im Herbst ausgraben und in ein Staudenbeet pflanzen. Die Mutter ist etwa 180-200 cm hoch und sehr wüchsig. Sie blüht seit vielen Jahren im Beet und sät sich immer bereitwillig selbst aus. Meine Stockrosen, mit denen er ja verwandt ist, kamen dieses Jahr nicht in die Gänge, der Eibisch aber blüht wie in jedem Jahr und wächst wie in jedem Jahr.

echter Eibisch (c) by Joachim Wenk
echter Eibisch (c) by Joachim Wenk


Lange war ich guter Dinge, nun ist es wieder so weit. Jedes Jahr das Gleiche. Immer wenn meine Gurken anfangen zu tragen kommt diese Seuche und sie sind in Kürze tot. Ich möchte einmal den Sommer über Gurken ernten können. Was kann man dagegen tun? Ich weiß es nicht. 

kranke Gurken (c) by Joachim Wenk
kranke Gurken (c) by Joachim Wenk

Der Neuseeländer Spinat ist gesund und wüchsig wie immer. Er kam heute in einen leckeren Sommer-Gemüse-Strudel, dessen Rezept ich, neben anderen, wieder bei www.achimsgartenzumessen.de beschrieben habe. 

neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk
neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk


Noch eine Weile im Beet benötigt der Toskanische Grünkohl und die Rote Beete. Aber auch hier sieht es schon richtig herbstlich aus, finde ich. 

Federkohl "Nero di Toscana" und rote Beete (c) by Joachim Wenk
Federkohl "Nero di Toscana" und rote Beete (c) by Joachim Wenk

Noch viel länger im Beet wird er hier stehen. Mein geliebter "fränkischer Wasabi", der gewöhnliche Meerrettich eben.
Meerrettich (c) by Joachim Wenk
Meerrettich (c) by Joachim Wenk


Die Glockenpaprika schmückt sich mit, noch grünen, Glöckchen. Und wer sich über die eigenartige Blüte für eine Paprika wundert, sollte einmal genau hinsehen. Ja tatsächlich, das ist eine Gurkenblüte. Die Gurke kommt eben weit rum bei mir im Gewächshaus. Nur am Boden ist es ihr wohl zu langweilig. 

Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk


Heute gepflanzt. Die Beilage für die kommende Karpfensaison. Endiviensalat. 

Endivien (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanzter Endivien (c) by Joachim Wenk

 Himbeerernte mit der Leiter?


Und auch diese Arbeit habe ich heut endlich erledigt. Meine Sommerhimbeeren habe ich ausgeschnittten. Alle abgetragenen Ruten müssen entsorgt werden, daß die neuen genug Licht und Luft bekommen. Ich habe vor kurzem bereits über sie geschrieben und meiner Ratlosigkeit Ausdruck verliehen. Die Triebe sind wirklich ellenlang. Wenn die nächstes Jahr Blüten treiben haben sie wieder keinen Halt und knicken. Wenn sie nicht schon im Winter oder den Herbststürmen über dem Gerüst abgenickt werden. Abschneiden ist nicht gut, weil dann die Ernte verloren geht.

Nun hatte mir die Christine gesagt, daß man sie einfach lassen solle und oben noch einmal anbinden, an einer weiteren Querstange.

Die Stange konnte ich nicht anbringen, aber ich habe senkrechte Stecken am Zaun fixiert, quer eine Schnur gespannt und sie daran angebunden. Jetzt können sie ohne Gefahr zu laufen geknickt zu werden, bis zum nächsten Frühsommer so bleiben. Einen Nachteil hat das ganze dann aber doch. Wie ernte ich? Da brauche ich ja eine Leiter zum Himbeeren ernten. Das wird ja lustig werden....


(c) by Joachim Wenk
Himbeeren mit erweitertem Gerüst (c) by Joachim Wenk

(c) by Joachim Wenk
Himbeeren mit erweitertem Gerüst (c) by Joachim Wenk











Kommentare:

  1. Danke für den schönen Beitrag mit soviel Einblick in deinen Garten!

    Dass die Schönhütchen was zum Anlehnen brauchen ist mir neu. Ich sehe sie in den hiesigen Gärten ganz ohne Gerüst.

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    1. Hallo Claudia,ich nehm meine LeserInnen doch gern mit in den Garten. Also meine Schönhütchen sind so zierlich im Stiel, dass die von allein nicht stehen könnten. Aber macht nichts, ich mags ja wie gesagt nicht so streng aufrecht nebeneinander im Beet. Vielleicht, wenn die Staude nächstes Jahr größer ist, daß die Stiele auch fester sind. Mal sehen.
      Viele Grüße Achim

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  2. Lieber Achim, die letzten Tage haben dem Garten tatsächlich herbsteln lassen. Es ist halt doch schon Mitte August. Vielleicht bekommen wir noch einen ganz schönen Herbst.

    LG Kathrin

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    1. Liebe Kathrin klar jetzt wirds schon auch noch mal schön. Bei uns scheint jetzt zum Abend toll die Sonne. Aber trotz allem merkt und spürt man jetzt , dass es wieder rückwärts geht. Der Lauf der Dinge eben und auch mit vielen schönen Seiten und Aspekten. Wünsche dir eine schöne Zeit, liebe Grüße Achim

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  3. Hallo Achim,
    superschön, wie immer in deinem Garten.
    Wenn der Mehltau, oder was auch immer meine Gurken und Zucchinis so befällt, kommt, spürhe ich alle paar Tage das hier drüber:
    Das Rezept:

    1 Liter Wasser
    1 EL Rapsöl (kein anderes!)
    1 halbes Päckchen Backpulver oder 5 Gramm Natron
    1 Spritzer Spülmittel
    1 Teelöffel Brennspiritus (desinfiziert noch und macht die Flüssigkeit dünnflüssiger).
    Vielleicht funktioniert das ja auch bei dir.
    Katja

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    1. Dankeschön Katja das kann ich ja probieren,wenn noch h Leben in den Pflanzen ist, bis ich dazu komme. Liebe Grüße Achim

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  4. Herrlich, wieviele "Früchte" dein Garten trägt. Der Brokkoli lacht einen direkt an...auch die anderen angebauten essbaren Pflanzen und die schönen Blumen die das große Grundstück schmücken. Bei der vielen Arbeit muss wirklich eine Leidenschaft mit im Spiel sein, ansonsten würde man die viele Arbeit als Last empfinden. Ich schau gerne hier vorbei! Gestern Abend wars wieder mal sonnig, die Pflanzen haben da aufgeatmet wie die Menschen in Mittelfranken. Die Gegend um "Onoldsbach" ist mir sehr vertraut, mein Geburtsort liegt nicht weit entfernt. Als Kinder in der Schule lernten wir...Oh Onoldsbach oh Onoldsbach, fängst an mit O hörst auf mit ach! Klingt irgendwie tragisch finde ich :)) Herzliche Grüße, HanLo

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    1. Hallo HanLo wo kommste denn her? Ich gebürtig Ansbach jetzt Buch am Wald.Und ja Leidenschaft ist in unvorhersehbaren Mengen bei der ganzen Sache dabei, sonst würde sich niemand diese Arbeit aufhalsen .....heute war es super schön und ich 14 Stunden auf Arbeit, dumm gelaufen eben.... Liebe Grüße Achim

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  5. Ohje 14 Stunden! Mir geht es im Reihenhausgarten oft ähnlich, ich vergesse die Zeit, denke nicht ans Essen und Trinken. Unser Reihenhausgarten schaut auch ein klein wenig wie ein Bauerngarten aus, mit Bohnengerüst, Brombeergerüst, vielen Kräutern und vor allem mit vielen Blumen. Von dem sogenannte Rasen ist nicht mehr all zu viel vorhanden :)) Mein Geburtsort ist Dietenhofen, sicher ist dir der Ort auch bekannt. Ich besuche in schöner Regelmäßigkeit meine alte Heimat, mit Freundin aus der 1.Klasse noch. Herzlichst, HanLo

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  6. Lieber Achim,
    mir wird spontan auch ganz herbstlich zumute, wenn ich deine Bilder sehe. Aber der Blick auf den Kalender tröstet mich ein wenig, es ist immer noch Mitte August und es dauert noch eine Weile, bis wir zur Winterruhe übergehen. Ich bin auch kein großer Fan von gekauften XXL Stauden, sie sehen tatsächlich erstmal ein wenig fremd im Beet aus. Ich kaufe Stauden lieber kleine beim Staudenzüchter, da braucht man vielleicht ein bisschen mehr Geduld, bis sie eine entsprechende Größe entwickeln, aber ich denke, das gehört einfach zum Prozess dazu.
    Liebe Grüße
    Katharina

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    1. Na gotttseidank haben wir noch ein wenig Schon früh bis zum sommerende. Also meine Stauden sind auch zum allergrößten Teil aus der Gärtnerei. Die gehen auch besser an und wachsen zuverlässiger. Am schlimmsten waren zu meiner Gartenanfangszeit Stauden von z.b. Aldi die sind alle gar nichts geworden. Nun heute denke ich auch anders und kaufe in solchen Läden natürlich keine Stauden mehr.
      Liebe Grüße dann, Achim

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  7. Ja wenn du sogar Brombeeren im Reihenhaus Garten hast glaube ich dir, dass dann nicht mehr viel Platz für Rasen ist. Klar kenne ich Dietenhofen. Das ist dann aber s bin ne längere Freundschaft, wenn sie seit der ersten Klasse hält.liebe Grüße Achim

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  8. Nein, nur kein Winter! ;-) Obwohl, wenn ich an die Mücken denke, könnte man sich den Winter direkt herbeisehnen. ;-) ;o) Hat es bei euch auch so viele Mücken? Ich glaube, wohl eher nicht?
    Bei mir war das heute kein so schönes Arbeiten, denn überall schwirren diese Plagegeister herum, da hilft nur AntiBrumm, obwohl ich dieses Giftzeug eigentlich nie nehmen wollte!
    Aber mit den gekauften Stauden da sagst Du was und den Einjährigen ... ich mag dieses stakelige Aussehen auch nicht und warte immer, bis sich alles eingewachsen hat, doch dann wuchert es los, ist auch nicht immer so ideal. ;-)
    Aber so wie bei Dir sah es heute bei uns auch aus. Und es wurde schon sooo früh dunkel. ;-(

    Was die Hauswurzen betrifft, würde ich sie erst einmal so lassen, das ist sicher Ansichtssache. Eine Weile halten sie es schon so eng beieinander aus. Die sehen wirklich sehr schön aus!

    Baumspinat? Aber keine Melde?

    Und Dein Brokkoli sieht ganz anders als der gekaufte aus. Erntefrisch halt! Und nicht künstlich überzüchtet!

    Das mit den Marshmallows wußte ich nicht. Ich dachte, die sind aus Zucker und Eiweiß??

    Vielleicht ist Dein Garten nicht der richtig Platz für Gurken oder sie brauchen einen anderen Platz? Vielleicht mal im Kübel oder Hochbeet versuchen?

    Ach Mensch, wenn ich diese herbstlichen Tendenzen so sehe ... da mag ich gar nicht dran denken ...

    Einen Meerettich habe ich auch. Wie erntest Du ihn? Bei mir ist es ja nur die eine Pflanze, nicht daß die dann ganz weg ist??

    Die Himbeeren habe ich abgeschafft, weil sie krank wurden, so lang wurden ihre Triebe allerdings auch. Schon seltsam.

    Liebe Grüße und gute Nacht!
    Sara

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    1. Na im Moment sieht es auch nicht nach Winter aus, super warm, aber angenehm warm, alles blüht und gedeiht im Garten. Naja fast alles, darüber habe ich gerade heute geschrieben. Was meinst du mit Melde und Baumspinat? Ich habe beides in den Beeten. Heute bestehen Marshmallows aus Zucker und Eiweiß und Gelatine, ursprünglich war ein Extrakt oder Sud der Eibischwurzel darin. Marsh Mallow ist die englische Bezeichung für den Eibisch und bedeutet Sumpf-Malve.

      Für Gurken scheint es hier echt nicht gut zu sein. Eine Bekannte, berichtete mir vom gleichen alljährlichen Phänomen ihrer Gurken hier im Dorf.

      Den Meerrettich richtig zu kultivieren ist etwas kompliziert und wenn man weiß wie, doch einfach. Das kann ich dir gerne mal erklären, wenn du Interesse hast. Kurz gesagt.Ich grabe ihn im Herbst aus, habe die dicken Wurzeln zum Essen und die Dünnen werden eingelagert fürs nächste Frühjahr. WEnn du nur eine Pflanze hast, kannst du, wenn sie sehr groß ist und das übersteht mal etwas graben und eine solche dünne, also etwa bleistiftdicke Wurzel entfernen und verwenden. Große Ernte wird dann aber nicht, dazu muß die Pflanze ausgegraben werden und ist dann weg. Der Brokkoli ist jetzt geerntet, sonst blüht er auf. er ist nicht so dicht und genormt geformt wie im Diskounter, nicht in Plastik gewzwängt, das ihn binnen kürzester Zeit verderben lässt, weil die Reifegase nicht entweichen können. Er schmeckt mild und aromatisch und man schneidet nur die Blüte ab, lässt die Pflanze stehen. Sie bildet bis zum Winter laufend klein Blumen in den Blattachseln nach, die geerntet werden können. Die ersten sind schon an der Pflanze zu erkennen.

      Dir auch liebe Grüße und wenig Mücken (ja wir haben auch welche mehr und agressiver und giftiger als sonst immer). Achim

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    2. Hallo Achim,
      Dein Baumspinat kam mir fast wie Melde vor - es gibt ja unterschiedliche Arten und Erscheinungsformen.
      Das mit den Marshmallows wußte ich nicht. Danke für die Info! Ich hatte mich da auch noch nie mit befasst. Kannte das nur als Süßkram und da mache ich für gewöhnlich einen großen Bogen drum.

      Wirklich schade, daß Gurken bei Dir nicht gedeihen wollen. Aber ein Hochbeet wäre ja nochmal was anderes mit vielleicht in dem Falle mal gekaufter Erde? Bei uns gibts z.B. städtische Komposterde zu kaufen. Ob die natürlich Bio ist, glaube ich eher nicht. ;-)

      Was den Meerrettich betrifft, da habe ich mich schon lange gefragt, ob ich mit Ausgraben der Wurzel die Pflanze nicht zerstöre. Vermehrt sich der Meerrettich denn von allein? Wenn ich ihn so, wie er da ist, stehen lasse? Jetzt wage ich mich da echt noch nicht dran, er ist ja noch nicht lange im Garten. Danke jedenfalls!

      Ja, das finde ich an Deinem Broccoli gerade gut. Die gekauften kommen mir immer irgendwie wie "Plastik" vor. ;-)
      Und das Einwickeln in Plastik macht man ja wohl wegen der Schimmelbildung. Alles nicht so einfach, so viele Menschen zu versorgen.
      Vielleicht versuche ich irgendwann auch mal Broccoli. Im Augenblick habe ich wegen der Mücken jedoch die Nase voll! Es regnet heute wieder in Strömen, was soll das noch werden. Habe vorhin Kräuter geerntet, im laaangen Regenmantel mit Kapuze, umschwirrt von unzähligen Mücken. Grauenhaft! Sind ja ideale Bedingungen für die.

      Deinen aktuellen Post schaue ich dann später an, wenn ich wieder zurück bin.

      Liebe Grüße
      Sara

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    3. Also Sara, das klingt ja echt schlimm dein Wetter. Habe gestern auch Kräuter geerntet und zum Trocknen ins Palmenhaus gelegt. Aber in kurzer Hose und ohne Hemd. War sooo sonnig und schön. Mußt doch noch in den Süden ziehen ;-)Aber dann nur einen Garten mit eigenem Brunnen nehmen!
      Also ich stecke meinen Meerrettich im März und Ernte Ende Oktober. Länger braucht er nicht in der Erde. Der Meerrettich vermehrt sich vor allem durch seine Wurzeln. Beim ERnten bekommt man nie alle aus der Erde und dann kommen im nächsten Jahr da überall Meerrettiche raus. Die ernte ich auch. Die Blätter im Frühjahr geben ein willkommen anderen Geschmack in der Pestokoüche, wenn er größer ist, was er schnell wird, schneide ich die Blätter ab und trockne sie für meinen Kräutertee und auch die Wurzelchen, die man ja wenn er doch zu groß in den Gemüsereihen wird, dann irgendwann ausreißt, kann man gut verwenden. Ich glaube, daß es bei den Gurken nicht am Boden liegt, wenn es bei anderen im Dorf auch so ist. Jemand meinte kühle Nächte machen das. Oder insgesamt was am Kleinklima? weiß es auch nicht.

      Liebe Grüße Achim

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