Montag, 28. August 2017

Gelungenes Kartoffelexperiment, Tiere im Garten und ein neues Selbstversorger Küchengerät

Gartentagebuch vom 28. August 2017

Ruhig warmes Spätsommerwetter 

Also diese Zeit jetzt, Mitte bis Ende August, habe ich mir nun wirklich einmal notiert in meinen Erfahrungs-Aufzeichungen fürs nächste Jahr.

Es ist die Zeit des schönen Wetters, der Reife und üppigen Ernten. Die Pflanzen sind eingewachsen und überall blüht es. Es ist nicht mehr so saftig, wie im Juni. Aber es ist einfach eine ruhigere Stimmung im Garten und beim Gärtner. Jetzt wäre die richtige Zeit, einen Tag der offenen Gartentüre zu veranstalten. Eben das habe ich mir notiert. Nur  für den Fall, daß ich das doch einmal organisiere. Lust hätte ich auf so ein Gartenfest schon länger. Im Juni, wenn die offiziellen Tage der offenen Tür sind, hätte ich einfach keine Zeit. Zu viel habe ich da gleichzeitig zu erledigen.

So sitze ich also beim Kaffee drinnen und sinniere, was und wie ich wohl schreibe. Draußen ist es einfach gerade zu heiß. Naja innen ist es auch nicht viel besser. Gut, daß ein Ventilator wenigstens die warme Luft bewegt, daß sie nicht steht, wie draußen vor dem Fenster.

Hinausschauen tu ich dennoch gern.


Blick in den Augustgarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den Augustgarten (c) by Joachim Wenk

Wir haben mal wieder ein Wetterchen für  diese Gesellen hier. Die Mittagsblume ist ja derart kitschig. Die Blüten changieren und schimmern, als wären sie mit Metallic-Spray überzogen. Ganz so wie zu Weihnachten diese unsäglichen Weihnachtssterne. Fasziniert über solche Blüten muß ich da jeden Tag hinsehen und mich wundern, was es so alles gibt. 

schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk

schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk

Deutlich  natürlicher für unsere Breitengrade sieht da das stängellose Leimkraut in der selben Wanne aus. Es hat jetzt eigentlich keine Blütezeit und darum freuen mich seine neuen Blütchen um so mehr. 


Mini-Staude mit Mini-Blüten stängelloses Leimkraut (c) by Joachim Wenk
Mini-Staude mit Mini-Blüten stängelloses Leimkraut (c) by Joachim Wenk


Die prächtigen Kapuzinerkressen habe ich vor kurzem, beim Grillabend, schon einmal gezeigt. Jetzt in der Sonne aber sehen sie richtig toll aus. Das merkt man auch am Foto.



Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk

Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk


Kapuzinerkresse in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk

Kartoffeln geäugelt und heute geerntet - ein gelungenes Gartenexperiment


Heute habe ich ein paar Kartoffeln geerntet. Eine sehr alte Sorte, Rosa Tannenzapfen. 

So weit ist das nichts besonderes. Aber für mich sind sie ein gelungenes Experiment. 

rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk


Ich hatte noch welche von der letzjährigen Ernte. Sehr verschrumpelt zwar, aber mit vielen Trieben. 

rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk



Im April habe ich sie dann geäugelt. Das heißt, ich habe um so ein treibendes Auge herum mit dem Messer ein winziges Stück Kartoffel heraus geschnitten. Zum Größenvergleich halte ich hier meinen Zeigefinger ins Bild. 

Diese Teilstücke kamen dann in eine Topflatte  mit 8cm-Töpfen.

Kartoffeln äugeln  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln äugeln  (c) by Joachim Wenk


Bald darauf erschienen die ersten Triebe. 

geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk

Die Kartoffelpflanzen entwickelten sich prächtig. Schließlich kamen sie nach den Eisheiligen in den Gartenboden. 

Sie wuchsen und ich vergaß sie beinahe in der hinteren Beetecke. Heute beim Unkrautrupfen sah ich, daß die Triebe schon abgestorben sind. Da mußte ich doch gleich zur Grabegabel greifen. Es waren nicht viele Kartoffeln aber von einer Größe, die ich bei den gesteckten Tannenzapfen im letzten Jahr nicht kannte. Wenn also von einer Sorte keine Saatkartoffeln vorhanden sind oder man nur wenige Knollen, vielleicht einer wertvollen Sorte, hat und die vermehren möchte, ist das Äugeln also eine sinnvolle Methode. 

geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk

Ein schwer bewaffneter Strauch im Staudenbeet

Noch etwas, das mich immer wieder Kopfschütteln lässt habe ich heute auch wieder beobachtet. 

Es handelt sich um meine winterharte Zitrone. Der Strauch im Staudenbeet entwickelt sich wirklich ganz prächtig.  Man sieht ihn hier im Bild am rechten Rand hinter dem Wacholder. 

Staudenbeet mit winterharter Zitrone   (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet mit winterharter Zitrone   (c) by Joachim Wenk

Was mich an ihm immer wieder staunen lässt, sind seine Dornen. Ich kenne keinen anderen Strauch, der derart bewaffnet ist, wie diese Zitrone. So ein Dorn ist zwischen 3 und 4 cm lang. Eigentlich schon ein kleiner Speer und kein Dorn an einer Pflanze!

winterharte Zitrone   (c) by Joachim Wenk
schwer bewaffnet, die winterharte Zitrone   (c) by Joachim Wenk

Frühlingshaftes Grün in der Hecke

Na und wenn ich schon über meine Beobachtungen im Augustgarten berichte, muß natürlich dieses Foto gezeigt werden. 

Gut, mein Weinberg ist etwas schlapp im Kraut weil es schon  lange nicht mehr geregnet hat und der Boden ausgetrocknet ist. Immerhin hat er sich nach dem Aprilfrost wieder erholt. Nur ein  Stock ist erfroren. Die anderen Treiben, haben bis auf eine Traube aber keine Früchte. 

Was ich aber beobachtet habe, ist nicht der Weinberg, sondern die gestutzte Hecke daneben. 

Weinberg im Garten  (c) by Joachim Wenk
Weinberg im Garten  (c) by Joachim Wenk

Immer wieder ging ich  hin um nach zu sehen.  Und jetzt ist endlich "Frühling". Die Hecke treibt fleißig in frischem Grün wieder aus. Hoffentlich entwickeln sich da noch schöne grüne Triebe vor dem Herbst. Es ist schließlich schon spät im Jahr.

frisch treibende Liguster-Hecke  (c) by Joachim Wenk
frisch treibende Liguster-Hecke  (c) by Joachim Wenk

Hauptarbeit im Garten ist jetzt das Ernten

Geerntet wurde auch einiges am Wochenende. So zum Beispiel die Hopfendolden. Einige sind in Alkohol eingelegt für Tinktur, andere trocknen gerade für  den Tee und als Bitter-Droge für die Gesundheit. 

Hopfendolden  (c) by Joachim Wenk
Hopfendolden  (c) by Joachim Wenk

Geerntet habe ich auch Patissons (Ufokürbise) die ich eingefroren habe. Zucchini, die getrocknet und Milchsauer angesetzt wurden. Das habe ich das erste mal gemacht, weil ja so viele große Zucchini da sind. Sie gären schon fleißig in den Gläsern und ich bin nun wirklich gespannt, wie sie schmecken werden. 

Getrocknet habe ich auch Tomaten im Dörrapparat und weitere Kräuter trocknen im Schatten auf Tüchern im Palmenhaus. 

Ein paar Portionen vom Neuseeländerspinat (mit Mangold ) habe ich auch eingefroren. Immer nur die Spitzen werden abgeschnitten. Dort verzweigt sich der Spinat und wächst und wächst und wächst. Super pflegeleicht, selbst aussamend und sehr mild und harmonisch im Geschmack. Ein super Gemüse!

Neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk
Neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk


Noch lange nicht zu ernten brauche ich hingegen den sehr schön wachsenden Rosenkohl. Auch der Palmkohl daneben  kann noch ein wenig stehen. Seine Blätter könnte ich jetzt aber schon abzwicken. Hier und da eines, dann wächst er noch lange weiter.  Im Gegensatz zum Grünkohl benötigt er keinen Frost, um zu schmecken. Und was mir besonders wichtig ist, er kommt mit Wärme und Trockenheit klar. Grünkohl nicht. 

Rosenkohl und Palmkohl (c) by Joachim Wenk
Rosenkohl und Palmkohl (c) by Joachim Wenk

Durch die Feuchte der Bewässerungsrohre gedeiht auch der Meerrettich heuer wundervoll. Oder ist es der Mulch der konsequent auf dem Boden liegt? Heute beim Kartoffelernten hatte ich fast das Gefühl im Komposthaufen zu graben, so unwahrscheinlich viele Regenwürmer habe ich dabei gesehen und mit ausgegraben. Niemals hatte ich so viele Würmer und gar beim Kartoffelernten im trockenen Herbst doch nicht. Der Dauermulch und die Bewässerung machen es möglich.

Meerrettich, Schnittlauch und Möhren (c) by Joachim Wenk
Meerrettich, Schnittlauch und Möhren (c) by Joachim Wenk

Die Tage sind dann wieder die Tomaten dran. Ich lasse ihnen noch die nächsten heißen und sonnigen Tage zum Geschmack sammeln. Ende der Woche soll es wieder abkühlen und regnen. 

Aus den Tomaten mache ich wieder den Sugo und ein paar Flaschen Ketchup werden auch wieder dabei sein.



erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk
erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk

erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk
erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk

Blick ins Gewächshaus im August (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus im August (c) by Joachim Wenk

Was wäre der Garten ohne die Tiere 

Wenn wir gerade hier im Gewächshaus sind, gibt es doch gleich mal wieder ein freundlich frischgrünes "Hallo" von meinem Freund dem Frosch. Ein ganz schön  fetter Brummer ist das geworden. Er wohnt seit dem Frühling in meinen Topfplatten. Dort gefällt es ihm wohl. Und weil wir uns mittlerweile schon sehr gut kennen, kann ich mit der Kamera auch ganz nah ran. Ja sogar sanft streicheln darf ich ihn, ohne dass er fort rennt. 

Laubfrosch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Laubfrosch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk



Ja die lieben tierischen Mitbewohner im Garten. Wie gut, daß wir den Brunnen im Vorgarten gebaut haben. Sonst hätte die Nachbarskatze ja gar nichts zu trinken. Doch hätte sie, dann müsste sie eben wieder, wie die Jahre davor, aus der Gießkanne trinken. Die habe ich wegen ihr immer randvoll gemacht, daß sie ran kommt. Jetzt am Brunnen hat sie es leichter. Sie muß nur auf dem sehr schmalen Rand balancieren. Bis sie mal rein fällt. Das tut sicher nen schönen Platscher. 

Katze am Brunnen  (c) by Joachim Wenk
Katze am Brunnen  (c) by Joachim Wenk


Mein neues Küchen-Spielzeug


Und bevor ich mich wieder verabschiede, zeige ich noch kurz mein neues Spielzeug. Ein Spielzeug das natürlich etwas mit dem Konservieren zu tun hat und mit dem ich schon lange geliebäugelt habe. 

Für die Verarbeitung der Ernte dieses Strauches kann man es verwenden. Das war sein erster Einsatz bei mir. Natürlich kann man es noch für viele andere Ernten verwenden. 

Holunderbeeren reif zum Ernten (c) by Joachim Wenk
Holunderbeeren reif zum Ernten (c) by Joachim Wenk

Seit Jahren das  erste mal wieder Holunderbeeren, die geerntet werden können! Sonst sind sie alle grün am Strauch verdorrt, wegen der Trockenheit. 

Holunderbeeren  Ernte (c) by Joachim Wenk
Holunderbeeren  Ernte (c) by Joachim Wenk



Ja und da ist es mein neues Küchenspielzeug. Sieht doch irgendwie aus, wie frisch vom Mars importiert oder? 

kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk
kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk

kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk
kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk


Und schon ist es im Einsatz.
kleine Presse für Beeren im Einsatz (c) by Joachim Wenk
kleine Presse für Beeren im Einsatz (c) by Joachim Wenk


2 Liter reinen Holunderbeerpresssaft habe ich von dem Körbchen Beeren erhalten.

Sonst hätte ich sie dampfentsaftet. Dafür braucht man aber viel Energie und die Ausbeute ist nicht so groß.  Die Menge wäre wohl höher,  weil viel Wasser im Endergebnis enthalten ist. Aber iIn den Beeren bleibt noch viel wertvoller Inhalt zurück. Zudem gehen natürlich durch das lange Erhitzen auch viele Vitamine verloren.

Hier muß ich nur den gepressten Saft kurz erhitzen und dann abfüllen. Beim Apfelsaft, den wir ja auch so pressen, machen wird das ebenso. Dafür haben wir aber eine größere Presse, in der ich wiederum Beeren nicht pressen könnte. Das geht in der Haushaltsgröße mit engmaschigem Preßkorb besser.

Hätte ich das mal schon für mein 8 kg Johannisbeeren gehabt!

frisch gepresster Holunderbeersaft  (c) by Joachim Wenk
frisch gepresster Holunderbeersaft  (c) by Joachim Wenk











Freitag, 25. August 2017

Allen mit verregnetem Sommer gebe ich heute etwas Farbe und Sonnenschein ab

Eigentlich wollte ich gar nichts schreiben


Mein letzter  Blog-Beitrag ist noch nicht sehr lange her. Soll ich da schon wieder schreiben? Und was? Gut, ich hatte einen wirklich ganz wundervollen Nachmittag  und Abend und das Wetter war einfach nur gigantisch. Der Garten ist ein Paradies und ich ging auf Foto-Safari. Einfach nur so, für lange kalte und dunkle Wintertage, an denen ich mir dann ab und an einmal die Fotos vom Sommer anschaue. Aber schreiben, das werde ich wohl heute nicht. Dachte ich.

Und dann kam es wie immer, eben anders. Google hat eines meiner Fotos nachgebesssert. Wenn es auch sehr farbig geworden ist, so gefiel es mir sofort so gut, daß ich es unbedingt veröffentlichen wollte. In so vielen Kontakten mit euch lese ich heraus, wie naß und kalt und trist bei euch der Sommer ist. Nein, ich muß einfach etwas schreiben und die Sommerbilder veröffentlichen. Vielleicht könnt ihr euch an den Fotos etwas erwärmen, wenn bei euch schon der Sonnenschein fehlt. Ich finde, diese Bilder vermitteln Sommer und Wärme. Also benutzt sie, wärmt auch und träumt davon, wie Sommer eben auch sein kann.

Aber dann hat Google das Foto so schillernd nachbearbeitet. Jetzt schreibe ich doch.

Hier das Foto mit der Google-Bearbeitung. Ein Blick in den oberen Garten. Der Himmel ist übrigens auch vor Google so blau und ohne Wolken gewesen!

Mein Landgarten im August (c) by  Joachim Wenk
Mein Landgarten im August (c) by  Joachim Wenk


Nun folgen ein paar Fotos meiner gestrigen Foto-Safari. So viele verschiedene Blüten findet man gerade in meinem Garten. Und alle in unterschiedlichen Farben. Das war ein wenig meine Absicht, einfach eine Sammlung an Formen und Farben zusammen zu stellen. 

Beginnen möchte ich mit der Farbe Weiß, die so beliebt ist und bei mir doch nur zwischen drin mal vor kommt. Der Phlox hat seine zweite Blüte. Wenn man die abgeblühten Blüten rasch wegschneidet, treibt er munter aus den Blattachseln unter den ersten Blüten neue kleine Blütentriebe. Und schon blüht er ein zweites Mal. 

weißer Phlox und rosa Dahlien  (c) by  Joachim Wenk
weißer Phlox und rosa Dahlien  (c) by  Joachim Wenk


Das war es auch schon mit Weiß. Tut mir leid, mehr habe ich nicht. Aber wie wäre es mit Braun? Die Schokoladenlbume schillert nach reinstem Kakao. 

braune Blüten  (c) by Joachim Wenk
braune Blüten  (c) by Joachim Wenk


Zu Braun passt zum Beispiel gut, das feurige Gelb-orange des kalifornischen Mohnes. Er nimmt scheinbar die Glut der Sonne auf und strahlt sie wieder ab. 

kalifornischer Mohn (c) by Joachim Wenk
kalifornischer Mohn (c) by Joachim Wenk


Von Gelborange in feurig zu Gelb mit Orange in weichgespült. Golden Celebration, die Austinrose, blüht auch zum zweiten Mal. Ab jetzt blüht sie ununterbrochen bis im November die Blüten bei Regen in Eis gehüllt sind. 

Austinrose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Austinrose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk

Austinrose Golden Celebration  und Dachwurz (c) by Joachim Wenk
Austinrose Golden Celebration  und Dachwurz (c) by Joachim Wenk



Sie steht am neuen Brunnen bei der Einfahrt. Im Frühjahr, als der Brunnen in Betrieb genommen wurde schillerte hier noch die dunkellila Moosrose Captain John Ingram, die aber nur einmal im Jahr blüht. 


Am Brunnen vor dem Tore.....(c) by Joachim Wenk
Am Brunnen vor dem Tore.....(c) by Joachim Wenk


Mit was kombiniert man wohl Gelb im Beet? Klar, mit warmen lila. Der Sommerflieder im Staudenbeet blüht und unter ihm scheint die Sonne mit Sonnenhut und Sonnenbraut. 

Sommer im Staudenbeet mit Sonnenbraut, Sonnenhut, Sommerflieder (c) by Joachim Wenk
Sommer im Staudenbeet mit Sonnenbraut, Sonnenhut, Sommerflieder (c) by Joachim Wenk


Und was haben wir hier? Treiben Sommerflieder eigentlich Wurzelausläufer? Oder sähen die sich aus? Jedenfalls steht dieser kleine und blühende Trieb oder junge Strauch ein wenig entfernt vom großen Strauch. Muß wohl ein Kind von ihm sein, wie auch immer es entstand. 

Sommerflieder (c) by Joachim Wenk
Sommerflieder (c) by Joachim Wenk

Pink-Lila der Blutstorschschnabel. 

Blutstorchschnabel (c) by Joachim Wenk
Blutstorchschnabel (c) by Joachim Wenk

Mehr Blau ins Pink und lila bringt die Katzenminze, die ebenfalls zum zweiten Mal in diesem Jahr blüht.

Blutstorchschnabel  und Katzenminze (c) by Joachim Wenk
Blutstorchschnabel  und Katzenminze (c) by Joachim Wenk

Wieder sehr dunkel und Lila mit Blau blüht die Agastache. Mittlerweile schon 'ne halbe Ewigkeit. So mag ich es. Nicht aufblühen und bis man sich dran  freut schon wieder verblühen. 

Agastache  (c) by Joachim Wenk
Agastache  (c) by Joachim Wenk






Warmes Lila bei dem patagonischen Eisenkraut. Hier umrahmt es meinen Grill-Wacholder. Eine spezielle Barbecue-Züchtung ?!?!

Ne Quatsch, die finden doch immer wieder neue fiktive Namen für normale Pflanzen, damit sie gekauft werden. Das ist ein normaler Wacholder, dessen Zweige und Beeren und Holz man natürlich immer, auch  ohne den Grill-Zusatz im Namen, zum Räuchern oder in der Glut zum Aromatisieren des Grillgutes nehmen kann. Ich werde das auch mal machen, wenn er so groß, ist, daß ein Schnitt notwendig ist. Bis dahin wächst er einfach im heißen Staudenbeet im Vorgarten. Trockenheit macht ihm ja nichts und im Winter gibt er dem Beet wenigstens etwas Struktur, wenn die Stauden alle eingezogen haben.

Eisenkraut und (Grill-) Wacholder (c) by Joachim Wenk
Eisenkraut und (Grill-) Wacholder (c) by Joachim Wenk



Na die kennt man ja, aber immer wieder schön, die wilde Malve. 

wilde Malve  (c) by Joachim Wenk
wilde Malve  (c) by Joachim Wenk


Hier gefällt mir allein schon die Farbe der Knospe. 

Dahlienknospe   (c) by Joachim Wenk
Dahlienknospe   (c) by Joachim Wenk


Und wenn sie aufgeblüht ist, zeigt sie ein warmes Pink.

daDahlienblüte  (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte  (c) by Joachim Wenk


Auch schön, das blau bereifte Laub und die lila Blüten vom Kretamajoran. 


Kretischer Majoran  (c) by Joachim Wenk
Kretischer Majoran  (c) by Joachim Wenk


Und es wird doch bald Herbst! Herbstanemone und 

Herbstanemone (c) by Joachim Wenk
Herbstanemone (c) by Joachim Wenk

Herbstastern fangen an zu blühen. 

Herbstaster (c) by Joachim Wenk
Herbstaster (c) by Joachim Wenk


Und weil es heute ja um Farbe geht, darf dieses Foto auch mit in den Beitrag. Keine Blüten aber Früchte von herrlicher Farbe. Oder? 

Paprika (c) by Joachim Wenk
Paprika (c) by Joachim Wenk

Farben über Farben, da braucht das Auge auch einmal etwas ruhiges Grün


Dass ihr aber nicht meint, mein Garten sieht aus, als wäre ein Farbenhaus explodiert. Nein, die Farben verlaufen sich ja auf der Fläche und dazwischen ist viel Raum für ruhiges Grün. Die Augen bekommen schon keine hektischen Zuckungen, wenn man meinen Garten betritt. 

Hier ein von mir sehr geliebtes Motiv. Die Vogeltränke beim Fliederbusch. Heute mit den Strahlen der Abendsonne. 

Vogeltränke in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk
Vogeltränke in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk


Ruhig auch meine künftige Sammlung von Sempervieren. Ich habe schon einmal ein  paar zusammengetragen und die beiden kleinen Töpfe neu bepflanzt. Die Topfparade von Christine mit ihren Semperviren hat mir so gut gefallen, daß ich so was auch will. Der Platz war relativ schnell gefunden. Im Mäuerchenbeet gibt es eine Lücke. Eine unansehnliche Betonplatte vorne an der Front. Immer sichtbar. Darunter der Schacht zur Kanalisation. Also die muß bleiben, die kann man nicht weg machen. Nun weiß ich, wie ich sie nutze. Heiß ist es hier im Vorgarten und sehr sonnig. Da haben die Dachwurze eine schöne Fläche. Meine Topfsammlung wird jetzt weiter ausgebaut. 

Dachwurze (c) by Joachim Wenk
Dachwurze (c) by Joachim Wenk



Ruhig und grün auch die Terrasse beim beim Haus. Die kürzlich in den neuen Topf gepflanzte Washingtonia-Palme ist wohl angegangen. Alle drei Kübelpflanzen sind schön kräftig und gesund. 

Washingtonie, Bananenstaude und canarischer Drachenbaum (c) by Joachim Wenk
Washingtonie, Bananenstaude und canarischer Drachenbaum (c) by Joachim Wenk



Auch die hier stehende Feige ist wieder sehr ansehnlich. Durch den Frost Ende April stark geschädigt, alles Grün und die kleinen Feigen verloren, hat sie wochenlang keinen Mucks gemacht. Ich befürchtete, sie ganz verloren zu haben. Aber sie kam wieder und es geht ihr gut. 

Feigenbaum im Kübel (c) by Joachim Wenk
Feigenbaum im Kübel (c) by Joachim Wenk


Und mir geht es gut mit dem Sommer 2017. Warm, nicht heiß, ab und an ein wenig Regen, daß nichts vertrocknet und der Rasen im August noch grün ist. Vorhergesagt haben es, wie ich schon berichtetet, diese beiden hier im Hintergrund. Links die Esche, rechts die Eiche. Die Eiche grünte vor der Esche, was im Sommer große Wäsche vorhersagt. Und wirklich, wir haben Regen gehabt. Was glaubt ihr mit welcher Neugier ich die beiden 2018 im Frühjahr beobachten werde.

Das kleine Bäumchen davor übrigens ist unser Hausbaum, die Baumhaselnuß. Der wird auch noch groß, sehr groß. So schnell wieder wächst, dauert das nicht mehr lange. 


Baumhaselnuß, Esche und Eiche (c) by Joachim Wenk
Baumhaselnuß, Esche und Eiche (c) by Joachim Wenk



Der traumhafte Nachmittag im Garten ging nahtlos in einen ruhigen Grillabend über. 

Noch einmal Farbe. Wieder Gelb und Orange. Diesmal aber in der Abendstimmung mit gedecktem Licht. 
Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk

Zurück zum Ursprung: Grillen über dem richtigen Feuer und gesäuerte Brote am Stein gebacken

Die Kapuzinerkresse habe ich bewundert, als ich so langsam mal  das Feuer zum Grillen in Wallung brachte. 
entspannte Vorbereitungen für den Grillabend (c) by Joachim Wenk
entspannte Vorbereitungen für den Grillabend (c) by Joachim Wenk




Es gab wieder mein Dachziegelbrot. Aber doch war es nicht das Gleiche wie immer. Sonst war es Hefeteig. Aber ich bin ja Selbstversorger, möchte auch immer Alternativen haben, selber machen und nicht kaufen müssen. Hefe muß man kaufen und wenn man keine daheim hat, gibt es keine Brötchen. Darum probierte ich diesmal einfach meinen Weizensauerteig in dieser Verwendungsart aus. Und es klappte perfekt. Ich verwendete frisch geschrotetes Weizenvollkornmehl, weswegen die Farbe etwas unscheinbar wirkt. Aber so ein Brötchen,  wenn man nur kurz abkühlen lässt und dann aufbricht. Außen knusprig und innen warm und duftend, wie in der Backstube beim Bäcker. Was für ein Genuß. Wie sehr man doch so einfache Sinneswahrnehmungen genießen kann. 

Dazu gehört aber auch die Atmosphäre des Holzfeuers beim Grillen. Wir haben auch einen Gasgrill, wenn viele Leute gleichzeitig versorgt werden müssen. Aber über dem Feuer ist es einfach anders. Eigenes Holz ist immer vorhanden, so dass wir auch keine Kohle kaufen müssen. Man muß eben vorher anschüren, das Feuer brennen lassen und dann in der richtigen Stärke am Lodern halten. Oder eben nur die Glut nutzen. Man muß etwas mitfühlen beim Brot-Backen und Grillen. Ich finde das sehr beruhigend, meditativ und unbezahlbar. 

Sauerteigbrötchen am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk
Sauerteigbrötchen am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk

Sauerteigbrötchen am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk
Sauerteigbrötchen am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk


Dazu wieder frisches, mariniertes Sommergemüse aus dem Garten.

Gemüsepfanne (c) by Joachim Wenk
Gemüsepfanne (c) by Joachim Wenk



Ja auch ein Fleisch gab es dazu. Nicht selbst im Garten gezogen. Aber vom Metzger, der selbst schlachtet. Kein "Fleisch" vom Discounter! Ich weiß schließlich, woran man gutes Fleisch wirklich erkennt.....

Und weil ja alles so gesund und politisch korrekt war bisher, gibt es zum Schluß noch reinen Zucker mit Zusatzstoffen. Aber so lecker. Hmmmmm gegrillte Marshmallows.

gegrillter Marshmallow  (c) by Joachim Wenk
gegrillter Marshmallow  (c) by Joachim Wenk


Mit diesem Foto  verabschiede ich mich, wünsche einen schönen letzten Arbeitstag der Woche und dann ein sonniges (!) Wochenende im Garten.