Montag, 31. Juli 2017

Zeitdruck bei der Partyvorbereitung und ein wirklich gelungenes Sommerfest

Hecke Nr. 2 wird geschnitten - es soll zum Sommerfest alles ordentlich sein.


Die große Wäsche ist nun auch schon wieder vorüber (siehe auch letzter Artikel über Wetterregeln). So schön und hilfreich der lange Regen war, hat er mir doch meinen Wochenplan durcheinander gewürfelt. 

Rechtzeitig vor dem Samstag sollte unter der Woche die Hecke(n) geschnitten  und der Rasen gemäht werden. Vielleicht wäre auch noch ein wenig Zeit zum Gemüsegarten aufräumen drin gewesen. 

Gerade am Samstag musste der Garten zwingend gepflegt aussehen, hatten wir doch zu unserem Firmen-Sommerfest geladen. 

Was soll ich sagen. Auch mit Regen unter der Woche haben wird dann doch in letzter Minute vor dem Eintreffen der ersten Gäste noch den Rest erledigt. Hat doch alles geklappt. 

Am Freitag machte ich mich über die zweite Hecke her.

die Hecke vor dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
die Hecke vor dem Schnitt (c) by Joachim Wenk

Besser geht das zu Zweit, wie es am Mittwoch gedacht war. Nun muß ich allein die Leiter im unebenen Hanggelände halten und stützen, gleichzeitig mit der Heckenschere und dem Rechen bewaffnet, hinauf kraxeln, das Dach der Hecke kürzen, alles herabkehren und dann wieder hinunterkrabbeln. Zwei Meter weiter die Leiter wieder aufstellen, stützen, hinauf kraxeln und und und. Da wird die Hecke irgendwie immer länger und das Ende rückt in die Ferne, anstatt, daß es näher kommt. 

Wenn man aber Schritt für  Schritt erledigt, hat das Ende gar keine Wahl.  Es kann in die Ferne rücken wie es mag. Man holt es ein und ist schließlich auch einmal fertig. 


die Schneidarbeiten sind abgeschlossen an der Hecke (c) by Joachim Wenk
die Schneidarbeiten sind abgeschlossen an der Hecke (c) by Joachim Wenk

Dann muß all der Heckenschnitt zusammen gerecht werden. Schubkarren für Schubkarren bringe  ich es den  Berg rauf und in den Gemüsegarten. Dort habe ich es  auch gleich noch gehäckselt und als Mulch in den Gemüsebeeten verteilt. So ist es ordentlich verräumt. Läge es bis Mitte nächster Woche im Eck, ließe es sich dann wieder kaum noch häckseln, weil es zu faulen beginnt. 

der Heckenschnitt muß noch entsorgt werden (c) by Joachim Wenk
der Heckenschnitt muß noch entsorgt werden (c) by Joachim Wenk

Wie schön, daß wir am Freitag Abend noch zu einem Geburtstag geladen waren. So hatte ich während all der Stunden an Kraxelei und Schinderei immer den Abend vor Augen. Frisch geduscht, hungrig und durstig mit lieben Menschen in der Gaststätte sich bedienen lassen. Besser kann doch dann ein Wochenende nicht eingeläutet werden. 

Und ich freue mich, das alles erledigt zu haben. Schön, wenn die Hecke wieder in Form geschnitten ist. Morgen kommt dann noch der Rasen dran.  


Heckenschnitt erfolgreich abgeschlossen (c) by Joachim Wenk
Heckenschnitt erfolgreich abgeschlossen (c) by Joachim Wenk


Samstag morgen. Wir müssen noch alles für die Party herrichten. Zuvor aber muß der Rasen noch geschnitten werden. Ich weiß, daß in vergangenen Sommern nur sehr selten gemäht werden mußte und dann war gerade mal ein halber Auffanggkorb voll mit fast getrocknetem Gras die Ausbeute. Heute, da ich eigentlich keine Zeit habe, leert Volker einen vollen Auffangkorb des Aufsitzmähers nach dem anderen auf den Weg. Saftiges frisches Gras und Klee.  Der Regen und die etwas feuchtere Grundstimmung dieses Sommers lässt das Gras wieder einmal  normal wachsen. Da habe ich dann zu schleppen, bis alles als Mulch verteilt ist. Der Gemüsegarten ist vom Heckenschnitt gestern ja schon gemulcht. Also muß ich weit laufen und das Gras im gesamten Garten als Mulch in den Staudenbeeten verteilen.

Heckenschnitt erfolgreich abgeschlossen (c) by Joachim Wenk
jetzt ist auch der Rasen gemäht und die Sonne scheint, sieht doch gleich ganz anders aus (c) by Joachim Wenk

Szenen aus dem Landgarten - und eine  Wow-Blüte

Bei diesen Mulch-Gängen quer durch den Garten sehen ich dann natürlich auch noch immer wieder die dritte  Hecke, die noch zu schneiden ist. Wow, die ist gerade wohl doppelt so breit, wie sie eigentlich ist. Da fällt auch noch mal einiges an  Mulchmaterial - und an Arbeit - an. 

Landgarten (c) by Joachim Wenk
Die nächste Hecke wartet schon auf die neue Frisur (c) by Joachim Wenk

Landgarten (c) by Joachim Wenk
sie reicht vom Haus bis hinunter zur Straße (c) by Joachim Wenk


Ihr könnt es euch sicher denken, daß ich natürlich nicht nur Arbeit sehe, sondern auch wieder viel Schönes. Und mal ehrlich, denken wir uns einmal die Arbeit, die auf mich zukommt, bei Seite. Ist das Bild mit der Hecke und dem grünen Rasen im Sommer nicht an sich auch schön? Ich mag diese Ecke im Garten, auch mit verwilderter Hecke. 

Hier aber jetzt noch ein paar obligatorische Blümchen. 

Blüten, die über die Mauer quellen (c) by Joachim Wenk
Blüten, die über die Mauer quellen (c) by Joachim Wenk

Klar, die Sonnenblume in der Bonsai-Version wird bald blühen. Hier in der Fuge wächst sie. Dort wo ich immer welche in die Beete sähe, keimen sie nicht einmal. Das ist immer vergebene Mühe. Aber hier, unwirtlich die Umgebung, wie ich es nie für ein Pflänzchen aussuchen würde, hier keimt sie selbst und wächst.
Blüten, die aus der Mauer quellen (c) by Joachim Wenk
Blüten, die aus der Mauer quellen (c) by Joachim Wenk


Der Kretamajoran wird bald vollends aufblühen. Schon jetzt sind die vielen Blütenknospen eine Zier. 

kretischer Majoran (c) by Joachim Wenk
Blüten, die eigentlich erst Knospen sind (c) by Joachim Wenk


Na un dann diese Blüte. Optisch nicht der Brüller, aber dennoch spektakulär ohne Ende. Als ich die Hecke schnitt, bemerkte ich unter der Bananenstaude ein abgefallenes Blatt. Naja Blätter liegen ja immer und überall bei mir herum. Aber dieses Blatt war ganz anders und passte nicht zur Banane. Zur Palme und dem Drachenbaum daneben schon gar nicht.  Also blickte ich einmal in die Staude hinein. Die Freude war riesig. Hat sich da doch unbemerkt eine Blüte entwickelt und das Blatt am Boden war ein Hüllblatt dieser Blüte. Ich weiß ja, daß die Banane auch im Kübel blüht und essbare Früchte bringen kann. In all den Jahren war das aber nie der Fall. Jetzt hat sie wirklich eine Blüte. Ob da jetzt wirklich Bananen wachsen? Und ob sie noch reif werden?

Bananenblüte(c) by Joachim Wenk
und Blüten, die alle Dimensionen sprengen (c) by Joachim Wenk


Partyvorbereitungen

Wir werden sehen. Jetzt muß aber erst einmal alles für die Gäste gerichtet werden. Tische und Bänke sind aufzustellen. 
Sommerfest im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Sommerfest im Landgarten (c) by Joachim Wenk


Die Deko ist anzubringen. 
Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk


Lauter kleine Gestecke, wo man nur hinsieht. 

Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk

Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Blumendeko fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk

Die Präsente für die Gäste werden in Szene gesetzt. Später gab es dann auch noch für jeden Gast eine Tasche mit Produktneuheiten, die ebenfalls vorgestellt wurden. War ja schließlich ein Firmen-Event. 

Gastgeschenke fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk
Gastgeschenke fürs Sommerfest (c) by Joachim Wenk


Besteck, Geschirr, kühle Getränke. Zutaten für "Hugo" aus Keller und Garten zusammentragen. Es ist immer eine große Rennerei, bis alles bereit steht. 


Da kommen auch schon die Gäste. Gut, daß wir  die Arbeiten ein wenig verteilt haben. Kuchen wird uns mitgebracht. Den auffälligsten im Kuchenbuffet muß ich euch aber unbedingt zeigen. Ein Kunstwerk und kein Kuchen. Oder? 

Ein Blumenkuchen, wie passend (c) by Joachim Wenk
Ein Blumenkuchen, wie passend (c) by Joachim Wenk

Nach dem Begrüßungscocktail, dem Kaffee und Kuchen, der Fotosession mit allerlei Schnickschnack und Dummfug, werden wir schon wieder hungrig. Aber erst wird von Papp-Fliegen bis spinnerten Brillen aus Papier und Kussmündern in aller Größe und Form,  alles durchprobiert und auf den Smartphones festgehalten. 

Besonders die kleinen, sind vom Toben schon lange hungrig. Und reiten bei der Nachbarin wollen sie auch. Aber die ist nicht da und der Papa will erst essen. Was für eine ungerechte und komplizierte Welt das ist. 

Selbstversorger Zutaten am Grill, marinierte Zucchini und Kräuterbrötchen auf dem Dachziegel


Neben guten Steaks und Würsten vom hiesigen Metzger (jeder merkt eben sofort, daß es keine Discounterware sondern Qualtität ist, was wir hier servieren) gibt es marinierte Zucchini aus dem Garten. 
marinierte Zucchini grillen für die Gäste  (c) by Joachim Wenk
Mittel gegen Zucchinischwemme: marinierte Zucchini grillen für die Gäste  (c) by Joachim Wenk


Als Beilage frisch gebackene Kräuterbrötchen vom Dachziegel. Natürlich sind die Kräuter heute morgen frisch geerntet. 

Kräuterbrötchen frisch am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk
Kräuterbrötchen frisch am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk

Kräuterbrötchen frisch am Dachziegel gebacken (c) by Joachim Wenk
Sommerfest eben (c) by Joachim Wenk

Die Rezepte gibt es bei achimsgartenzumessen.de . Es kann über das Kontaktformular auch der Newsletter gebucht werden, damit man keine neuen Rezepte verpasst.

Bei dieser Firmen-Feier kommen auch die kleinen auf ihre Kosten - Marshmallowgrillen und Ponyreiten


Und als Nachspeise machen wir gegrillte Marshmallows. Die kleben übrigens nicht nur heiß am Gaumen, sondern auch noch lauwarm an der Schuhsohle. Toll, wenn man dann auch noch über den Kies beim Grill läuft....
Marshmallows grillen (c) by Joachim Wenk
Marshmallows grillen (c) by Joachim Wenk


Nach all dem Grillen und Essen kam schließlich auch die Nachbarin wieder und eine kleine Karavane an Papas und Mädels zog um die Häuser, rüber zu den Pferden. Was für eine Aufregung und was für ein Spass. Gab es doch tatsächlich  noch eine ausgiebige Reitstunde für die Mädels auf den Ponys. Na die werden sich noch lang, an das Sommerfest erinnern. Dafür durfte dann die Nachbarin auch noch zu uns kommen und bekam neben einem Plausch noch gekühlte Getränke serviert. 

Langsam verschwindet die Sonne hinter dem Haus. Leider verschwinden nicht die Mücken und noch schlimmer die Fliegen. Also die sind beide ja dieses Jahr extrem lästig und in Massen vorhanden. 

ein langer und wundervoller Sommerabend (c) by Joachim Wenk
ein langer und wundervoller Sommerabend (c) by Joachim Wenk

Wir lassen uns die Feierlaune aber nicht verderben und bleiben noch bis fast Mitternacht draußen sitzen. Es ist so angenehm und gar nicht so unwirtlich kalt, wie noch vor wenigen Tagen, als es um diese Zeit nur noch 9 Grad hatte. Bei Dauerregen wohlgemerkt. Was hatten wir also für ein Glück mit dem Wetter. 

Schön war das Fest. Und meine extra für das Fest organisierten und vielmals fotografierten Servietten stimmten. Schön, dass sie da waren unsere Gäste. 

Der Sonntag diente dann wieder dem Rückbau der Party, womit wir gerade rechtzeitig fertig wurden, um Abends zum Geburtstag von Freunden zu gehen, auf den wir geladen waren. 

Was für ein Leben. Man kommt aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. 

ganz spezielle Servietten für's  Fest (c) by Joachim Wenk
ganz spezielle Servietten für's  Fest (c) by Joachim Wenk



Donnerstag, 27. Juli 2017

Wasser für den Garten und die alten Wetterregeln stimmen doch

Von Eichen, Eschen und dem Siebenschläfer


Grünt die Esche vor der Eiche, gibt's im Sommer große Bleiche.
Grünt die Eiche vor der Esche, gibt's im Sommer große Wäsche. 

Erinnert ihr euch noch? Mitte Mai schrieb ich diese alte Regel zum ersten Mal hier auf. Das Gartenjahr war noch jung und ich voller Hoffnung. Hoffnung, weil die Eiche tatsächlich deutlich erkennbar vor der Esche grünte. Nach zwei super dürren Jahren einmal wieder ein Sommer, in dem es regnet? Die Hoffnung war groß. 

Dann kam der Juni und wurde wahnsinnig heiß und unvorstellbar trocken. Aber ich gab die Hoffnung noch nicht auf. Juni ist Vollfrühling und nicht Sommer. Die Regel  kann doch nicht so daneben liegen und benennt ausdrücklich den Sommer. Ende Juni dann der Siebenschläfertag. Wie das Wetter an ihm ist, bleibt es den Sommer über. 

Und wer sagt es denn? Just zu dieser Zeit schlug das Wetter um. Es kühlte ab, es regnete und doch auch wieder schien die Sonne. 

Diese Regeln haben eben doch recht. So wechselhaft, wie zum Siebenschläfer ist seither das Wetter. 

Und nach den vergangen Tagen kann niemand mehr sagen, daß die große Wäsche ausgeblieben ist. Sogar bei uns haben wir Dauerregen. Leichten, unentwegten Regen. Gestern und heute kamen etwa 60 Liter vom Himmel und ich bin glücklich. Gut, kalt ist es auch geworden. Sogar bitter kalt. Aber es ändert sich ja bald wieder. Auch vor dieser großen Wäsche hatte es ja hin und wieder geregnet oder genieselt. Oft nicht einmal im Regenmesser erkennbar, aber immerhin. Die letzten Jahre kam ja nie etwas vom Himmel im Sommer. Und die Temperaturen haben wieder ihre ü-30 aber eben nicht unentwegt. Darum hakte ich das schon als große Wäsche (im Vergleich zu 2016 und 2015 ) ab. 

Weil heute an einen Gartentag nicht zu denken war, habe ich Zeit und Muße, euch von den vergangenen Tagen zu berichten. 

Was also waren die Themen der letzten  Woche im Garten? 

Wasser im Garten- der Whirlpool für Amseln

Fangen wir heiter an. Ich habe ein Vogelbad im Garten und einen Untersetzer mit Wasser für den Igel. Beides wird auch gern von den Amseln zum Planschen benutzt. 

Das stille Wasser ist aber anscheinend nicht jedermanns Sache. Manch einer oder eine zieht den Whirlpool vor. So badete diese Amsel just auf einem der Blubbersteine unseres Leuchtbrunnens. Na, wenn es ihr Spass macht. 




Amsel amüsiert sich auf dem Brunnen (c) by Joachim Wenk
Amsel amüsiert sich auf dem Brunnen (c) by Joachim Wenk


Wasser im Garten - ab jetzt wird mitgezählt


Zum Thema Wasser habe ich noch eine neue Errungenschaft, die mir irgendwie schon immer gefehlt hat. Als ich sie entdeckte, war mir klar, dass ich das brauche.

Eigentlich war ich auf der Suche nach einer neuen mechanischen Zeituhr, die die Bewässerung nach eingestellter Zeit abschaltet. Die alte Uhr blieb hängen und so lief die Bewässerung immer  zu. Nun, die neue Uhr habe ich und das geniale Teil, von dessen Existenz ich bisher noch nie gehört hatte, noch dazu.

Wasserzähler für den Gartenschlauch (c) by Joachim Wenk
Wasserzähler für den Gartenschlauch (c) by Joachim Wenk

Ein einfaches Gerätchen. Es wird einfach an den Schlauch angesteckt und zählt ab da dann das Wasser, das hindurch geflossen ist. Man kann sehen, wenn man von  Hand etwa die Kübel gießt, wieviel Liter der jeweilige Topf erhalten hat. Ein weiterer Zähler addiert das alles und man sieht, was man für alle Töpfe zusammen gebraucht hat und wieder ein Zähler summiert alles Gießen zum Beispiel des kompletten Jahres oder wie man es eben haben möchte. Genial. Für gerade mal 15€  echt super.

Ich habe am Wochenende dann noch einmal alle Flächen, die mit Bewässerungsrohren versehen sind, gegossen. Zwar wußte ich, daß es bald regnen wird, aber: ich  war doch so neugierig und es war auch so was von nötig.

Jetzt kann ich genau sagen, wie viele Liter ich gegossen haben, wenn die Bewässerung zum Beispiel für 2 Stunden gelaufen ist. Fast überall sind das dann 20l/qm. So ähnlich hatte ich es auch ausgerechnet und kalkuliert. Das reicht dann immer für 3-7 Tage. Im Gewächshaus waren es so drastisch weniger  an Litern, daß ich nicht weiß warum. Gut, daß ich gemessen habe und nun eben die Bewässerung mindestens 4 Stunden oder fast täglich anschalte. Ich dachte ohnehin, ich sehe nicht recht. Trotz Tropfschläuchen hingen meine Tomaten schlaff nach unten im Gewächshaus. Nach der Liter-Messung, wußte ich auch warum.

Wasser im Garten- die Stauden machen schlapp

Nicht nur die Tomaten im Gewächshaus, auch so manche Staude im Beet machte Schlapp.

.(c) by Joachim Wenk
es müsste mal wieder regnen...(c) by Joachim Wenk

Aster und Topinambur am Gartenzaun waren am Verdursten. Dabei habe ich doch immer wieder gegossen. Nur die letzten Tage nicht, weil es kühler war und auch hin und wieder nieselte. Was dieses Nieseln gebracht hat, sieht man ja. Nach fast vier Stunden Bewässerung standen sie wieder erfrischt im Beet. Naja und dass sie im Moment nicht welk sind, das glaubt ihr mir sicher auch ohne Foto.

Die erste Hecke ist geschnitten - fehlen noch zwei


Weiteres Thema der vergangen Woche waren die Hecken.

Ich sollte dabei wohl eher von einer Hecke sprechen, denn mehr als diese eine habe ich nicht geschafft, zu schneiden. Heute wollte ich weiter machen. Das hat sich aber von allein erledigt. Leider nicht das Schneiden ansich, sonder eher die Frage, ob  ich es in Angriff nehme oder nicht.  Meine Akku-Heckenschere ist wohl nicht für "unter-Wasser" geeignet.  Gut, daß es manchmal regnet, da hat man dann einen entspannten Tag.

Hinten im Gemüsegarten die Haselnußhecke ist zumindest geschnitten. Jetzt kommt wieder Licht ans Gemüse.

Haselnußhecke  im Gemüsegarten vor dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke  im Gemüsegarten vor dem Friseurbesuch (c) by Joachim Wenk

Haselnußhecke  im Gemüsegarten nach dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke  im Gemüsegarten nach dem Friseurbesuch (c) by Joachim Wenk

Haselnußhecke  im Gemüsegarten vor dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke  im Gemüsegarten vor dem Friseurbesuch (c) by Joachim Wenk

Haselnußhecke  im Gemüsegarten nach dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke  im Gemüsegarten nach dem Friseurbesuch (c) by Joachim Wenk

Für die ganz exakten Heckenschneider unter meinen Lesern. Ja, es stehen noch vereinzelt Triebe, die nicht geschnitten wurden. Das liegt daran, daß die Hecke wirklich breit ist. Und selbst ich mit  meiner Größe und dem langen Schwert der Heckenschere konnte mich in die Hecke lehnen, wie ich wollte. Bei manchen Trieben war es mir nicht möglich, sie zu erreichen. Dazu muß ich den weiten Weg ganz aussen herum ums Gelände zum Nachbarn machen. Am Samstag Abend hatte ich keine Lust mehr dazu und seither kam ich nicht mehr dazu. Das wird aber noch erledigt! 

Wichtiger ist, daß der gesamte Heckenschnitt und ein großer Haufen Staudenschnitt bereits gehäckselt und auf dem Kompost gelandet ist. Das Material wäre auch super zum Mulchen in den Gemüsebeeten. Aber da ist noch überall Mulch und ich brauche ja auch Kompost für die Stauden. Also kommt es eben auf den Komposthaufen. 

Haselnußheckenschnitt nach dem Häckseln (c) by Joachim Wenk
Haselnußheckenschnitt nach dem Häckseln (c) by Joachim Wenk


Mich freut jede Blüte - egal ob Unkraut oder edle Staude

Die Arbeit im Garten hört zwar nie auf, wohl aber das Blühen. Dieses Jahr ist es jedenfalls so, weil einige Stauden nicht wieder kamen oder erst sehr spät. Jetzt ist jedenfalls in den Beeten nicht viel los. 

Gut, daß ich die  Selbstaussäher habe und das Unkraut. Damit blüht wenigstens etwas. 

Wo der Borretsch immer her kommt, weiß ich wirklich nicht. Ich lasse ihn anfänglich stehen, wegen der Blüten für die Bienen und Hummeln. Dann wird er mir zu groß und unansehnlich. Egal ob hier oder im Gemüsebeet. Ich reiße ich ihn aus, wenn er so ziemlich abgeblüht ist. Scheinbar hat er sich dann aber schon ausgesät. Schließlich kommt er Jahr für Jahr wieder und keimt an den seltsamsten Stellen. 


Mauerblümchen: Borretsch (c) by Joachim Wenk
Mauerblümchen: Borretsch (c) by Joachim Wenk


Nicht nur seltsam sind die Stellen, die sich Selbstaussäher aussuchen,  sondern auch oft unwirtlich, wie es schlimmer nicht sein könnte. Aber das macht den Bewohnern dort scheinbar nichts aus. Der Mohn in den Fugen der Betonplatten. Südwesthang, Sonne pur, Temperaturen die mir immer schier den Verstand rauben. Kein Gießwasser. Aber er blüht und blüht und blüht.

Fugengrün: Mohn (c) by Joachim Wenk
Fugengrün: Mohn (c) by Joachim Wenk

Im Staudenbeet die weiße Taubnessel macht sich doch ganz gut zu den kleinen gelben Staudenblüten vom Mädchenauge

Mädchenauge mit Taubnessel (c) by Joachim Wenk
Mädchenauge mit Taubnessel (c) by Joachim Wenk

Unweit davon gibt es ab sofort auch wieder große gelbe Blüten. 

Sonnenhut (c) by Joachim Wenk
Sonnenhut (c) by Joachim Wenk

Und die Clematis steht in voller Blüte. Sowohl hier am Zaun, 

Clematis viticella Mary Rose
Clematis viticella Mary Rose

als auch im Staudenbeet. 

Clematis integrifolia Pastel Pink (c) by Joachim Wenk
Clematis integrifolia Pastel Pink (c) by Joachim Wenk


Wegen der Blüten habe ich sie sicher nicht. Da hatte sie noch nie eine. Aber die Blätter sind einfach imposant und ich freue mich sehr, daß sie den harten Winter und den kalten April überlebt hat und jetzt, später als sonst üblich, wieder ihre imposante Erscheinung im Staudenbeet präsentiert. Die winterharte Banane. 

winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk


Im Gemüsegarten wird geerntet - Früchte, Blätter und Samen


So ist das in meinem Garten. Im Staudenbeet freue ich mich an Blättern und im Gemüsegarten gibt es Blüten. Verkehrte Welt eben. 

Wer kennt die gelben Blüten hier samt den Pusteblumen-Samenständen? 


blühendes Gemüse Kopfsalat (c) by Joachim Wenk
blühendes Gemüse Kopfsalat (c) by Joachim Wenk

Im Frühjahr hatte ich kurzfristig mehr Salat, als wir essen konnten. Ergebnis: er schoß. Ich lies ein paar stehen und nun blüht er und hat Samen. Da ich nur samenechte Sorten anbaue, kann ich mir hier einen Vorrat an Salatsamen abnehmen. So eine  Ernte hatte ich auch noch nie.

Ansonsten wächst es ganz gut dieses Jahr im Gemüsegarten.

Kräuter, wie hier den Majoran habe ich überall zwischen rein gepflanzt und ernte fleißig fürs Trocknen.


Majoran (c) by Joachim Wenk
Majoran (c) by Joachim Wenk

Hinter selbst ausgesäten Sonnenblumen vom Vogelfutterhäuschen im Winter und der roten Melde fangen die Tomaten an zu reifen. Eine sehr frühe Sorte bringt mir schon länger leckere Tomaten fürs Vesper. Samen sind da ebenfalls bereits geerntet und trocknen gerade.

reifende Tomaten im Gemüsebeet (c)  by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Gemüsebeet (c)  by Joachim Wenk


Die Stangenbohne Blauhilde ist wie jedes Jahr sehr wüchsig. Davor die afrikanischen Meterbohnen scheinen sich als Reinfall zu bestätigen. Beide Sorten gleichzeitig gesät. Nur die Meterbohnen keimten nicht, wuchsen nicht und haben jetzt auch noch eine Krankheit. Die Blauhilde daneben strotzt vor  Gesundheit, Wuchskraft und die ersten Bohnen sind geerntet.

Bohnen-Tipi (c) by Joachim Wenk
Bohnen-Tipi (c) by Joachim Wenk

Von den Gurken habe ich noch keine geerntet. Es ist auch noch kaum eine in Aussicht. Aber die Freude über das gesunde Laub ist riesig. Hatten sie doch bislang ausnahmslos immer den Mehltau und als die Ernte richtig starten wollte, waren die Pflanzen durch diesen bereits getötet.

Salatgurken (c) by Joachim Wenk
Salatgurken (c) by Joachim Wenk


Geerntet habe ich heute Lauch und Sommerkohl.

Sommerlauch und Frühkohl (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch und Frühkohl (c) by Joachim Wenk

Selbstversorgerrezepte und wie man keines mehr verpasst

Beides ist jetzt eingefroren. Wie ich das mache, habe ich wieder bei achimsgartenzumessen.de meiner Selbstversorgerseite dokumentiert. Lauch einfrieren und Blattgemüse  einfrieren. 

Dazu gibt es noch ein Rezept für "Preiselbeerkompott" aus roten Johannisbeeren. 

Preiselbeerkompott aus roten Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
Preiselbeerkompott aus roten Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk



Und ich habe Kürbiskuchen eingekocht. 

Kürbiskuchen eingekocht und konserviert (c) by Joachim Wenk
Kürbiskuchen eingekocht und konserviert (c) by Joachim Wenk



Zur Belohnung für die viele Arbeit gönnte ich mir dann am Abend einen Vanillepudding mit einer fruchtigen scharze-Johannisbeersauce aus Fruchtmus, das ich bei der Beerenernte  eingefroren hatte.

Newsletter bei achimsgartenzumessen.de


Hier noch ein Wort in eigener Sache zum Thema achimsgartenzumessen.de. 

Ich weiß, daß einige Leser meine Rezepte dort mit großer Aufmerksamkeit und Neugierde lesen und verfolgen. Ja sogar gespannt auf neue Veröffentlichungen warten. Nun merke ich aber, daß es zu kompliziert wird, Buch zu führen, welches Rezept ich in welchem sozialen  Medium nun schon veröffentlicht oder verlinkt habe. Andererseits möchte ich aber auch, daß die treuen Leser von allen neuen Rezepten erfahren und sie dann lesen oder nicht, wie es dem einzelnen gefällt oder das Rezeptthema eben gerade passt. 

Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, die Rezepte nicht mehr konsequent, sondern nur noch sporadisch (wenn denn das Thema passt )  in den sozialen Netzen zu verlinken und zu benennen. Dafür aber biete ich an, per Mail eine Art Newsletter zu verschicken. Wer also Interesse hat, immer über das Erscheinen neuer Rezepte und Konservierungsmethoden informiert zu werden, kann mir auf der Kontakt-Seite bei achimsgartenzumessen.de eine Nachricht schreiben. Dabei sollte dann angekreuzt sein, daß der Newsletter erwünscht ist. Ich erhalte somit die  E-Mail-Adresse und nehme sie in meinen Verteiler auf. Immer wenn dann wieder ein paar neue Rezepte online sind, werde ich darüber per Mail informieren. Damit ist sichergestellt, daß kein Rezept verloren geht oder in dem Wust an Nachrichten der sozialen Medien verloren geht.


Mittwoch, 19. Juli 2017

Ein Park, ein Landhausgarten oder eine Gartenausstellung - und ist Gemüse Ramschware?


Von Freud' und Leid des Gärtners - heute aber nur Freud'

Wenn man so intensiv mit, in und für seinen Garten lebt, wie ich das tue, erfährt man auch immer wieder Mißerfolge und Rückschläge. Ein wunderschönes Video dazu hat übrigens die Nadja veröffentlicht.  Wegen der starken Bindung an seinen Garten empfindet man das wohl auch noch viel schlimmer, als es andere Personen tun. 

Heute aber, ist es aber einmal wieder genau anders herum. Ich sehe all das Schöne meines Gartens. Und ich glaube fast, daß ich auch das noch intensiver spüre, als es andere Personen tun. 

Das Wetter passt gerade.  Es hatte minimal geregnet und die Temperaturen schwanken um die Mitte der zwanziger Grade. Ich habe etliches in den Staudenbeeten aufgeräumt und der Rasenmäher funktioniert wieder, so dass gerade frisch gemäht ist. Die Luft ist erfüllt von Insekten und lärmenden Spatzen - oder dem Gefauche ralliger Katzen. Anders als in den vergangenen Sommern ist der Rasen sogar grün. Es ist einfach wunderbar und ich will euch ein paar Fotos zeigen. 

Bei diesem Ausblick geht die Hausarbeit doch fast von allein


Fangen wir mit einem Blick nach  unten an. Sogar von hier oben freue ich mich einfach nur am Garten. Selbst wenn ich dabei Putzen und Bügeln muß. Dieser Blick ist gerade vom  Bügelzimmer unter Dach heraus fotografiert. Man sieht dabei den Vorgarten im Panorama. In der Mitte das Mäuerchenbeet mit den Staudenlücken über die ich kürzlich berichtete. Links der neue "Dorfbrunnen". Rechts die Vogeltränke, der Rummelplatz für muntere Spatzen die Hecke, die eigentlich längst müsste gestutzt werden. Aber das stört mich heute auch nicht. 

Bei diesem Ausblick fällt mir sogar das lästige Bügeln leichter. 


Landhausgarten Blick vom zweiten Stock in den Vorgarten (c) by Joachim Wenk
Landhausgarten: Blick vom zweiten Stock in den Vorgarten (c) by Joachim Wenk



Vorfreude auf den Garten


Wenn ich dann runter gehe und in den Garten will, trete ich durch die Haustüre in den Vorraum und blicke in einen "Park". So zumindest scheint es mir heute mit dem frisch gemähten Rasen.


Landhausgarten (c) by Joachim Wenk Landgarten
Landhausgarten (c) by Joachim Wenk


  Was ist es, ein Land-Haus-Garten, ein Park oder eine Gartenausstellung?


Auch diese Gartenszene finde ich so richtig passend für einen Landgarten. Alter Walnußbaum, Scheune mit Ramblerrose und ein paar Obstbäume. 

Die Säulenobstbäume haben den Sommerschnitt hinter sich und sehen wieder aus wie Säulen. Vergessen wir bei dem herrlichen Anblick den Frust über den April. Birne und Kirsche in voller Blüte. Schneeweiß und vielversprechend.  Endlich einmal Früchte von den etwa 3 Jahre alten Bäumen. Dann eine Woche - man ist es ja fast schon gewohnt - Wintereinbruch Ende April. Nachts -4° und auch weniger, je nach Kleinklima. Das dann Nacht für Nacht. Nun  was soll ich sagen. Jetzt  habe ich die Bäume eben wegen des schönen grünen Laubes und nicht wegen bunter Früchte da stehen. Auch schön. Vielleicht bekommen wir ja nächstes Jahr einmal eigenes Obst. 

Landhausgarten (c) by Joachim Wenk Landgarten
Landhausgarten (c) by Joachim Wenk



Im Staudenbeet gegenüber der Säulenbäume blüht als einziger gerade der Phlox. Er ist dieses Jahr wirklich wunderbar. Ansonsten blüht nicht viel. Einiges schickt sich an, demnächst zu blühen. In meinen Staudenbeeten  geht es eben nicht so geregelt zu. Manches hätte ich schon abschneiden können, dann aber würde ich mich nächstes  Jahr nicht freuen können. Freuen über die wilden und unbeabsichtigten Pflanzen- und vor allem Blütenfarbenkombinationen. Erst muß sich ja die Akelei, die Spornblume oder der braune Storchschnabel aussähen dürfen, bevor ich das Verblühte abschneiden kann.

Leben und Leben lassen beziehungsweise blühen und blühen lassen ist die Devise. Und so gefällt es mir. Ist nicht der Garten der Spiegel vom Charakter und der Persönlichkeit des Gärtners? Ich habe davon gelesen und muß sagen, Ja! Bunt, facettenreich, ursprünglich, natürlich, echt, nicht festzulegen, lebendig, humorvoll, mit Ecken und Kanten, mit schönen und weniger schönen Teilen. Das ist mein Garten.


Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet (c) by Joachim Wenk


Sagte ich nicht, wie ein Park kommt er mir vor, der Garten? In Kurparks oder Schloßgärten gibt es das auch. Die Palmwedel der riesigen Kübelpflanzen  wehen im Wind vor den Staudenbeeten. 

Das habe ich auch bei mir vor der Haustür. Ich muß nirgends hin fahren. 

Blick durch Palmenwedel aufs Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Blick durch Palmenwedel aufs Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Exotische Gewächse am mediterranen Platz mit Seerosenbecken. 

der mediterrane Platz (c) by Joachim Wenk
der mediterrane Platz (c) by Joachim Wenk


Zu meinen Mini-Opuntien in der Wanne habe ich dann auch die kleine der beiden anderen Opuntien gesellt. Ein Feigenkaktus als Mitbringsel von Rhodos vor unzähligen Jahren. Jetzt mit meinen anderen Sukkulenten kann ich ihn auch einmal repräsentativ ins Rampenlicht rücken. Bisher standen sie immer eher unbemerkt an der Hauswand hinter den andere Pflanzen. Sie sind unwahrscheinlich schwer und kippen sofort um, weil die riesigen Ohren sie nicht ins Gleichgewicht kommen lassen. Ob die auch Frost aushalten? Dann könnte ich sie im Herbst länger draußen lassen. Ich bin noch immer am recherchieren, was geschehen müsste, daß sei einmal blühen und die essbaren Früchte tragen.

Immerhin steht eine von ihnen nun schon weiter vorne und wird jetzt auch gesehen. Angelehnt an das Seerosenbecken, etwas windschief, als hätte sie einen leichten Schwipps. Trunken von der  Schönheit des Gartens im Juli?

Seerosenbecken mit angelehnter Opuntie und großer Palme (c) by Joachim Wenk
Seerosenbecken mit angelehnter Opuntie und großer Palme (c) by Joachim Wenk


Die Schmucklilie hat letztes Jahr nach dem Umtopfen nicht sonderlich geblüht. Anders diesen Sommer. Wichtig für sie ist es, im Herbst und Winter etliche Wochen bei Temperaturen unter 10°C zu stehen, sonst setzt sie keine Blüten an. Also beim  Einräumen aufpassen.
Schmucklilie, Agapanthus in voller Blüte (c) by Joachim Wenk
Schmucklilie, Agapanthus in voller Blüte (c) by Joachim Wenk


Eine kleine Ausstellung sukkulenter Freilandgewächse, formiert zu Miniaturlandschaften. Nicht nur ein Park, gar eine Gartenausstellung habe ich in meinem Garten. 

winterharte Sukkulente (c) by Joachim Wenk
winterharte Sukkulente (c) by Joachim Wenk

winterharte Sukkulente (c) by Joachim Wenk
winterharte Sukkulente (c) by Joachim Wenk

winterharte Sukkulente (c) by Joachim Wenk
winterharte Sukkulente (c) by Joachim Wenk


Wieder ein Erfolg durch  Nichtstun


Der Buchs in der Baumscheibe ist jetzt endlich richtig eingewachsen. Vom Buchsschnitt im Frühjahr habe ich Stecklinge zum Bewurzeln eingetopft, damit hier der Buchskreis einmal geschlossen wird. Der Storchschnabel innen im Kreis wächst und blüht munter. Und haben wir nicht gerade vom Aussähen lassen gesprochen? Ich habe von den Samen, die er reichlich gebildet hat welche gesät. Leider wurde es nichts mit Jungpflanzen. Anders hier im Beet. Beim Unkrautrupfen hatte ich es schon bemerkt. Lauter kleine Storchschnäbel wachsen da. Ohne dass ich hätte irgendwelche Mühen  mit der Aufzucht gehabt. Und das ist bei einem Garten wie meinem wichtig, zu Rupfen und nicht zu Hacken. Nur beim Rupfen sieht man die winzigen und gewollten Sämlinge der Stauden und lässt sie stehen! 


Baumscheibe am Hausbaum(c) by Joachim Wenk
Baumscheibe am Hausbaum(c) by Joachim Wenk

In der Baumscheibe brauche ich zwar keine weiteren Storchschnäbel. Aber wo anders durchaus. Zumahl diese hier wirklich trockenheitserprobt sind. Ich habe sie  ausgegraben und in die Topfplatte gesetzt. Da könne sie wachsen, gute Wurzeln bilden und werden im Herbst ausgepflanzt. Daneben sind ein paar Sämlinge der Alpenwaldrebe.  Hier hat mein Aussähen geklappt. 

Nachwuchs für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk
Nachwuchs für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk

Der Gemüsegarten und die Beeren

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick in den Gemüsegarten. 

Die Mariendistel, deren Samen wohl im Vogelfutter waren, bereichert das Tomatenbeet mit ihren Blüten. 

Marendistel im Tomatenbeet (c) by Joachim Wenk
Marendistel im Tomatenbeet (c) by Joachim Wenk


Dieses Jahr mag ein Johannisbeerjahr sein. Ich berichtetet ja darüber. Dafür fällt die Himbeerernte in nicht gekannt kleiner Menge aus. Ein falscher Schnitt der Triebe ist wohl die Ursache. Die einzelnen Beeren allerdings sind dieses Jahr überdimensional groß. Das macht wohl die ausreichende Wasserzufuhr durch die Tropfbewässerung. Das Aroma ist bekannt himbeerstark. Und! Nicht ein einziger Wurm in irgendeiner Beere. Ein Traum!

Himbeerernte (c) by Joachim Wenk
Himbeerernte (c) by Joachim Wenk

Weil ich schon so viele Johannisbeeren auch zu Konfitüre verarbeitet habe, wurden die Himbeeren gleich eingefroren. Wie das geht, beschreibe ich bei achimsgartenzumessen.de 

Daraus wird wieder die so beliebte Nachspeise für Geburtstagsfeste. Gefrorene Himbeeren, zerbröckeltes Baiser und Schlagsahne. Mehr braucht es dafür nicht. Und dazu ist es gut, wenn die Beeren schön als einzelne Beeren gefroren wurden.

Gemüse als Ramschware?


Gemüse ist so wahnsinnig billig, geradezu zu Ramschpreisen erhältlich. Ich frage mich manches Mal, wie der Erzeuger da noch von leben kann. Weil es so billig und ein Nebenprodukt auch in der Küche ist, wird es oft nicht richtig gelagert, verdirbt, wird achtlos zubereitet oder weggeworfen. 

Wie anders wäre das, wenn mehr Menschen einmal versuchen würden, Gemüse selbst anzubauen und zur Ernte zu bringen. Ich meine damit nicht eine Tomatenpflanze, behangen mit ersten Früchten im Baumarkt zu kaufen, sie dann in einen schönen Übertopf zu stellen und nach zwei Wochen die ersten Früchte zu ernten. 

Ich rede von dem anderen Gemüse. Und ja, außer Tomaten und Chilli gibt es noch anderes Gemüse, das man hier in Deutschland im Garten anbauen kann. Manches mal beim Durchforsten der sozialen Medien meine ich, daß das gar nicht bekannt ist.....

Jedenfalls schauen wir den Sommerlauch an. Ich habe ihn an Weihnachten 2016 gesät. Im April 2017 ausgepflanzt und kann ihn jetzt im Juli ernten. 7 Monate Arbeit und Kümmern. 

Meint ihr, wenn ein Rest von einer Lauchstange übrig bleibt in der Küche, daß ich den dann entsorge? Nach so viel Mühe, ihn zur Ernte zu begleiten?

Ich suche immer nach Möglichkeiten, den dann in andere Rezepten zu verwenden, was in der sehr flexiblen Gemüseküche immer möglich ist. Auch ein Grund für meine Küchen- und Vorratseite  (www.achimsgartenzumessen.de)in der laufend weitere  Rezepte und Konservierungsmöglichkeiten veröffentlicht werden. 

Aber auch Lauch in der Hauptrolle am Teller schmeckt köstlich. Heute gab es Lauchgemüse mit Semmel-Käse-Knödeln

Auch das sehr aromatische und anders als beim Winterlauch, eher zarte Grün, wird verwendet. Ich trockne es für Gemüsebrühe und als Gewürz. 

Sommerlauch (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch (c) by Joachim Wenk


Mein  Winterlauch steht erstaunlich aufrecht im Beet. Obwohl ich ihn bei großer Hitze pflanzen mußte. Ich glaube den habe ich alles in allem etwas spät gepflanzt. Leider kam der nicht in die Puschen und ist einfach nicht gewachsen. Gesät habe ich ihn laut Samentüte zur rechten Zeit. Nun, bis Oktober kann der ja noch ganz schön wachsen. Und dann habe ich eben dünne Lauchstangen und nicht die dicken Prügel. Essen kann man ihn allemal.

Und auch der wird wieder, wie alles Gemüse aus meinem Garten, geradezu mit Ehrfurcht geerntet, gelagert, konserviert und schließlich zu Tisch genossen. In Dankbarkeit, diese Möglichkeit zu haben.

frisch gepflanzter Winterlauch (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanzter Winterlauch (c) by Joachim Wenk