Montag, 19. Juni 2017

Welche Geschichte finde ich blos zu all den schönen Fotos

Brückentag und Strohwitwer, was für eine Kombination


Wenn man den Brückentrag am Freitag frei hat und dann auch noch als Strowitwer vier Tage allein daheim ist kommt man auf so mancherlei Idee. 

Da wird gebacken und konserviert. Für wen eigentlich, ist ja  niemand daheim.  Hierüber berichte ich in den nächsten Tagen wieder bei www.achimsgartenzumessen.de unter den Stichworten "Blattgemüse konservieren" oder "Kräuterplätzchen". 

Ansonsten haben ich bis auf wenige Stunden in der Nacht meine vier freien Tage selbstverständlich im Garten verbracht. Die Zeit verflog so, in die Arbeit gestürzt, wie im Flug. Strohwitwer ansich ist nämlich kein schöner Zustand. 

Ganz allein war ich ja aber nicht, immer dabei war das Handy zum fotografieren. 

Was verbindet die einzelnen Fotos und wie präsentiere ich sie am besten?

Ein ganzer Schwung schöner Fotos ist entstanden. Dass es oft schwierig ist, das rechte Licht dafür zu finden, diskutierte ich kürzlich. Wisst ihr, was aber mindestens genau sie  kompliziert ist? 

Die Frage: wie präsentiere ich die Fotos hier.  Eine Geschichte sollte die einzelnen Bilder sinnvoll verbinden, finde ich. Meistens ist diese Geschichte sogar schon beim Fotografieren in meinem Kopf. Nach ein oder zwei Fotos kommt ein Gedankenblitz und die weiteren Fotos werden dann dieser Geschichte gehorchend geschossen. 

Diesmal war es - und das ist echt selten - so, daß ich einfach drauf los knipste. So viel schöne Details sah ich überall. Jetzt sitze ich am PC und sichte. Ich muß welche weglassen, zu viele sind es. Aber welche? Nachdem mir die Geschichte für die heutige Präsentation also nach und nach eingefallen ist, sortierte ich neu, strich die nicht passenden Fotos und kann nun mit dem Berichten loslegen. 

Kombinationen im Garten - wild und lebendig oder lebendig weil wild?


Die Geschichte könnte den Titel "Kombinationen" haben. Dazu gibt es viel Geschriebenes. Und viele Gärten, die ich hier so sehe, haben da auch ihre eigenen Vorlieben. Bei den einen muß immer rund ums Jahr alles weiß sein. Andere mögen kein Rot und die Farbe Gelb darf sowieso nie vorhanden sein. Also bei mir ist es anders. Ich finde es nach wie vor sehr schwierig, etwas zum Gedeihen und Blühen zu bringen. Einmal töten die Schnecken ein paar Jahre alles und jeden und dann kommt die Dürre. Die vernichtet die Schnecken und mit ihnen so manche Staude oder Sträuchlein. 

Ich will gar nicht fragen, was als nächstes kommt. Und überlegen, wie viele Stauden ich die letzten Jahre umsonst gepflanzt habe, ohne sie überhaupt ein mal habe blühen zu sehen, will ich schon gar nicht. Es sind auf alle Fälle viele Dutzende. Lange Rede "kurzer" Sinn. Wenn in meinem Garten etwas wächst und dann auch noch blüht, dann darf es das. Dort, wo es sich selbst hat entschieden zu wachsen und zu blühen. Manchmal sind die Farbkombinationen wie aus dem Lehrbuch und manchmal sind sie wie aus dem Leben. Bunt und schräg. Und genau diese Mischung mag ich, bin ich, will ich. 

Vielleicht gebt ihr mal Bescheid, welche Kombination euch von den hier gezeigten persönlich recht gut gefällt? 

Gelb und weiß, da kann man  glaube ich nichts verkehrt machen. Brandkraut und Mutterkraut. Letzteres hat sich selbst dort hingesetzt. 

(c) by Joachim Wenk


Gelb und dunkelstes Pink. Ich sag nur, die gelbe Färberkamille habe ich dort gepflanzt und die Lichtnelke kam selbst hinterher. Ein schönes Paar.

(c) by Joachim Wenk

Warnung!

Das folgende Foto ist für Gelb-Phobiker nicht geeignet. Die Farbkombination Gelb und Gelb. Gepflanzt hatte ich nur die Rose Golden Celebration. Die Färberkamille kam ihr von Jahr zu Jahr immer näher. 

(c) by Joachim Wenk

Rose golden Celebration und Färberkamille (c) by Joachim Wenk
(c) by Joachim Wenk

Ton in Ton ist schön. Wild gemischt aber auch. Ist diese Kombination hier nicht reizend. Hat das nicht was von einem Blumenstrauß auf Omas Küchentisch? Blauer Storchschnabel, weiß-gelbe Bertramblüten und Muttekrautwolken, roter Mohn und rose Empress Josephine Rose. "Unbeschwerter Landsommer" würde ich die Gruppe nennen, wenn ich sie als Set vermarkten sollte. Dann müsste ich aber der Natur Tantiemen abgeben. Denn gepflanzt habe ich nur die Rose und den Storchschnabel den Rest hat sie dazu kombiniert.

 (c) by Joachim Wenk


Ist das gerade zu heftig gewesen für die Augen? Dann nehmen wir einmal ein klitzekleines Detail heraus und vergrößern es. Rosa Empress Josephine und weiß-gelbes Muttekraut. Gleich hat das Auge wieder mehr Ruhe. 
(c) by Joachim Wenk


Oh, er kann ja auch vernünftig! Ja auch das geht. Rosa Jacques Cartier und die weiße Spornblume. Beides bewußt von mir gepflanzt, genau an diese Stelle! 

(c) by Joachim Wenk

Genau genommen habe ich auch die rote Spornblume dazu gepflanzt und ich finde das geht auch noch. 
(c) by Joachim Wenk

Rosa ist aber auch einmal ganz schön für sich allein anzuschauen. 

rosa Jacques Cartier (c) by Joachim Wenk
 (c) by Joachim Wenk

rosa Jacques Cartier (c) by Joachim Wenk
rosa Jacques Cartier 



Rosa, rosaweiß und weiß. Zwar beides gepflanzt, aber den Fingerhut im letzten Jahr, die Hortensie dieses Jahr im Mai. Wenn erst mal dahinter das gelbe Johanniskraut aufgeht, ist die Kombination wieder typisch für meinen Garten. Überhaupt finde ich dieses etwas romantisch unaufgeräumte überall doch mehr und mehr reizvoll. 




Tontopf und Rambler ist immerhin auch ein Kombination. Weniger der Farbe wegen habe ich das Foto ausgewählt. Nein es ist diese Stimmung darauf, die mir so gefällt. 

(c) by Joachim Wenk

Und somit habe ich auch gleich einen Anlass, den Rambler Paul's Himalayan Musk im Walnußbaum abermals zu präsentieren. Er blüht eben so schön und dabei so kurz. Sehr wenige Tag im ganzen Jahr und den Rest der Tage im Jahr heißt es warten auf diese nächsten Tage im nächsten Jahr.

Was ihn aber zu einer Pflanze würdig für meinen Garten macht ist das unkontrollierbare, unformbare, wilde Wachstum. Ihn könnte man in keinen Rahmen zwängen oder zu einer Form erziehen. Ihn kann nur jemand lieben, der fasziniert beobachtet, mit welcher Lebenskraft, ja Lebensfreude die Natur ans Werk geht und diese Freude dabei mit uns teilt. Wenige Tage im Jahr, aber ich genieße diese um so mehr.

(c) by Joachim Wenk

 (c) by Joachim Wenk

Und hier? Unbändiges Wachstum? Was für eine Kombination? Ja, unbändig,  so kann man die Moosrose Captain John Ingram durchaus einordnen. Kombination?  Rose und Stein? Nein eigentlich nicht. Aber die Natur der Dinge schlägt uns hier immer wieder ein Schnippchen und so ist das Projekt am Pflanzkübel im Vorgarten doch wieder 2 Schritte zurück gegangen nach dem es einen vorwärts ging. Aber ihr werdet es schon noch fertiggestellt zu sehen bekommen. Wir sind wirklich kurz davor. 

Dann haben wir eine Kombination die auch sehr schön und klassich ist. Nur leider wird dann die Rosenblüte für diese  Jahr hier vorbei sein. 

(c) by Joachim Wenk

Kombinationen im Garten beziehen sich also nicht nur auf die Blüten zweier Pflanzen, sondern auch auf die Materialien. So zum Beispiel ein Rankgerüst für Rosen. Hier muß das Passende erst mal gefunden werden.  Immer schon gefielen mir Rosen, wie eben der Rambler von eben, die blühend aus alten Bäumen hängen. Damals, als wir unseren Garten bekamen, war ich natürlich überglücklich, einen eingewachsenen Garten mit große Bäumen zu bekommen. Und bis man sich's versah, standen die Rambler da. 

Hier der zweite Walnußbaum mit dem Rambler Rose- Marie-Vieaud. Ein Rosenbogen ist etwas Schönes und ich habe auch einen. Aber eine Rose in einem Baum ist natürlich unerreicht,  finde ich. 

(c) by Joachim Wenk

 (c) by Joachim Wenk

(c) by Joachim Wenk

Die letzte Kombination für heute ist ganz einfach. Grün in Grün. Mehr  braucht es nicht .


(c) by Joachim Wenk


Und wenn also, was leider viel zu selten ist, Besuch in meinen Garten kommt und sich am Haus vorbei einige Meter bergauf  begibt, der sieht zum Beispiel dieses Bild. "Wo sind hier all die netten Szenen und Kombinationen? Ich sehe ja nichts" , wird der Besucher denken. 

Nun dazu muß man schon richtig eintauchen in den Garten, Ruhe mitbringen und vor allem hinsehen. Auch das ist wie im richtigen Leben. Es gibt so unendlich viel Schönes zu sehen und zu erfahren Wie oft sehen wir es nicht, laufen daran vorbei und übersehen es vor lauter Hatz und Eile. Eile zu was? Ein schönes Leben führen zu können? Schaut euch die Bilder an, das Schöne ist bereits da und was es braucht ist Achtsamkeit , Offenheit und es geschehen zu lassen.

(c) by Joachim Wenk


Der ist gut, hechelt selbst sicher den ganzen Tag schweiß überströmt durch den Garten und redet dann von "es geschehen lassen" und "das Schöne wahrnehmen wollen". Naja ganz unrecht hat der nicht, der das von mir denken mag. Aber nein, ganz Recht auch wieder nicht. Hier der Beweis, ich kann auch zurück schalten und genießen.



(c) by Joachim Wenk
 (c) by Joachim Wenk


Bitte? Ihr versteht nicht was ich meine? Das verstehe ich nicht, seht doch genau hin. Ja, die Aussicht ist auch schön, aber nicht der Punkt um den es hier geht. Also noch mal einen Blick drauf werfen:




Wird es jetzt klarer? Aber sicher doch. Und wenn ihr noch nicht neidisch seid, dann blickt doch mal auf die Temperaturanzeige am Bedienteil.

(c) by Joachim Wenk


 Eine halbe Stunde in "der Kuppel" wie wir das nennen,  spült alle Anstrengungen des Tages weich. Das kann ich euch versichern.
(c) by Joachim Wenk

(c) by Joachim Wenk
(c) by Joachim Wenk

Wenn der Besucher in meinem Garten also irrtümlicher Weise nicht auf der Vorderseite des Hauses in den oberen Garten wandel,t  um dort das oben gezeigte Bild zu sehen, dann gelangt er genau hier hin und sieht mich hier schwimmen? Nein, wenn Besuch kommt, dann treibe ich natürlich nicht hier auf der weichen und warmen Welle. Dann schwebe ich auf Wolke 7 vor Begeisterung, daß jemand zu Besuch gekommen ist.

sie nannten es: die Kuppel (c) by Joachim Wenk
sie nannten es: die Kuppel (c) by Joachim Wenk



















Kommentare:

  1. Grins...aber du könntest den Besuch auch in die Kuppel einladen. Bei den Temperaturen....
    Grins. Schön ist dein Garten!

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    1. Guten Morgen Gine , dazu müsste sich erst mal Besuch zu mir verirren und wenn der dann saubere Füß hat... grins

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  2. Apropos Besuch...hast du wieder einen Tag der offenen Gartenpforte?
    Die Brandkraut-Mutterkraut-Kombi habe ich auch gerade selbst gepflanzt und ich bin nicht allergisch gegen Gelb....ich mag das. Bloß gut, dass der neue Garten nicht nur aus Wiese bestand und auch ein paar Obstbäume dabei waren, die wenigstens etwas Schatten machen, wenn auch nur minimal.....die neuen Beete liegen in der vollen Sonne und ich muss schauen, dass ich die Stauden nicht auch umsonst gepflanzt habe...:-)
    LG Sigrun

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    1. Hallo Sigrun, nein, ich hatte noch nie einen offene Gartenpforte. Wollte mich da schon immer mal anmelden. Im ganze Landkreis ist da bei uns nichts los, nur 6 Gärten und die direkt in einem Dorf. Also wäre ich sicher willkommen. ABer nachdem wir letztes JAhr selbst einige besuchten und die ungelenkte Besucherschar sahen, wurde mir Angst. So viele ungeführte Menschen in meinem Garten, das traue ich nicht. Also mache ich nur nach Terminabsprache individuell auf. Ich freue mich auf Besuch und interessierte Menschen, aber nur, wenn ich mich auch um sie kümmern kann und sie nicht ziellos und erklärungslos durch meinen Garten schweifen. Naja das Ergebnis ist dann eben auch Kein-Besuch. Nur einmal vor ein paar Wochen hatten wir einen schönen Nachmittag mit einer netten Besucherin . DAs mit der Kombi Brandkraut und Mutterkraut ist ja witzig oder? Ja das mit dem Umsonstpflanzen ist echt ärgerlich . Bäume sind wertvoll und schön, aber wenn sie halt nur vereinzelt dastehen, langt der Schatten meist auch nicht, um sinnvoll genutzt zu werden, da er ja auch wandert. Dann geh mal gießen und betüttel deine neuen Stauden, bei uns ist es grad irrrrre heiß, man kommt um, sobald man das Haus verlässt.

      Liebe Grüße Achim

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  3. Also ich finde, du solltest öfter mit der Kamera bewaffnet genüsslich durch den Garten streifen. Vor lauter Wühl- und Grabetätigkeit im Garten vergisst man als Gärtner nämlich ganz gern, den Garten auch mal nur schauend zu genießen und in seiner ganzen lebendigen Pracht wahrzunehmen. Und dadurch verpasst man doch etwas. Rumstehen und schauen gehört zu meinen liebsten Tätigkeiten im Garten. Garten-Philosophieren ;-)

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    1. da ist was dran, aber so lange ich stehe und sehe und knippse, bleibt halt die Arbeit liegen und man gerade zusehen, wie alles verwahrlost, atemberaubend schnell geht das, alles wartet nur mit Argusaugen auf die kleineste Nachlässigkeit von mir, um loszuschlagen ;-))))) Wie du aber ja siehst, kucke ich mir meinen Garten schon auch an. Dumm nur, daß ich mit jedem Kucken auch sofort wieder eine ganz lange Liste an zu erledigenden Arbeiten sehe..... ein Faß ohne Boden eben.

      Liebe Grüße Achim

      PS du solltest es in deinem blog ermöglichen, daß man dir folgt und so immer am Laufenden bleibt. Das ist auch gut für die Leserzahl ;-)

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    2. Oh... geht das nicht? Ups. So ganz blicke ich bei Blogspot nicht immer durch. Ich schau mir das Problem mal an. Danke für den Hinweis!

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    3. Ich hab jedenfalls auf keiner Seite was gefunden wo ich mich hätte einklinken können vielleicht bin ja auch nur ich zu dösselig

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