Mittwoch, 5. April 2017

Die Luft schwer vom Duft Der Kopf schwer von Ideen

Glück soll man teilen


Das waren meine ersten Gedanken, als ich heute morgen den Hund für dringende Geschäfte in den Garten entließ. 

Darum hier ein kurzer Morgengruß an alle Gartenfreunde. Ich teile mein Glück über diesen bevorstehenden Tag im Garten mit euch. 

Rundgang über die Terrasse

Ich öffne die Haustüre und blicke der Sonne ins Gesicht. 

Blick aus der Haustür (c) by Joachim Wenk
Blick aus der Haustür (c) by Joachim Wenk

Zur Linken das vorletztes Jahr neu gestaltete Fliederbeet. 

Staudenbeet neben der Haustüre (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet neben der Haustüre (c) by Joachim Wenk

Noch immer erscheinen neue Lenzrosenblüten. Die Stauden wachsen und bald wird wieder von Erde nichts mehr zu sehen sein. 

Staudenbeet neben der Haustüre (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet neben der Haustüre (c) by Joachim Wenk
Die dritte Lenzrosenpflanze im Beet steht jetzt in Blüte. Spassig ist ja, daß eine Pflanze nach deranderen Aufblüht. Vor vielen Wochen die längst verblühte weiße, dann die Rosé-farbene und jetzt die gesprenkelte. Eine vierte hat nur Blätter. Ich weiß gar nicht  mehr was sie für Blüten haben müsste. Gepflanzt hatte ich sie ja erst letztes Jahr. 

getupfelte Lenzrose "Pink spottet Lady" (c) by Joachim Wenk
getupfelte Lenzrose "Pink spottet Lady" (c) by Joachim Wenk





Ja, das ist mein Garten! Es gibt kein Farbkonzept. Schon gleich keines mit ohne Farbe, sprich in rein Weiß. Mein Garten ist von Leben und Variationen und Vielfalt erfüllt. Irgendwie, so finde ich, war das glaube ich eben doppelt-gemoppelt. Leben IST doch Variation und Vielfalt. Oder? 

Jedenfalls schmeiße ich doch keine Blume weg. Sie kommen immer in den Garten und viele davon siedeln sich dort an. Dieses Primel steht schon viele Jahre hier. Manche mögen es sicher kitschig finden mit dem gerüschten weißen Rand und dem gelben Punkt in der Mitte. Ich finde es aber herrlich und freue mich, wenn wie jetzt, an einer ursprünglich kahlen Stelle, erst die Blätter und dann die Blüten erscheinen. Das alles ohne, dass ich irgendwelche Arbeit oder Sorge damit hätte. Ganz von allein. 


Primel in Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Primel in Staudenbeet (c) by Joachim Wenk



Man ahnt schon den dichten Urwald, der hier bald sein wird. 

Flockenblumen, Brandkraut und Tulpen (c) by Joachim Wenk
Flockenblumen, Brandkraut und Tulpen (c) by Joachim Wenk


Und schon geht es zurück zur Haustüre und dann rein zum Frühstück. 

Blick zur Austür (c) by Joachim Wenk
Blick zur Austür (c) by Joachim Wenk

Die Luft lebt


Heute ist wie üblich mein freier Tag. Frei für Gartenarbeit. Die Aussichten sind traumhaft. Die Pflanzen wachsen wie im Bilderbuch. Die Luft lebt und webt bereits von Tag zu Tag mehr, erfüllt von Geräuschen, fliegendem Getier und ist gegen Nachmittag dann bereits wieder geschwängert von Düften. Das ist mir die liebste Gartenzeit. Beginnend mit den Hyazinthen bis spät in den Mai oder Juni gefolgt von allen möglichen süß und schwer duftenden Blütengehölzen oder Rosen. 

Mein aktuelles "Gartenbuch" am Nachttisch


Mein Aufgabenbuch für den heutigen Tag ist so voll wie mein Kopf mit Gedanken und Tatendrang, Dinge aus zu probieren. Woher die Aufgaben kommen ist klar, von den Gegebenheiten der Jahreszeit. Woher meine Gedanken kommen, die im Kopf herumwabern? Vom neuen Buch über Selbstversorgung und Permakultur. Vieles, was ich schon mal gelesen habe, vieles was ich weiß. Aber auch vieles was ich neu überdenken werde in meinem Garten, in meiner Gartenarbeit. Ich würde gern die Geister kennenlernen, die mir, gerade als ich ratlos meine Bodenprobenanalysen zu verarbeiten suchte, dieses Buch in die Hand fallen ließen. Bereits bei der  Beschreibung der Analyseergebnisse machte ich meine Überzeugung deutlich. Die rein chemischen Werte machen mir weniger Sorgen als der fehlende Humus respektive Bodenleben. Mir wird mehr und mehr klar, daß ich da genau richtig lag. Jetzt heißt es viel zu überdenken und  dabei hilft mir ganz sicher dieses Büchlein. 

Ich bin mir nicht sicher, ob ich einmal den Titel nennen soll. Es ist kein modernes Gartenbuch mit gestellten und gestylten sowie unrealistischen Bildern. Nichts drin erinnert an Rezepte und konkrete Handlungsanweisungen, kurz gefasst und mit so wenig wie möglich Worten unverständlich ausgedrückt. Nein. Es ist ein Buch für sehr offene, undogmatische, experimentierfreudig Gärtner. Gärtner, die wohl auch schon ein paar Erfahrungen haben. Gärtner oder Menschen, die die Natur verstehen oder bereit sind, sie zu verstehen. Auf alle Fälle aber für Menschen die nicht machen müssen, was MAN macht und die nicht machen müssen was SCHON IMMER so gemacht wurde. 

Wer nun noch immer Interesse an dem Buch hat, kann es sich unter folgenden Daten bestellen: 

Nikolay Kurdyumov   Clever Gärtnern leicht gemacht  Selbstversorgung Permakultur

So nun wird es aber Zeit für mich, die Frühstückstafel auf zu heben und mich in den Garten zu begeben. Ich wünsche einen wunderbaren Mittwoch. 
















Kommentare:

  1. Lieber Achim,
    schön, dass Du Dein Glück mit uns teilst, mir hat der kleine Rundgang gefallen und ich mag es auch, wenn alles mit Leben erfüllt ist. Die Primel finde ich nicht kitschig und weiß gar nicht, ob Pflanzen überhaupt kitschig sein können. Das Buch hört sich interessant an.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang, das finde ich cool, daß du das Primel nicht kitschig findest. Vielleicht ist das ja aber auch ein "Frauending" immer alles nur in weißem Pastell zu halten..... So jedenfalls ist die Mittagspause beendet, es geht wieder raus in den Garten. Salat und Lauch sind schon gepflanzt und Tomaten pikiert. Mal sehen was jetzt gemacht wird. Dir noch einen schönen Tag, liebe Grüße Achim

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