Mittwoch, 12. April 2017

Kompost-Tee zubereiten und ausbringen

Humusgehalt im Boden verbessern, aber wie?

Die Bodenproben bezeugten es, ich habe keinen Humus im Boden

Manche von euch erinnern sich vielleicht an die hier vor wenigen Wochen besprochenen Ergebnisse der Bodenproben aus meinen Gemüsegarten. Die Hauptnährstoffe sind ganz deutlich im Ungleichgewicht. Was mich aber noch viel mehr irritierte und ratlos machte ist die Aussage, daß es absolut an Humus fehlt.

Der Humus im Boden und damit das Bodenleben sind aber die Voraussetzung für gesunde und gut wachsende Pflanzen. Ich weiß das ja eigentlich, mulche daher den ganzen Sommer, sähe im Herbst, wo es geht Gründünger aus und bereite schon immer selbst Kompost aus all den organischen Abfällen. Aber in den Jahren, die seit den ersten Bodenproben vergingen, hat sich nichts verbessert in meinem Boden. Die Werte sind eher schlechter und damals wie heute habe ich keinen Humus im Boden.

Mein alleroberstes Ziel in diesem Jahr ist es also, den Humusgehalt im Boden zu verbessern oder überhaupt erst aufzubauen. Dies wird wohl etliche Jahre dauern, aber ich muß es ernsthaft und nachhaltig beginnen.

Mulchen ist also angesagt, aber mit was?


Wie ich gerade in meinem neuen Gartenbuch lese, ist für den Humusgehalt, noch mehr als der Kompost einmal im Jahr, der ständige und ausgiebige Mulch auf dem Gartenboden verantwortlich.

Woher aber auf einmal so viel  Mulchmaterial nehmen? Der Rasen wird jetzt bald sehr häufig gemäht. Bis jetzt aber haben wir erst einmal gemäht und das war noch nicht sehr ergiebig.

Ich hole erst einmal  meinen Häcksler raus und mache alles kurz und klein, was ich finde. Sogar Wellpappe von Kartons wird geschreddert. Hauptsache der Boden liegt nicht unbedeckt in den Beeten.

Auch jeden noch vorhandenen Ast oder Stamm vom Heckenschnitt kam in die Maschine. Gerade das werde ich aber sehr aufmerksam beobachten. Bis jetzt ließ ich das nie mehr in die Beete gelangen. Beim Verrotten holzigen Materials wird viel Stickstoff gebraucht. Der steht den Pflanzen dann nicht mehr zur Verfügung. So zumindest habe ich es oft gelesen. Und zu Beginn meiner Zeit in diesem Garten hatte ich es sogar erlebt, daß die Pflanzen daran fast kaputt gingen. Nun muß ich aber lesen, daß zum Verrotten zwar der Stickstoff benötigt wird, aber im ewigen Gleichgewicht der Natur ist es eben nicht der Fall, daß er den Pflanzen geraubt wird. Auch hier bei meinen Kommentaren zu meinen Texten im Blog,  konnte ich bereits mehrmals davon lesen, wie toll eine dicke Schicht Häcksel dem Boden tut.

Es ist an der Zeit, das einfach noch einmal zu probieren.

Jetzt ist alles abgedeckt. Am Wochenende ist wieder Rasenmähen angesagt. Und neue Wellpappe, die wir nahezu unbegrenzt im Geschäft erübrigen können, habe ich ebenfalls mit heim gebracht.

Mulchen, mulchen, mulchen ist also das Motto für 2017.


gemulchte Gemüsebeete im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
gemulchte Gemüsebeete im Frühjahr (c) by Joachim Wenk


Wellpappe gehäckselt als Mulchmaterial (c) by Joachim Wenk
Wellpappe gehäckselt als Mulchmaterial (c) by Joachim Wenk


Komposttee als Bodenverbesserer


Ebenfalls am Wochenende und noch vor dem Mulchen habe ich Komposttee ausgebracht. 


Komposttee wird aus fertigem Kompost gebraut (nicht gebrüht! wie Tee). Ziel aller Maßnahmen dabei ist die Vermehrung der wertvollen Bodenorganismen aus dem Kompost, nur jetzt im Wasser. 

Der fertige Tee wird schließlich verdünnt auf die Beete ausgebracht. Mit ihm die darin vermehrten nützlichen Mikroorganismen, die dann im Boden ihre wertvolle Arbeit verrichten können. Vorausgesetzt natürlich, der Boden ist feucht, enthält organische Substanz , wie meinen Mulch, und sie werden nicht durch ungünstige Maßnahmen oder Gifte getötet. 

Ich habe dieses Jahr das Kompost-Tee-Brauen den Angaben in der unterschiedlichen Literatur dazu angepasst. Als Kompost verwende ich den Wurmhumus aus meiner Wurmfarm, der um ein vielfaches mehr Mikroorganismen enthält, als der Kompost im Garten. 

In ein Wassergefäß füllt man Wasser (Brunnen- oder Regenwasser damit kein Chlor enthalten ist, ansonsten einen Tag Blubbern lassen, daß Chlor entweicht). Die Wassertemperatur ist optimal bei etwa 25 °C. Weil das zu dieser Jahreszeit keineswegs der Fall ist, heize ich das Wasser mit einem Aquarienheizstab auf. 

Die gewünschten Organismen sind allesamt aerobe Organismen. Sie brauchen also zum Leben Sauerstoff. Den bekomme ich mit einer Pumpe für Aquarien mit Sprudelsteinen am Schlauchende ins Wasser. Beide Gerätschaften sind sehr kostengünstig zu erhalten. 

Wenn das Wasser die  angepeilte Temperatur hat, löst man folgendes darin auf: 

Pro 10l Wassser  25 g Urgesteinsmehl, 40 ml Zuckerrübensirup (der vom Frühstückstisch, er dient den Organismen als Nahrung) und 30 g Kompost oder Wurmhumus. 

Komposttee wird gebraut (c) by Joachim Wenk
Komposttee wird gebraut (c) by Joachim Wenk

Das ganze Gebräu bleibt 24-36 Stunden stehen und blubbert vor sich hin. Aquarienbelüfter nie ausschalten! 

Danach ist der Komposttee fertig zum Ausbringen auf die Beete. Man kann ihn auch auf Blätter spritzen, muß dann aber mehr verdünnen. 

Wie bei Brennesseljauche, verdünnt man etwa 1l Tee mit 10l Gießwasser. 

Der Komposttee ist nicht als Dünger zu sehen, sondern als Impfung des Bodens mit den gewünschten Bodenorganismen. Diese zersetzen dann während ihres Alltages im Gartenboden die organische Substanz und stellen damit den Pflanzen Nährstoffe zur Verfügung. 

Komposttee arbeitssparend ausbringen - auch in größeren Gärten


Ein knapper Liter Tee in eine Gießkanne voll Wasser und dann gießen. Das klingt einfach. Ich benötige aber so in etwa 60 Gießkannen voll. Das ist eine Arbeit für mehrere Stunden, den Komposttee so auszubringen. Die Erfahrung zeigte das. 

Daher habe ich im Winter überlegt und recherchiert und bin dann im Internet auf ein "Gerät" gestoßen, daß genial sein müsste. Gleich habe ich es mir zugelegt und wartete nun seit Monaten auf den ersten Test. 

Düngerbeimischer für den Hausgarten (c) by Joachim Wenk
Düngerbeimischer für den Hausgarten (c) by Joachim Wenk

Und, ja, es ist genial! So einfach habe ich noch nie den Tee ausgebracht und auch die Brennesseljauche werde ich so künftig ausbringen. 

Der Dosierer oder das Beimischgerät wird einfach vor die Gartenbrause an den Gartenschlauch geklickt. Das dünne Ende vom Dosierschlauch (mit Filter-Gitter) hängt bei mir in einem Behälter mit fertigem unverdünnten Komposstee. Den habe ich durch einen festen Nylonstrumpf gefiltert, daß größere Stückchen ausgesiebt sind. 

fertiger Komposttee wir durch einen Nylonstrumpf gesiebt (c) by Joachim Wenk
fertiger Komposttee wir durch einen Nylonstrumpf gesiebt (c) by Joachim Wenk
Beimischer-Schlauch mit Filterkorb (c) by Joachim Wenk
Beimischer-Schlauch mit Filterkorb (c) by Joachim Wenk
Dreht man den Dosierer voll auf und braust dann die Gartenbeete, wie beim Gießen Stück für Stück ab, mischt sich automatisch in einem Verhältnis von 1:10 der Komposttee (oder dann die Brennesseljauche ) bei. So habe ich die Beete also gut mit dem Tee begossen und damit die Mikroorganismen verteilt. Und ich mußte keine Gießkanne schleppen und Liter für Liter den Tee in die Kannen bringen, warten bis das Wasser eingelaufen ist, zurück zum Beet laufen und gießen. Wieder zurück zum Tee, verdünnen und ab ins Beet. Nein ich stehe einfach bei den Beeten und gießen. Genial solche einfachen aber immens arbeitssparenden Gerätschaften. 

Den Beimischer könnte ich auch einfach vor meine Tropfschlauchbewässerung klicken. Dann müsste ich nicht mal mehr im Beet stehen und gießen. Alles ginge automatisch. Aber leider, will man wohl mir so viel Arbeit auch wieder nicht ersparen. Die  Durchflußgeschwindigkeit ist bei den Tropfschläuchen so gerind, daß keine bei zu mischende Flüssigkeit angesaugt wird. Wirklich schade...


Einsteller für die beigemischte Dünger/Wurmteekonzentration (c) by Joachim Wenk
Einsteller für die beigemischte Dünger/Wurmteekonzentration (c) by Joachim Wenk

Weniger Arbeit und mehr Genuß im Garten


Und wer sich die Arbeit so gut es geht erleichtert (auch ein Kredo aus meinem neuen Gartenbuch) , der hat mehr Zeit, seinen Garten zu genießen. 

Daher zum Schluß noch ein paar Frühlingsbilder von heute, Mittwoch den 12. April 2017. 

blühende Säulenobstbäume Kirsche und Birne (c) by Joachim Wenk
blühende Säulenobstbäume Kirsche und Birne (c) by Joachim Wenk

blühende Säulenobstbäume Kirsche (c) by Joachim Wenk
blühende Säulenobstbäume Kirsche  (c) by Joachim Wenk

blühende Säulenobstbäume Birne (c) by Joachim Wenk
blühende Säulenobstbäume Birne (c) by Joachim Wenk

Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk


Tulpen und Narzissen unterm Hausbaum (c) by Joachim Wenk
Tulpen und Narzissen unterm Hausbaum (c) by Joachim Wenk



Kommentare:

  1. ...sehr spannend, deine Humusaktionen...
    Ich wünsche schon mal Frohe Ostern!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke schön und dir auch ein schönes Osterfest. Drück mir mal die Daumen, daß ich materialmäßig und zeitmäßig dran bleiben kann am Mulchen, sonst wird das wieder nichts mit dem Humus im Boden.

      Löschen
  2. Ich bin auch nur Gartenlaie, der versucht, seinem Stückchen Beet ein bisschen Gemüse abzuringen. Aber wie ist es denn, im Herbst doch mal größere Mengen Kompost, zum Beispiel Pferdekompost (Ihr wohnt doch auf dem Land) auf die Beete zu bringen? Ich meine das gut verrottete Zeug, was schon richtig aussieht wie Erde.
    Viele Grüße
    Khendra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja Khendra, da müsste man wissen, wo es solchen verrotteten Pferdemist gibt. Bei uns leider nirgends. Was ich aber ja verwende ist den ganzen Sommer frischen Pferdemist, den ich mit auf den Kompost schichte. Den bekomme ich von der Nachbarin, die Pferde hat. Somit kann ich meine Kompostmenge aufstocken, denn eigentlich bräuchte ich noch mehr Kompost als ich habe und dabei verkompostiere ich schon alles verrottbare im GArten. Unsere Biotonne ist nur im Winter voll, wenn ich das schwer verrottende Walnußlaub entsorge, das den Boden für Pflanzen auch schwer vertragbar macht.

      Dir auch viele liebe Grüße Achim

      Löschen
  3. Das wirkt schon sehr professionell auf mich, wie du den Humusgehalt verbesserst. Ich hoffe, du hast auch viel Erfolg damit.
    Bei uns sind leider nur mehr auf den Apfelbäumchen Blüten zu sehen... alle andern sind schon verblüht.
    Liebe Grüße und frohe Ostern!
    Marie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Marie bei uns geht das blühen jetzt erst richtig los. Ob dieBodenbearbeitung professionell oderhslt doch nur laienhaft ist wird dich in den nächsten Jahren zeigen bisher war ich ja alles andere als erfolgreich wünsche schöne Ostern der Achim

      Löschen
  4. Lieber Achim,
    ich drücke dir die Daumen,
    dass es gut etwas bringt und dein Boden besser wird!
    Und so herrlich blüht es bei dir!
    Ich wünsche dir ein wunderschönes Osterwochenende
    und sende dir ganz viele liebe Frühlingsgrüße von Urte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön Urte, dir auch frohe Ostern auch mit schönen Stunden im Garten. Ist es bei euch auch so trocken. Bei uns ist es vier Wochen her, dass es gerade Mal 6l geregnet hat, seither kein Tropfen davor Mal 1l und das jetzt Mitte April, hab echt Angst vor dem Sommer. Meine Bewässerungen laufen jetzt schon. Liebe Ostergrüsse, Achim

      Löschen
  5. Ich wünsche dir schöne Osterfeiertage und dass du den Garten, trotz Kälte genießen kannst. Bin gespannt, ob deine Bemühungen Erfolg haben...ich habe ja nun auch den sandig-lehmigen Boden und ausgerechnet da, wo mein erstes Gemüsebeet ist, hab ich weder beim Knoblauchstecken, noch beim Erdbeeren pflanzen Regenwürmer bemerkt. Dort steht auch noch eine Pflaume, die kaum Früchte hatte und auch irgendwie krank aussieht.Leider hat man am Anfang noch keinen fertigen Kompost und beim Kauf fehlt mir das Vertrauen.
    LG Sigrun

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön Sigrun, wünsche dir auch frohe und ruhige Ostertage. Ja blöd oder, jetzt würde noch Mal kalt, organisiere schon was ich wann wie Reinräume oder mit Vlies schütze, mein sein treibt schon, der wird auf alle Fälle eingevliest. Heute werden wir einen Weiher fischen, aber sonst lasse ich es Mal ruhig angehen vor den Kalten Tagen und an den Feiertagen. Liebe Grüße Achim

      Löschen
  6. Was den Stickstoff betrifft, so habe ich das auch gehört. Trifft aber auch meinen Garten ebenfalls nicht zu! Vermutlich stimmen die sonstigen Verhältnisse. Ich werde das jetzt nicht mit Teststreifen nachmessen! Sondern lasse die Natur einfach machen! Und sehe dann schon, wohin das führt! Wenn bei mir der Mulch zu dick liegt, schimmelt er, das geht bei unserem tonig-lehmigen Boden leider gar nicht. Insofern käme sowas wie Pappe absolut nicht infrage. Ich mußte jetzt einiges an Mulch abräumen, das den Winter über gelegen hatte, eben wegen des Schimmels. Außerdem haben die Ahörner sich dennoch durchgesetzt, Mulch hin oder her. Aber im Winter werde ich immer etwas mehr Mulch belassen. Schützt schließlich auch einige Pflanzen. Das Bodenleben insgesamt hat sich aber auch in unserem jetzigen Garten verbessert. Obwohl wir keinerlei Kompostwirtschaft betreiben. Dazu haben wir weder Zeit noch Raum genug.

    Diesen Aufwand finde ich schon interessant, aber ich habe immer die Natur es so machen lassen, wie sie es dachte. Nur gejätet, gegossen und selten einmal gedüngt, alles andere soll die Natur besorgen. Und es klappt auch!

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sara, meinst es ist wirklich S Himmelmund nicht die ganz normalen und guten Bodenpilze, die die Verrottung einleiten? Bei denen müsstest du dann das Material ja nicht von den Beeten nehmen.naja jedenfalls mag das mit ohne Eingreifen und Mulchen und düngen im Ziergarten noch besser funktionieren, als es im Gemüsegarten möglich ist. Dort wird geerntet und dadurch laufend Nährstoffe entnommen, da muss man ein wenig aufwandiger gärtnern.Gleichwohl ist für mich auch gerne Mulch und Kompost im Ziergarten alltäglich. Habe zugegebenermaßen auch den Platz für Kompost. Allerdings muss ich sagen, das ich egal wie klein der Garten oder Balkon wäre immer irgendwie Kompost oder Wurmkompost machen würde. Auf alle Fälle Flächenkompost sprich Mulch musste sein.
      Liebe Grüße Achim

      Löschen
    2. Hallo Achim, was ist S Himmelmund?
      Nein, bei uns schimmelte es eindeutig. Der Boden kann hier sehr nass und patschig werden. Ungünstige Verhältnisse. Andererseits trocknet er in gewissen Zeiten wieder arg und rissig aus.

      Kompost möchte mein Mann schon nicht mehr machen müssen, dafür hat er weder Zeit noch Energie übrig, denn dann müßte er regelmäßig 4 Kompost-Silos vom Kaliber 1000 x 1000 x 800 cm! bewirtschaften. Denn so hoch ist unser jährlicher Anfall an Biomasse mindestens! Ich hatte das in diesem Post bereits erwähnt http://mein-waldgarten.blogspot.de/2016/06/warum-bodendecker-pflanzen.html#comment-form - denn wenn schon Kompost, dann richtig oder gar nicht! Wir haben das ja in einem früheren Garten gehabt, das war sehr anstrengende körperliche Arbeit mit all dem Umschichten & Co. Ich selbst darf diese Arbeiten gar nicht mehr tun aus mediz. Gründen, auch wenn ich kräftemäig dazu in der Lage bin. Außerdem können wir es den Nachbarn hier nicht zumuten wegen der Geruchsbelästigung. Direkt an der Stelle, wo Platz für nur ein einziges Silo wäre (also kein Platz für irgendwelche Umschichtungen!), sind direkt darüber Fenster vom Nachbarhaus, das geht also nicht!
      Vom Platzbedarf für die Silos ganz zu schweigen - uns liegt dann doch mehr am Erholungswert unseres Gartens - so langsam wächst er sich ein und das ist wirklich schön und Balsam für die Seele - denn vorher war es ein ziemlich nacktes Rasengrundstück, wovon wir absolut nichts hatten! Ich möchte im Garten vor allem relaxen können ohne dass ich ständig auf dem Präsentierteller stehe. Und nicht nur wirtschaften, sondern entspannen - denn früher haben wir nur im Garten geackert und uns kaum einmal erholen können, das soll hier nun ganz anders sein. Und so langsam wird das. Fürs Gemüse haben wir Biobauern im Umfeld, das ist kein Problem. Aber Kräuter, ein paar Früchte, gibt es auch bei uns.
      Und auch Mulch , z.B. das Weidenlaub verwende ich gern dafür, auch Shreddermaterial von Sträuchern, nur nichts Befallenes, denn dann würde man Pilze & Co. nur schön weiterverbreiten. Aber Abfälle vom Essen oder anderes unschöne Material kann ich hier auch nicht ausbringen. Wir liegen direkt an der Straße in einem Dorf - das Dorfbild darf nicht darunter leiden, das ist hier Bedingung! In unserem früheren Waldgarten sah das wieder anders aus. So ist jeder Garten und jeder Gartenbesitzer wieder anders gelagert.
      Zum Glück wohnen bei uns unendlich viele Regenwürmer, das sind schon mal gute Voraussetzungen und unser Boden ist sehr fruchtbar.

      Liebe Grüße und noch einen schönen Ostermontag!
      Sara

      Löschen
    3. S Himmelmund? so ein schmarrn, Schimmelpilz ist gemeint. In dem blöden Google kann man ja nicht mal seine eigenen Kommentare korrigieren. Das ist echt Mist!

      Löschen
    4. das ist eine schöne Menge Bioabfall und gäbe herrlichen Kompost ;-) Naja meine Kompostbehälter sind noch etwas größer und mehr in der Anzahl. Aber so viel Arbeit macht das auch nicht. Einfach füllen , bis er gehäuft voll ist dann wenn er fast verrottet ist und sehr sehr deutlich eingesunken, umschaufeln in den finalen Behälter neben der Betonplatte auf der ich ihn siebe. Gut bei uns ist es immer trocken, der Kompost nicht naß und klebrig und alles geht rasch von der Hand, das muß ich auch dazu sagen.

      Löschen
    5. Stimmt! Aber wir können es nicht. Man muß sich in die Gegebenheiten schicken, es hilft alles nix. Mein Mann arbeitet sehr lang, ist häufig erst sehr spät daheim. An den Wochenenden will er nicht noch mit Kompost herumwursteln müssen und ich darf diese Arbeiten nicht tun. Hätte auch die zusätzliche Zeit nicht noch dafür, um ehrlich zu sein. Seit einer Weile muß ich mich verstärkt um meine fast 88j. pflegebedürftige Mutter kümmern, was mit viel Autofahrerei kilometerweit und beinahe täglich verbunden ist. Darunter leidet nicht nur das Bloggen sondern auch der Garten selbst. Wie ich die Millionen Ahornsämliche jemals entferne, weiß ich jetzt auch noch nicht. ;-)
      Es wäre schön, wenn das Leben immer ein Wunschkonzert wäre! Aber so ist es ja leider nicht. Dennoch gefällt mir Deine Einstellung sehr, und vor 20 Jahren hat die Welt auch bei uns noch ganz anders ausgesehen. Du mußt schon mit der Mistgabel oder Schaufel hantieren, das sind durchaus keine sehr leichten Arbeiten. Und dann fehlt uns auch der Platz für eine solche Kompostwirtschaft. Aber wir hatten das früher in unseren anderen Gärten auch alles, von daher kennen wir es noch gut. Und in unserem Leben kommt es sicher nicht mehr vor, daß wir jemals noch eine richtige Kompostwirtschaft haben werden. Die nächste Station wird eher eine Wohnung als ein Haus sein, weil die Arbeit irgendwann über den Kopf wächst und das Haus mit den vielen Treppen zu unbequem wird. Alles hat seine Zeit ... doch noch genießen wir ein wenig Gartenfeeling ...

      Löschen
    6. ja ist schade, daß ihr es nicht könnt und keinen Platz habt. Finde es halt schade für den Naturkreislauf, aber verstehe glaube ich schon, dass man etwas halt nicht mehr machen will oder kann. Du meine Güte, nächster Schritt einen Wohnung. Das ist so meine Horrorvorstellung. Ich liebe das Haus und den Garten hier, das wir ja erst seit 2011 haben so sehr, darauf habe ich sooo lange gewartet, mein Leben lang geträumt von einem Haus mit Garten am Lande und jetzt habe ich es. Ich hoffe soooooo sehr, daß ich hier nur raus muß, wenn ich in der Kiste bin. ich weiß nicht, wie sich das alles entwickelt, aber ich kann mich momentan mit einem nächsten Schritt absolut 100% nicht anfreunden, mag nicht mal dran denken, weil mir das wirkliche und echte Angst bereitet. Und wenn du noch ne Mutter pflegen mußt, so weiß ich gut was das bedeutet, einmal bin ich ja Altenpfleger und zum anderen haben wir ein paar JAhre die Oma im Haus gepflegt. Das ist echt harte Arbeit.....Ich wünsche dir / euch, daß ihr noch lange Gartenfeeling genießen könnt. Und DASS ihr Genuß dabei empfindet. Liebe Grüße Achim

      Löschen
    7. Manche bleiben bis 80 oder so lange sie leben, im Haus wohnen , können aber ohne Hilfe gar nichts mehr. So etwas möchten wir nicht. Ich liebe nun das Haus nicht so sehr, eher unsere anderen Häuser, die wir früher hatten. Hierher hat es uns eher durch das Schicksal verschlagen, aber den Garten liebe ich inz wischen doch auch. Nur könnte ich jederzeit loslassen! - Aber ich kann das sehr gut nachvollziehen, wie das bei Dir ist! Im Leben bleibt leider nichts wie es ist - und so mußten wir unsere früheren Häuser und Gärten auch verlassen. Und jetzt muß man das Alter in Betracht ziehen, die zentrale Lage von allen Einrichtungen, die man dann evt. braucht. Nicht, daß ich sowas herbeireden würde, bewahre! Aber leider sehen die Tatsachen häufig anders aus. Ich habe es bei so vielen Menschen gesehen. Die Wahrscheinlichkeit, daß man mit 70 oder 80 noch gesund ist und gut sehen kann, ist gering! Wir wohnen auf einem Dorf, da gibt es nix und man ist immer aufs Auto angewiesen. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es mit 75 oder 80 wäre, wenn ich dann immer noch gezwungen bin, Auto fahren zu müssen. Und im Winter kann ich Kulturelles dann gleich ganz vergessen, wenn es den Großteil des Tages dunkel ist. Das fällt mir jetzt schon schwer.
      Deine Träume kenne ich aber sehr gut und auch das Hängen an einem Haus und Garten. Für mich war es seinerzeit auch extrem schwer, das geliebte Haus und Garten verlassen zu müssen und doch war es - im Nachhinein betrachtet - gut so. Denn für unsere heranwachsenden Kinder wäre das auf Dauer absolut nichts gewesen - wir hätten anbauen müssen, was dort kaum möglich war lt. baulichem Recht. So hat eben alles seinen Sinn.
      Aber ich wünsche Dir natürlich, daß Du dort bleiben kannst, solange Du es möchtest!
      Dann weißt Du ja, wie es mit alten Menschen ist, wenn Du es selbst erlebt hast! Ich hab' eine Heilpraktikerausbildung zusätzlich und weiß, wie es mit den Menschen kommen kann. Ich lebe ja nicht meiner Mutter zusammen sondern meine Schwester. Aber ich habe genug auch damit zu tun. Eigentlich habe ich seit den letzten 2 Jahren keinerlei Ruhe und Abstand mehr. Irgendwas ist immer und wenn die Mutter erst ins Liegen kommt, kommen noch einmal Probleme auf uns zu. Noch ist das nicht der Fall und es geht zum Teil noch mit Rollator oder Rollstuhl. Nicht jeder möchte in ein Heim und manches Kind hat noch ein Ehrgefühl und versucht es solange wie möglich ...
      Danke für Deine lieben Wünsche und ich wünsche Dir, daß Du ganz lange so wie jetzt gärtnern kannst! Das ist der Traum eines jeden naturverbundenen Menschen und war auch der Unsrige.

      Liebe Grüße Sara

      Löschen
    8. danke Sara, das hoffe ich wirklich, daß ich noch ewig hier gärtnern kann. Wir wohnen auch am Dorf und es gibt nur einen kleinen Lebensmittelladen hier. Wer weiß, wie lange noch. Vielleicht ändert sich ja aber auch noch was bis ich mal 80 bin.....Also dann eine schöne Woche bei Schnee und Graupel ( bei uns war heute morgen alles weiß) und liebe Grüße Achim

      Löschen
    9. Hallo Achim,
      das kann gut möglich sein. In einem Nachbardorf, allerdings nicht so nah, daß es uns etwas nützen würde, wird jetzt tatsächlich ein kleiner Supermarkt gebaut. Dort gab es jahrelang absolut nichts, dann siedelte sich ein Bäcker an, aber auch nur, weil die Ortsdurchfahrt stärker frequentiert wird, denn sonst rentierte sich das nicht. Doch inzwischen besteht wohl mehr Bedarf und so gibt es bald einen Supermarkt. Vielleicht auch wegen der älter werdenden Bevölkerung, die nicht mehr immer Autofahren können oder wollen? Ich wünsche es Dir jedenfalls! Bei uns ist es ziemlich frisch geworden und nachts soll es sogar -5 Grad Celsius werden. Als ich vorhin im Garten war, flogen gelegentlich auch ein paar Flocken. Insgesamt aber ist es sonnig und ganz schön, so daß man im Garten schaffen kann.

      Liebe Grüße
      Sara

      Löschen
    10. ich weiß, von einem befreundeten Gemeinderat, daß sehr viel in den Gemeinden und auch in unserer überlegt wird, es Seminar und Workshops und Austausch gibt genau zu diesem Thema, was gemacht werden muß, damit man auch in Zukunft, wenn die Leute älter sind noch gut am Dorf leben kann. Es wird also schon in dieser Richtung gedacht. Klar geht da nichts von heut auf morgen und man muß überhaupt erst mal brainstormen. Aber es wird immerhin schon mal daran gedacht. Bei uns ist es bitter kalt, tags in der vollen Sonne haben wir kuschelige 3°C bei eisigem !!! Wind. Habe in 2 Beeten Unkraut gerupft mit hochgeschlosssener dick gefütterter Winterjacke und Mütze. Ne das war nichts heut. Das ist viel zu kalt. Und heut nacht sollen auch bei uns 4°C UNTER NULL kommen. Aber bald wirds besser. Liebe Grüße Achim

      Löschen