Montag, 10. April 2017

Der Betonlaster im Garten - die Terrassenerweiterung nimmt Form an.

Gartentagebuch vom 9. April 2017

Die neue Terrasse nimmt langsam Form an. 


Die Tage sind gezählt! 

Bis zum 10. Mai muß die Terrasse fertig gestellt sein, denn dann wird gefeiert. Bis dahin ist es nicht mehr lange. Zudem sind wir  bis dorthin nicht mehr jedes Wochenende zu Hause oder haben auch schlicht anderes (Stichwort  Karpfenweiher) zu tun. 

Wenn aber nichts dazwischen kommt, geht unsere Planung auf. Stand heute sind wir absolut im Plan oder gar schon ein wenig weiter. 

Ein LKW steht im Garten

Samstag morgen. Das Wetter ist eher frisch und ohne Sonne. Bis der LKW kommt mache ich noch andere Gartenarbeiten. Dann höre ich das Brummen eines Motors und weiß, es geht los. 

Vom Hüttenzauber-Projekt oder dem Gartenwege-Projekt bin ich diese riesigen  Maschinen mitten in meinem Garten ja schon gewohnt. Dennoch ist es immer ein ungutes Gefühl, derart schweres Gerät im so geliebten und umsorgten Garten herum fahren zu sehen. Sieht man unsere Gebäude wie den grünen Hüttenzauber oder die braun gestrichene Werkstatt neben diesem Gefährt, ist es wohl nicht übertrieben von haushohen Maschinen zu sprechen die über den Rasen rollen. 





haushohe Baumaschinen rollen über meinen Rasen (c) by Joachim Wenk
haushohe Baumaschinen rollen über meinen Rasen (c) by Joachim Wenk

haushohe Baumaschinen rollen über meinen Rasen (c) by Joachim Wenk
haushohe Baumaschinen rollen über meinen Rasen (c) by Joachim Wenk

Beton für einen soliden Terrassenunterbau

Heute bringt der LKW 1,2 Kubikmeter fertig gemischten Beton. 

Ursprünglich hatten wir vor, diese Menge selbst anzumischen. Den Betonmischer haben wir ohnehin schon bei der Terrasse stehen. Dann aber kam wieder das Zählen der Tage und Kalkulieren der noch zu erledigenden Arbeiten. Der Entschluß, alles fertig gemischt anliefern zu lassen, lag dann nahe. 

Vorbereitet ist die Fläche. Gulli und Abflußrohr sind gesetzt, die Randbegrenzungen gemauert und das Baustahlgitter ist eingelegt.

alles ist vorbereitet, der Beton kann kommen (c) by Joachim Wenk
alles ist vorbereitet, der Beton kann kommen (c) by Joachim Wenk


Wenn das Monster dann eingeparkt und positioniert ist, kann es losgehen. Der Fahrer dosiert die winzigen Mengen, die in jeweils einen Schubkarren passen perfekt. 

Beim Betonieren wird Hand in Hand geschafft


Schubkarre für Schubkarre wird gefüllt, über die alte Terrasse geschoben und abgekippt. Wir hätten doppelt so schnell sein können, wären die Schubkarren immer besser gefüllt worden. Wer aber schon einmal einen Schubkarren mit feuchten Beton bewegt hat, der weiß, daß es sinniger ist, ihn höchstens bis zur Hälfte anzufüllen....

Warten auf den ersten Beton (c) by Joachim Wenk
Warten auf den ersten Beton (c) by Joachim Wenk

Mein Schwager (ja der, der das tolle Tomatengestell oder den Grillgalgen sowie meine Bohnenzeltstange gebastelt hat) und ich fahren und Volker verteilt und glättet. Im Nu ist die Fläche voll und der Mischer leer. 

Jetzt wird noch restlich verteilt und geglättet. 

der Terrassen-Beton wird eingefüllt, verteilt und geglättet (c) by Joachim Wenk
der Terrassen-Beton wird eingefüllt, verteilt und geglättet (c) by Joachim Wenk

Vorne am künftigen Gulli fehlt noch etwas Beton, der aber rasch mit dem kleinen Betonmischer zurecht gemacht ist. Und schon ist dieser Arbeitsschritt im Terrassenprojekt auch abgeschlossen. 

Hinterm Haus und hier vorne direkt bei der Terrasse müssen jetzt provisorisch noch Barrikaden errichtet werden. Nach dem Mittagessen reißt der Himmel auf, es ist traumhaftes Wetter und der Herr Hund will unbedingt auch in den Garten. Klar, daß man dem nicht klar machen kann, was feuchter Beton am Boden bedeutet. Also muß eben eingezäunt werden. 


so sieht die Terrasse nach einem weiteren Arbeitstag aus (c) by Joachim Wenk
so sieht die Terrasse nach einem weiteren Arbeitstag aus (c) by Joachim Wenk

Terrasse und Gartenweg müssen irgendwie verbunden werden


Weil wir durch das fertig gemischte Anliefern des Betons sehr viel Zeit gewonnen haben, nimmt Volker gleich noch den nächsten Schritt in Angriff.

Beim Wegebau haben wir natürlich ebenerdig an die alte Terrasse hin gepflastert. Die neue vergrößerte Terrasse wird aber etliche Zentimeter höher sein. Auf den neuen Beton und die alten Fliesen kommt jetzt eine Schicht  Splitt und dann die 5 cm dicken Betonplatten. Dadurch ergibt sich eine Stufe zum Weg-Niveau. Wir wollen hier aber keine Stolperfalle. Also wird der Übergang vom Weg zur alten Terrasse wieder aufgerissen. Die Granitsteinbegrenzung wird neu gemacht. Wenn alles fertig ist, wird noch mehr vom Weg aufgerissen und in einer sanften Steigung hoch zum neuen Terrassenniveau hin gepflastert.

Eine Stufe wird allerdings bleiben. Wo hier im Bild - links unten - der Sand ist, kommt ja kein Rasen mehr hin sondern es wird Kies eingefüllt. Der steigt dann natürlich nicht an, wie der Weg rechts daneben, bis er die Terrassenoberfläche erreicht. Hier wird es eine Stufe geben. Von daher ist es auch wieder gut, daß der schöne gemauerte Grill abgerissen wurde. Er stand dort, wo jetzt neben dem Stapel Pflastersteine der dunklere Fleck frischen Betons ist. Wenn also da die Stufe ins Kiesbeet hinkommt, hätte man immer beim Grillen sehr acht geben müssen, nicht rückwärts die kleine Stufe hinunter zu treten. Die Stelle war einfach nicht mehr praktisch für den Grill. Wir wissen zwar noch immer nicht wie wir einen neuen machen werden. Aber wo er hinkommt ist schon ziemlich klar. Er kommt runter ins Kiesbeet.

der Übergang vom Weg zur Terrasse muß neu gemachte werden (c) by Joachim Wenk
der Übergang vom Weg zur Terrasse muß neu gemachte werden (c) by Joachim Wenk


So, das war also der Teil des Wochenendes mit der Arbeit an der Terrasse. 

Traumhaftes Wetter oder doch eher Grund zur Sorge?


Sonntag war ja das Wetter von früh bis nachts wahnsinnig toll. Wir haben den Sonnenschein erst einmal genossen und gegrillt. Mangels Grillschale und Grillgalgen mußten wir den Gasgrill nehmen. Das richt dann nicht so rustikal geht aber schneller. Das erste  Mittagessen der Saison im Garten war auch mit Gasgrill köstlich. 

So gut die Sonne nach einem langen Winter auch tut, so nachdenklich macht mich das Wetter allerdings auch. Heiß und trocken. Das sind nicht die passenden Worte, die den Anfang April beschreiben sollten. Die Bewässerungen laufen. Seit Wochen kein Tropfen Regen. Und davor dann auch kaum. Wenn man bedenkt, daß es erst  März oder jetzt die ersten Apriltage sind, dann ist es eigentlich eine Katastrophe. Hier in Bayern war vergangene  Woche auch schon wieder Alarmstufe wegen Waldbrandgefahr auf Grund der Dürre! Wie wohl dieser Sommer werden wird? 

Oder war das bereits der Sommer? Im Garten sieht es ohnehin aus wie im Herbst! 



überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk
überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk


Überall Laub. In jeder Ecke,  im Seerosenbecken und auf dem gesamten frühlingsgrünen Rasen liegt braunes trockenes Herbstlaub. Ständig weht der Wind weiteres Laub vom Baum und verteilt es im Garten.

überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk
überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk


Jetzt müsste es aber bald geschafft sein. Nur noch wenige Blätter hängen auf der Eiche. Dann ist endlich alles unten.

Schließlich ging es in dem letzten Jahren im August bereits schon wieder los  mit dem Laubfall der Haselnüsse. Bis dahin ist nur noch ein viertel Jahr! ich mag gar nicht dran denken. Jetzt ist schließlich erst einmal Frühling.

überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk
überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk

Kommentare:

  1. Das Betonieren und Pflastern war bestimmt auch trotz Betonlaster noch viel Knochenarbeit. Das Problem mit dem Bewässern habe ich auch schon, denn es ist sonnig warm und leicht windig. Mein Staudenbeet auf dem Tiefgaragendach hat nur eine dünne Erdauflage und trocknet dadurch sehr schnell aus. Damit die schönen Tulpen im Beet nicht so schnell verblühen und die Kräuter in den Töpfen nicht vertrocknen, muss ich auch dauernd gießen. Ein längerer Regen wäre hilfreich, aber bitte keine Wasserfälle, die dann die Flüsse zum Überlaufen bringen.

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  2. Hallo Eva, danke für deinen Kommentar. Die Arbeit war anstrengend aber nicht übermäßig. Diese von Jahr zu Jahr zunehmende Trockenheit ist wirklich schlimm für uns Gärtner und vor allem auch für die Landwirte und die Natur. So schön ein so sonniges Frühjahr ist , so nachteilig ist natürlich dass es dabei nichts regnet. Und wenn du nur ne dünne Erdschicht hast ist es natürlich doppelt schlimm, da kann von unten ja gar kein Wasser hoch kommen. Also Mal sehen, an Ostern besteht zumindest die Möglichkeit,dass es regnet. Samstag wollen wir Weiher fischen, da allerdings könnte es dann bitte auch noch trocken bleiben.....Liebe Grüße Achim

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  3. Ganz schön was zu tun lieber Achim! Donnerwetter. Wer einen Garten hat, dazu noch Karpfenteich und Haus ist niemals fertig. So ist das eben.
    Und das mit der Eiche kenne ich zu gut... die im Nachbargarten macht mich auch ganz schön fertig. Kaum bin ich fertig, kann ich wieder von vorne beginnen.
    VLG Sabine

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    1. oh ja an Arbeit mangelt es nicht Sabine, aber ich liebe diese Arbeit. Die andere Arbeit, also die für Geld müsste eigentlich gar nicht sein finde ich immer.... An der Eiche sind immer noch Blätter dran.....mein Kehren vom Wochenende ist schon wieder umsonst gewesen.....liebe Grüße sendet Achim

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