Samstag, 22. April 2017

Flammende Tulpen, ein Werbegeschenk das mißmutig stimmte und das fränkische Pflichtgewürz

Gartentagebuch vom Samstag den 22. April 2017


Das Wetter ist sicher typisch für den Monat April. Das heißt aber nicht, daß es mir gefällt und ich den ganzen Tag im Garten arbeiten möchte. Es ist  recht frisch und  ein kalter  Wind fegt durch den Garten. Wirklich auffällig ist das stete Auf und Ab der Temperaturen und des Sonnenscheines. 

Dummerweise haben der Rhythmus des Wetters und mein Arbeits-Freizeit-Rhythmus entgegengesetzte Schwingungen. Das geht nun schon seit Wochen so. Ich kann immer Samstag und am Mittwoch im Garten nach Herzenslust arbeiten (Sonntag auch, aber da dann eher nur leichtes Garteln, es ist schließlich ein Ruhetag). Nun zeigt sich aber, daß das Wetter sehr konsequent und hartnäckig immer an diesen Tagen die Sonne verweigert und viele Grad weniger in der Luft liegen, als just an den Tagen, die ich komplett weggesperrt auf der  Arbeit verbringe. 

Gestern, Freitag, gab es Sonne und milde Temperaturen. Als wir nachts heim fuhren hatte es noch immer 10°C. 

Heute am Samstag schafft es das Thermometer mit Hängen und Würgen gerade mal auf 7°C. Die Sonne fehlt komplett und dann kam auch noch Nieselregen. Aber nicht zu früh freuen über den erhofften Regen, es waren nur 2l die herunter kamen. 

Gut, daß ich mir schon viele Notizen in mein Aufgabenbuch gemacht hatte und nun einfach auswählen konnte, was bei dieser Wetterlage trotzdem zu schaffen ist. Damit war der Tag nicht vollends ergebnislos. 

Einzig die Hauptaufgabe, das Pflastern der Terrasse, litt arg unter dem Wetter. Das heißt, daß nur die Hälfte von dem geschafft wurde, was dem Tagesziel entsprochen hätte. Aber hallo! Die Hälfte heißt, daß die Hälfte der Terrasse mit den neuen Platten ausgelegt ist. Das ist doch schon sehr schön. Und es gefällt uns, wie es wird. Immerhin haben wir die Platten seit Oktober im Garten liegen und überlegen, wie sie sich wohl ausgelegt auf der Terrasse einmal machen werden. 

Terrasse halb fertig gepflastert (c) by Joachim Wenk
Terrasse halb fertig gepflastert (c) by Joachim Wenk





Die eisigen Nächte der letzten Tage haben ihren Tribut gezollt und doch fast alles am Leben gelassen. Ein paar Spuren sieht man, aber die werden, wenn es wärmer wird, bald vergessen sein. 

Feuer und Flammen  im Frühlingsbeet

Durch die Kälte habe ich länger etwas von den schönen Tulpenblüten. Bei praller Sonne und 25°C wären sie binnen weniger Tage hinüber.

Zum ersten Mal habe ich wieder diese verrückten Papageitulpen. Die Sorte hatte ich vor vielen Jahren schon im Hinterhofgarten in den Blumenkübeln. Vergangenen Sommer, auf der Gartenschau, entdeckte ich sie beim Blumenzwiebelstand und nahm sie sofort mit. 

Ein Flammeninferno in Rot und Gelb und Orange mit grünen Flammen. Der explodierende Frühling im Beet. Genau mein Geschmack. 


Papageitulpe (c) by Joachim Wenk
Papageitulpe (c) by Joachim Wenk


Papageitulpe (c) by Joachim Wenk
Papageitulpe (c) by Joachim Wenk

Ein Werbegeschenk das mich verbitterte


Die rot-gefüllte  Tulpe an der Scheune hat auch etwas von prallem Frühlingsgefühl. Eigentlich ärgerte ich mich fast schon über diese und andere Zwiebeln. Als ich anfing zu bloggen, bekam ich einmal von einer Firma ein Paket Zwiebeln geschickt, mit der Bitte darüber zu schreiben. Das übliche Vorgehen und mir aber neu. Ich freute mich über das Präsent. Gleichzeitig las ich aber in anderen Blogs, die auch von der Firma beschenkt wurden, über deren Zwiebelsortiment. Ich bekam die einfachen, Allerweltssorten, während die bloggenden Damen edle Zwiebeln in sehr vornehmen und dezenten Farben bekamen.

Was sagt mir das, daß ich die plumpen, einfachen und derben Sorten bekam und nicht die feinen und zarten außergewöhnlichen Exemplare? Ich war wirklich  ein bisschen sauer. Dennoch hatte ich aber nun mal die Zwiebeln kostenlos erhalten. Also schrieb ich über das Paket und versteckte sie in der Erde. Seither muß ich jedes  Frühjahr an diese  Begebenheit denken. Ich habe für alle einen passenden Platz gefunden und so im Beet machen sie sich dann doch erstaunlich gut und gefallen mir. Auch ohne den Hauch von Luxus und Noblesse, den andere vielleicht ausstrahlen würden.

Und psst, aber nicht weiter sagen: Luxus und Noblesse passen dann ja auch wirklich nicht in meinen Garten. Jetzt hat er sich entwickelt und seinen eigenen Stil gefunden. Das aber konnten die von der Firma damals aber noch nicht wissen. Sauer bin ich also immer noch. Was hatten die nur für ein Bild von mir?

rot gefüllte Tulpe (c) by Joachim Wenk
rot gefüllte Tulpe (c) by Joachim Wenk

Die folgenden Tulpen habe ich mir selbst ausgesucht. Sie gefallen mir jedes Jahr wieder. Und sie werden auch immer mehr glaube ich. Weniger jedenfalls sind sie noch nicht geworden.


fliederfarbene Tulpen (c) by Joachim Wenk
fliederfarbene Tulpen (c) by Joachim Wenk

fliederfarbene Tulpen (c) by Joachim Wenk
fliederfarbene Tulpen (c) by Joachim Wenk


fliederfarbene Tulpen und weiße Narzissen (c) by Joachim Wenk
fliederfarbene Tulpen und weiße Narzissen (c) by Joachim Wenk



Fernwirkung allerdings haben die wenigen blühenden Zwiebeln im großen Staudenbeet noch nicht. Vielleicht spielt da ja aber auch das trübe Wetter eine Rolle.

 Staudenbeet im  April (c) by Joachim Wenk
 Staudenbeet im  April (c) by Joachim Wenk


Salat und  Zwiebeln dürfen ins Gemüsebeet, während die anderen noch nicht raus können

Gemüse auspflanzen stand ganz dick markiert in meiner Aufgabenliste. Meine vorgezogenen Pflänzchen sind wunderbar geworden und müssen dringend ins Beet. Vor der Frostperiode wollte ich sie aber auch nicht raus setzen. Heute habe ich dann auch nur den Salat und einen Teil der gesäten Zwiebeln ins  Beet gebracht. Ein Vlies kam anschließend auf alle Fälle noch einmal darüber. 

frisch gepflanzter Salat (c) by Joachim Wenk
 frisch gepflanzter Salat (c) by Joachim Wenk

Rotkohl, früher Weißkohl und Blumenkohl scharren wirklich schon mit den Hufen, dass es endlich losgehen kann mit dem Wachsen im Freien.


emüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

emüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
emüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Meine geäugelten Kartoffeln, Kellerüberbleibsel vom letzten Jahr (Rosa Tannenzapfen) wachsen auch kräftig. Da ich sie während der letzten Tage nach innen holte, schossen sie mir trotz Pflanzenleuchte etwas gakelig in die Höhe. Heute habe ich sie wieder raus gestellt ins Gewächshaus. 

geäugelte Kartoffeln fangen an zu treiben  (c) by Joachim Wenk
geäugelte Kartoffeln fangen an zu treiben  (c) by Joachim Wenk


Das fränkische Pflicht-Gewürz


Ein Pflanzenpaket vom Rühlemann kam per Post. Letztes Jahr hatte ich so leckeren Majoran gesät und gepeppelt. Sehr zarte Pflänzchen waren das, aber lecker und so aromatisch. Ich dachte es wäre eine mehrjährige Angelegenheit. Dem war aber nicht so und weil sie mir so schwer gelangen und so mickrig waren, kaufte ich mir  diesmal ein paar fertige Pflanzen einer anderen Sorten. Jetzt bin ich gespannt auf diesen Majoran. Majoran muß einfach sein. Und in Franken ist er  sowieso ein Pflicht-Gewürz.

Jedenfalls gibt es diesmal drei Töpfchen italienischen Majoran. Majorana hortensis, eine angeblich robuste Sorte.
dreimal italienischer Majoran und eine Stevia (c) by Joachim Wenk
dreimal italienischer Majoran und eine Stevia (c) by Joachim Wenk


Und weil er mir im Katalog so gut gefiel, einen kretischen Majoran . Origanum dictamus. Er soll im Topf besser gedeihen als im Boden. Wie man an den lateinischen Namen erkennt, muß Majoran nicht unbedingt Majoran heißen.  Es gibt da verschiedene Arten, die nach Majoran schmecken. Ich habe einmal  recherchiert. Echter Majoran ist glaube ich der Origanum majorana. Mir war das aber dann schon fast zu kompliziert. Eine Wissenschaft für sich. Nun kaufe ich einfach, was als deutsche Bezeichnung Majoran am Etikett stehen hat. Mein italienischer und der von Kreta haben, das wurde selbstverständlich sofort getestet, ein deutliches Majoran-Aroma. Mehr will ich ja gar  nicht. Und der Kreta-Majoran gefällt mir schon jetzt. Er soll auch sehr schön blühen.

Kreta - Majoran (c) by Joachim Wenk
Kreta - Majoran (c) by Joachim Wenk

Majoran topfen und Tomaten mit Stützen versorgen, das geht auch beim Regenschauer im Haus. 

Tomaten Jungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Tomaten Jungpflanzen (c) by Joachim Wenk


Feigen gehen wohl bei uns doch auch nur im Haus und nicht im Freien. Jedenfalls nicht  zu dieser  Jahreszeit, wenn derartige Temperaturen des nächtens ihr Unwesen treiben. Jetzt kann ich sie doch noch deutlich zurück schneiden. Das hatte ich angesichts der vielen kleinen, neuen Feigenfrüchte gelassen. 

Feige ist erfroren (c) by Joachim Wenk
Feige ist erfroren (c) by Joachim Wenk


Amaryllissämlinge werden verpflanzt

Vielleicht erinnern sich manche ja auch noch an vergangen Sommer. Da habe ich aus den Samen meiner Amaryllis selbst Jungpflanzen gezogen. Die wurden getopft, verbrachten den Winter auf der Fensterbank, bekamen Schildläuse und fangen jetzt wieder an zu wachsen. Die Töpfe sind zu klein und  ich weiß nicht, was ich mit so vielen Amaryllis anfangen soll. Jedenfalls stehen jetzt etliche in Schalen. Kirschkerngroße Zwiebelchen haben die bereits unter der Erdoberfläche. 

Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk

Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk

Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk

Der Sämlinge meiner Leuchterblume wächst auch schön langsam vor sich hin. 


Leuchterblume-Jungpflanze  (c) by Joachim Wenk
Leuchterblume-Jungpflanze  (c) by Joachim Wenk


So jetzt mache ich hier Feierabend. Immerhin bekommen wir gleich noch Besuch. Heute gibt es frisch geräucherten Karpfen zum Abendessen. Eine wirklich köstliche Rarität, die  ich nicht verpassen darf.

Donnerstag, 20. April 2017

Nach eisiger Frühlingsnacht: hängende Köpfe und Herzen wohin das Auge sieht

Gartentagebuch vom Donnerstag,  24. April 2017

Die erste bitterkalte Frühlings-Frostnacht liegt hinter uns: ein Resumee


Gestern noch bezeichnete ich das Wetter als manisch-depressiv. In einer Minute himmelhoch jauchzend mit Sonnenschein vom blauen Himmel. Sofort darauf ist alles zu Tode betrübt mit dunkelgrauen Wolken, Graupelschauern und eisigem Wind. 

Angesichts dieses typischen April-Wetters und der entsprechenden Wettervorhersagen für die Nacht versuchte ich zu schützen, was nur möglich ist. Den ganzen Garten mit Vlies einpacken wäre nicht möglich und wohl auch nicht notwendig. 

Alle Pflanzen beugen sich nach unten


Die erste Nacht mit richtig Frost  liegt nun hinter uns. Was mich heute morgen im Garten erwartete war zwar schon Sonnenschein, aber dafür lauter höchst depressiv wirkende Pflänzchen allerorten in den Beeten. 

Wo ich hinblicke, lassen sie die Köpfe hängen und haben sich zutiefst in Demut oder um Gnade bittend zu Boden gebeugt. 

Gut eine Ausnahme ist die Kaiserkrone. Sie macht ihrem hochherrschaftlichen  Namen alle Ehre und verweigert die demütige Verbeugung. Dafür aber hängen ihr die Schopfhaare recht bedröppelt ins Gesicht....


Kaiserkrone nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Kaiserkrone nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Kaiserkrone nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Kaiserkrone nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk

 Mein Mini-Maxi-Thermometer zeigte 4,6°C unter Null als tiefste Temperatur in der Nacht. Tags wurden es gegen Nachmittag bei viel Sonnenschein immerhin noch 7°C. 

-4°C am Morgen  nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
-4°C am Morgen  nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Und nun seht selbst. Ist das nicht wirklich auffällig, wie sich alle Pflanzen verneigen? Jetzt nur nicht anfassen oder bewegen. Sie richten sich, wenn es taut selbst wieder auf. Bewegt man sie jetzt und macht an ihnen herum verletzt man sie und sie nehmen Schaden.

Lenzrosen nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Lenzrosen nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Ob die Feigen und die junge Blätter das schadlos überstehen?

Feigenbaum nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Feigenbaum nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Staudenbeet nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Tulpen und Narzissen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen und Narzissen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Meine Frostschutzmaßnahmen im Gewächshaus zeigen Wirkung.


Im Gewächshaus lag die Minimaltemperatur bei -0,7°C. Stegdoppelplatten halten auch nicht viel Wärme drinnen. Meine Wärmespeicher in Form von Wasserbehältern, Betonplatten als Weg, Pflastersteinen in den Pflanzreizhen und die Petroleumbrenner haben die letzten  Nächte etwa 4° Temperaturunterschied zum Freiland geschafft. Sogar jetzt bei diesen deutlichen Minusgraden ware es wieder etwa 4 Grad. Allerdings hatte es leichten Frost, wie man manchen Blättern ansieht. Auch sie biegen sich nach unten und wirken stellenweise glasig. Da es sich dabei um frühen Kohl oder wie im Bild hier um Rauke handelt, macht mir das kein Kopfzerbrechen. Die stecken das weg. Die Selleriejungpflanzen habe ich ins beheizte Innere geholt. Sie würden zwar nicht erfrieren, aber bilden, nach so einem Kälteschock unter Umständen auch keine Knollen aus, wenn sie dann im Beet stehen. Das wollte ich natürlich vermeiden. Auch die Andenbeere hatte ich wieder ins Haus geholt.

Rauke im Gewächshaus nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Rauke im Gewächshaus nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

 Erfrieren alle (Beeren-)Obst-Blüten bei Temperaturen unter Null Grad?


Erfrieren wohl Johannisbeerblüten auch, genau wie  Walnußblüten oder Kirschblüten? Wenn das der Fall ist, dann bekomme ich dieses Jahr keine Johannisbeeren. Weiß jemand, ob sie auch durch den Frost kaputt gehen? Das würde mich interessieren.

schwarze Johannisbeere nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeere nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk



Die Rosen haben schon so schön ausgetrieben. Der Rambler hier hat wohl nur die Blätter gerollt, aber keinen Schaden genommen. Andere Rosen zeigen gegen Abend, daß die Blätter geschädigt sind. Sie haben sich nicht erholt und hängen schlapp an den Trieben.

Rosenlaub nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Rosenlaub nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Sogar harte Wildkräuter wie der Rainfarn beugen sich fröstelnd zu Boden.
Rainfarn  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Rainfarn  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk



Die Schneebeere lässt den Kopf hängen. Mit Kälte und Schnee hat sie wohl nichts am Hut.

Schneebeeren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Schneebeeren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Der Wermut macht schlapp...

Wermut nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Wermut nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


... und die Tulpen wollen ihre Köpfe in den Sand stecken.

Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Der kaukasische Rankspinat ist sehr frosthart. Nach der Frostnacht hängt aber auch er erst mal recht schlapp in den Seilen.




Die Amseltränke ist fest gefroren, wie auch das andere steinerne Vogelbad im Vorgarten.



Wirklich fast schon witzig diese Bilder heute morgen im Garten.

Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Narzissen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Narzissen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Hier sieht man selbst am Foto, wie bitter kalt es war. Die Akelei hat sicher arg gefroren, so bedeckt mit den spitzigen Eiskristallen. 

Akelei mit Eiskristallen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Akelei mit Eiskristallen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk



Und oh weh, hoffentlich geht das gut. Die Pfingstrosen machen eine ganz tiefen Hofknicks. Ihre Köpfe berühren direkt den Boden dabei.

Pfingstrosen in tiefer Verbeugung  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Pfingstrosen in tiefer Verbeugung  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Pfingstrosen in tiefer Verbeugung  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Pfingstrosen in tiefer Verbeugung  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Und wieder Hängetulpen.

Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Sogar die stolzen Fliederkerzen hängen wie in der Sonne gebogene Wachskerzen in einem Kandelaber nach unten.
Fliederblüten hängen   nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Fliederblüten hängen   nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Tränendes Herz wegen tränendem Herz


Bei diesem Bild bin dann auch ich eher depressiv als manisch. Mein Herz tränt, beim Anblick des tränenden Herzens. Im ersten Moment meint man, daß das Tränende Herz (hier das weiße, wobei das rote ebenso aussieht) es genau wie die anderen macht. Zum Schutz vor der Kälte duckt es sich ganz dicht auf den Boden....
tränendes Herz ist erfroren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
tränendes Herz ist erfroren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Leider weiß ich dann gegen  Abend, daß es hier nicht so ist. Es ist kaputt. Erfroren. Die Stiele mit den wunderbar romantischen Frühlings-Herzen sind allesamt gebrochen und geborsten. Hier richtet sich nichts mehr auf. Der Blütentraum währte nur sehr kurz und nun muß ich wieder 12 lange Monate auf seine Blüte warten.

tränendes Herz ist erfroren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
tränendes Herz ist erfroren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


Die rote Tulpe macht doch wirklich eine irre Verbeugung. Oder?

Tulpe mit  Hängekopf in tiefer Verneigung nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpe mit  Hängekopf in tiefer Verneigung nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk


 Jedenfalls ist jetzt die zweite Eisnacht in vollem Gange. Mal sehen was morgen ist. Dann wird es wieder wärmer. Nicht warm, aber wärmer.  Am Wochenende muß ich dann die Säulenobstbäume einmal aus dem Vlies befreien. Wenn die Blüten darunter überlebt haben müssen sie schließlich auch noch bestäubt werden, sonst hätte ich sie ja auch erfrieren lassen können. Also freien Anflug für Bienen und weg mit dem Vlies. Wenn es, wie angekündigt, nachts wieder 0°C werden, muß ich es abends wieder drüber machen. Was für anstrengendes Wetter gerade !



Mittwoch, 19. April 2017

Wie ich Obstblüten, Weinstöcke und Gemüse im Gewächshaus vor der Eiseskälte im April schütze

Gartentagebuch vom Mittwoch, den 14. April 2017

manisch-depressives Wetter

Manisch-depressiv. So würde man wohl einen Menschen bezeichnen, dessen Charakter und Stimmung in gleicher Bandbreite und binnen Sekunden variieren, wie das heute beim Wetter der Fall ist. 

Ostermontag ging es los. Das warme trockene Frülingswetter war von einem Tag zum anderen verschwunden. Kalt war es zum Osterausklang. Sehr kalt und mit leichtem Regen. Die Wettervorhersagen prophezeiten Aprilwetter, wie es im Buche steht. Und sie behielten tatsächlich recht. 

Geschlossene Scheedecke, Eiseskälte, Nachtfrost, Sonne pur und düsterste, angsteinflößende, vom Sturm gepeitschte Wolkengebirge. Alles was möglich ist, wird gerade geliefert. 

Am Nachmittag entstanden die beiden Fotos hier im Garten. Die Sonne hat überhaupt keinen Funken Feuer in sich. 3°C hat es, wenn sie ohne Wolken vom Himmel strahlt. Die gleichen 3°C hat es aber auch, wenn düstere Wolken immer wieder Schneeflocken verlieren. 

Hausbaum vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk
Hausbaum vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk



Gemüsegarten vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk

Ist es Schnee oder sind es weiße Blüten auf den Sträuchern im Garten?

Dass ich heute nicht viel im Garten machen werde, war mir ja seit Tagen klar. Immer wieder und wieder schaute ich auf die Wetter-App. Aber es ist eben diese Woche blöd kalt und basta. Ich stehe also morgens auf, blicke aus dem (mit Fliegengitter versehenen) Schlafzimmerfenster und weiß es nun gewiß. Das wird nicht mein Lieblings-Gartentag. Denn, auch wenn es so aussieht wie gerade überall hier in Franken in der Landschaft, das Weiß auf den Sträuchern sind keine Blüten wei bei den vielen Schlehensträuchern in den Hecken. Es ist wirklich Schnee. 

Schnee liegt wie Blütenblätter auf den Sträuchern im Garten (c) by Joachim Wenk
Schnee liegt wie Blütenblätter auf den Sträuchern im Garten (c) by Joachim Wenk


Bevor es runter zum Frühstück geht noch ein Blick zur anderen Gartenseite. Ja, es ist wirklich Schnee. 

Schnee Ende April im Erstfrühling (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Erstfrühling (c) by Joachim Wenk


Der Hund muß raus und ich muß schnell wieder rein. Du meine Güte, wie kalt doch 0°C sind....

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Palmen im Schnee (c) by Joachim Wenk
Palmen im Schnee (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Katzenminze unterm Schnee  (c) by Joachim Wenk
Katzenminze unterm Schnee  (c) by Joachim Wenk

Wie schütze ich Obstblüten und Weinstöcke vor der frostigen Nacht


Das Aprilwetter zwingt mich zu einer Pause in den Gartenarbeiten. Sonderlich viel Sorgen muß ich mir nicht machen. Die Kübelpflanzen sind wieder eingeräumt. Die schon treibenden geäugelten Kartoffeln nebst anderen Gemüsejungpflanzen aus dem Gewächshaus stehen ebenfalls wieder im beheizten und beleuchteten Palmenhaus. Den Wein, der bereits zu treiben beginnt, habe ich in Vlies gepackt. Ob das was bringt werde ich sehen. Zumindest weiß ich künftig dann, ob es sich lohnt oder nicht. 


Frostschutz aus Vlies für die Weinstöcke im Weinberg (c) by Joachim Wenk
Frostschutz aus Vlies für die Weinstöcke im Weinberg (c) by Joachim Wenk


Da, genau wie vergangenes Jahr, die Woche Wintereinbruch Ende April exakt mit der Kirschblüte übereinstimmt, habe ich meinen Säulenkirschbaum auch mit Vlies umhüllt. Daneben die ebenfalls in voller Blüte stehende Birne auch. 2016 viel meine Kirschenernte komplett aus, weil der Frost die Blüten kaputt machte und ausserdem nichts flog, was sie hätte bestäuben können. Nun teste ich einfach einmal, ob es ausreicht, den Baum in Vlies zu wickeln.



Frostschutz aus Vlies für die Säulenobstbäume (c) by Joachim Wenk
Frostschutz aus Vlies für die Säulenobstbäume (c) by Joachim Wenk


Wärmespeicher und Petroleum-Heizung im Gewächshaus

Im Gewächshaus hatte es heute morgen 5°C während draußen 0°C waren. Das ist beruhigend. Ich habe auch meine beiden kleinen Paraffinbrenner laufen. Die brennen mindestens 2 Tage durch und schützen so auch, wenn man nicht daheim ist. 

Petroleumheizung für Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Petroleumheizung für Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Ein Wasserfass mit Wasser, etliche Kanister und Gießkannen mit Wasser sollen die Wärme speichern und Nachts an die Umgebung abgeben. Gleiches tun die Betonplatten der Wege und sonstige Steine im Haus. 

Heute Nacht sollen sogar -4°C kommen. Da bin ich wirklich gespannt, wie die tiefste Temperatur morgen früh am Thermometer sein wird. 

Im Gewächshaus wachsen Feldsalat, Asiasalat, Rucola, Rettich und andere Jungpflanzen


Vom Feldsalat habe ich heute das erste mal geerntet. Erst ging er ewig nicht auf, dann keimte er auch noch unregelmäßig. Ich dachte ich werden nichts ernten. Nun aber ist er so weit, daß ich einzelne Blätter abrupfen kann. Zusammen mit dem Beikraut (Löwenzahn, Baumspinat) und etwas Rukola und Asiasalat gab es eine schöne große Schüssel ersten Frühlingssalat zum Mittag essen. 

Feldsalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Feldsalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Als zusätzlichen Wärmepuffer habe ich heute noch ein 60 l Fass mit Wasser gefüllt auf den Weg gestellt. Zwischen den Reihen habe ich Wellpappe ausgelegt. Als Ersatz für sonstiges Mulchmaterial, das gerade knapp ist. Die Pappe bedeckt wenigstens den Boden und die Organismen können im feuchten und dunklen Milieu gut arbeiten.

Gewächshaus mit Gemüsejungpflanzen und verschiedenen Salaten  (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus mit Gemüsejungpflanzen und verschiedenen Salaten  (c) by Joachim Wenk


Rettich und Rucola im Gewächshaus.

Kohlrabi, Rettich und Rucola im Gewächshaus mit Wellpappe-Mulch  (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi, Rettich und Rucola im Gewächshaus mit Wellpappe-Mulch  (c) by Joachim Wenk


Asiasalat, von dem ich immer einzelne Blätter als Farb- und Geschmacksattraktion in den Salat pflücke.
Asisasalat im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Asisasalat im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk


Die Kohlpflanzen müssten dringend raus ins Beet. Allerdings mag ich sie nun nicht aus dem kuscheligen Gewächshaus raus in Frost und Schnee setzten. Vielleicht sieht es aber am Wochenende schon anders aus.

Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk


Nochmal Kohl, daneben Salat. Im Regal auch wieder Wasser-Wärme-Speicher für frostige Nächte.

Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk


Schnittlauch und Blutampfer ausgepflanzt im Gewächshaus trieben als allererstes im Frühjahr aus und werden nun schon seit Wochen beerntet. Daneben im Topf mein echter, richtige Mammutbaum aus San Franzisco.
Mammutbaum, Blutampfer und Schnittlauch im  Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Mammutbaum, Blutampfer und Schnittlauch im  Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk


Mutters Tomaten habe ich heute noch pikiert. Das konnte ich ja drinnen machen und mußte nicht raus in die Kälte dazu.

pikierte Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk
pikierte Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk


Welche Art Sichtschutz passt zu unserer Terrasse?


Gegen Abend gingen wir dann doch noch etwas in den Garten. Ich zupfte Unkraut in den Staudenbeeten und Volker machte an der neuen Sichtschutzwand hinter der Terrasse weiter. Die Hälfte ist fertig. Lange überlegten wir, welche Art Sichtschutz wir hinter der Terrasse zum Nachbarn hin anbringen. Optisch sollter er passen und nicht zu sehr auftragen. Die bestehenden Haselnußsträucher müssen integriert werden. Ich glaube diese Lösung ist wirklich optimal. Die senkrechten Palisaden erinnern an die senkrechten Zweige und Äste der Haselnüsse. Sie fügen sich sehr gut ein.

Am Samstag wollen wir Pflastern. Ob das mit dem Wetter klappen wird?

Palisadenwand als Sichtschutz hinter der Terrasse (c) by Joachim Wenk
Palisadenwand als Sichtschutz hinter der Terrasse (c) by Joachim Wenk