Mittwoch, 15. März 2017

Vorfrühlingsarbeiten im Selbstversorger Landgarten

Was am Wochenende alles geschah


Am Wochenende hatten wir natürlich nicht nur das große Gelage in Form unseres Fischschmauses. Selbstverständlich habe ich auch, bei frühlingshaften Temperaturen, richtige Arbeit im Garten verrichtet. 

Die Hände brennen und sind zerschunden. Dennoch habe ich das Gefühl nur einen so kleinen Teil der notwendigen Arbeiten gemacht zu haben, daß ich nicht wirklich zufrieden bin mit den Tagen. 

Heute am Mittwoch  soll es wieder sehr schön werden. Frost hatten wir keinen in der Nacht und tags waren die Temperaturen gestern auch weit im zweistelligen Bereich. Was ich heute alles gemacht haben werde,  lest ihr dann in den kommenden Tagen hier an dieser Stelle. 

Zuerst aber noch ein kleiner Bereicht vom Wochenende. 

Ich habe in den Staudenbeeten ein wenig Unkraut gerupft. Dabei konnte ich freudig feststellen, wie es dort schon an allen Orten sprießt. 


Stauden Frühling Beet (c) by Joachim Wenk
grünes Treiben im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Wie die Farbe langsam wieder den Garten erobert


Nach und nach wird immer mehr Farbe in den Garten kommen.

Angefangen hat ganz klassisch das Schneeglöckchen in weiß.

(c) by Joachim Wenk Schneeglöckchen Staudenbeet
 erste Blüte im Garten: Schneeglöckchen (c) by Joachim Wenk


Zu der Zeit hatten die Leberblümchen schon ihre blauen Blütenknospen. Richtig geblüht wird aber erst jetzt im März.

(c) by Joachim Wenk Leberblümchen Staudenbeet
Leberblümchen (c) by Joachim Wenk


Ebenfalls in Knospen war zeitig im Jahr die Lenzrose "Pink Lady". Jetzt ist sie seit ein paar Wochen richtig erblüht.

Lenzrose "Pink Lady"(c) by Joachim Wenk
Lenzrose "Pink Lady"(c) by Joachim Wenk

Die blassgelben Krokusse am Eingangstor waren die alleresten, die Grün zeigten. Da war sonst noch überhaupt nichts im Garten am Wachsen.

blassgelber Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
blassgelber Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk


Mittlerweile blühen auch die dottergelben Krokusse im Staudenbeet und mitten im Gemüsegarten im Kräuterbeet.

dottergelber Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
dottergelber Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Lila Krokus im Staudenbeet.

Lila Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Lila Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Wenn ich vom Laptop-Arbeitsplatz im ersten Stock so in meinen Garten schaue, sehe ich von all diesen Frühlinigsboten noch nichts. Rein gar nichts. Die Fernwirkung fehlt mal wieder. Das ist aber wohl so im Frühling mit den kleinen Pflanzen und fragilen Blütchen. Wenigstens haben wir Hüttenzauber und Werkstatt in fröhlich bunten Farben gestrichen. So wird es auch im Winter nicht nur grau und trostlos im Garten.

Vielleicht, wenn irgendwann mal Schneeglöckchen, Krokus oder Lenzrosen ganze Blühteppiche bilden, werde ich es von hier aus auch sehen. In den anderen Jahreszeiten ist mir das mit der Fernwirkung mittlerweile ganz gut geglückt. Dumm aber wahr, die anfallende Arbeit zeigt scheinbar immer Fernwirkung. Irgend etwas auf dem Foto erinnert mich daran, daß wir eigentlich schon längst mit der neuen Terrasse hätten anfangen sollten.

Ich habe mir das einmal überlegt. Bis weit in den November blühten die Herbstchrysanthemen und ab Februar beginnen die Lenzrosen mit dem Blühen. Das heißt, es hat nur zwei läppische Monate, in denen im Garten nichts blüht. Ist das nicht wunderbar? Und in genau diesen beiden unwirtlichen Monaten bin ich sowieso kaum im Garten.

Blick in den Garten (c) by Joachim Wenk
Blick in den Garten (c) by Joachim Wenk


Aufgeräumte Staudenbeete und das Gierschproblem


Wenn man nicht all zu nah ran geht, sehen die Staudenbeete jetzt - für meine Verhältnisse - endlich aufgeräumt und startklar aus.


Staudenbeet erwacht (c) by Joachim Wenk
das Staudenbeet erwacht (c) by Joachim Wenk


Die Buchstecklinge werden dieses Jahr auch erkennbar wachsen. Ein paar Lücken sind durch das Duftmarkensetzen eines gewissen Herrn Max entstanden. Die muß ich durch neue Stecklinge, die im Sommer beim Buchschnitt anfallen, ersetzen. Zukaufen werde ich keinen Buchs. Meine Buchskugeln, die Eltern dieser Stecklinge, im Gemüsegarten sind Jahrzehnte alt und gesund. Ich habe gelesen, daß gerade die zugekauften Stecklingen von in großen Mengen (billig) produzierten Buchspflänzchen oft schon bei Kauf mit den gefürchteten Krankheiten infiziert sind. Holt man sich so eine in den Garten, ist es aus, auch mit den eigentlich gesunden, eigenen Buchsen. Dann habe ich hier lieber noch Lücken und weiß aber, dass das was da ist, gesund ist.

Buchshecke um Hausbaum (c) by Joachim Wenk
Buchshecke um Hausbaum (c) by Joachim Wenk

Hier am Zaun ist jetzt auch Ordnung. Das meint man jedenfalls beim ersten Blick. Richtig Sorge macht mir allerdings der Giersch. Hier ist es ganz schlimm. Im Fliederbeet und Staudenbeet ist es nur sehr schlimm. Ich weiß nicht, wie ich ihm Herr werden soll. Sein Wurzelgeflecht ist derart fest und dick. Wollte ich es ausgraben, müsste ich die kompletten Staudenbeete vollkommen neu machen. Das ist mir zeitlich, finanziell  und emotional nicht möglich. Ich habe mal gelesen, daß das Wasser vom Kartoffelkochen ihm nicht gefällt. Also habe ich es an einer Stelle probiert. Leider hat er das zusätzliche Wasser in meinem trockenen Garten eher freudig aufgenommen, als dass es ihn hätte eindämmen können. Gibt es denn gar nichts, das er nicht mag und das es mir ermöglichen würde, ihn zu reduzieren?

Und nein, aufessen ist keine Lösung! Denn dann würde ich sicher an einer Überdosis sterben. Und den Gefallen tue ich ihm nicht!

Staudenbeet am Gartenzaun (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet am Gartenzaun (c) by Joachim Wenk


Das große Mäuerchenbeet ist auch mit Tropfschläuchen versehen. Endlich, denn das beruhigt mich. Es liegt an der allerheißesten Stelle des Gartens und ich habe mit dem Regner hier viel Wasser vergeudet. Gut, es kostet  uns nichts, weil es aus dem Brunnen kommt. Er führt auch regelmäßig und viel Wasser und dennoch war im Hochsommer durch das viele Beregnen oft der Brunnen kurzfristig leer. Die Tropfschläuche bringen jetzt das Wasser wesentlich gezielter zu den Pflanzen. Diesmal wird sicher ein entspannterer  Sommer.


Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Eine brauen Tonne voll mit Unkraut  habe ich aus den Beeten entfernt. Daher kommen die kaputten Hände. Im Sommer merke ich das gar nicht. Sicher ist die Haut da dicker und widerstandsfähiger. Jetzt nach dem ersten Einsatz in  Erde und Brennesseln war das Gefühl am Abend und dem Tag danach schon sehr unangenehm.

 (c) by Joachim Wenk
Ergebnis von etlichen Stunden Unkraut rupfen (c) by Joachim Wenk


Der Gemüsegarten im Vorfrühling

Gespannt bin ich auf das Frühjahr 2018. Ja ihr habt richtig gelesen: 2018. 

Das aktuelle Frühjahr ist so, wie jedes Frühjahr, seit ich den Garten hier habe. Das ist seit dem Sommer 2011. Es wird März, die Sonne scheint, die Erde ist optimal abgetrocknet für die Bearbeitung und die ersten Saaten. Aber ich habe keine Zeit, weil vorher andere Sachen im (Gemüse-)Garten erledigt werden müssen. Erst dann kann mit dem Boden angefangen werden. Dieses Jahr sind es die Bewässerungsschläuche, die ich versuche heute fertig zu bekommen. 

Letztes Jahr waren es die neuen Wege und Rabatten zu deren Seiten. Ein anderes Mal mußte erst das alte Gewächshaus abgerissen und das Neue samt Fundament errichtete werden. Oder die Gartenwege wurden mit großem Maschineneinsatz neu gemacht. Da blieb kaum Zeit für den Gemüsegarten, der an einer Seite sogar mit aufgegraben wurde.  Einmal mußte die Haselhecke mit 6 m Höhe abgeschnitten, entsorgt und das Beet überhaupt erst angelegt werden. Oder ganze der Gemüsegarten mußte, wie Phönix aus der Asche ,nach über 30 Jahren Hühnergehege, erst erschaffen werden. Daher meine Neugier auf 2018, ob dann alles so weit ist, daß ich tatsächlich, wenn es so weit ist, direkt mit der Bodenarbeit beginnen kann. 

 (c) by Joachim Wenk Gemüsegarten im März
hier könnte es endlich losgehen mit dem Gemüsebau (c) by Joachim Wenk


In den Saatkisten habe ich ja zu Weihnachten (Lauch) oder dann nach Lichtmess angefangen. Der erste Salat ist pikiert, Kohlgewächse sprißen, genau wie noch mal Lauch. Die leeren Töpfchen neben dem Salat enthalten Blumensamen einer Facebookfreundin. Ich bin ja mal gespannt, was die "gelben Blumen" denn nun für Blumen sind.


erste Gemüsesämlinge im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
erste Gemüsesämlinge im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk 

Salat der Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk
Salat der Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk 


Zur Sicherheit, weil bisher nachts noch Frost kommt, habe ich die Vliestunnel darüber gestülpt.

Direkt in der Gewächshauserde sprießen schon munter Rukola, Asiasalat, Portulak, Feldsalat und Rettich. Der Salat ging hier nicht auf und auch die Kohlrabi nicht.

Blick ins Gewächshaus im März (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus im März (c) by Joachim Wenk 

Frühe und mittelfrühe Kartoffeln sind zum Keimen ausgelegt.

Frühkartoffeln werden vorgekeimt (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln werden vorgekeimt (c) by Joachim Wenk 


Die Tomaten sind gesät und die Paprika sind dieses Jahr schön wie nie. Grund ist nicht nur die frühe Aussaat im Februar (wie jedes Jahr) sondern die Pflanzleuchte über ihnen. Die habe ich wegen dem irritiernd rosapinkfarbenen Licht fürs Foto aber ausgemacht.

Gemüsepaprika, Glockenpaprika und Wildchili (c) by Joachim Wenk
Gemüsepaprika, Glockenpaprika und Wildchili (c) by Joachim Wenk 


Geerntet wird neben Schnittlauch im Gewächshaus bereits von den Pilzen im Haus. Die Pilze bringen mittlerweile alle paar Tage ein paar erntbare Pilze, die dann für zwei Personen ausreichend sind. Die hier kamen in einen Nudelauflauf mit Erbsen und Lauch vom Sommer. Köstlich.



Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk
Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk 

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