Freitag, 31. März 2017

Gartenprojekt: Terrasse erweitern

Das Terrassenprojekt ist in vollem Gange


Erinnert ihr euch?  Vor ein paar Tagen verabschiedete ich mich mit einem Bild vom Ausgangspunkt unseres neuen Gartenprojektes. Die Terrasse beim Haus. 

Und schon ist es so weit. Nein. Nachher-Bilder gibt es natürlich noch nicht. Aber einige Zwischendurch-Bilder kann ich präsentieren. 

Das ist sie unsere alte Terrasse zwischen Haus und Partyraum "Hüttenzauber". Im Sommer der schönste Platz auf Erden. Die großen Haselnußsträucher geben einen wunderbaren lichten Schatten. Nicht, und zwar überhaupt nicht, zu vergleichen mit einer Markise oder einem Sonnenschirm beim Haus. 
die Terrasse beim Haus (c) by Joachim Wenk
die Terrasse beim Haus (c) by Joachim Wenk

Diejenigen, die uns näher kennen, wissen, daß sonst hier auch noch ein ganz besonderes Mobiliar steht. Groß und rund. Das ist erstmal beiseite geräumt. Aber gerade wegen dem, durch dieses Möbel entstandenen Platzmangel, gingen wir das Projekt an. Sicher werde ich es in den Nachher-Bildern einmal zeigen. 

Vor jedem Projekt muß organisiert werden


Wie schön, daß wir für unsere Projekt immer einiges an Geräten und Helfern mobilisieren können. Ein Freund stellte uns am Abend zuvor seinen Trecker mit Hänger in die Wiese. Wie sonst sollten wir anders die anfallende Erde fortschaffen? 

der Trecker mit Hänger steht für den Aushub bereit (c) by Joachim Wenk
der Trecker mit Hänger steht für den Aushub bereit (c) by Joachim Wenk


Dann kommt unser so bewährter Baggerfahrer (siehe Wege-Projekt). Mein Cousin hat sich ein paar Stunden Zeit genommen, seinen Bagger aufgeladen und kam dann zu uns.

der  Bagger ist doch noch erfolgreich abgeladen (c) by Joachim Wenk
der  Bagger ist doch noch erfolgreich abgeladen (c) by Joachim Wenk

Schrecksekunde und Abladen des Baggers


 Nachdem das Bagger-Abladen etwas Nervenkitzel mit sich brachte, konnte es aber losgehen.

So ein Bagger ist ja gewichtsmäßig kein Rasenmäher und vom Gartentor nach hier oben sind etliche Höhenmeter zu überwinden. Da man im rechten Winkel einfahren muß, ist ein Anlauf-Nehmen auch nicht möglich. Mit eigentlich dem nötigen Schwung kam mein Cousin dann auch den Berg hoch. Nur dann geschah das, was eigentlich typisch ist, aber in  just diesem Moment echt verdammt dumm war.

Der neugierige Hund stellt sich mitten in die Einfahrt zum gaffen, so dass das Baggergefährt stoppen mußte.

Klar dass es nun kein Vorwärtskommen mehr gab. Etwas Rückwärtsrollen und dann in der  steilen Auffahrt den Bagger vom Hänger bekommen war angesagt. Wie praktisch, daß sich so ein Gefährt mit dem eigenen Arm abstützen und am Kippen hindern kann....

Ab da war der Hund dann nicht mehr aus der Nähe zu sehen. Schließlich liebt er das Geräusch von Motoren, die nicht in Autos sind, gar nicht. Toll. Jedenfalls stand er so nicht mehr im Weg herum.

Kleiner Bagger im großen Garten (c) by Joachim Wenk
Kleiner Bagger im großen Garten (c) by Joachim Wenk

Während also die Erwachsenen mit dem großen Gerät arbeiteten, kam ich  mit meinen Wägelchen und Schubkarren, um zu schnorren.

Die Erde kann ich gerade gut für mein Kartoffelhochbeet brauchen und die Grassoden können diverse Dellen und Rillen in dem vorhandenen Rasen auffüllen. Die dürfen nicht entsorgt werden.


Großbaustelle hinterm Haus (c) by Joachim Wenk
Großbaustelle hinterm Haus (c) by Joachim Wenk


45 Minuten und der Aushub ist geschehen. Ursprünglich wollten wir das im Frühjahr mit der  Schaufel machen. Aber die Zeit verfliegt und bis zu unseren Geburtstagen im Mai soll die Terrasse fertig sein. Es brauchte einen Sprung im Fortschritt des Projektes. Der ist jetzt vollbracht.

nach dem Bagger kommt die Handschaufel (c) by Joachim Wenk
nach dem Bagger kommt die Handschaufel (c) by Joachim Wenk


Das Wetter war traumhaft. Ende März über 25 Grad in der Sonne. Wahnsinn. Das Ausheben ging so flott, daß wir gleich weiter machten. Pflaster-Verschnitt von den Wegen, gebrochene Waschbetonplatten und manch anderer Bauschutt liegt ja hier und da noch herum und findet jetzt seine Verwendung.

Unterbau für die Betonplatte (c) by Joachim Wenk
Unterbau für die Betonplatte (c) by Joachim Wenk

Wenn viel Arbeit auf lange Tage trifft

Ach ja, da war doch noch was: der Bagger ist weg und der Hund wieder da!

Wer denkt denn aber so was. Der Aushub ist geschehen, der Schutt gesammelt und eingefüllt. Die geplante Arbeit ist damit beendet und sogar übertroffen. Aber der Tag ist noch lange nicht zu Ende. Sonst ist es immer umgekehrt. Der Tag ist zu Ende, nur die Arbeit nicht.


der Hund begutachtet den Baufortschritt (c) by Joachim Wenk
Der Hund begutachtet den Baufortschritt (c) by Joachim Wenk


Dann lass uns doch gleich die Erde noch wegfahren!

Sie kommt raus zu den Weihern. Dort brauchen wir sie dringend, um einen Damm auszubessern.

der Terrassenaushub (c) by Joachim Wenk
der Terrassenaushub (c) by Joachim Wenk


Also solch einen Tag habe ich ja auch noch nicht erlebt. Die Erde ist weg, der Trecker zurück gegeben und noch immer ist so viel Tag übrig.

Dann holen wir eben gleich noch unten im Dorf im Baugeschäft den Schotter. Beinahe eine Tonne kleiner Steinchen muß nun - der Bagger ist ja wieder weg - mit der Schaufel in die Grube gefüllt werden.


fast eine Tonne Schotter ist eingefüllt (c) by Joachim Wenk
fast eine Tonne Schotter ist eingefüllt (c) by Joachim Wenk


Wahnsinn. Auch das ist geschafft. Vielleicht fragt sich der eine oder andere, warum wir nur die Hälfte des Loches ausgeschottert haben.

Als nächstes wird betoniert, bevor die Platten verlegt werden können. Der Beton und somit die Terrasse kommt nur bis zur geschotterten Fläche. Der Rest wird mit Kies aufgefüllt. Analog zur gegenüberliegenden Fläche mit Leuchtbrunnen. Der Rasen hier an der Nord-Ost-Seite des Hauses wuchs ohnehin nicht besonders. Mit dem Aufsitzmäher kam man nicht richtig hin und jetzt wäre die Rasenfläche noch viel kleiner und unpraktischer. Zudem wird gerade hier auch durch den Grill viel darüber gelaufen, so dass der Rasen nicht schön werden könnte. Als kommt kein Rasen mehr hin.

 als Spiegelbild von der anderen Wegseite kommt hier ein Kiesbeet hin (c) by Joachim Wenk
 als Spiegelbild von der anderen Wegseite kommt hier ein Kiesbeet hin (c) by Joachim Wenk

Enttäuschende Erkenntnis nach erfolgreichem Arbeitstag


Nun war dann aber Gut. Der Tag noch immer nicht zu Ende, aber wir. Zumindest nach dem Schippen vom Schotter. Aus lauter Neugier, die aber genau richtig kam, stellten wir das große geheimnisvolle Möbel einmal zur Probe so, wie es künftig stehen wird. Die Erkenntnis, die sich daraus ergab, war ernüchtern und nicht annähernd so positiv, wie der Tag eigentlich verlaufen ist. 

Die Erkenntis ist einfach formuliert: der Platz reicht immer noch nicht aus! Ich würde nie mehr an dieser Seite ums Haus gehen können. Dort hinten ist aber ein wichtiger Wasserhahn und außerdem bin ich unentwegt hier unterwegs. Ich - und man - muß hier durchgehen können! 

Eine Lösung gibt es noch. Die Je-länger-je-lieber-Pflanze dort am Hauseck (oben im ersten Bild ist sie noch zu sehen) muß weg. Dann kann man einen kleinen Durchgang lassen. 

Der Arbeits-Tag war also doch noch nicht zu Ende. Spaten und Schaufel wurden wieder raus geholt und die Pflanze ausgegraben. Sie steht jetzt weiter unten am Hang unter einer Haselnuß. In die kann sie hoch klettern. Das sieht sicher auch sehr hübsch aus. Und dann die vielen gelben Blüten mit dem so süßen Honigduft. Ich möchte sie nicht mehr missen. Schließlich habe ich sie auch schon seit bestimmt 20 Jahren oder länger. 

Das war noch nicht die schlimmste Erkenntnis des Tages!


Das war ja noch gut zu lösen. Jetzt aber kommt der größte Wermuts-Tropfen des Tages. Mein gemauerter Grill mit selbst entworfener Spezialanfertigung an Grillgalgen steht zu nah am Möbel. Das wird nicht gut! 

selbst entworfener und angefertigter  Garten-Grill (by) Joachim Wenk
selbst entworfener und angefertigter  Garten-Grill (by) Joachim Wenk


Es hilft nichts. Jetzt sind wir am Aufbauen und neu Gestalten. Wenn wir was an ihm ändern wollen, dann muß es jetzt sein. Danach macht das wieder niemand.

Der Grill muß weg


Dieser Tag war zwar nach der Umpflanzaktion definitiv beendet, aber am nächsten Morgen ging Volker gleich ans Werk.


(c) by Joachim Wenk
er hat ihn gemauert er darf ihn auch wieder einreißen (c) by Joachim Wenk


Später machte ich vor der Arbeit noch eine Meißel-Schicht von mehreren Stunden. Jetzt ist er weg.

Terrasse jetzt ohne Grill (c) by Joachim Wenk
Terrasse jetzt ohne Grill (c) by Joachim Wenk

Ehrlich gesagt wissen wir noch nicht genau, wie wir ihn ersetzen werden. Einen Grill brauchen wir. Das Grillen über dem Holz-Feuer  und der Glut in der Feuerschale will ich nicht mehr missen. Platz ist da. Er könnte künftig im neuen Kiesbeet stehen.

Aber in welcher Form? Wollten wir ihn wieder mauern, müssten wir dort ein Fundament gießen. Oder stellen wir die Feuerschale nur auf den Kies? Praktisch war das ja schon, daß sie nicht am  Boden, sondern etwas erhöht stand. Und wie befestigen wir den Grillgalgen? Er war in das prakische eingemauerte Rohr schwenkbar eingesteckt. Er steht ja nicht von allein. Vielleicht ein Rohr als Fuß in die Erde unter dem künftigen Kiesbeet gesteckt? Ich denke hier müssen wir noch ein wenig die Gedanken und die Zeit auf uns wirken lassen. Denn eigentlich war das nicht geplant, den erst 2015 gemauerten Grill abreißen zu müssen. Wie gut, daß Volker die neugierig spontane Idee mit dem Probestellen des Terrassenmobiliars hatte. Sonst wären wir auf diese Platzprobleme zu spät aufmerksam geworden.

Nun ist erst einmal wieder ein paar Tage Ruhe auf der Baustelle. Die nächsten Schritte sind aber bereits geplant. 

Kommentare:

  1. Whow! Da habt ihr ja einiges ...verschoben...
    ;-)

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    1. Ja das stimmt, soll bequem und praktisch und gemütlich werden, der Garten darf schließlich nicht nur zum Arbeiten da sein....

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  2. Lieber Achim,
    wenn man nach so einem erfolgreichem Tag anschließend noch zwei niederschmetternde Erkenntnisse hat dann kann einen das ganz schön runter ziehen, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Eigentlich läuft alles gut und man könnt schon mehr als zufrieden sein und dann der Rückschlag, sowas hat mir schon den ganzen Tag versaut.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. solche Sachen erlebt man schon manches Mal. Allerdings ist es in diesem Fall halt notwendig und macht den Weg frei für was neues. Ist wieder spannend, was wir machen werden, wie es wird, man kann wieder überlegen und kreativ sein. So wird es nie langweilig. Das hat doch auch was, finde ich. Wünsche dir ein schönes Wochenende mit moderaten Temperaturen. Liebe Grüße Achim

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