Mittwoch, 1. Februar 2017

Wetterumschwung zu Lichtmeß, hoffentlich stimmen die Wetterregeln!

Kaum war jetzt das Weihnachten - ein übrigens ausnehmend schönes Weihnachten muß ich sagen - vorüber, kaum sind nun die allerletzten Erinnerungen in Sachen Weihnachtsdeko verstaut, da ist schon wieder Februar.

Morgen ist Lichtmeß mit eineinviertel Stunden mehr Tageslicht als noch an Heilig Abend. Man merkt es wirklich deutlich, auch wenn heute gottseidank keine Sonne schien. Würde jetzt die Sonne scheinen, bliebe der Winter uns noch sechs Wochen erhalten. Es ist aber bedeckt, bei uns jedenfalls, und auch morgen und übermorgen bleibt es so. Ein Wetterwechsel von blauem Himmel und knackigem Dauerfrost zu bedecktem Himmel mit Tauwetter hat statt gefunden. Ich hoffe auf ein baldiges Frühjahr. Selbst bin ich noch im Wintermodus. Auch wenn ich heute ein paar Stunden im Garten gearbeitet habe. Spalierobst und Wein angebunden und geschnitten. Himbeergerüst ausgebessert uns derlei Kleinkram.

Wetterumschwung zu Lichtmeß (c) by Joachim Wenk
Wetterumschwung zu Lichtmeß (c) by Joachim Wenk


Im Garten sieht es fürchterlich aus, jetzt wo die weiße, weiche, schmeichelnde Decke des Schnees fort ist. Überall liegen Äste der Eiche, Haselnüsse, Eschen und  Walnußbäume herum. Die Orkan-Tage im Winter haben nicht nur Zweige sondern auch Äste aus den Kronen gerissen.

Das vergammelnde Laub ist überall auf den Wegen und dem Rasen verteilt.

Die Vögel haben Unmengen Kot in der Hecke und ums Futterhaus verteilt. Fast wie auf den Felsen, auf denen der Guano gewonnen wird. Matschig ist es und die Überreste an Stängeln und Zweigen der Stauden, die noch im Beet stehen erzeugen Unordnung. Die Rosen sind wilde Besen, ungepflegt überall im Garten stehend.

Nein, optisch schön ist es draußen gerade gar nicht. Weil es seit Wochen Dauerfrost hatte, ist der Boden tief gefroren und so können auch noch lange keine Frühlingsboten durch die Erdkrume brechen. Was da jetzt wieder an Arbeit auf mich wartet, bis der Garten aufgeräumt ist. Da muß ich langsam und ausdauernd, Schritt für Schritt ran gehen, sonst verliere ich die Lust schon, bevor ich angefangen habe.

Heute startete ich mit der Kettensäge. Flieder im Flierderbeet mußte ausgelichtet werden. Ein Grund die letzte Lichterkette und das Leuchtbambi, das Abends noch den Vorplatz am Haus erleuchtete, zu beseitigen.

Es ist Jahr für Jahr unfassbar. Immer meint man, jetzt ist dann bald alles geschnitten und ausgeastet. Jetzt kann nicht mehr so viel kommen, daß sich große Haufen bilden. Und kaum hat man die Schere oder Säge in Betrieb genommen, liegt in wenigen Minuten wieder ein riesiger Haufen an Material im Garten. Den Flieder kann ich dieses Jahr häckseln. Letztes Jahr hatte ich den großen Häcksler noch nicht und wir fuhren allen Heckenschnitt auf das Osterfeuer.

(c) by Joachim Wenk
Maulwurfhaufen, Äste überall Chaos
und es sammelt sich wieder das Schnittgut (c) by Joachim Wenk


Zwei schöne Fliederbüsche haben wir vor dem Zerkleinern für den Häcksler, gleich einmal auf  Vasenlänge abgesägt. Nicht mehr lange und ich brauche Zweige im Wohnzimmer für die Ostereier.

endlich wieder einmal ausgelichtet, der Flieder vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
 endlich wieder einmal ausgelichtet, der Flieder vor dem Haus (c) by Joachim Wenk


Nach der Rückschnittaktion habe ich dann noch Kohlrabi, Frühkohl und frühen Wirsing sowie Asiasalat gesät. Im Gewächshaus ist die Erde schon vollkommen aufgetaut und saatbereit. Es kann aber, wie die Vorhersagen sind, nochmals deutlich kälter als -10°C nachts werden in wenigen Tagen. Daher sähe ich lieber erst einmal in Schalen und stelle es in den Hüttenzauber. Dort hat es etwa 6-8 Grad. Ich probiere es einfach, vielleicht bekomme ich schöne starke Jungpflanzen. Überall im Haus und Vorraum am Haus ist es zu warm und zu dunkel, gerade jetzt zu der Jahreszeit. Da keimt es rasch aber vergeilt und wird krank. Diese Erfahrungen habe ich hinter mir. Jetzt wird im Hüttenzauber oder dann bald direkt im Gewächshaus getestet. Entsprechende Sorten der jeweiligen Gemüse sind natürlich Voraussetzung.

erste Gemüsesaaten noch im (ungeheizten) Partyraum (c) by Joachim Wenk
erste Gemüsesaaten noch im (ungeheizten) Partyraum (c) by Joachim Wenk


Bis kurz nach 16 Uhr konnte ich schon im Garten arbeiten. Dann begann langsam die Dämmerung. Vielleicht komme ich so langsam in den aktiven Frühlingsmodus. Die Natur lässt es ja aber auch noch langsam angehen. Ich habe mich ihrem Rhythmus angepasst. Immer mehr.

Zu beobachten ist seit ein paar Tagen das zunehmende Vogelgezwitscher und Geplapper oder Gezanke. Im Winter sind sie muchsmäuschenstill, auch am Futterhaus. Jetzt verschaffen sie sich wieder Gehör. Auch ein Zeichen, daß es wohl demnächst Frühling wird.

In meinem indoor-Gemüsegarten geht gerade auch nichts voran. Die Austernseitlinge begannen zwar ein paar Tage noch Aktivierung des Substrates zu wachsen. Dann aber stagnierten sie und verharren jetzt schon vierzehn Tage so. Richtig gut und wuchsfreudig sehen sie nicht aus. Der Ralph vom Pilzpaket hält sein Versprechen auf der Anleitung zu den Pilzen. Wenn es nicht funktioniert, schickt er kostenlosen Ersatz. Wahrscheinlich war es zu kalt, als die Pilze mit der Post kamen. Mit dem Substrat werde ich auf seine Empfehlung hin, es gleich probieren, weiter zu kultivieren. Eigenen Kaffeesatz damit gemäß Anleitung vermischen und warten. So kann man die Pilze auch nach erfolgreichen Ernten des gekauften Substrates immer weiter selbst vermehren und beernten. Das reizte mich. Bin gespannt, ob sie im neuen Substrat besser wachsen. Ein wenig selbst gezogenes und frisches Gemüse wäre langsam mal wieder recht.

die Austernseitlinge wollen nicht so recht....( c) by Joachim Wenk
die Austernseitlinge wollen nicht so recht....( c) by Joachim Wenk


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