Montag, 27. Februar 2017

Tropfschläuche im Gemüsegarten und die ersten Sommerfrischler im Freien

fleißige Gärtner-Ameise (c) by Joachim Wenk
fleißige Gärtner-Ameise
Im Garten? Jetzt schon? Was mußt du denn jetzt schon im Garten machen? Das waren die Fragen einer lieben Freundin am Samstag, als wir uns über das Wochenende unterhielten.

Ehrlich gesagt, habe ich kurz vorher, auf der Fahrt dorthin, genau darüber selbst nachgedacht. Dann habe ich alle mir einfallenden Arbeiten der zur Verfügung stehenden freien Zeit gegenüber gestellt. Wären wir wir  da nicht inzwischen gerade vor dem Haus der Freundin angekommen und ich aus meinen Träumen erwacht, hätte das doch tatsächlich alles noch zu Panikattacken und Herzrasen führen können. Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der plötzlich alles auf einmal fällig wird.

Gottseidank war das Wetter vergangenes Wochenende überraschend gut und ich nutzte die freien Stunden zur Vorbeugung jener Panikattacken. Das heißt, ich genoß die Arbeit im sonnendurchfluteten Vorfrühlingsgarten.

Die ersten Kübelpflanzen werden ausgeräumt


Freitag war die letzte Frostnacht für eine Weile. Und kommende Woche ist schließlich schon März. Ich gehe davon aus, daß nur noch leichte Nachtfröste kommen werden. Die Feige im Überwinterungsraum beginnt zu treiben.

die Feige hat es im Frühjahr immer besonders eilig mit dem Austrieb (c) by Joachim Wenk
die Feige hat es im Frühjahr immer besonders eilig mit dem Austrieb (c) by Joachim Wenk

Es ist also höchste Zeit, sie heraus zu stellen. Sonst vergeilen ihre neuen  Triebe. Bei mir steht sie geschützt im Carport. Wenn sie sich wieder an die Frischluft gewöhnt hat, machen ihr kalte Nächte oder Tage nichts mehr aus, im Gegensatz zum warmen und dunklen Innenraum.  Zum Schutz gegen die noch sehr flach in den  Unterstand hineinscheinende Sonne (Sonnenbrandgefahr) habe ich etwas Vlies über die frischen Knospen gehängt. Zu ihren Füßen stehen die beiden Agapanthus und ein paar Wildstauden, die ich geschenkt bekam als es gerade  Januar war. Damals hatte es zweistelligen Dauerfrost und so verbrachten sie sicherheitshalber  die letzte Wochen auch im Überwinterungsraum. Sie sind eigentlich ja frosthart und so dürften sie die wenigsten Probleme damit haben jetzt raus zu  müssen.

die ersten Sommerfrischler sind draußen (c) by Joachim Wenk
die ersten Sommerfrischler sind draußen (c) by Joachim Wenk




Die Seerose ist frisch gedüngt auch wieder in ihr  Sommerquartier eingezogen. Das scheußliche Lattengerüst auf der Wasseroberfläche kommt später weg. Ich habe hier einmal eine ertrunkene Meise herausgefischt. Seither mache ich da immer etwas ins Wasser, dass hineingestürzte Vögel vielleicht leichter oder überhaupt hinaus klettern könnten. Wenn erst einmal die Seerosenblätter auf der Oberfläche schwimmen, ist das nicht mehr nötig. Und die Schnur, die später auch unter dem Laub verschwindet ist im Herbst wieder wichtig. An ihr kann ich bei noch gefülltem Becken den Seerosenkübel ganz leicht nach oben ziehen (unter Wasser ist der nämlich ganz leicht).

auch die Seerose durfte wieder ins Freie (c) by Joachim Wenk
auch die Seerose durfte wieder ins Freie (c) by Joachim Wenk

Im Gewächshaus keimt das erste Gemüse der Saison


Im Gewächshaus keimt das erste Gemüse. Unterm Vlies ist Rauke zu erkennen. Den Rosmarin, den ich tatsächlich einmal lebend über den Winter brachte, habe ich auch hier rein gestellt. Ebenso den Mammutbaum aus San Francisco.

Rauke keimt im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Rauke keimt im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

aus aus dem Überwinterungsraum  und rein ins Gewächshaus. Licht und Luft werden gut tun. (c) by Joachim Wenk
Raus aus dem Überwinterungsraum  und rein ins Gewächshaus. Licht und Luft werden gut tun. (c) by Joachim Wenk


Ebenfalls im Gewächshaus fängt jetzt der Schnittlauch an zu wachsen und die Winterheckenzwiebel. Hier gibt es bald frisches Grün aufs Brot!

Erster Schnittlauch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
 Erster Schnittlauch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Die Winterheckenzwiebel im Gewächshaus schiebt frisches Grün (c) by Joachim Wenk
Die Winterheckenzwiebel im Gewächshaus schiebt frisches Grün (c) by Joachim Wenk

Leimringe an den Obstbäumen im Frühjahr erneuern


Frische Grüne Manschetten haben jetzt auch alle meine Obstbäume. Vom großen Apfelbaum im Gemüsegarten über das Säulenobst bis zu den bleistiftdicken Stämmchen des Apfelspalieres. Es sind Leimringe. Im Herbst halten sie die Frostspannerweibchen davon ab, den Stamm hoch zu klettern und dann die Äpfel madig zu machen. Jetzt verhindern sie auch, daß Ameisen hinauf klettern um  sich ihre Läusekolonien anzulegen. Gerade die kleinen Apfelbäumchen waren im letzten Sommer sehr verlaust. Vielleicht wird es diesen Sommer besser. Auch bin ich gespannt, ob die Herbstwirkung am Apfelbaum im Gemüsegarten spürbar zu sehen ist. Der hatte immer sehr viele madige Äpfel.

frische Leimringe für die Obstbäume (c) by Joachim Wenk
frische Leimringe für die Obstbäume (c) by Joachim Wenk

Bewässerung im Gemüsegarten: Tropfschläuche werden verlegt



Die richtige Arbeit kommt aber erst. Ich habe begonnen auch im Gemüsegarten weiter Tropfschläuche zu verlegen.

Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk


Da muß vor der Arbeit auch viel überlegt werden. Wie verbinde ich zum Beispiel die einzelnen dreieckigen Beete, damit nur einmal der Schlauch angeschlossen werden muß und dabei möglichst viel Fläche bewässert wird. Zu berücksichtigen ist auch, daß nur eine bestimmte maximale Anzahl Laufmeter Tropfschlauch auf einmal angeschlossen werden kann, ohne dass Druck oder Durchfluß unter die Mindestgrenze sinken.

Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Ich weiß, daß einige sicher der Meinung sind, sich so etwas nie in den Garten legen zu wollen.

Im Bild oben muß auch nachgebessert werden. Hier sind die falschen, da zu dicken Schläuche ins Beet gekommen. Sie wölben und krümmen sich unnachgiebig. Ich werde sie alle austauschen müssen. 

Verwendet man dünnere Schläuche, so sieht es gleich ordentlicher aus. 

Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Nach dem Test in einem Abschnitt vergangenen Sommer war auch ich lange hin und her gerissen. Optisch schöner und vielleicht auch leichter zu Pflegen bei der Bodenbearbeitung ist ein Garten ohne die Schläuche. Wer aber jeden Sommer vergebens versucht mit Schlauch und Regnern etwas Wasser in den Boden zu bekommen und doch zusehen muß, wie vieles vertrocknet oder einfach nicht wächst, weil über viele Monate bei meist starkem Wind und praller Sonne nicht ein einziger Tropfen regen fällt der wird mich verstehen. Auf alle kann das nur jemand verstehen, der ernsthaft versucht, sich in eben geschilderter Umgebung, so weit es möglich is,t selbst mit Gemüse zu versorgen. Ich entschloss mich also die Schläuche zu legen und hoffe, dieses Jahr den Pflanzen ausreichend Wasser bieten zu können. Ich werde euch auf alle Fälle laufend darüber berichten. Am Ende des Jahres wissen wir dann mehr über Sinn oder Unsinn sowie Praktikabilität so einer Anlage im Hausgarten.

Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk




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