Montag, 6. Februar 2017

Ein paar Gartenarbeiten zum ausklingenden Winter

Da habe ich jetzt doch  tatsächlich lange suchen müssen, um die munteren grünen Gesellen hier zu finden. 

die allerersten Crokusse im Frühjahr 2017 (c) by Joachim Wenk
die allerersten Crokusse im Frühjahr 2017 (c) by Joachim Wenk

Und wie es mir nach 2 Tagen mit Gartenarbeit scheint, so sind es tatsächlich bislang die einzigen, die sich hervor wagen.

Das Wochenende war sehr angenehm. Viel Sonnenschein, kein Wind, der Schnee fast weg und die Temperaturen um die Mittagszeit bei fast 10°C.

Weil es im Garten noch so gar schlimm aussieht, habe ich mich zuerst einmal an die Aufräumarbeiten gemacht. Laub und Äste wegkehren vom Vordereingang bis hoch zum hinteren Eingang nahm das beinahe meine gesamte Samstagsarbeitszeit in Anspruch.

In de Staudenbeeten habe ich Staudenreste entfernt. Der Boden ist noch gefroren. Die sehen nun schon gepflegter aus. Aber die Laub- und Mulchdecke habe ich gelassen. Stellenweise mußte ich diese aber mit der Gabel etwas auflockern und wieder zerteilen. Sonst kommt keine Luft drunter und es fängt an zu faulen.

Beflügelt vom fast frühlingshaften Wetter ärgerte mich auch der zerzauste Weinberg. Und obwohl ich mir bereits einen mit dem Mond in Einklang stehenden Termin notiert hatte, die Reben zu schneiden und anzubinden, vollbrachte ich diese Arbeiten gleich heute. Erst beim frohen und zufriedenen Betrachten meines Werkes erinnerte ich mich daran, daß ich das ja erst später machen wollte. Jetzt kann ich es auch nicht mehr ändern.

Die Reben im Weinberg sind geschnitten und angebunden (c) by Joachim Wenk
Die Reben im Weinberg sind geschnitten und angebunden (c) by Joachim Wenk

Zu Schneiden ist wohl noch genug im Garten. Die Rosen sind zerzauste und verwilderte Besen in den Beeten. Aber die schneide ich dieses Jahr einmal später. Wenn die Forsythien blühen, sei der rechte Zeitpunkt dafür. So habe ich es gelesen. Sonst hatte ich sie immer bereits mit den Obstbäumen im Januar  oder Februar geschnitten.

Obstbäume sind jedenfalls auch noch dran. Hier aber nur der Baum im Gemüsegarten und die beiden Apfelspaliere, die zum weiteren Erziehen  an der Spitze gekappt werden müssen.

Im Vorgarten habe ich noch viel Wildwuchs im Gebüsch gesehen. Da kommt noch eine Menge Häckselmaterial an Schlehen-, Weißdorn- und Rosengestrüpp nebst weiterem Fliederdickicht zusammen.

Das ginge ja alles noch, aber der Gemüsegarten. So unordentlich wie der aussieht. Hier müssen abermals weitere Wegplatten gelegt werden, der Schneckenzaun wird leicht versetzt, der Zaun zum Staudenbeet sollte erneuert werden (wird aber wohl vielleicht doch erst nächstes Jahr gemacht). Dann muß natürlich das restliche Mulchmaterial weggerecht und der Boden mit der Grabegabel behandelt  und anschließend Gründünger oder erste Gemüse (Möhren, Radieschen, Ackerbohnen, Salat, Kohlrabi oder eben den Sommerlauch) gesät oder gepflanzt werden. Dazu ist es aber zu früh. Der Boden ist im Schatten noch gefroren und ansonsten viel zu naß für diese Arbeiten. Gleiches gilt für den Kompost, der natürlich auch noch auf Gemüse- und Staudenbeete ausgebracht werden soll, sobald es etwas wärmer und trockener ist.

Panoramafoto Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Panoramafoto Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Die Wege im Gemüsegarten sind allerdings alle gerade und die Beete richtige Dreiecke. Die geschwungen Wegführung ist durch die Panoramaeinstellung beim Fotografieren erzeugt worden. 


Zwischen Kompostanlage und Schneckenzaunbeet ist zu wenig Platz. Ich kann mit dem Schubkarren nicht durch. Das ist bei der Arbeit am Kompost sehr hinderlich. Daher werden hier noch eine Reihe Wegplatten verlegt und dazu der Schneckenzaun etwas versetzt. 

Schneckenzaunbeet (c) by Joachim WenkSchneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk


Die Erdbeeren im Beet sieht man kaum unterm Herbstlaub.

Erdbeeren im Beet (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren im Beet (c) by Joachim Wenk

Dafür sieht man die Erdbeeren im Erdbeerfass umso deutlicher. Also zumindest, das was der Winter übrig gelassen hat davon. Zuerst erschrickt man schon ein wenig beim Anblick dieses Trauer-Fasses.


Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk

Ich bin aber guter Dinger, dass sie wieder wachsen werden. Die kleinen Blätter im Herzen sind nicht braun und vertrocknet. Und außerdem, daher das Bild oben, sehen die Pflanzen im Beet auch nicht unbedingt jung und rosig aus. Aber das ist ja jedes Jahr so. Bald werden sie wieder wachsen und sicher die im Fass auch. Dort muß ich allerdings die obersten nochmals ausgraben. Es müssen gut und gerne 30 cm Erde aufgefüllt werden. Ich hätte damals beim Bepflanzen länger warten sollen, bis sich die Erde gesetzt hat. Zwar kann ich die Pflanzen oben im Fass leicht ausgraben und neu einpflanzen. Doch ist es bei den in den Seitentaschen gepflanzten Erdbeeren nicht möglich,  sie einfach aus- und wieder unbeschadet einzugraben. Durch das Zusammensacken der Erde im Fass hat es die aber direkt ins Fass rein und nach unten "gesaugt". Das ist nicht so gut, aber jetzt auch nicht mehr zu ändern.

Mein Tipp also bei so einer Aktion wie "Erdbeerfass bepflanzen": Erde einfüllen. Schicht für Schicht leicht festdrücken und nach dem Befüllen und Wässern mit dem Pflanzen abwarten. Je länger desto besser.

Die Beerensträucher habe ich im Sommer schon geschnitten und das Himbeergerüst jetzt ausgebessert. Hier ist alles gut vorbereitet auf die kommende Saison.

Himbeer- und Johannisbeerbeet (c) by Joachim Wenk
Himbeer- und Johannisbeerbeet (c) by Joachim Wenk


Im Heizungskeller geht es jetzt auch tatsächlich los mit der Saison 2017. Im Gewächshäuschen auf der Heizmatte stehen die Paprika, Glockenpaprika und Wildchilli. Bei 25°C sollten sie doch bald keimen. 

Paprika und Chili frisch ausgesät (c) by Joachim Wenk
Paprika und Chili frisch ausgesät (c) by Joachim Wenk


Dann leuchtet sie über dem Gewächshaus die LED-Pflanzenleuchte an. Vom Fenster her erhalten sie zu wenig Licht. Das Licht ist jetzt einfach der limitierende Faktor. Wärme haben wir in den Wohnungen ja, aber einfach nicht ausreichend Licht. Die Sonne scheint auch bei weitem noch nicht ausreichend, um die Pflanzen langsam und kräftig wachsen zu lassen. Sie sehnen sich nach Licht und Sonne, schießen dabei regelrecht nach oben. Schwach und blass machen sie sich auf die  Suche nach Licht. Andererseits müssen die Paprika und Chili jetzt gesät werden, will man im späten Sommer welche ernten. Sie haben einfach eine so lange Anzuchtzeit.

Tomaten sähe ich erst in  vier Wochen aus. Sie keimen und wachsen wesentlich schneller und so genügt ihnen die Zeit, bis sie dann in den Garten dürfen.

Wenn man entsprechende Tabellen betrachtet, wird einem das mit dem Licht noch deutlicher. Jetzt haben wir schon eine Stunde länger Tag, als das noch  zu Weihnachten der Fall war. Und jetzt haltet euch fest! Mitte März, wenn ich Tomaten sähen werde, haben wir im Vergleich zu jetzt noch mal fast 2 Stunden mehr  Tageslicht (also schon 3 Stunden längere Tage als zu Weihnachten).

Kein Wunder, wenn die Pflanzen jetzt im Haus schießen und vergeilen.

Meinen Sommerlauch habe ich zu Weihnachten gesät. Der steht ganz schön in der Schale, hat aber allerdings auch diese LED-Pflanzenleuchte über sich. Sonst sähe er nicht so gut aus. Das habe ich vergangenen Winter gesehen.


Sommerlauch, gesät zu Weihnachten (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch, gesät zu Weihnachten (c) by Joachim Wenk



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