Montag, 13. Februar 2017

Die to-do-Liste steht. Mal sehen, welches Handy dann die Umsetzung dokumentieren wird.

Seid ihr auch schon einmal betrogen worden? Wenn nein, dann herzlichen Glückwunsch. 

Ich jedenfalls bin betrogen worden. Am vergangenen Wochenende. Und das sogar von allen! 

Von allen Wettervorhersagen in Rundfunk oder als App, die ich hatte. Jedenfalls war ich auf ein wärmer werdendes Wetter mit Sonnenschein eingestellt. Die Tage deutlich über Null und ich beim frohen  Schaffen im Garten. Und was kam dann. Gerade der Sonntag war ausnahmslos bedeckt und trist und das bei nicht einmal minimal-positiven Graden am Thermometer. Da war ich beinahe froh, doch am kalten und windigen Samstag etwas gearbeitet zu haben. 

Der Betrug wird noch komplettiert von der Tatsache, daß heute, am Montag,  seit dem Morgen strahlend blauer Himmel mit Sonne pur da draußen ist. Ich sitze natürlich im Büro. Der Rest ist ohne Worte...

Und wenn ich mir denn so die Fotos vom vergangenen Wochenende ansehe, dann frage ich mich, ob es wirklich so elend trist und farblos war, oder ob die  Kamera meines neuen  Handys einfach andere Bilder macht, als die alte Kamera. 

Hier zum Beispiel mein Erdbeerfass. Ich habe alle braunen Blätter abgeschnitten. Viel munterer sieht es nach dieser Frisur allerdings noch immer nicht aus. Beim Wegschneiden stellte ich fest, daß wohl, wie es jetzt noch aussieht, die meisten  Pflanzen überlebt haben. Das war der erste Winter und ich nehme das Erdbeerfaßprojekt auch zum sammeln von Erfahrungen. Solche Erdbeertürme gibt es  in unterschiedlicher Form fertig zu kaufen. Wenn nun die Pflanzen einen Winter so ungeschützt (wie sollte ich die auch schützen?) im Faß nicht überstehen, dann ist dies Anbaumethode ja total praxisuntauglich und damit im Alltag unbrauchbar. Es wäre hinaus geschmissenes Geld. Also bin ich wirklich gespannt, wie sie austreiben, wie viele überlebt haben und wie sie weiter wachsen. 


Erdbeerfaß nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfaß nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk


Mein vor drei Wochen im unbeheizten Hüttenzauber (6-8°C) gesäter Salat keimt jetzt.  Im Gewächshaus habe ich am Sonntag auch Salat gesät, Radieschen, Winterportulak, Rucola und Feldsalat. Alles Gemüse, die jetzt im unbeheizten Gewächshaus schon gesät werden können. Die richtige Sorte dafür ist natürlich Voraussetzung. Abgedeckt habe ich die Beete auch im Gewächshaus noch mit einem Vlies.

der erste Salat im Jahr keimt jetzt (c) by Joachim Wenk
der erste Salat im Jahr keimt jetzt (c) by Joachim Wenk



Die folgenden Fotos zeigen meinen Gemüsegarten in seiner momentanen Pracht. Fotografiert habe ich vor allem die Stellen, welche noch vor dem Saisonbeginn mit Arbeit verbunden sind. Und genau die ist bei steinhart gefrorenem Boden und Temperaturen wie am Wochenende  nicht machbar. Nee wirklich nicht und  die Lust fehlte bislang auch noch.

Die Pflanzenreste vom Herbst müssen ausgegraben und entsorgt werden. Dann muß der Laub-Mulch weggerecht und der Boden bearbeitet werden. Bald kommen die ersten Samen dort hinein. Ich werde nur die Grabegabel verwenden. Dazu bin ich schon gespannt, wie das mit den Bewässerungsschläuchen, die ja den ersten Winter dort lagen, klappt. Die muß ich irgendwie weg-klappen oder sonst wie zur Seite räumen. Sonst kann ich mit der Grabegabel nicht arbeiten. Mich stört dieser Gedanke sehr. Allerdings lege ich jetzt dann auch in die anderen Beete solche Schläuche. Nach der von Jahr zu Jahr immer mehr zunehmenden Dürre ab Ende Juni bleibt mir gar nichts anderes übrig, wenn ich irgend welches Gemüse ernten möchte.  Hoffentlich ist eine Bodenbearbeitung dennoch möglich. Beseitigen muß ich auch die störrischen schwarzen Bewässerungsschläuche. Sie haben sich im Winter wieder massive gebogen, aufgebäumt und sind einfach zu dick und nicht handhabbar.  Sie werden gegen dünnere ausgetauscht. Man lernt eben nie aus.


viel Arbeitet wartet auf mich bevor hier die ersten winzigen Möhrensamen in den Boden können (c) by Joachim Wenk
viel Arbeitet wartet auf mich bevor hier die ersten winzigen Möhrensamen in den Boden können (c) by Joachim Wenk


Und dann diese Unordnung überall. Laub und Äste wo ich auch hinschaue. Wenn das dann endlich mal alles wieder beseitigt ist...

Sisyphusarbeit: Laubwegkehren und der Wind verteilt es wieder (c) by Joachim Wenk
Sisyphusarbeit: Laubwegkehren und der Wind verteilt es wieder (c) by Joachim Wenk




Das Projekt hier haben wir gerade heute auf den Herbst verschoben, weil wir nicht mehr rechtzeitig vor Saisonbeginn dazu kommen. Der etwa 170 cm hohe Zaun kommt weg und wird durch einen deutlich niedrigeren ersetzt. Früher mußte er die Hühner daran hindern, aus dem Gehege auszubrechen. Heute dient er nur noch als Pflanzenstütze und Barriere für den Hund, der den Gemüsegarten nicht betreten darf. Es müssen auch 2 Pfosten einbetoniert werden. Das würde jetzt nur unnötig Druck und Streß erzeugen. So bleibt das erst einmal. Im Sommer sieht den Zaun dann ohnehin niemand mehr.

der hohe Zaun wird irgendwann durch einen niedrigen ersetzt (c) by Joachim Wenk
der hohe Zaun wird irgendwann durch einen niedrigen ersetzt (c) by Joachim Wenk


Der Häcksler muß auch wieder ran. Die ersten bescheidenen Mengen an Geäst und Gestrüpp liegen schon herum. Da kommen noch die Rosen und Wildrosen dazu und die Haselnußhecken. Das muß bald einmal zerkleinert werden. So viel Zwischenlagerplatz habe ich einfach nicht.

ein paar mal die Rosenschere gezückt und schon hat man haufenweise Gestrüpp herumliegen (c) by Joachim Wenk
ein paar mal die Rosenschere gezückt und schon hat man haufenweise Gestrüpp herumliegen (c) by Joachim Wenk

Und schon wieder ein Bild zum Thema Unordnung. Maulwurfshaufen und herabgefallene Äste.

von oben (Äste, Laub) und von unten (Maulwurf) wird in meinem Garten für Unordnung gesorgt (c) by Joachim Wenk
von oben (Äste, Laub) und von unten (Maulwurf)
wird in meinem Garten für Unordnung gesorgt (c) by Joachim Wenk




Ja, auch wieder Unordnung. Aber hauptsächlich sieht man hier wieder einen guten Tag Arbeit. Der Weg ist zu schmal. Hier muß ich unentwegt mit dem Schubkarren durch. Vom Kompostplatz im oberen Bild zum hier im Bild hinten erkennbaren Kompostplatz. Der Schneckenzaun wird nach innen versetzt und eine Reihe Wegplatten zusätzlich verlegt. Auch der Rasen vor dem Kompost wird weg gemacht und  mit immer noch übrigen Platten belegt.  So lässt sich dann leichter arbeiten. Zudem ist es immer fast unmöglich hier hinten mit dem Rasenmäher hin zu kommen. Gerade dort aber wächst, wegen dem Kompost, das Gras immens.

der Weg zwischen den Kompostplätzen muß verbreitert werden  (c) by Joachim Wenk
der Weg zwischen den Kompostplätzen muß verbreitert werden  (c) by Joachim Wenk


Der Kompost ansich muß im Zier- und Gemüsegarten verteilt werden. Die Haselnußhecke dahinter sollte dringend auch jetzt noch einmal gestutzt werden.


der Kompost muß verteilt und die Haselhecke geschnitten werden  (c) by Joachim Wenk
der Kompost muß verteilt und die Haselhecke geschnitten werden  (c) by Joachim Wenk


Letztes Jahr haben wir im Gemüsegarten die Wege neu gemacht und mit Rabatten eingefasst. Dann aber war es schon so spät im Jahr, daß alles schön eingewachsen war. So verschoben wir die letzten Meter Rabatten auf das Frühjahr. Und das ist jetzt! Das Beeren- und Kräuterbeet erhält auch noch so eine sehr praktische Beeteinfassung.

hier fehlen noch die Rabatten als Beeteinfassung  (c) by Joachim Wenk
hier fehlen noch die Rabatten als Beeteinfassung  (c) by Joachim Wenk




Und dann kommt irgendwann die Zeit, dass ich  nicht mehr Fotos mit dem neuen Handy mache. Fotos wie dieses hier.

Gemüsegarten im Februar  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Februar  (c) by Joachim Wenk





Nein, dann krame ich wieder das alte Handy hervor. Seine Bilder gefallen mir einfach viel besser...

Gemüsegarten im März  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im März  (c) by Joachim Wenk

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen