Montag, 27. Februar 2017

Tropfschläuche im Gemüsegarten und die ersten Sommerfrischler im Freien

fleißige Gärtner-Ameise (c) by Joachim Wenk
fleißige Gärtner-Ameise
Im Garten? Jetzt schon? Was mußt du denn jetzt schon im Garten machen? Das waren die Fragen einer lieben Freundin am Samstag, als wir uns über das Wochenende unterhielten.

Ehrlich gesagt, habe ich kurz vorher, auf der Fahrt dorthin, genau darüber selbst nachgedacht. Dann habe ich alle mir einfallenden Arbeiten der zur Verfügung stehenden freien Zeit gegenüber gestellt. Wären wir wir  da nicht inzwischen gerade vor dem Haus der Freundin angekommen und ich aus meinen Träumen erwacht, hätte das doch tatsächlich alles noch zu Panikattacken und Herzrasen führen können. Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der plötzlich alles auf einmal fällig wird.

Gottseidank war das Wetter vergangenes Wochenende überraschend gut und ich nutzte die freien Stunden zur Vorbeugung jener Panikattacken. Das heißt, ich genoß die Arbeit im sonnendurchfluteten Vorfrühlingsgarten.

Die ersten Kübelpflanzen werden ausgeräumt


Freitag war die letzte Frostnacht für eine Weile. Und kommende Woche ist schließlich schon März. Ich gehe davon aus, daß nur noch leichte Nachtfröste kommen werden. Die Feige im Überwinterungsraum beginnt zu treiben.

die Feige hat es im Frühjahr immer besonders eilig mit dem Austrieb (c) by Joachim Wenk
die Feige hat es im Frühjahr immer besonders eilig mit dem Austrieb (c) by Joachim Wenk

Es ist also höchste Zeit, sie heraus zu stellen. Sonst vergeilen ihre neuen  Triebe. Bei mir steht sie geschützt im Carport. Wenn sie sich wieder an die Frischluft gewöhnt hat, machen ihr kalte Nächte oder Tage nichts mehr aus, im Gegensatz zum warmen und dunklen Innenraum.  Zum Schutz gegen die noch sehr flach in den  Unterstand hineinscheinende Sonne (Sonnenbrandgefahr) habe ich etwas Vlies über die frischen Knospen gehängt. Zu ihren Füßen stehen die beiden Agapanthus und ein paar Wildstauden, die ich geschenkt bekam als es gerade  Januar war. Damals hatte es zweistelligen Dauerfrost und so verbrachten sie sicherheitshalber  die letzte Wochen auch im Überwinterungsraum. Sie sind eigentlich ja frosthart und so dürften sie die wenigsten Probleme damit haben jetzt raus zu  müssen.

die ersten Sommerfrischler sind draußen (c) by Joachim Wenk
die ersten Sommerfrischler sind draußen (c) by Joachim Wenk




Die Seerose ist frisch gedüngt auch wieder in ihr  Sommerquartier eingezogen. Das scheußliche Lattengerüst auf der Wasseroberfläche kommt später weg. Ich habe hier einmal eine ertrunkene Meise herausgefischt. Seither mache ich da immer etwas ins Wasser, dass hineingestürzte Vögel vielleicht leichter oder überhaupt hinaus klettern könnten. Wenn erst einmal die Seerosenblätter auf der Oberfläche schwimmen, ist das nicht mehr nötig. Und die Schnur, die später auch unter dem Laub verschwindet ist im Herbst wieder wichtig. An ihr kann ich bei noch gefülltem Becken den Seerosenkübel ganz leicht nach oben ziehen (unter Wasser ist der nämlich ganz leicht).

auch die Seerose durfte wieder ins Freie (c) by Joachim Wenk
auch die Seerose durfte wieder ins Freie (c) by Joachim Wenk

Im Gewächshaus keimt das erste Gemüse der Saison


Im Gewächshaus keimt das erste Gemüse. Unterm Vlies ist Rauke zu erkennen. Den Rosmarin, den ich tatsächlich einmal lebend über den Winter brachte, habe ich auch hier rein gestellt. Ebenso den Mammutbaum aus San Francisco.

Rauke keimt im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Rauke keimt im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

aus aus dem Überwinterungsraum  und rein ins Gewächshaus. Licht und Luft werden gut tun. (c) by Joachim Wenk
Raus aus dem Überwinterungsraum  und rein ins Gewächshaus. Licht und Luft werden gut tun. (c) by Joachim Wenk


Ebenfalls im Gewächshaus fängt jetzt der Schnittlauch an zu wachsen und die Winterheckenzwiebel. Hier gibt es bald frisches Grün aufs Brot!

Erster Schnittlauch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
 Erster Schnittlauch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Die Winterheckenzwiebel im Gewächshaus schiebt frisches Grün (c) by Joachim Wenk
Die Winterheckenzwiebel im Gewächshaus schiebt frisches Grün (c) by Joachim Wenk

Leimringe an den Obstbäumen im Frühjahr erneuern


Frische Grüne Manschetten haben jetzt auch alle meine Obstbäume. Vom großen Apfelbaum im Gemüsegarten über das Säulenobst bis zu den bleistiftdicken Stämmchen des Apfelspalieres. Es sind Leimringe. Im Herbst halten sie die Frostspannerweibchen davon ab, den Stamm hoch zu klettern und dann die Äpfel madig zu machen. Jetzt verhindern sie auch, daß Ameisen hinauf klettern um  sich ihre Läusekolonien anzulegen. Gerade die kleinen Apfelbäumchen waren im letzten Sommer sehr verlaust. Vielleicht wird es diesen Sommer besser. Auch bin ich gespannt, ob die Herbstwirkung am Apfelbaum im Gemüsegarten spürbar zu sehen ist. Der hatte immer sehr viele madige Äpfel.

frische Leimringe für die Obstbäume (c) by Joachim Wenk
frische Leimringe für die Obstbäume (c) by Joachim Wenk

Bewässerung im Gemüsegarten: Tropfschläuche werden verlegt



Die richtige Arbeit kommt aber erst. Ich habe begonnen auch im Gemüsegarten weiter Tropfschläuche zu verlegen.

Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk


Da muß vor der Arbeit auch viel überlegt werden. Wie verbinde ich zum Beispiel die einzelnen dreieckigen Beete, damit nur einmal der Schlauch angeschlossen werden muß und dabei möglichst viel Fläche bewässert wird. Zu berücksichtigen ist auch, daß nur eine bestimmte maximale Anzahl Laufmeter Tropfschlauch auf einmal angeschlossen werden kann, ohne dass Druck oder Durchfluß unter die Mindestgrenze sinken.

Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Ich weiß, daß einige sicher der Meinung sind, sich so etwas nie in den Garten legen zu wollen.

Im Bild oben muß auch nachgebessert werden. Hier sind die falschen, da zu dicken Schläuche ins Beet gekommen. Sie wölben und krümmen sich unnachgiebig. Ich werde sie alle austauschen müssen. 

Verwendet man dünnere Schläuche, so sieht es gleich ordentlicher aus. 

Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Nach dem Test in einem Abschnitt vergangenen Sommer war auch ich lange hin und her gerissen. Optisch schöner und vielleicht auch leichter zu Pflegen bei der Bodenbearbeitung ist ein Garten ohne die Schläuche. Wer aber jeden Sommer vergebens versucht mit Schlauch und Regnern etwas Wasser in den Boden zu bekommen und doch zusehen muß, wie vieles vertrocknet oder einfach nicht wächst, weil über viele Monate bei meist starkem Wind und praller Sonne nicht ein einziger Tropfen regen fällt der wird mich verstehen. Auf alle kann das nur jemand verstehen, der ernsthaft versucht, sich in eben geschilderter Umgebung, so weit es möglich is,t selbst mit Gemüse zu versorgen. Ich entschloss mich also die Schläuche zu legen und hoffe, dieses Jahr den Pflanzen ausreichend Wasser bieten zu können. Ich werde euch auf alle Fälle laufend darüber berichten. Am Ende des Jahres wissen wir dann mehr über Sinn oder Unsinn sowie Praktikabilität so einer Anlage im Hausgarten.

Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Tropfschläuche im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk




Mittwoch, 22. Februar 2017

Tagebucheintrag zum heutigen Lostag, weiterer Minestronevariation und Butter Café de Paris.

(c) by Joachim Wenk
(c) by Joachim Wenk

Tagebuch vom 22.Februar 2017

Es ist also Vorfrühling. Die Haselnüsse sind voll erblüht und die Schneeglöckchen blühen im Garten. Hier liegt die Betonung dann aber wohl ganz deutlich auf der Silbe "Vor-". Denn draußen ist es so eklig, da ist an Gartenarbeit nicht zu denken. Das ist in zweierlei Hinsicht nicht schön. Zum Einen natürlich, weil heute mein Gartentag der Woche gewesen wäre. Zum Anderen, und das ist das Unschönere an den beiden Angelegenheiten, ist heute wieder ein Lostag.

"Wie's Petrus (22.2.) und  Matthies (24.2.) macht, bleibt's noch vierzig Nacht."

So, jetzt versteht ihr, warum ich nicht begeistert bin vom Wetter heute. Gut, es hat beinahe 10° C und ist damit mild. Es regnet auch immer wieder, was ja bei uns etwas Schönes ist. Aber halt der arge Wind. Nein es ist mindestens Sturm! Und zu Matthies, also am kommenden Freitag, soll es der kälteste Tag der Woche mit einem Temperatursturz auf 4°C und Nachts wieder Frost werden. Das ist gar nicht schön. Noch 40 Nächte kalt und Sturm ?! Zumal wohl diese beiden Lostage sich in den vergangene Jahren immer mehr bewahrheitet haben sollen.

Der erste Lostag jetzt im Februar war der 2. Februar.

"Lichtmeß Sonnenschein - es wird noch 6 Wochen Winter sein"
An Lichtmeß war diesjahr sehr trübes Wetter.  Sonne war nie zu sehen und tatsächlich taut es seither. Zwar langsam aber der Winter mit Schnee und Eis hat sich, pflichtbefohlen, davon geschlichen. Diese Regel stimmte jedenfalls.

So, du lieber Gartentag. Was mache ich denn, wenn ich also nicht raus kann. Oder raus will.

Lassen wir es ruhig angehen. Der Hund hat auch nichts dagegen, heute nur schnell für die dringenden Geschäfte in den Garten zu gehen, anstatt bei Orkan durch den Matsch zu schlappen. Mein Frühstück dauert lange und ich merke rasch, dass das so ein Tag wird, an dem man sowieso nichts auf die Reihe bekommt.

Nicht lange dauert es und ich muß mir etwas zu Mittag machen. Wieder einmal gibt es meine Trocken-Minestrone (mehr dazu findet ihr hier: Fertigsuppen für den Selbstversorger und Minestrone und Kindeheitsträumen ). 

Diesmal aber ist die Sättigungseinlage nicht fertig gekauft, sondern rasch selbst angerührt. 50 Gramm frisch gemahlenes Mehl aus Roggen und Weizen inklusive ein paar Haferflocken vermische ich mit einem halben Ei. Was mit dem Rest geschieht, seht ihr später. Daraus wird ein echt fester Teigklumpen, den man auf der Reibe zu kleinen Bröseln verreiben kann.

Aha, daher also der Name "geriebene Suppe". Diese Brösel kommen in die fertige Minnestrone und köcheln wenige Minuten ganz leicht mit. Fertig ist das Mittagsmahl. Satt werde ich auch, weil 50 Gramm Mehl für eine Person schon eher zu viel sind. Aber ein viertel Ei wäre ja noch blöder ab zu messen gewesen, hätte ich diese Menge auch noch halbiert.



Teigklumpen für geriebene Suppe wird gerieben (c) by Joachim Wenk
Teigklumpen für geriebene Suppe wird gerieben (c) by Joachim Wenk

Teigbrösel frisch gerieben (c) by Joachim Wenk
Teigbrösel frisch gerieben (c) by Joachim Wenk

geriebene Teigsuppe mit getrocknetem Gemüse aus dem Garten (c) by Joachim Wenk
geriebene Teigsuppe mit getrocknetem Gemüse aus dem Garten (c) by Joachim Wenk


Wo wir doch gerade bei der  Resteverwertung sind, so mache ich doch gleich noch etwas aus Resten. Gestern gab es Königsberger Klopse. Mit Kapernsauce und Sardellenpaste in den Klopsen. Die übrigen Fleischbällhen gibt es jetzt nach der Suppe zum Mittag.

Aus der Sardellenpaste, Kapern und einer offenen Flasche Sahne nebst weiteren Zutaten mache ich mir rasch noch eine "Butter mit Geschmack". Diesmal wird es Butter à la Café de Paris. Die au diese Art hergestellte Kräuter-Butter, ist mittlerweile gerade im Sommer beim Grillen, ganz normal in meiner Küche. Die Version mit Sardellenpaste und Kapern wollte ich schon immer probieren und tat es noch nie. Das war ein Fehler, denn die ist absolut köstlich. Das Rezept findet ihr bei der Kräuterbutter.

Butter à la Café de Paris (c) by Joachim Wenk
Butter à la Café de Paris (c) by Joachim Wenk



Im  Tiefkühler habe ich noch so viele leckere Sommerbeeren. Ein paar Muffins zum Kaffee sind die nächste Beschäftigung. Rasch den Teig in einer  Schüssel zusammengeschüttelt, in die Form verteilt und überall ein paar gefrorene Beeren hinein gedrückt.

Schade dass ich ihn dann nicht habe lange genug backen lassen. So habe ich jetzt, nachdem die Mini-Muffins endlich aus der Form gedrückt waren,  eher Muffin-Bruch. Aber was soll es. Lecker sind sie jedenfalls und das übrige  halbe Ei vom Mittag ist auch mit verbraucht.

frische Beerenmuffins zum Kaffee (c) by Joachim Wenk
frische Beerenmuffins zum Kaffee (c) by Joachim Wenk


Zeit für ein wenig Gartenangelegenheiten.

Die zweite Pilzgeneration scheint jetzt  besser zu wachsen. Bald wird geerntet.

Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk
Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk

Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk
Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk


Und weil ich natürlich sehr wohl doch einmal oder mehrmals kurz in den Garten ging (Kontrollgänge nenne ich das) kann ich zwei brandaktuelle Fotos hier zeigen.

Ja, Winterlinge sieht man dieser Tage gerade inflationär auf allen sozialen Medien. Warum wohl? Trotzdem freue ich mich über meine eigenen ganz besonders. Sind es doch meine aller Ersten.

Jedes Jahr im Frühjahr zur Winterling-Inflation ärgerte ich mich, daß ich im Herbst wieder vergaß, welche zu stecken. Nicht ein einziger war im Garten vorhanden.

Vergangenen Herbst dachte ich mit Hilfe eines Kalendereintrages samt Erinnerungsfunktion daran. Und jetzt, Taraaaaa, ich habe Winterlinge im Beet!

meine allerersten Winterlinge im Garten (c) by Joachim Wenk
meine allerersten Winterlinge im Garten (c) by Joachim Wenk

Die Leberblümchen blühen auch wieder. Sind die so hart im nehmen oder mögen sie gar diesen  Standort? Weil ich sie gern von nahem sehen wollte setzte ich sie unter einen Moosrosenstrauch, der erhöht steht. So muß man sich nicht so bücken, um sie aus der Nähe zu betrachten. Im Sommer hängt der Strauch über ihnen. Sie stehen damit in absoluter Dunkelheit und der Standort ist sehr warm und Trocken. Wenn die Rose entblättert ist, erinnere ich mich dann immer wieder an sie. Und wenn ich nachsehe haben sie immer kräftige Blätter und jedes Frühjahr hübsche blaue Blüten.

Leberblümchen (c) by Joachim Wenk
Leberblümchen (c) by Joachim Wenk

Nun, der Sturm tobt noch immer draußen. Die Kaffe und Muffin-Bruch-Pause ist vorüber. Mal sehen, was der unkoordinierte Tag heute noch so bringt. Bügelwäsche ist wohl eines dieser Abenteuer, die noch auf mich zu kommen.

Wenn es wieder schöner wird draußen, hört ihr wieder von mir. Bis dahin wünsche ich schöne Vorfrühlings-Tage.

Sonntag, 19. Februar 2017

Bodenproben, Aufräumarbeiten und die ersten Vorfrühlingsboten

Drei Jahre ist es her, daß ich meinen Gemüsegartenboden habe untersuchen lassen.  (Hier kann man das noch mals nachlesen: Bodenanalyse) Damals zeigte die Analyse ein deutliches Ungleichgewicht. Nun will ich einmal wieder sehen, ob sich etwas verändert hat. Schließlich habe ich immer noch das große Problem, daß Samen nicht keimen wollen im Gartenboden und Pflanzen monatelang nicht wachsen. Erst wenn ihre Saison vorüber ist, beginnen sie mit dem Wachstum. Das ist von Anfang an so und ich weiß einfach nicht, was ich da machen kann.

Jetzt lasse ich einfach einmal wieder den Boden untersuchen und bin gespannt auf die Ergebnisse.

Drei Proben werde ich morgen zur Post geben. Einmal der Gemüsegarten aus dem ehemaligen Hühnerlauf. Dann das Schneckenzaunbeet, das aus Rasen entstanden ist, und schließlich das Gewächshaus in dem letztes Jahr überhaupt nichts wuchs. Weder Tomaten noch Paprika kamen voran oder trugen etwas. Die Tomaten hatten gelbe Blätter die bald abstarben.   Der PH Wert ist mit meiner Sonde gemessen bei manchmal nur 4 meistens 5. Dabei kam da vor 3  Jahren (letzter Sommer war der 2. Sommer) beim Neubau auch neue Erde rein. Auf das Gewächshausergebnis bin ich wirklich gespannt.


heute werden Bodenproben genommen (c) by Joachim Wenk
heute werden Bodenproben genommen (c) by Joachim Wenk


Eigentlich dachte ich mir, heute nur die Probe im Gewächshaus zu entnehmen. Dort habe ich immerhin schon gesät und der Boden ist aufgetaut. Im Freien ist er größtenteils noch hart gefroren gewesen diese Woche. Ich konnte die Erdspieße für die Bewässerungsschläuche nicht in den Boden rammen. Überall war nur Eis. 

Dann versuchte ich es einfach einmal und überall im Gemüsegarten ist der Boden gar nicht mehr gefroren gewesen. Obwohl zum Teil eine Laubschicht als Mulch darauf liegt und die Bodenerwärmung verlangsamt. Nachts waren wieder -5°C, Also bin ich schon verwundert, dort kein Eis vor zu finden. Natürlich habe ich dann gleich dort auch die Proben entnommen.

Das Thermometer zeigt eine Bodentemperatur in vielleicht 15 cm  Tiefe von 2°C. Zum Bearbeiten oder Sähen einfach noch zu kalt. 

aktuelle Bodentemperatur im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
aktuelle Bodentemperatur im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk


Ein Blick ins Gewächshaus zeigt andere Temperaturen. Die Luft hat, weil heute oft die Sonne schien 15°C.
aktuelle Lufttemperatur im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
aktuelle Lufttemperatur im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Misst man hier die Bodentemperatur, so zeigt das Thermoeter sage und schreibe 7°C an. Unter dem Vlies habe ich schon Gemüse gesät. Heute Rettich, Asiasalat und Kohlrabi. Vor ein paar Tagen bereits Kopfsalat, Radieschen, Feldsalat, Portulak, Asiasalat und Rauke. Noch keimt nichts, aber wenn es jetzt noch ein paar  Tage warm bleibt geht es sicher bald los. 

aktuelle Bodentemperatur im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
aktuelle Bodentemperatur im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

So langsam raus aus dem Gewächshaus dürfen die kleinen Gesellen hier. Im vergangen Sommer habe ich Fingerhut gesät. Der überwinterte jetzt hier so wie ihr es seht im Gewächshaus. Im Herbst war er mir einfach noch zu klein zum Auspflanzen. 

Fingerhutsämlinge überwintert im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Fingerhutsämlinge überwintert im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Meine andere Kinderstube ist momentan der Partyraum draußen im Garten. Zwar unbeheizt aber gut isoliert und der Sonne ausgesetzt. Hier keimen bereits Salat, Asiasalat, Butterkohl und früher Wirsing. 

im unbeheizten Partyraum ist die Gemüsekinderstube (c) by Joachim Wenk
im unbeheizten Partyraum ist die Gemüsekinderstube (c) by Joachim Wenk

im unbeheizten Partyraum ist die Gemüsekinderstube (c) by Joachim Wenk
im unbeheizten Partyraum ist die Gemüsekinderstube (c) by Joachim Wenk

Gestern machte ich mich noch über diverses Sträucher und Hecken, eben das Gestrüpp im Garten her. Vor der Saison musste da noch einmal eine ordentliche Frisur her. 


nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk
nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk

nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk
nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk


nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk
nochmals Sträucher, Hecken und Gestrüpp geschnitten (c) by Joachim Wenk


Und schon wieder ist der Haufen gewachsen. Jetzt muß ich dann doch bald wieder mit Häckseln beginnen. Noch ist er eingewintert in der Scheune. Aber während der Saison hat er eigentlich dauernd zu tun. Egal wie oft ich meine, dass erst mal Schluß damit ist. Und immer wieder bin ich baff, was sich so ansammelt in einem Garten.

Futter für den Häcksler (c) by Joachim Wenk
Futter für den Häcksler (c) by Joachim Wenk


So langsam kommen auch die ersten Boten. Wenn Schneeglöckchen und Haselnuß blühen, ist Schluß mit Winter und wir haben Vorfrühling. 

Einige der Haselnußschwänzchen sind heute offen gewesen und vebreiten den gelben Staub. Die Schneeglöckchen blühen auch bald. Diese Woche  ist es dann wohl so weit. Der Winter ist vorbei. 

erste Vorfrühlingsboten  (c) by Joachim Wenk
erste Vorfrühlingsboten  (c) by Joachim Wenk

erste Vorfrühlingsboten  (c) by Joachim Wenk
erste Vorfrühlingsboten  (c) by Joachim Wenk





Dienstag, 14. Februar 2017

Iphone 7 und Nokia Lumia 1050 wer macht die schöneren Aufnahmen?

So und nun einmal Spaß bei Seite. Im letzten Post habe ich es ja bereits angesprochen, daß das neue Handy andere Fotos macht, als das Alte. Leider gefallen mir die Aufnahmen, die ich mit dem alten Smartphone geschossen habe deutlich besser. Und ob das nur ein Eindruck meinerseits war (im letzten Beitrag der Vergleich war ja eher als Witz zu sehen) oder Realität, das wollte ich heute, wo doch wirklich die Sonne den ganzen Tag scheint, einmal testen. 

Der Eindruck bestätigt sich. Oder was sagt ihr dazu? 


neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk
neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk

altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk
altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk


neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk
neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk

altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk
altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk



neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk
neus Smartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk

altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk
altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk


neus Samartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk
neus Samartphone Iphone 7 (c) by Joachim Wenk

altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk
altes Smartphone Nokia Lumia 1050 (c) by Joachim Wenk


Also bis auf die Nahaufnahmen von den Krokussen gefallen mir durchweg die Aufnahmen vom alten Nokia Smartphone besser. Die Dateigröße der Nokiaaufnahmen ist auch um ein Vielfaches größer,(etwa 13 oder mehr Megabite, iPHone etwa 3-5 Megabite) als beim Phone. Was allerdings beim Nokia wirklich nicht gut gelingt, sind Nahaufnahmen. Das geht nur mit weiter weggehen und dann heranzoomen. Das ist für die Qualität der Aufnahmen nicht von Vorteil. Makro ist vollkommen unmöglich. Das gelingt beim Iphone leichter.

Gespannt bin ich jetzt wirklich noch auf die ersten schrillen Farben im Garten. Hier war es beim Nokia oftmals unmöglich auch nur annähernd den Farbton und Farbverlauf der realen Blüten im Foto fest zu halten. Wie wohl das IPhone mit Farben zurecht kommt? Wenn die Sonne weiter so toll scheint, wie heute, dann kann ich das sicher bald testen.

Montag, 13. Februar 2017

Die to-do-Liste steht. Mal sehen, welches Handy dann die Umsetzung dokumentieren wird.

Seid ihr auch schon einmal betrogen worden? Wenn nein, dann herzlichen Glückwunsch. 

Ich jedenfalls bin betrogen worden. Am vergangenen Wochenende. Und das sogar von allen! 

Von allen Wettervorhersagen in Rundfunk oder als App, die ich hatte. Jedenfalls war ich auf ein wärmer werdendes Wetter mit Sonnenschein eingestellt. Die Tage deutlich über Null und ich beim frohen  Schaffen im Garten. Und was kam dann. Gerade der Sonntag war ausnahmslos bedeckt und trist und das bei nicht einmal minimal-positiven Graden am Thermometer. Da war ich beinahe froh, doch am kalten und windigen Samstag etwas gearbeitet zu haben. 

Der Betrug wird noch komplettiert von der Tatsache, daß heute, am Montag,  seit dem Morgen strahlend blauer Himmel mit Sonne pur da draußen ist. Ich sitze natürlich im Büro. Der Rest ist ohne Worte...

Und wenn ich mir denn so die Fotos vom vergangenen Wochenende ansehe, dann frage ich mich, ob es wirklich so elend trist und farblos war, oder ob die  Kamera meines neuen  Handys einfach andere Bilder macht, als die alte Kamera. 

Hier zum Beispiel mein Erdbeerfass. Ich habe alle braunen Blätter abgeschnitten. Viel munterer sieht es nach dieser Frisur allerdings noch immer nicht aus. Beim Wegschneiden stellte ich fest, daß wohl, wie es jetzt noch aussieht, die meisten  Pflanzen überlebt haben. Das war der erste Winter und ich nehme das Erdbeerfaßprojekt auch zum sammeln von Erfahrungen. Solche Erdbeertürme gibt es  in unterschiedlicher Form fertig zu kaufen. Wenn nun die Pflanzen einen Winter so ungeschützt (wie sollte ich die auch schützen?) im Faß nicht überstehen, dann ist dies Anbaumethode ja total praxisuntauglich und damit im Alltag unbrauchbar. Es wäre hinaus geschmissenes Geld. Also bin ich wirklich gespannt, wie sie austreiben, wie viele überlebt haben und wie sie weiter wachsen. 


Erdbeerfaß nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfaß nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk


Mein vor drei Wochen im unbeheizten Hüttenzauber (6-8°C) gesäter Salat keimt jetzt.  Im Gewächshaus habe ich am Sonntag auch Salat gesät, Radieschen, Winterportulak, Rucola und Feldsalat. Alles Gemüse, die jetzt im unbeheizten Gewächshaus schon gesät werden können. Die richtige Sorte dafür ist natürlich Voraussetzung. Abgedeckt habe ich die Beete auch im Gewächshaus noch mit einem Vlies.

der erste Salat im Jahr keimt jetzt (c) by Joachim Wenk
der erste Salat im Jahr keimt jetzt (c) by Joachim Wenk



Die folgenden Fotos zeigen meinen Gemüsegarten in seiner momentanen Pracht. Fotografiert habe ich vor allem die Stellen, welche noch vor dem Saisonbeginn mit Arbeit verbunden sind. Und genau die ist bei steinhart gefrorenem Boden und Temperaturen wie am Wochenende  nicht machbar. Nee wirklich nicht und  die Lust fehlte bislang auch noch.

Die Pflanzenreste vom Herbst müssen ausgegraben und entsorgt werden. Dann muß der Laub-Mulch weggerecht und der Boden bearbeitet werden. Bald kommen die ersten Samen dort hinein. Ich werde nur die Grabegabel verwenden. Dazu bin ich schon gespannt, wie das mit den Bewässerungsschläuchen, die ja den ersten Winter dort lagen, klappt. Die muß ich irgendwie weg-klappen oder sonst wie zur Seite räumen. Sonst kann ich mit der Grabegabel nicht arbeiten. Mich stört dieser Gedanke sehr. Allerdings lege ich jetzt dann auch in die anderen Beete solche Schläuche. Nach der von Jahr zu Jahr immer mehr zunehmenden Dürre ab Ende Juni bleibt mir gar nichts anderes übrig, wenn ich irgend welches Gemüse ernten möchte.  Hoffentlich ist eine Bodenbearbeitung dennoch möglich. Beseitigen muß ich auch die störrischen schwarzen Bewässerungsschläuche. Sie haben sich im Winter wieder massive gebogen, aufgebäumt und sind einfach zu dick und nicht handhabbar.  Sie werden gegen dünnere ausgetauscht. Man lernt eben nie aus.


viel Arbeitet wartet auf mich bevor hier die ersten winzigen Möhrensamen in den Boden können (c) by Joachim Wenk
viel Arbeitet wartet auf mich bevor hier die ersten winzigen Möhrensamen in den Boden können (c) by Joachim Wenk


Und dann diese Unordnung überall. Laub und Äste wo ich auch hinschaue. Wenn das dann endlich mal alles wieder beseitigt ist...

Sisyphusarbeit: Laubwegkehren und der Wind verteilt es wieder (c) by Joachim Wenk
Sisyphusarbeit: Laubwegkehren und der Wind verteilt es wieder (c) by Joachim Wenk




Das Projekt hier haben wir gerade heute auf den Herbst verschoben, weil wir nicht mehr rechtzeitig vor Saisonbeginn dazu kommen. Der etwa 170 cm hohe Zaun kommt weg und wird durch einen deutlich niedrigeren ersetzt. Früher mußte er die Hühner daran hindern, aus dem Gehege auszubrechen. Heute dient er nur noch als Pflanzenstütze und Barriere für den Hund, der den Gemüsegarten nicht betreten darf. Es müssen auch 2 Pfosten einbetoniert werden. Das würde jetzt nur unnötig Druck und Streß erzeugen. So bleibt das erst einmal. Im Sommer sieht den Zaun dann ohnehin niemand mehr.

der hohe Zaun wird irgendwann durch einen niedrigen ersetzt (c) by Joachim Wenk
der hohe Zaun wird irgendwann durch einen niedrigen ersetzt (c) by Joachim Wenk


Der Häcksler muß auch wieder ran. Die ersten bescheidenen Mengen an Geäst und Gestrüpp liegen schon herum. Da kommen noch die Rosen und Wildrosen dazu und die Haselnußhecken. Das muß bald einmal zerkleinert werden. So viel Zwischenlagerplatz habe ich einfach nicht.

ein paar mal die Rosenschere gezückt und schon hat man haufenweise Gestrüpp herumliegen (c) by Joachim Wenk
ein paar mal die Rosenschere gezückt und schon hat man haufenweise Gestrüpp herumliegen (c) by Joachim Wenk

Und schon wieder ein Bild zum Thema Unordnung. Maulwurfshaufen und herabgefallene Äste.

von oben (Äste, Laub) und von unten (Maulwurf) wird in meinem Garten für Unordnung gesorgt (c) by Joachim Wenk
von oben (Äste, Laub) und von unten (Maulwurf)
wird in meinem Garten für Unordnung gesorgt (c) by Joachim Wenk




Ja, auch wieder Unordnung. Aber hauptsächlich sieht man hier wieder einen guten Tag Arbeit. Der Weg ist zu schmal. Hier muß ich unentwegt mit dem Schubkarren durch. Vom Kompostplatz im oberen Bild zum hier im Bild hinten erkennbaren Kompostplatz. Der Schneckenzaun wird nach innen versetzt und eine Reihe Wegplatten zusätzlich verlegt. Auch der Rasen vor dem Kompost wird weg gemacht und  mit immer noch übrigen Platten belegt.  So lässt sich dann leichter arbeiten. Zudem ist es immer fast unmöglich hier hinten mit dem Rasenmäher hin zu kommen. Gerade dort aber wächst, wegen dem Kompost, das Gras immens.

der Weg zwischen den Kompostplätzen muß verbreitert werden  (c) by Joachim Wenk
der Weg zwischen den Kompostplätzen muß verbreitert werden  (c) by Joachim Wenk


Der Kompost ansich muß im Zier- und Gemüsegarten verteilt werden. Die Haselnußhecke dahinter sollte dringend auch jetzt noch einmal gestutzt werden.


der Kompost muß verteilt und die Haselhecke geschnitten werden  (c) by Joachim Wenk
der Kompost muß verteilt und die Haselhecke geschnitten werden  (c) by Joachim Wenk


Letztes Jahr haben wir im Gemüsegarten die Wege neu gemacht und mit Rabatten eingefasst. Dann aber war es schon so spät im Jahr, daß alles schön eingewachsen war. So verschoben wir die letzten Meter Rabatten auf das Frühjahr. Und das ist jetzt! Das Beeren- und Kräuterbeet erhält auch noch so eine sehr praktische Beeteinfassung.

hier fehlen noch die Rabatten als Beeteinfassung  (c) by Joachim Wenk
hier fehlen noch die Rabatten als Beeteinfassung  (c) by Joachim Wenk




Und dann kommt irgendwann die Zeit, dass ich  nicht mehr Fotos mit dem neuen Handy mache. Fotos wie dieses hier.

Gemüsegarten im Februar  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Februar  (c) by Joachim Wenk





Nein, dann krame ich wieder das alte Handy hervor. Seine Bilder gefallen mir einfach viel besser...

Gemüsegarten im März  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im März  (c) by Joachim Wenk

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk