Mittwoch, 30. November 2016

Puh das war knapp, letzte Arbeiten vor dem strengen Frost

Das ging jetzt dann aber schnell. Natürlich nicht unerwartet, aber dennoch plötzlich. Wir haben richtig Frost die Nächte. Minus 7-8 Grad. Bevor das kam, habe ich am Samstag noch rasch das letzte Mal in dieser Saison meinen Häcksler angeworfen. Der Haufen an Staudenschnitt war doch beachtlich und so wollte ich nicht in den Winter gehen. 


abgeschnittene Stauden müssen noch gehäckselt werden (c) by Joachim Wenk
abgeschnittene Stauden müssen noch gehäckselt werden (c) by Joachim Wenk

Wie ich das sonst gemacht hatte, weiß ich gar nicht. Eines aber weiß ich: bevor ich den Häcksler hatte, kamen die Bioabfälle auch auf den Kompost und verrotteten. Das mag sein. Aber es dauerte ewig und nach zwei Jahren waren immer noch die Stängel von Astern und Co. im Kompost beinahe unverrottet erkennbar.

Das Häckselgut habe ich jetzt, weil der Kompost auch schon wieder voll ist, nicht dort drauf geschaufelt. Ich habe es gleich wieder in die Staudenbeete verteilt. Da kann es vor Ort verrotten. Der Boden ist bedeckt und die Nährstoffe kommen im nächsten Jahr den Pflanzen gleich zu Gute.


ein schöner Haufen fein geschredderter Staudenabfälle kommt als Mulch in die Beete (c) by Joachim Wenk
ein schöner Haufen fein geschredderter Staudenabfälle kommt als Mulch in die Beete (c) by Joachim Wenk

Als ich dann mit der reinen Gartenarbeit fertig war, begann es schon zu dämmern. Da habe ich rasch noch vor dem Haus die Weihnachtsbeleuchtung installiert. Ich liebe es einfach, zu dieser so düsteren Zeit, wenn Abends die Lichter überall angehen. Drinnen und hier auch draußen.  Wenn man Abends nach Hause kommt ist das gleich so heimelig.

Pünktlich zum ersten Advent habe ich die Beleuchtung noch installiert (c) by Joachim Wenk
Pünktlich zum ersten Advent habe ich die Beleuchtung noch installiert (c) by Joachim Wenk

Am Sonntag hatten wir dann Besuch zum leckeren Karpfenessen.  Was für in Glück. Quasi in allerletzter Minute haben wir es so doch noch geschafft, die Washingtonia ins  Palmenhaus zu schleppen. 3 Männer haben mit vollem Krafteinsatz das Monster an Ort und Stelle gebracht. Auf Möbelrollern dann liegend, daß sie durch die Türe passt. Und bis sie dann wieder aufgerichtet war.... 

Nächstes Jahr bekommt sie auch einen beheizten Kübel und ein Zelt außen herum. Dann muß sie draußen bleiben. Sie ist einfach nicht mehr hand zu haben. Beim Umtopfen werden wir auch einen Schlepper mit Frontlader zu Hilfe nehmen müssen. Anders wüsste ich nicht, wie wir es schaffen könnten. Jetzt aber bin ich erst einmal beruhigt, daß sie endlich und doch noch drin ist. 

Washingtonia im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Washingtonia im Winterquartier (c) by Joachim Wenk

Heute habe ich noch die Feige und Schmucklillie aus der frostigen Werkstatt heraus ins Palmenhaus gestellt. Die Temperaturen sollen weiter sinken und fast 10°C unter Null erreichen. Das hatten wir ein paar Jahre nicht mehr um diese Jahreszeit.

Winterquartier für Kübelpflanzen mit Luftentfeuchter (c) by Joachim Wenk
Winterquartier für Kübelpflanzen mit Luftentfeuchter (c) by Joachim Wenk


Hier sind meine noch lebendigen Rosmarinpflänzchen.  Mal sehen, ob ich sie diesmal über den Winter bekomme.
Rosmarin und Bananenableger im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Rosmarin und Bananenableger im Winterquartier (c) by Joachim Wenk

Und hier sind die ganz entlaubte Zitronenverbene sowie die schon den zweiten Winter hier stehende Andenbeere. Beides Pflanzen, die im Freien nicht winterhart sind bei uns. Aber ausgegraben und in Kübel gepflanzt sind sie  leicht zu überwintern. Die Zitronenverbene habe ich schon sehr viele Jahre. Im Sommer schneide ich mehrmals die Triebe und ernte die ungemein zitronigen Blätter für meinen Kräutertee.

Zitronenverbene un Andenbeere im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Zitronenverbene un Andenbeere im Winterquartier (c) by Joachim Wenk

Auch tagsüber  bleibt an etlichen Stellen im Garten der Reif liegen. 

Reif im Staudenbeet  (c) by Joachim Wenk
Reif im Staudenbeet  (c) by Joachim Wenk


Obwohl mir eigentlich noch nie wirklich etwas erfroren ist, sorge ich mich jedes Jahr aufs Neue um meine ausgepflanzten und natürlich winterharten Pflänzchen. Ich sitze in der warmen Stube und sie müssen draußen ausharren. 




Zitrone und Eukalyptus mit Winterschutz (c) by Joachim Wenk
Zitrone und Eukalyptus mit Winterschutz (c) by Joachim Wenk

Ich schaffe mir auch nichts mehr Neues an, das nicht ganz normal in unserer Region winterhart ist. Die schon vorhandene Pflanzen werden aber weiter gut umsorgt. Es sind im Beet ja auch nur die Banane, die unter einer dicken Laubschicht, bodeneben abgeschnitten, noch immer jeden Winter überstanden hat. 

Dazu kommt ein winterharter Eucalyptus , der  am wenigsten winterhart von diesen empfindlicheren Pflanzen in meinem Garten ist. Er friert jedes Jahr bis zum Boden herunter ab. Dann schneide ich alles weg und spät im Jahr beginnt er wieder zu treiben. Im Herbst ist es dann wieder ein schöner Busch. Ich habe dieses Jahr einmal diese dicken Vliessäcke besorgt. Sie sind zum Überwintern von Kübelpflanzen. So eine Haube hat der Eukalyptus jetzt bekommen. Links im Bild zu "sehen". 

Unter der rechten Haube verbirgt sich die dritte der empfindlicheren Pflanzen. Es ist die die winterharte Zitrone. Bei der bin ich mir nicht ganz sicher, wie viel Frost sie nun wirklich verträgt. Im letzten Winter sind ein paar Spitzen kaputt gegangen, was aber nicht tragisch ist. Sie ist mittlerweile so ein kräftiger und großer Busch, daß sich sie ungern verlieren möchte. ImGegenteil ich warte doch sehnsüchtig auf die ersten Blüten.  Daher kommt sicherheitshalber dieses Jahr auch einen Sack drüber. 

Den allergrößten Vlies-Sack aus meinem Besitz hat die Palme heute bekommen. Mit zwei hohen Leitern und langen Stecken schafften wir das Kunststück, in der Höhe von vier oder mehr Metern einen Sack über die Pflanze zu ziehen. Jetzt ist sie endgültig eingewintert. So hat sie ein einem wesentlich schlechter isolierten Kübel den letzten Winter auch überstanden. Wird schon dieses Jahr auch klappen. 


fertig eingewinterte Palme (c) by Joachim Wenk
fertig eingewinterte Palme (c) by Joachim Wenk
Ach ja und eines darf man bei dem ganzen Einwintern und Wegpacken nicht übersehen. Ja! im fast-Dezember blüht es noch frisch vor sich hin. Es ist nur eine einzige Pflanze aber umso mehr freue ich mich,  doch tatsächlich jetzt frische Blüten im Garten zu haben. Es ist eine Lenzrose, die ja eigentlich doch erst im Frühjahr blühen sollte, dachte ich.

Lenzrose im November (c) by Joachim Wenk
Lenzrose im November (c) by Joachim Wenk



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