Montag, 14. November 2016

eigenes frisches Gemüse aus dem Novembergarten

Am Samstag hatte wir seit längerem einmal wieder einen arbeitsreichen Tag im Garten. Deutliche Nachtfröste  bis - 7°C und Tags kaum über dem Gefrierpunkt, so sagen es die Wetterfrösche vorher. Da muß noch ein wenig vorbereitet oder abgeerntet werden im Garten.

Herbstlaub und Kübelpflanzen waren ein Thema am Wochenende, über das ich dann die Tage berichten werde. Für heute liegt mir jedoch mein Gemüsegarten am Herzen. Über meinen  Erfolg dort will ich hier stolz berichten.

Wir haben als Mitte November.  Während anderswo der Garten und Gemüsegarten bereits "fertig" für den Winter ist, bin ich noch immer mit der Ernte frischen Gemüses beschäftigt. Und das macht mich stolz. Mit jedem Jahr und seinen Erfahrungen gelingt es mir immer besser, auch zu solchen Jahreszeiten noch frisches Gemüse für den Mittagstisch ernten zu können. Noch ein wenig stolzer schwillt natürlich meine ansonsten bescheidene Brust an, wenn ich sagen kann, daß ich natürlich auch alles (!) was an Gemüse bei mir im Jahr wächst, selbst aus Samen heran gezogen habe!

Seit ein paar Tagen gibt es wieder täglich frischen Salat. Und knackig ist der! Nicht hart, sondern knackig. Er schützt sich vor der Kälte durch ein gedrungenes und sehr kräftiges Blattwachstum. Das lässt ihn dann auch beim Zubereiten und Verspeisen schön knackig frisch bleiben.

Hier seht ihr zwei Pflanzen unterm Vlies.

Bataviasalat Maravilla de verano unterm Vlies (c) by Joachim Wenk
Bataviasalat Maravilla de verano unterm Vlies (c) by Joachim Wenk


Immer wieder muß ich natürlich das Laub vom Vlies entfernen, das der Apfelbaum verliert. Sonst kommt von dem wirklich gerade sehr knapp vorhandenem Sonnenlicht  nichts mehr beim Salat an.

Das Vlies schützt den Salat vor der Kälte (c) by Joachim Wenk
Das Vlies schützt den Salat vor der Kälte (c) by Joachim Wenk



Der Blick in den Gemüsegarten jetzt im November zeigt, daß zwar nicht mehr viel hier steht, es aber eben doch noch zu ernten gibt. Unterm Vlies also Salat und Rucola. Vorne unten am Bildrand, man sieht ihn eigentlich hier gar nicht, steht noch der Meerrettich. Den muß ich auch demnächst einmal ernten.  Ihm macht der Frost aber nichts aus  und so kümmere ich mich also erst um andere Gemüses. Der Wirsing, der kein Winterwirsing ist und leichten Frostschaden an den äußersten  Blättern des Kopfes hat,  ist geerntet und verspeist. Hier viel die Ernte sehr kläglich aus. Viel zu trocken war es einfach im Sommer wieder einmal. Ein paar nachgewachsene Brokkoliröschen konnte ich abschneiden, genau wie hier und da noch eine kleine Kohlrabi.

Erst vor ein paar Tagen habe ich den Toskanischen Grünkohl geerntet oder die Pastinaken.

Endivien unterm Vlies, frische Ernte mit Nero di Toscana Kohl und Broccolie und ganz viel Herbstlaub  (c) by Joachim Wenk
Endivien unterm Vlies, frische Ernte mit Nero di Toscana Kohl und Broccolie und ganz viel Herbstlaub
(c) by Joachim Wenk




So gibt es  im Moment zu den Mahlzeiten immer eine Mischung aus gerade frisch geerntetem Gemüse mit eingelagerter Ernte von zum Beispiel Kürbis oder Wurzelgemüse und je nach Lust und Rezept eingefrorenem oder eingekochtem Gemüse. Ganz so, wie es das Selbstversorgerherz sich wünscht. Gewürzt wird mit immer ein wenig Fleisch oder Wurst. Manchmal bleibt das Gericht aber auch auch ganz vegetarisch.

Hier im Bild sieht man den Gemüsegarten im November. Das Salat-Vlies unterm Apfelbaum und eines über dem Beetrahmen links im Bild. Hinten rechts steht der Rosenkohl.

Blick in den Gemüsegarten im November (c) by Joachim  Wenk
Blick in den Gemüsegarten im November (c) by Joachim  Wenk

Das hier ist der Salat der im erhöhten Beet, in dem Kartoffeln wuchsen, steht.

Salat unter schützendem Vlies (c) by Joachim Wenk
Salat unter schützendem Vlies (c) by Joachim Wenk


Samstag morgen war hier noch einiges an Vlies zu sehen.  Damit hatte ich den Endivien und Chinakohl geschützt. Wenn wirklich 7 Grad unter Null kommen, ist das aber zu wenig glaube ich.

Gemüsebeet  Mitte November (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeet  Mitte November (c) by Joachim Wenk


Also tat ich das, was letztes Jahr ganz wunderbar funktioniert hat. Der reife Endivien wird ausgegraben und im leerstehenden Gewächshaus wieder eingegraben. Dann kann man noch ein Vlies drüber legen. So hält er sich noch viele Wochen und kann jetzt nach und nach verspeist werden. Wir brauche ihn ganz besonders mit dem Kartoffelsalat aus eigenen Kartoffeln zu den gebackenen Karpfen aus eigener Zucht. 

Nächstes Wochenende gibt es dann zum ersten Mal wieder Karpfen in dieser Saison. Ich jedenfalls bin mit meinem Gemüse gewappnet dafür. 



Endivien aus dem Freiland, jetzt im schützendne Gewächshaus eingegraben (c) by Joachim Wenk
Endivien aus dem Freiland, jetzt im schützendne Gewächshaus eingegraben (c) by Joachim Wenk

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