Montag, 5. September 2016

Die ersten Kartoffeln sind geerntet

Das Laub war abgestorben und so fing ich das Graben an. Komisch, daß die frühen und die eigentlich späten Kartoffeln zur gleichen Zeit jetzt reif wurden. Nur ein paar ganz späte sind jetzt noch im Beet mit relativ grünem Laub.

Eine meiner Stammsorten ist die Bionica. Eine mittelfrühe biologische Neuzüchtung. Laut Katalog "außerordentlich widerstandsfähig gegen Krautfäule". Besonders für leichte Böden. Ich habe schweren Boden und liebe die Sorte dennoch. Immer trägt sie reich und mit großen und sehr großen Knollen. Aus einem Kilogramm Saatkartoffeln bekam ich 7,5 kg herrliche Speisekartoffeln. 2,5 kg davon im Kübel und der Rest im  Beet angebaut. Ich konnte keinen Unterschied in der Knollengröße feststellen.


Kartoffel Bionica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Bionica (c) by Joachim Wenk



Ebenfalls schon einige Jahr freue ich mich an der Sorte Galactica. Eine irische Frühkartoffelsorte mit hoher Widerstandstandsfähigkeit gegen Kraut- und Knollenfäule und Schorf. Guter Geschmack und gute Lagerungsfähligkeit.


Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk




Rosa Tannenzapfen. "Eine der ältesten bekannten Sorten überhaupt." So steht es im Katalog. Sie wurde schon um 1850  in verschiedenen Ländern Europas kultiviert. Eine Delikatesse vor allem für den Kartoffelsalat mit ihrem kräftigen und würzigen Kartoffelgeschmack. Sie hat eine ausgesprochen lange Keimruhe und  kann bis ins späte Frühjahr gelagert werden. 


Diese Sorte ist meine Lieblings-Kartoffelüberraschung in diesem Sommer. Zu Weihnachten bekam ich von der Firma ein Präsentpaket geschenkt. Darin eine alte Kartoffelsorte (eben rosa Tannenzapfen) ein Glas Leberwurst und ein Fläschchen Kartoffelschnaps. Das sind genau die richtigen Geschenke für mich. Jedenfalls wurden selbstverständlich nicht alle Kartöffelchen gegessen. Ein paar habe ich bis Mai aufgehoben und dann ins Beet gesteckt. Die Reihe war vielleicht 1,5 m lang. Es sollte nur ein Versuch sein, eine Spielerei mit den übrigen Kartöffelchen. 

Die Ernte begeistert mich. Erstens sind die Knollen viel edler als die derben im Geschenkkorb. Sie haben weniger Unebenheiten und  Knubbel, so dass sie leichter und mit weniger Masse-Verlust geschält werden können. Außerdem ist der Ertrag mit 2,5 kg wirklich überraschend hoch. Vor allem wenn ich bedenke dass etwa 6 m Kartoffelreihe mit 1 kg Saatgut der angeblich sehr guten Sorte Professor Wohltmann nur 800 g an Kartoffeln brachten, die nicht einmal die Größe der Tannenzapfen erreichten. Das war ein ärgerliches Experiment, weil viel wertvoller Platz im Beet somit verschwendet wurde, die Saison über. 

Kartoffel Rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk

Gut, daß meine Stammsorten mich nicht enttäuschen und immer wieder schöne Ernten bringen. Wäre es nicht wieder so fürchterlich trocken, hätte ich noch mehr ernten können. Es waren noch etliche winzige Kartöffelchen in der Erde, die durch die Trockenheit nicht mehr wuchsen.

Dort, wo Kartoffeln bereits abgeerntet sind, habe ich gleich wieder Gründünger gesät. Phacelia und Buchweizen. Beides geht auch bei wenig Wasser auf und bringt auch jetzt noch gute Grünmasse.

Auch in den beiden Faßhälften sähte ich Gründünger, um die Erde zu regenerieren. Hier keimt schon die Lupine. Die Erde kommt danach wieder ins Beet und im Frühjahr frische Erde in die Fässer. Die Fässer sind wieder eine Art Notlösung. Weil unter dem Walnußbaum im Gemüsegarten absolut nichts anzubauen ist, ich aber die Fläche als Anbaufläche benötige, habe ich ein Mini-Hochbeet und die zwei Fässer mit Erde gefüllt und dort die Kartoffeln angebaut. Da sind die Walnußwurzeln noch nicht drin und kommen auch nicht rein, weil die Behälter immer wieder wo anders stehen oder ausgeleert werden.


Gründünger keimt im abgeernteten Kartoffelfass (c) by Joachim Wenk
Gründünger keimt im abgeernteten Kartoffelfass (c) by Joachim Wenk

Zum Abschluss noch einmal das Kartoffelbeet vom Frühjahr bis zum keimenden Gründünger der bereits abgeernteten Fläche.



Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

keimeder  Gründünger im Kartoffelbeet  (c) by Joachim Wenk
keimeder  Gründünger im Kartoffelbeet  (c) by Joachim Wenk

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