Mittwoch, 31. August 2016

Herbstaroma im Hopfenblütensalz

Zur Zeit blüht er noch draussen in der Natur oder bei mir im Garten, der Hopfen. Leider habe ich für die vielen Blüten keine Verwendung, da ich noch nicht selbst Bier brauen. Ein wenig in den Kräutertee, Essenz für ruhigen Schlaf und das Hopfenblütensalz sind meine einzigen Hopfenprodukte.

Zutaten für Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk
Zutaten für Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk

Ein paar wenige Hopfenblütensalz mit Salz im Mixer zerkleinern und fertig. Die Blüten im Bild reichten für 80 Gramm Salz, eher noch mehr. Das Aroma ist sehr intensiv. Ich beginne immer mit wenig Salz und Mixe das. Dann Fülle ich so lange Salz drauf, bis mir die Konzentration , also der Geschmack gefällt.


Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk
 Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk

die Farbe gefällt mir immer und das sehr eigene Aroma. Menschen, die Bitterstoffe ablehnen, brauchen das Salz erst gar nicht herstellen. Ansonsten wie ich heute Morgen frisch zubereitet auf das Frühstück sei, oder aufs Butterbrot,zum Frischkäse,Salat oder in die Rohkost. Vorsichtig Dosieren und nicht zum Kochen nehmen.

Wer experimentierfreudig ist, sollte es mal probieren.


Dienstag, 30. August 2016

Neues aus der Kinderstation im Gewächshaus

Erinnert ihr euch noch an meinen gestrigen Text? Der verrückte  Frosch, der in einem Unterstzer zur Topfplatte wohnt? 

Hier seht ihr mal die Topfplatte von oben (und irgendwo unten drunter beobachtet mich dabei wieder der kleine Frosch). Die Topfplatte befindet sich  in meiner Kinderstation im Gewächshaus. Zusmmen mit der Solar Bewässerungsanlage bin ich hier super bedient. Aus dem Regenfass holt sie sich das Wasser und gießt damit die ganzen Schalen mit  jungen Pflanzen. Hier im Bild zum Beispiel von links nach rechts Rucola, Batavia-Salat und Feldsalat. 

junges Gemüse (c) by Joachim Wenk
junges Gemüse, hofft auf kühleres und feuchteres Wetter bis zum Auspflanzen (c) by Joachim Wenk


In einer anderen Topfplatte sammle ich gerade Sämlinge von Stauden und  Andenbeeren, die von selbst im Garten aufgingen und an Orten stehen, wo sie nicht stehen bleiben können. So habe ich im Herbst, wenn ich die Staudenbeete umgestalte gleich neue Pflanzen. Oder bei den Andenbeeren habe ich schöne kräftige kleine Sämlingen zum Überwintern.

Sämlinge von Stockrosen und Andenbeere (c) by Joachim Wenk
Sämlinge von Stockrosen und Andenbeere (c) by Joachim Wenk

Gerade die großen Stockrosen werde ich wohl nicht umpflanzen können. Sie stehen aber derart unpraktisch, daß ich sie auf alle Fälle ausgraben möchte. Stockrosen gedeihen trotz der Dürre im Garten prächtig, weil eine zentrale Pfahlwurzel sie aus großen Tiefen mit Wasser versorgt. Das ist der Grund, warum ein Umpflanzen der alten Stauden nicht gelingen wird. 

Schaut doch allein die Sämlinge vom Komposthaufen an. Dieses Jahr erst dort wild gekeimt und dann bereits solche Wurzeln. Wie muß die Wurzel aussehen, bei den großen seit Jahren im Beet stehenden Stauden? Darum sammle ich die  kleinen Stauden gerade zusammen in der Topfplatte, als sicherer Nachwuchs für die Staudenbeete. Weil sicher nicht alle dann im Herbst umgepflanzten großen Stockrosen weiter wachsen werden. 

beachtliche Pfahlwurzeln der Stockrosen (c) by Joachim Wenk
beachtliche Pfahlwurzeln der Stockrosen (c) by Joachim Wenk


Darum sammle ich die  kleinen Stauden gerade zusammen in der Topfplatte, als sicherer Nachwuchs für die Staudenbeete. Weil sicher nicht alle dann im Herbst umgepflanzten großen Stockrosen weiter wachsen werden. 


Auch hier im unteren Stockwerk der Kinderstation wieder Stockrosen, die noch etwas schlapp in den Töpfen hängen. Links seht ihr Lavendelsämlinge . Im Rondell unterm Hausbaum stand im letzten Jahr ein Lavendel, der aber kaputt ging. Dieses Jahr habe ich den schönen Storchschnabel dort. Beim Unkrautrupfen vielen mir etliche winzige Lanvendelsämlinge auf. Die habe ich sofort getopft. Sie sind wunderbar gewachsen und kräftige Stauden geworden, die im Herbst in die Beete wandern können. Ganz hinten sind zwei Ableger der fetten Henne. Die Triebe waren zu lang und brachen um. Unten, wo sie im Boden standen war ein Knäuel treibender Augen und Wurzelansätze zu entdecken. Klar daß ich die Triebe kürzte und eintopfte, anstatt sie auf den Kompost zu werfen. Mittlerweile besitze ich dadurch die beiden kräftigen neuen Stauden. Auf die gleiche Weise konnte ich auch schon Herbstchrysanthementriebe bewurzeln und so aus einer Staude drei Stauden machen (gut für den Geldbeutel und für die Blütenfülle im Beet). Die stand meinem Hund im Weg und so trat er die Triebe einfach um. Zu schade zum Wegwerfen. Sie stehen schon längst eingwurzelt wieder im Staudenbeet. 

Vorne in den Saatschalen stehen von links nach rechst Staudenwicken, Fingerhut, nicht gekeimtes Johanniskraut und gut gekeimtes Maggikraut. Hinter dem Maggikraut und neben den Stockrosen ist die Schale mit den  Amarylliskeimlingen. 


Sämlinge, Ableger und Saatschalen in der Aufzuchtstation (c) by Joachim Wenk
Sämlinge, Ableger und Saatschalen in der Aufzuchtstation (c) by Joachim Wenk


Hier seht ihr mein Kinderstube einmal komplett mit dem Wandregel, Gewächshaustisch, dem blauen Wasserfass (beim Wassernachfüllen und damit verbundenem Anheben des Deckels wird man natürlich auch immer mit riesigen Augen angeglotzt, vom winzigen grünen Frosch der dort immer wieder wohnt) und dem Solarpanel mit der Pumpe im grünen Gehäuse. Eine wirklich gute Erfindung das Solar-Bewässerungsset, wenn man weder Strom noch Wasseranschluß zur Hand hat. 

Aufzuchtstation im Gewächshaus mit Solar-Bewässerungsset  (c) by Joachim Wenk
Aufzuchtstation im Gewächshaus mit Solar-Bewässerungsset
 (c) by Joachim Wenk




Montag, 29. August 2016

Frösche lieben trockene Hitze...

Nicht mehr als 10°C Tagestemperatur und das  Ende August!

Du meine Güte, da fröstelt es mich ja schon beim Lesen.

Gerade haben wir sogar nachts doppelt so hohe Temperaturen und tagsüber zerlaufen wir in der herbstlichen Sonne bei immer über 30°C. So krass unterschiedlich können also Augustwochen ausfallen. Hätte ich es nicht 2014 im Tagebuch notiert, würde ich mich da heute  nicht daran erinnern können.

Die Wärme lässt im Garten noch einmal vieles so richtig wachsen. Erst recht, wo ich jetzt immer mehr weiß, warum es in meinem Garten nicht wuchs. Der Wassermangel war schuld. Wenn ich richtig regelmäßig und sehr sehr ausgiebig gieße, dann wuchert es. Wenn ich ein wenig schludere mit dem Gießen, dann verharrt es in einer sehr kleinen Größe und wenn ich nicht gieße, stirbt es. So könnte man das zusammenfassen.

Als Beweis und zur Veranschaulichung habe ich ein paar Fotos geschossen und zusammengetragen.

Der uralte  Asternbusch am Zaun sieht heute so aus. Etwa 160 cm hoch, genauso breit und über und über mit Knospen besetzt.


große Asternstaude (c) by Joachim Wenk
große Asternstaude (c) by Joachim Wenk

Im Juni sah er so aus. Etliche der verwelkenden Triebe sind braun geworden und abgestorben. Was war geschehen? Früher wurde er nie gegossen und hat so, viele Jahre überlegt. Jetzt aber ist es derart trocken in meinem Garten, dass ohne Gießen alles eingeht.  Hier im Beet lagen Schwitzschläuche, die aber marode waren. Im März entfernte ich sie und hoffte auf einen normalen Sommer. Das Ergebnis seht ihr im Bild. Weil gerade nichts anderes greifbar war, verlegte ich einen Spritzschlauch im Beet und lasse den seither an vier Tagen die Woche je früh und abend 30-40 Minuten laufen. Sofort erholte sich alles und wächst und gedeiht. Leider auch der Giersch, aber das ist ja ein anderes Thema.

große Asternstaude ohne Gießwasser(c) by Joachim Wenk
große Asternstaude ohne Gießwasser(c) by Joachim Wenk

Die mit der neuen Tropfschlauchbewässerung versorgten beiden Beete im Gemüsegarten haben sich derart schnell erholt, daß ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Weil ich merkte wie wichtig wirklich das regelmäßige intensive Gießen ist, beregnete ich mangels Tropfschlauch auch den Kohl im anderen Beet. So große Kohlköpfe hatte ich noch nie und es ist noch nicht mal Erntezeit. Die können noch zulegen.

prächtige Kohlköpfe dank Beregnung (c) by Joachim Wenk
prächtige Kohlköpfe dank Beregnung (c) by Joachim Wenk

Die neu gepflanzten Apfelspaliere wuchsen seit der reglmäßigen und  intensiven Bewässerung eine ganze Etage nach oben am Spaliergerüst. 

Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk
Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk

Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk
Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk

Das rosa Brandkraut neben besagten Asternbusch fraßen letztes Jahr die Schnecken beinahe zu Tode. Dann verdorrten auch sie und dieses Jahr trieb es vorsichtig aus. Ein Blütenstängel erfreute das Gärnterherz. Dann wurde es wieder weniger an Grünzeug und ich dachte, es zieht vielleicht ein. Ganz am Boden sah ich Triebspitzen, die aber nicht durchschoben, weil dort der Spritzschlauch irgendwie nicht hin spritzte und es sehr trocken war konnte es nicht wachsen. Der Standort gefiel mir ohnehin nicht mehr und so grub ich es aus.

rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk


Im ebenfalls durch Spritzschläuche versorgten Fliederbeet fand es eine neue Heimat. Ein paar Tage später traute ich meinen Augen nicht. So groß und kräftig kannte ich diese Staude nicht, wie sie hier in den wenigen Tagen heran wuchs. Nur, weil es hier feucht war. 

rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk

Leider reicht die tägliche Gießzeit nicht aus, um auch die großen Rasenflächen zu bewässern. Zudem habe ich Sorge, daß dann auch das Wasser knapp werden könnte. So haben wir eben wieder einen Rasen in angenehmen Ockertönen mit unangenehmer Akkupunkturwirkung auf die baren Fußsolen beim darüber Laufen. Leider wird dieser Anblick die nächsten Wochen und Monate so bleiben. 

der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk

der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk

Dabei sieht er in sattem Grün doch viel besser aus.

 (c) by Joachim Wenk
der Rasen  kann auch grün sein...(c) by Joachim Wenk

Noch viele weitere Beobachtungen zum Wachstum bei regelmäßigem gründlichen Gießen konnte ich in den letzten Wochen machen. Ich bin trotz Trockenheit beinahe schon erleichtert, vielleicht endlich das Problem gefunden zu haben. Wachstumsstockungen bezeichnete ich das immer, daß im Beet nichts wächst und erst im Herbst, wenn die Saison dann zu Ende ist, das Wachstum munter beginnt. Es liegt daran, daß bei mir im Garten ab Ende Juni das Wasser fehlt und erst Ende Oktober wieder kommt. Dazwischen war es immer, ganz besonder dieses und letztes Jahr, glühend heiß, ewig stürmisch und monatelang ohne Regen. Leider kann das Wachstum im Frühjahr nicht vor April richtig beginnen, weil wir es lange kalt haben,was auch wieder durch den ewigen Wind unterstützt wird. Ich habe schon Stimmen gehört, daß ich nicht dauernd jammern soll, in Südfrankreich ist im Sommer auch alles vertrocknet. Das mag sein, aber dort beginnt die Wachstumsperiode im Jahr auch nicht im April sonder ein paar Monate früher und bis im Sommer alles verdorrt, ist die erste Ernte schon eingefahren, während ich gerade erst richtig mit Sähen oder Pflanzen loslegen kann. Meiner Meinung nach ist Südfrankreich und Mittelfranken auf 460 Hm nicht zu vergleichen. 

Ich werde jedenfalls Tropfschläuche installieren im kommendne Jahr, das steht fest. 

Eine weitere Beobachtung möchte ich aber auch noch weiter geben. Hitze und Trockenheit sind gut für Frösche. Oder? 

Also ich jedenfalls beobachte immer mehr und mehr Frösche. Fast auf Schritt und Tritt erschrecken und begleiten sie mich. Ob ich nun gebückt eine Zucchini ernte oder weit nach oben ausgestreckt nach den Himbeeren ganz oben schnappe. Ob ich meine Kübelpflanzen gieße oder den Kompost wässere. Auch beim Unkrautrupfen im Gewächshaus oder beim Befüllen des Wasserfasses für die Bewässerungsanalge. Immer sitzt irgendwo ein Frosch oder eine Kröte. Meist hüpfen sie angestrengt weg und verhelfen mir zu Herzrasen bei  meiner in meditativer Versunkenheit ausgeführten Gartenarbeit. 

Vielleicht ist es nur eine verklärte Träumerei von mir:  Mein durch das regelmäßige Gießen den Fröschen als feuchte Oase erscheinender Garten im Meer der Dürre außen herum, lockt sie gerade zu an und gibt ihnen Schutz und Erfrischung.  

Oder weiß jemand, warum die sich alle bei mir versammeln und laufend mehr werden? Ich hätte eher gedacht, daß Eidechsen so ein Klima mögen und nicht Frösche und Kröten. Aber so täuscht man sich als Laie eben immer wieder. 

Jedenfalls freut es mich, daß mein Biogarten auch wirklich Bio ist und leben anlockt und fördert. 

kleiner Frosch im Untersetzer einer Topfplatte im Gewäschshaus (c) by Joachim Wenk
kleiner Frosch im Untersetzer einer Topfplatte im Gewäschshaus (c) by Joachim Wenk


Großer Frosch hüpfte aus der Zucchinpflanze (c) by Joachim Wenk
Großer Frosch hüpfte aus der Zucchinpflanze (c) by Joachim Wenk


Kröte im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Kröte im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Laubfrosch am Wasserfass im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Laubfrosch am Wasserfass im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Freitag, 26. August 2016

da wäre der tolle Nachmittag doch beinahe mißlungen

Was für ein Sommereinbruch, oder? Und ich habe ein paar Tage frei. Besser geht es doch gar nicht. 

Gestern haben wir meine Eltern zu Besuch gehabt. Und hätten wir nicht immer gute Notlösungsideen, wäre der Tag bei weitem  nicht so gut gelungen. 32°C und blauer Himmel. Ich glaube die Fotos zeigen das auch sehr gut. Vor kurzem aber ging unser großer Sonnenschirm kaputt. Nach mehr als 25 Sommern draußen bei Wind, Wetter und eben Sonne ist die Bespannung in tausend Fetzen dahin gegangen. Also ohne Sonnenschirm geht das zwar auch. Wir zu zweit finden spontan ein Plätzchen im Schatten, der zu jeder Tageszeit wo anders im Garten ist. Aber  bei Besuch brauchen wir einen Sonnenschirm, das war schnell klar. 

Es sollte wieder ein sehr großer Schirm sein und so wurden wir fündig und bestellten. Unerwartet kam er umgehend einen Tag vor dem Besuch. Freudig rissen wir die Verpackung auf, stellten ihn in den Ständer und dann. Ja dann nahmen wir ihn wieder aus dem Ständer, packten ihn ein und setzten uns mit dem Lieferanten in Verbindung. Was war geschehen? Er ließ sich nicht öffnen, weil die Kurbel dazu leer drehte.  Was für eine Enttäuschung. Ein paar Mails und Videos wurden ausgetauscht. Die Kurbel und Schnur  wurde zerlegt und ausgebaut und eingebaut. Es steht fest, die Kurbel ist einfach defekt. Der Lieferant verspricht rasch eine neue Kurbel zu schicken. Das ist schön, aber der Besuch kommt doch morgen schon, dachten wir. 

Abfinden mit der Situation hieß es also. Ich holte die Eltern also zu Hause ab. Sie sind beide deutlich über 80 und haben das Auto verkauft. Eine weise und beachtenswerte Entscheidung, die aber leider bedeutet, daß ihre Besuche bei uns im Garten weniger wurden. 

Wir haben gerade Urlaub und Zeit, sie zu holen. So wurde  dann erst einmal gemütlich in der Dorfgaststätte im Biergarten zu Mittag gegessen. Wir alle genossen den Schatten und den leichten Wind und dachten mit Wehmut daran, wie heiß und ohne Schatten es im Garten sein wird. 

Dann kam Volker und mir, quasi gleichzeitig die Idee. Der Schirm ist ja intakt, nur die Kurbel, die ohnehin ausgebaut ist ,funktioniert nicht. Wenn wir ihn nun einfach mit der Hand öffnen. Einer öffnet und der andere zieht an der Schnur, die sich sonst um die Kurbel wickeln würde. Wenn er oben ist wickeln wir die Schnur um ein  Hölzchen und schon kann er, sicher fixiert,  nicht mehr herunterrutschen und sich schließen. 

Ich hätte nicht gedacht wie schwer so ein 5 m Schirm ist, aber es hat geklappt. Er ist offen und einem herrlich entspannten Nachmittag mit Eis und Kaffee und frischem Zwetschgenkuchen stand nichts mehr im Weg. 
5m Sonnenschirm, einfach nur genial (c) by Joachim Wenk
5m Sonnenschirm, einfach nur genial (c) by Joachim Wenk


Mutter brachte sich ihr Häkelzeugs mit und stellte die von mir gewünschten Marmeladengläschenüberzieher fertig. 


handgefertigte Marmeladenhäubchen (c) by Joachim Wenk
handgefertigte Marmeladenhäubchen (c) by Joachim Wenk


Bei einem ausführlichen Gartenrundgang zeigte ich noch die vielen schönen Blumen und das Gemüse.
fröhliche Gruppe Somemrastern (c) by Joachim Wenk
fröhliche Gruppe Somemrastern (c) by Joachim Wenk
 Der kalifornische Goldmohn blüht nun schon seit Wochen und es ist kein Ende in Sicht. Gerade glüht er um die Wette mit der erbarmungslosen Sonne. Das gefällt ihm.
kalifornischer Goldmohn (c) by Joachim Wenk
kalifornischer Goldmohn (c) by Joachim Wenk

Blutstorchschnabel (c) by Joachim Wenk
Blutstorchschnabel (c) by Joachim Wenk

Sonnenhut und Sommerflieder (c) by Joachim Wenk
Sonnenhut und Sommerflieder (c) by Joachim Wenk

Banane (c) by Joachim Wenk
Banane (c) by Joachim Wenk

Rose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Rose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
 Und noch eine heitere Blütengruppe aus Sommerastern, Sonnenblume und Dahlie.
Sonnenblume, Sommeraster und Dahlie (c) by Joachim Wenk
 Sonnenblume, Sommeraster und Dahlie (c) by Joachim Wenk


Apropos Gemüse. Heute ist es wieder vorbei mit dem Faulsein. Die erste Portion Tomaten ist bereit zum Sugo-Kochen. Mit 3 kg sonnenbetankter Tomaten und ein paar große Zweige Basilikum starten die Sugo-Saison.

Also, ich muß jetzt weiter machen. Kürbissuppe aus Pattisonkürbissen will ich auch noch einkochen. Es gibt viel zu tun. Gehen wir es an....
Tomaten und Basilikum für Tomatensugo (c) by Joachim Wenk
die ersten Tomaten und Basilikum für Tomatensugo (c) by Joachim Wenk



Montag, 22. August 2016

unverkennbar Herbst

Es ist so weit, der Herbst klopft an meine Gartenpforten. Die Farben im Garten verraten es. Der Wilde Wein zwischen den Treppenfugen beginnt, sich zu verfärben.

Wilder Wein beginnt sich zu verfärben (c) by Joachim Wenk


Die Herbstastern öffnen die ersten Blüten. Hier hinter dem schon seit langem blühenden patagonischen Eisenkraut.

Herbstastern und patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk
Herbstastern und patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk

Die Dahlien blühen in allen Größen.
Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk


Die braunen und verdörrten Stellen im Rasen nehmen zu..

dürre Stellen im Rasen  (c) by Joachim Wenk
dürre Stellen im Rasen  (c) by Joachim Wenk


... und überall bläst der ständige Sturm das Laub durch den Garten. Die Bäume merken es auch. Der Sommer ist vorbei, Wasser kommt ohnehin seit Monaten keines mehr vom Himmel, da schmeißen sie lieber ihre  Blätter ab. Die Verdunstung wird so reduziert.

Das Laub beginnt zu fallen  (c) by Joachim Wenk
Das Laub beginnt zu fallen  (c) by Joachim Wenk
 Die Sonne scheint nicht mehr so lange am Tag, dafür werden die Schatten rasch länger.

Herbststimmung im Garten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Garten (c) by Joachim Wenk


Seit etwas Anfang Juli wurden meine Staudenbeete plötzlich wieder weniger bunt, das Blühen ließ nach. Jetzt sehe ich, wo Blüten fehlen und wo man was hin pflanzen könnte. Also habe ich gleich wieder einmal eine Kiste mit Stauden bestellt. Die Auswahl ist nicht mehr sehr groß. Schneckenresistent müssen sie sein, ganz wichtig auch, sie müssen ohne Wasser überleben können und das bei sehr hohen Temperaturen und mit voller Sonneneinstrahlung am Hang. Die Blütenfarbe sollte so einigermaßen in mein eigentlich vorhandenes Farbkonzept für den Vorgarten passen. Wenn sie mir dann auch noch irgendwie gefallen, sind sie quasi schon gekauft.

Jetzt habe ich wieder das Problem, daß der Boden ja derart steinhart und rissig und trocken ist, daß ich nicht pflanzen kann. Sie müssen sich noch eine ganze Weile gedulden. Ebenso wie die wunderschöne Sonnenhut-Staude unseres Samstagnachmittag Besuches.

Neuzugänge für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk
Neuzugänge für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk


In den Staudenbeeten muß im Herbst dann spät ohnehin noch gründlich was verändert werden. Die Astern müssen geteilt werden und etliche Stauden bis hin zu Büschen müssen verpflanzt werden. 

Im Bild unten etwa müssen die Stockrosen nach hinten gesetzt werden. Hinter ihnen ist noch über einen Meter Staudenbeet, in dem aber nichts wachsen kann. Kein Licht kommt dort hin, weil die riesigen Malven dummerweise ganz vorne stehen. Und so sind in anderen Staudenbeeten ebenfalls noch diverse Korrekturen vor zu nehmen.  Aber erst, wenn das Wetter und der Boden einem Einwachsen einmal wieder dienlich sind. 

großes Staudenbeet im August (c) by Joachim Wenk
großes Staudenbeet im August (c) by Joachim Wenk

In diesem komischen Jahr 2016 sind meine Paprika seit dem Einpflanzen nicht mehr oder nur um vielleicht 2-3 cm gewachsen. Hätten sie nicht damals schon Fruchtansätze gehabt, die mich in freudige Erwartung eines üppigen Paprikajahres versetzten, hätte ich keine Früchte. Wie gesagt, Kein Wachstum und keine neuen Früchte. Die vorhandene werden jetzt reif. Sie schmecken köstlich und es sind wunderbar geformte gesunde Früchte. Was hätte das werden könne, wären die Pflanzen, wie die Jahre davor auch immer, gleich gewachsen und würden mir jetzt bis zu Bauch anstatt nur bis unterhalb meines Knies reichen. 

reifende Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
reifende Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Auch die Tomaten im Gewächshaus sind dieses Jahr sehr mickrig, zum Teil schon abgestorben. Die noch wachsenden haben dünne Triebe, und wenig Früchte. Die Traube hier ist da die Ausnahme.

reifende Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Die Tomaten im Freiland sind das ganze Gegenteil. Leider macht ihnen der arge Wassermangel bei ständig Sonne und Wind zu schaffen. Dafür haben sie noch recht gesundes Laub und sind total regelmäßig von unten bis oben mit Frucht-Trauben behangen. 

reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

 Eine Reihe aber macht mir wirklich Sorgen. Sie hängen schon den ganzen Sommer. Jetzt habe ich am Samstag zu jeder Pflanze eine 10l-Gießkanne mit Wasser gegossen und sie hängen weiterhin.

Sind sie krank? Ich glaube nicht. Wurzelschädlinge wie Engerlinge oder dergleichen könnten es sein. Dann aber wären doch umliegende Gemüsepflanzen auch betroffen. Sind es aber nicht. Bei einer Pflanze ist durch das Gießen ein großer Krater in die Erde eingebrochen. Und das vermute ich eher als Ursache der Schlappheit gerade dieser Reihe mit 5 Pflanzen. Weil es ringsum meinen Garten unerträglich hart und trocken ist, tobt sich ja seit letztem Jahr wieder der kleine samtig-schwarze  Untergrundwühler in meinem Gemüsegarten aus. Weil ich weiß, daß er auch Engerlinge, die ich immer massig hatte, vertilgt, lasse ich ihn gewähren. Allerdings muß er gerade hier einen Gang angelegt haben. In dem floß dann wohl immer mein Gießwasser, mit der Brause am Gartenschlauch gegossen, langsam davon. Nun goss ich aber mit der Gießkanne, damit alle wirklich tatsächlich einmal 10l auf einmal bekommen und dieser Strahl hat dann den Gang aufgespült. So erkläre ich mir die extreme Schlappheit der Tomaten nur in dieser Reihe und nicht ebenfalls in den anderen Reihen.

schlappe Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
schlappe Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

Bei unserem seit Monaten fehlendem Regen ist die einzige Gartenarbeit zur Zeit das Gießen. Es gäbe noch so viel anderes zu tun, was aber verschoben werden muß. 

Wie ihr wißt, habe ich ja zwar zu spät im Jahr, aber für Testzwecke allemahl rechtzeitig, in einem Bereich eine Tropfschlauchbewässerung gelegt. 

Die läuft, wenn ich daheim bin etliche Stunden und es dauerte nicht lange, so haben sich die bereits dort stehenden Gemüse erholt. Es wächst wie wild im Beet, während ich noch vorher überlegte, ob der Kompost zu wenig war und es an Dünger fehlte. Haben die Starkzehrer ihren Anteil Kompost bereits verbraucht  und ich mß nochmals Brennesseljauch nachgießen? Jetzt weiß ich es ist genug Dünger im Boden es ist einfach nur das Wasser das fehlte. 


saftiges Gemüse im bewässerten Beet (c) by Joachim Wenk
saftiges Gemüse im bewässerten Beet (c) by Joachim Wenk


Die alten Kohlrabi mit drei Blättern bekommen plötzlich einen frischen und dichten Schopf neuer grüner Blätter.

as Gemüse im bewässerten Beet fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk
das Gemüse im bewässerten Beet fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk

Andere, bereits große Pflanzen wie Sellerie oder Blumenkohl und Rosenkohl oder Mangold stehen frisch im Beet und nicht mehr k.o. schlapp hängend. Ein trauriges Bild, das mir immer ein schlechtes Gewissen macht, ist etwa 2 m vom Beet entfernt die Hecke mit Holunder, Weißdorn und Brombeeren. Ganz gelbe Blätter, bereits eingezogen und abgestoßen, versuchen sie dürstend ein paar Beeren für den Arterhalt reif werden zu lassen. Aber ich kann ja nicht mal im Garten alles so gießen, wie es nötig wäre, da geht schon gleich gar nicht das Gießen der Hecke. Wenngleich ich den am schlimmsten welkenden Walnußbaum immer wieder versuche zu wässern. Das dient aber dann wohl eher meiner Gewissenserleichterung als in der Realität dem Baum. So viel Wasser kann ich ja nicht in den Boden bringen, wie der bräuchte. Aber wenn den ganzen Sommer von so einem großen Baum die Blätter welk am Geäst hängen, ist das eben nicht unbedingt erfreulich für das Gärtnerherz.

Jedenfalls werde ich im Winter die anderen Gemüse- und Staudenbeete mit eben dieser Bewässerung ausstatten. Ich habe zwar das Wasser zum Gießen aber einfach nicht die Zeit, es auszubringen. Und Beregnen von oben bekommt den Pflanzen einfach nicht. Jetzt auf der Gartenschau in Bayreuth widmeten sie eine eigene Abteilung sogar genau diesem Thema,  der Gemüsebeetbewässerung mit den Tropfschläuchen zur Arbeitserleichterung und Zeitersparni. Auch Wasser wird gespart, da es tropfenweise direkt vor Ort im Boden versickert und nicht literweise durch die heiße Sommerluft auf die Blätter der Pflanzen versprüht wird, von wo viel verdunstet, statt in den Boden eindringen zu können. Genau das System das ich auch installiert habe.

Und weil die Ansprechpartnerin bei dem Lieferanten mir , wie kürzlich schon erwähnt, so hilfreich und kompetent all meine Laien-Fragen, die zu dem System eben so aufkommen, beantwortet hat, gebe ich hier einmal  den Link zu der Firma. Für die wenigen unter euch, die auch in einer zu trockenen  Gegend wohnen, kann  ich einen Besuch auf der Internetseite  www.gruenbedarf.de zwecks Information nur empfehlen.

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Der Salat  der Sorte Maravilla de verano (ein rötlicher Bataviasalat, dem aber bei mir das Rötliche fehlt) hat sich nach der Bewässerungsinstallation gemausert und wächst derart bilderbuchmäßig und knackig und saftig, dass ich ihn wirklich schon zu schade finde zum Ernten. So tollen Salat hatte ich noch niemals. 

Bataviasalat, Tomaten, Bohnen, Gurken und Paprika. Mittagessen der nächsten beiden Tage. (c) by Joachim Wenk
Bataviasalat, Tomaten, Bohnen, Gurken und Paprika. Mittagessen der nächsten beiden Tage. (c) by Joachim Wenk

Zum Abschluss noch einen Lagebericht vom Teil unserer Länderein, bei dem man an Wassermangel wohl nicht gleich denkt. Es geht um die Karpfenweiher. 

Am Wochenende war wieder einmal die Erlenhecke um den Weiher dran. Sie wurde auf ein erträgliches Maß gekürzt. Auch die ganzen Böschungen und Wegränder wurden mit der Motorsense frisiert, so dass jetzt alles wieder ordentlich aussieht. 

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
ein paar Stunden meditativer Arbeit später, ist alles weg, was weg soll (c) by Joachim Wenk

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
von der Seeseite aus allerdings bin ich noch nicht ran gekommen zum Schneiden (c) by Joachim Wenk

Was aber auch bei den Weihern sofort auffällt: es fehlt mächtig Wasser. Das Zulaufrohr ist für gewöhnlich unter Wasser und es strömt vom Bach her das Wasser in den Teich. Der Bach ist furz-trocken und der Wasserspiegel im Weiher sinkt kontinuierlich.

Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
der Zulauf zum Karpfenweiher  sollte eigentlich unter Wasser sein (c) by Joachim Wenk


Auch am Mönch sieht man den niedrigen Wasserstand. Der ganze helle Bereich sollte unter Wasser verschwinden, dann wäre der Weiher voll.  So etwa 30-40 cm Wasser fehlen  in jedem unserer Karpfenweiher. Bei einer Wassertiefe von mehr als 2 m ist das noch lange nicht bedrohlich, zeigt aber doch den allgemein trockenen Sommer 2016 (nach dem katastrophal trockenen Sommer 2015).

Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
der Karpfenweiher hat deutlich weniger Wasser, als er haben sollte (c) by Joachim Wenk