Montag, 4. Juli 2016

Scheinbar saß ich am Wochenende doch recht häufig auf irgendeinem Bänkla.....

Und wieder ist es schon spät, als die Arbeit uns ins Wochenende entlässt. Jetzt noch die Heimfahrt und dann endlich wieder im Garten sein. 

 Wären wir ein paar  Monate weiter, würde ich das nicht machen können. So komme ich heim und setze mich erst einmal unter meine Palme auf die Bank. Ich sauge alles auf, die Atmosphäre, die Gerüche und Geräusche. So schön ist es. Die Sonne ist auch jetzt im Sommer schon sehr tief, so spät ist es. Gerade noch die oberen Spitzen vom Walnußbaum der Nachbarn sind beschienen. Oder das Haus der Nachbarn. Bei uns scheint sie auch noch zum Wohnzimmerfenster herein. Hier im Garten ist Schatten.  Nach einem 30°C warmen Tag tut das gut. 

Eine ganze Zeit sitze ich hier, bevor ich ins Haus gehe. 


Blick von der Bank unter Palmen durch den Feierabend-Garten (c) by Joachim Wenk
Blick von der Bank unter Palmen durch den Feierabend-Garten (c) by Joachim Wenk


Schnell wechselt in diesem Sommer das Wetter. Waren es am Freitag noch 30°C, wird der Samstag deutlich kühler und  - wichtig! - es regnet. Es regnet sogar bei uns. 5l/qm sind jetzt wahrlich nicht üppig, aber doch fünf mal so viel, wie üblicherweise an einem Regentag  vom Himmel fällt.

Ich freue mich also über den Regen und überarbeite meine Liste mit anstehenden Gartenarbeiten.

Gleich morgens mache ich die ersten Fotos. Würde die Sonne scheinen, wären sie wohl schöner geworden.  Jetzt ist es bedeckt und kühl. Das ist aber auch wider ein Vorteil. Das Leuchten der gelben Nachtkerzen-Blüten kommt so noch viel mehr zur Geltung. Tagsüber braucht man sich hier nicht mit dem Fotoapparat herum zu schleichen, denn da sind alle Blüten verblüht und die neuen nicht offen. Erst abends öffnen sie sich und sind am frühen Morgen noch offen.

Nachtkerzen und Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Nachtkerzen und Stockrosen (c) by Joachim Wenk

Woher die Nachtkerzen kommen, weiß ich nicht. Sie waren im letzten Jahr einfach da. Ich ließ sie sich aussähen und habe dieses Jahr noch mehr von ihnen. Die Stockrosen daneben blühen auch bald. Ihre Blütenkerzen reichen schon über zweieinhalb Meter in die Höhe.

Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Stockrosen (c) by Joachim Wenk

Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Stockrosen (c) by Joachim Wenk


Dass es im Moment nicht wirklich heiß ist und die Sonne vom Himmel brennt, kommt der Ramblerrose sehr gelegen. So kann sie in Ruhe ihre unzähligen Blütchen entfalten und sich mit ihnen Schmücken. Mir bleibt dabei mehr Zeit, das im Jahr einmalige Schauspiel zu genießen. Letztes Jahr blühten sie erst gar nicht richtig auf sondern gingen direkt von der Knospe ins Blütenblatt abwerfende Stadium des Verblühens über. Hitze und Trockenheit sind nicht gut für Rosenblüten. 

Die Ramblerrose Rose Marie Vieaud erklimmt hier den Walnußbaum im Gemüsegarten.

Ramblerrose Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk


Ramblerrose Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk



Fleißig am Klettern sind auch die Blauhilde-Bohnen im Gemüsegarten. Kam mir und dem einen oder anderen aufmerksamen Leser, das Bohnen-Tipi beim Aufstellen vielleicht etwas hoch vor, so kann ich nur sagen, daß sie bereits oben angekommen sind. Zu hoch ist die Stange mit mehr als 3 m  also nicht. 
Stangenbohne am Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Stangenbohne am Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk


Neben Brennesseljauche gießen und Wurmtee ausbringen kann ich bei dem wechselhaften Wetter nichts größeres angehen. Daher bleibt Zeit, einmal auf dem Bänkchen im Gemüsegarten zu sitzen und sich umzublicken und zu erinnern. 

Die neuen Wege sind wirklich toll geworden. Erst jetzt, wo alles schön eingewachsen ist. 

Blick von dem Garten-Bänkla durch den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Blick von dem Garten-Bänkla durch den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Sah es doch Anfang Mai noch so aus, wenn ich auf besagtem Bänkchen saß!
Blick von dem Garten-Bänkla durch den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gleicher Blick Anfang Mai (c) by Joachim Wenk



Weil es nicht oft und wenn dann nicht lange regnet, habe ich vielleicht auch im aktuellen Jahr wieder Glück. Glück, daß meine Tomaten keine Braunfäule bekommen, obwohl sie ohne schützendes  Dach auskommen müssen. Bis jetzt gedeihen sie prächtig. Aus den recht gakeligen und zu hoch geschossenen Pflanzen wurden sehr kräftige und bereits fruchtenden Tomatenpflanzen. 

Unter ihnen habe ich dick mit Rasenschnitt gemulcht, damit beim Regen keine (mit Pilzsporen verseuchte) Gartenerde auf ihr Laub hochspritzen kann. Die untersten Blätter habe ich entfernt, daß sie nicht auf dem Boden aufliegen. Und bereist mehrmals habe ich Wurmtee auf die Blätter gespritzt, weil das angeblich auch vorbeugend helfen soll. 

prächtig gedeihende Freiland-Tomaten (c) by Joachim Wenk
prächtig gedeihende Freiland-Tomaten (c) by Joachim Wenk

Erste Früchte an den  Freiland-Tomaten (c) by Joachim Wenk
Erste Früchte an den  Freiland-Tomaten (c) by Joachim Wenk


Gewohnt wüchsig zeigen sich auch meine Kartoffeln. Sie blühen bereits und wollen immer wieder quer über den Weg hinüber. Meine Grenz-Schnur kann sie nur mit Mühe im Zaum halten.

Kartoffeln überwuchern den Gartenweg (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln überwuchern den Gartenweg (c) by Joachim Wenk

Auch hier erinnere mich zurück. Anfang Mai habe ich sie gerade frisch gesteckt, gerade als dieser Wegabschnitt beim diesjährigen Kartoffelbeet fertig gestellt war. 

Gartenweg (c) by Joachim Wenk
gleiches Kartoffelbeet Anfang Mai (c) by Joachim Wenk


Unkraut konnte ich jetzt am Wochenende in den Regenpausen rupfen. Der viele Rasenmulch hält es aber ganz gut in Schach. Dennoch kamen ein paar Eimer voll zusammen. Klar dass das Unkraut genau so freudig vor sich hinwachsen möchte, wie meine Gemüsepflanzen. 

üppiger Mischkultur-Gemüsegarten (c)  by Joachim Wenk
üppiger Mischkultur-Gemüsegarten (c)  by Joachim Wenk


Wie gesagt, Anfang Mai, war hier noch Steppe. Jetzt habe ich Urwald.

kahler Gemüsegarten  Anfang  Mai (c)  by Joachim Wenk
kahler Gemüsegarten  Anfang  Mai (c)  by Joachim Wenk


Und da ist es ja das Bänkla im Gemesügarten, ein Pltäzchen für kurze Pausen zum Genießen, Nachdenken oder Erinnern. 

Ruhebank im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Ruhebank im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk


Und das hier wäre eigentlich am Wochenende dran gewesen. Die Hecken müssen geschnitten werden. Ganz mutig versuchten wir es auch. Ihr seht ja selbst, daß wir nicht wirklich voran gekommen sind. Jetzt ist eine Hecke zur Hälfte geschnitten. Immerhin ein Anfang.

ein paar Meter Hecke konnten wir zwischen dem Regen schneiden (c) by Joachim Wenk
ein paar Meter Hecke konnten wir zwischen dem Regen schneiden (c) by Joachim Wenk



Lauter so Gruscht-Kram haben wir gemacht. In einer anderen Regenpause zerrten wir das befüllte Erdbeerfass unterm Walnußbaum hervor. Dann auf die Wegrabatte und darüber hinaus. Endlich stand es am Weg. Wie gut, daß die Wege im Gemüsegarten so neu und breit sind. Mit dem Sackkarren konnte wir es dann heraus ziehen und bei der Ramblerrose platzieren. Es bekam doch deutlich zu wenig Sonne unter dem anderen Walnußbaum.

Erdbeeren aus dem Beet mit Sonneneinstrahlung sind süß und sehr aromatisch. Die Erdbeeren vom Erdbeerfass waren dunkelrot und saftig, aber sauer und ohne Aroma. Da müssen wir mal sehen, ob es hier besser steht und wie ihr Geschmack dann ist. Mehr Sonne bekommt das Faß hier auf alle Fälle.

Erdbeefaß (c) by Joachim Wenk
das Erdbeerfaß stand zu schattig, jetzt hat es einen neuen Platz (c) by Joachim Wenk







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