Donnerstag, 7. Juli 2016

50 m Leiter rauf und Leiter runter. Das geht in die Knochen.

Die roten Johannisbeeren sind reif. Das Wetter ist sehr schön, weil die Sonne scheint und wir nur etwa 20°C haben. Es weht ein kräftiger Wind. Zum Beerenpflücken gefällt mir das Wetter. Ich stehe nicht schweißgebadet im Beerenbeet, umkreist von lästigen Fluginsekten. So füllen sich meine beiden Eimerchen langsam aber stetig. Die Träubchen sind leider nie vollständig, weil im Frühjahr wieder viele Beeren abgefallen sind. Dennoch freue ich mich über die Ernte. Den Strauch habe ich schließlich einmal selbst von einem Ast gezogen. 

Der Ast kam von einem Hochstämmchen, das mein Vater von den Kollegen zum Renteneintritt bekam. Das Stämmchen trug immer und reichlich. Es war schließlich schon uralt und hatte kaum noch Laub. Was ich hätte da wegschneiden sollen beim jährlichen Schnitt, ohne den ganzen Baum zu ruinieren, weiß ich auch nicht. Also machte ich sicherheitshalber einen  Ableger. Das muß so etwa 6 Jahre her sein. Mein Vater ist jetzt 83 Jahre alt, so kann man sich leicht ausrechnen, wie alt der Johannisbeerhochstamm zur Zeit des Ableger-nehmens war. 

Mittlerweile sind die Beeren auch schon verarbeitet.  Ein Eimerchen habe  ich abgerebelt und eingefroren. Ein paar kamen in meinen Rum-Topf und von den restlichen habe ich mit Himbeeren Marmelade gekocht. 

Johannisbeerernte 2016 (c) by Joachim Wenk
Johannisbeerernte 2016 (c) by Joachim Wenk

Bevor ich zu den Gartnarbeiten, die wir hinter uns gebracht haben, komme, wende ich mich mit einer Frage an die vielleicht Fachkundigen. Ich habe im April oder Mai einen ganzen Schwung Herbst-Chrysanthemen gepflanzt. Blütezeit von Oktober bis November. Ich fand die  Idee schön, zu dieser Zeit noch immer Blumen im Garten zu haben. Blüten, die auch gerade zu dieser Jahreszeit passen. Nun blühen einige von denen schon jetzt. Warum machen sie das? Damit habe ich dann im späten Herbst ja doch wieder keine  Blüten mehr im Garten, oder?

Herbstchrysanthemen blühen im  Juli (c) by Joachim Wenk
Herbstchrysanthemen blühen im  Juli (c) by Joachim Wenk


So und nun zu unserer Nachmittagsbeschäftigung.

Fünf Stunden haben wir benötigt. Ständig die Leiter rauf und wieder runter, mit dem beladenen Schubkarren das ganze Grundstück hoch zum Kompost und wieder runter. Heute habe ich "Schulter" und "Arme".

Was haben wir gemacht? Die Hecken im Garten haben wir endlich geschnitten, nachdem wir am Wochenende ja nicht dazu kamen.

Die Haselnußhecke im Gemüsegarten ist etwa 10 m lang. Leider habe ich direkt davor meine Kompostmieten. Somit kommt man nur sehr schwer an sie heran. Ich habe sie auf etwa 190 cm Höhe geschnitten. Diese Hecke ist die einzige, die wir von beiden Seiten schneiden. Auf der anderen Seite ist Wiese und wild wucherndes Gestrüpp am Nachbargrundstück.

Das Gestrüpp mußte erst einmal abgeschitten werden, dass wir an die Hecke heran kamen. Im Gestrüpp wuchern auch wilde Himbeeren. Über und über waren sie mit reifen Früchten behangen. Zum Pflücken haten wir jetzt aber gerade nicht die Zeit. Weil das Gestrüpp ohnehin fort mußte, haben wir die behangenen Triebe kurzerhand abgeschnitten. Ein ganzer Schubkarren voll kam zusammen. Danach konnten wir uns wieder der  Hecke widmen.

Haselnußhecke vor dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke vor dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk

Haselnußhecke nach dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke nach dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk

Haselnußhecke vor dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke vor dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk

Haselnußhecke nach dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke nach dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk


Und ganz am Schluß, die Sonne stand schon sehr tief, wurden dann die Himbeeren noch gepflückt und die Äste zum restlichen Heckenschnitt geworfen. 800 g köstliche Waldhimbeeren sind das Ergebnis. Sie bereiten uns im Herbst oder Winter zusammen mit den Johannisbeeren schöne Sommererinnerungen in Form von Johannisbeer-Himbeermarmelade und im Rumtopf. 

Wildhimbeeren aus der Haselnußhecke  (c) by Joachim Wenk
Wildhimbeeren aus der Haselnußhecke  (c) by Joachim Wenk


Die Hecke zum Nachbarn hatten wir am Samstag begonnen zu schneiden. Dann regnete es aber immer wieder und wir gaben auf. Naja, Regen würde ich es eher nicht bezeichnen. Es kamen den Tag über knappe 5 l zusammen. Das ist für unsere Verhältnisse viel, aber mal wieder viel zu wenig, weil es vorher ja schon lange wieder nicht regnete. Jetzt komme ich wieder mit Gießen nicht nach. Eine Aster ist schon abgestorben. Andere zum Teil verdorrt und erholen sich nach dem Gießen nicht mehr. Die Ramblerrose im Walnußbaum bekommt überall gelbe  Blätter und macht schlapp. Die habe ich notdürftig gegossen. Und jetzt soll es wieder recht heiß werden am Wochenende. Jedes Jahr das Gleiche, ab Juli hoffnungslose Dürre, die viel kaputt macht. 

Jedenfalls ist jetzt die Hecke von etwa 20 m Länge geschnitten. Der  Nachbar muß dann noch von seiner Seite dran.  

geschnittene Hecke (c) by Joachim Wenk
geschnittene Hecke (c) by Joachim Wenk


Auf der anderen Seite des Grundstückes waren abermals 20 m Hecke zu schneiden. Sie ist etwa 2,30 m hoch und sicher 1,5 m dick. Da hat die Heckenschere schon was zu tun. Auch hier schneidet der Nachbar dann von seiner Seite her noch den Rest. 

geschnittene Hecke (c) by Joachim Wenk
geschnittene Hecke (c) by Joachim Wenk

geschnittene Hecke (c) by Joachim Wenk
geschnittene Hecke (c) by Joachim Wenk





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