Donnerstag, 16. Juni 2016

Wachstum im Garten - erfreuend, arbeitbereitend, wild oder überraschend. Von allem ist etwas dabei.

Weil man nicht so genau sagen konnte, wie lange es noch trocken bleibt, haben wir unsere Tätigkeiten diesmal  nicht, wie beabsichtigt, zu den Karpfenweihern verlegt, sondern sind im Garten geblieben. Hier beim Haus können wir arbeiten, bis der Regen dann wirklich zu stark wird. Dann ist man schnell ins Haus geschlüpft. 

Eine Ernte der besonderen Art konnte ich heute im Gemüsegarten machen. Hinten bei den Komposthaufen, vor dem Brennholz stand ein riesiger  Champignon. Und wenn ihr genau hinseht, könnt ihr die beiden weiteren, noch kleinen weißen Kugeln aus der Erde spitzen sehen. Das ist ja eine schöne Überraschung, haben wir also Champignons im Garten. 

Champignon aus dem Garten (c) by Joachim Wenk
Champignon aus dem Garten (c) by Joachim Wenk

Champignon aus dem Garten (c) by Joachim Wenk
hier wachsen die Champignons (c) by Joachim Wenk


Begonnen haben wir unsere Arbeiten diesmal mit dem Bau der Kompostsilos aus alten Paletten. Nach dem Umschichten der Komposthaufen vor ein paar Tagen, hatte ich keinerlei Kapazität mehr, neues Grüngut zu sammeln. Jetzt musste gehandelt werden.

Eine Palette fehlt uns noch, dann können wir den linken Kasten auch nach vorne schließen. Die vordere Palette ist nur hineingestellt und wir von zwei Brettern links und rechts am herauskippen gehindert. Hineinkippen kann sie ja nicht, weil dort das Grüngut oder der Kompost sie daran hindern. Zum Umschlichten oder Kompost entnehmen, kann die Palette einfach nach oben heraus gezogen werden.

Kompostsilos aus alten Paletten (c) by Joachim Wenk
Kompostsilos aus alten Paletten (c) by Joachim Wenk


Gerade jetzt, wo es ständig warm und feucht ist, braucht man ja Kompostplatz-Kapazität in großen Mengen. Nach dem Tag ist die erste Box schon wieder zu einem Drittel gefüllt. 

Bevor ich aber von den weiteren Gartenarbeiten berichte, zeige ich euch ein paar der nun erblühenden Rosen. 

Hier ist die erste Blüte am Rosenbogen (Clb. Mme Caroline Testout)

Clb. Mme Caroline Testout (c) by  Joachim Wenk
Clb. Mme Caroline Testout (c) by  Joachim Wenk


Clb. Mme Caroline Testout (c) by  Joachim Wenk
Clb. Mme Caroline Testout (c) by  Joachim Wenk



Der Mega-Rambler Paul's Himalayan Musk im Nußbaum hat die ersten Blütenzweige in voller Pracht. 

Ramblerrose Pauls Himalayan Musk (c) by  Joachim Wenk
Ramblerrose Pauls Himalayan Musk (c) by  Joachim Wenk




Die rosafarbene Jacques Cartier im Staudenbeet blüht, während ihre weiße Kollegin es noch nicht so eilig hat. 
rosa Jacques Cartier (c) by  Joachim Wenk
rosa Jacques Cartier (c) by  Joachim Wenk



Und wenn wir schon bei den Rosen sind. Auch die Seerose blüht mit fünf Blüten. Weitere sind am Auftauchen knapp unter der Wasseroberfläche. 

gelbe Seerose im Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk
gelbe Seerose im Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk


Zwar kein wildes Wuchern, aber starkes Wachstum, legt nun endlich der Neuseeländer Spinat an den Tag. Als ich ihn vor kurzem auspflanzte, war die ganze Pflanze bei weitem nicht so groß, wie jetzt eines der schönen dunkelgrünen Blätter. Obschon im März ausgesät, habe ich ihn beinahe zerstört, weil er im April in der Winterwoche im unbeheizten Gewächshaus ausharren musste. Ich habe nicht daran gedacht, daß er das sicher nicht mag. Jetzt ist er wieder im Leben angekommen und ich freue mich auf viel Zuwachs. 

Neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk
Neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk

Reichlich Zuwachs haben die Kartoffeln. Ich habe bereits wieder die Stützschnüre gezogen. Sonst hängen sie mir in ein paar Tagen über die Wege und ich kann nicht mehr laufen. 

Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
Stützschnur für die Kartoffeln (c) by Joachim Wenk



Vor genau acht Tagen, habe ich sie angehäufelt. Da sahen sie noch so aus...

Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln (c) by Joachim Wenk



Zu viel Wachstum legen  manche Säulenobstbäume an den Tag. Gerade der Zwetschgenbaum wächst unbändig. Da muß ich, wie damals auf dem Etikett erklärt, jetzt im Sommer zur Schere greifen. Das ist die ersten Jahre wohl notwendig, dann pendelt sich das Wachstum ein und man muß nicht mehr schneiden. Mein damaliger schon alter Säulen - Apfel war so, dass er wirklich keine Schnittmaßnahmen benötigte. Mal sehen, ob die hier auch noch so weit kommen.

Säulenobstbäume vor dem Sommerschnitt (c) by Joachim Wenk
Säulenobstbäume vor dem Sommerschnitt (c) by Joachim Wenk


Säulenobstbäume nach  dem Sommerschnitt (c) by Joachim Wenk
Säulenobstbäume nach  dem Sommerschnitt (c) by Joachim Wenk



Und so kommen wir schon zum Haupt-Tageswerk. Im Vorgarten der Rasen ist ein wenig aus der Form gekommen. Wir haben ihn noch  nicht gemäht in diesem Jahr, was wir jetzt aber endlich machen können. 

Tulpenwiese Mitte Juni (c) by Joachim Wenk
Tulpenwiese im Sommer (c) by Joachim Wenk



Das ist der Grund, für das so lange Hinauszögern von Mäharbeiten. Im Frühjahr blüht der Rasen gelb von  Narzissen und dann gefolgt wild-bunt von Tulpen und Löwenzahn. Damit das auch im nächsten Jahr wieder so ist, muß man die Blumenzwiebeln stehen lassen, bis sie ihr Laub einziehen. Dann haben sie ausreichen Kraft getankt, um im  kommenden Frühjahr wieder kraftvoll loslegen zu können. 

Tulpenwiese Anfang Mai (c) by Joachim Wenk
Tulpenwiese Anfang Mai (c) by Joachim Wenk


Einer mit der Motorsense, der andere mit dem Holzrechen ständig alles beiseite räumend und mit dem Hund als Kontrolleur und stiller Beobachter, verbrachten wir wirklich einige Zeit hier an Ort und Stelle, bis das wieder so aussah. 

Tulpenwiese Mitte Juni (c) by Joachim Wenk
Tulpenwiese Mitte Juni nach dem Mähen (c) by Joachim Wenk

Abschließend kam  noch der Aufsitzmäher zum Einsatz.  Das relativ hoch eingestellte Mähwerk sollte ein kleines Bisschen Ordnung und Aufgeräumtheit hier erzeugen. Aber bald schon wird man es dem Rasen nicht mehr ansehen und alles ist wieder kurz und grün. 

So ist es jedenfalls noch jedes Jahr gewesen. Aber hHalt, ich belüge euch. Im vergangen Jahr war es anders, da war er nach dem mähen gleich ockerfarben und dann rasch braun. Wir hatten zu der Zeit  ja schon die täglich weit über 30°C, keine Wolke und seit Wochen und für noch viele Monate keinen Tropfen Regen. Sogar im Frühjahr diesen Jahres war nicht alles Gras nachgewachsen und blanker Gartenboden war zu sehen. Aber jetzt im Moment ist es feucht und alles ganz anders, besser als 2015. 


Fünf oder sechs Schubkarren dick beschichtet mit Gras waren dann von  der Fläche zu entfernen. Die fuhr ich runter zu meinem Weihergarten und  legte es als Mulch zwischen die gerade aufgehende Saat von blauer Lupine als Gründünger und den Buschbohnen. 

Wenn der Aufsitzmäher schon draußen ist, wird gleich alles gemäht. 

der Rasen ist wieder gemäht (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist wieder gemäht (c) by Joachim Wenk





Und das feine Gras von hier kommt als Mulch in die hiesigen Gemüsebeete.

der Rasenschnitt ist als Mulch verteilt  (c) by Joachim Wen
der Rasenschnitt ist als Mulch verteilt  (c) by Joachim Wenk



Und da wächst es  prächtig. Die Stangenbohnen sind jetzt fleißig dabei, das neue Bohnenzelt zu beranken. Ich bin mal gespannt, wann sie oben in mehr als 3m Höhe angekommen sein werden.

Jedenfalls hatten wir wirklich gerade die Arbeiten vollendet, als es zu regnen begann. Nicht stark gottseidank, aber so, daß man nicht mehr hätte draußen weiter machen wollen. Erzwungener Feierabend also.

Stangenbohnen am Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Stangenbohnen am Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk








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