Dienstag, 10. Mai 2016

der Selbstversorger geht fremd - Spargel einkochen

In der Tat sehe ich es fast als Fremdgehen, wenn ich mir Gemüse kaufe. Aber mal ehrlich! Spargel. So lecker er ist, wer den anbauen möchte muss schon viel Platz haben und ich glaub auch, einiges an Arbeit investieren. Darum habe ich bei einem Bauern Spargel gekauft, um ihn für den Winter zu konservieren. 

Saisonal und regional ist mir, wenn ich etwas kaufe, sehr wichtig. Weil ich noch nie Spargel eingekocht habe, probierte ich es einfach einmal mit einer kleineren Menge. 

Ein genaues Rezept zum Einkochen von Spargel findet man im Weck-Einkochbuch. Mir geht es heute und hier einfach einmal darum,  zu erinnern, dass man den Spargel gut selbst konservieren kann. Jetzt hat er Saison, jetzt ist er regional (also frisch) und jetzt ist er am günstigsten. Vielleicht hat der Eine oder Andere von euch noch leere Gläser im Keller und einen Einkochtopf. Dann probiert es doch einfach auch mal aus. Eigene Konserven sind immer ein schöner Beitrag zum Selbstversorgertum. Man weiß genau, was drin ist und woher es ist. 

Schwer jedenfalls ist das Einkochen von Spargel überhaupt nicht. 

Man wäscht ihn. 


 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
Spargel waschen (c) by Joachim Wenk

Man schält ihn.

 Ach übrigens: die Reste hier und die Anschitte vom dicken Ende habe ich ausgekocht und mit der Flüssigkeit am nächsten Tag eine leckere Spargelcremesuppe gekocht. Mit frischem Schnittlauch und ein paar Backerbsen, war das ein leichtes Mittagessen am Kirchweihwochenende, an dem man ohnehin mehr als genug ißt.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 Spargel schälen (c) by Joachim Wenk


Der geschälte Spargel wird mit kochendem Wasser überbrüht und 10 Minuten darin liegen lassen.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 Spargel mit kochendem Wasser übergiessen (c) by Joachim Wenk
 
Ich habe noch Weck-Gläser im Keller gehabt. Das waren nicht die  hohen, in die der Spargel ganz hinein passt. Ich habe die Stangen einfach halbiert und sie dann so in die Gläser gestellt. So musste ich mir keine neuen Gläser kaufen, die ich in der Größe dann ohnehin nicht mehr anderweitig brauche.
 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
praktisch sind die passenden Gläser zum Einkochen
 (c) by Joachim Wenk


Zum Einkochen nehme ich so einen Einkochtopf. Im Winter machen wir darin gern Punsch und Glühwein heiß,  benutzen ihn zum Warmmachen der Weißwürste für größere Partys im Geschäft und in der restlichen Zeit dient er dem Einkochen meiner Konserven. Der Vorteil ist, daß man die Temperatur einstellen kann und der Topf hält die dann von allein immer aufrecht. Beim Spargel sind es 100°C für 120 Minuten.
 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 automatischer Kochtopf zum Einkochen (c) by Joachim Wenk

Der überbrühte und abgegossene Spargel wird senkrecht in die Gläser gefüllt und dann mit kochendem Wasser aufgegossen. Gummiring und Deckel werden aufgesetzt und mit Klammern fixiert.
 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
Gläser mit dem Spargel auffüllen mit kochendem Wasser (c) by Joachim Wenk

Hat man Einkochgut, das wie hier, schon fast kochend heiß ist, muss natürlich auch das Wasser im Topf fast auf Kochtemperatur gebracht werden.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 Wasser im Einkochtopf auf Temperatur bringen (c) by Joachim Wenk


Nach den zwei Stunden habe ich jetzt 6 Gläser eingekochten Spargel für die Vorratskammer. Roh waren das etwa 5 Pfund Spargel.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 fertig eingekochter Spargel (c) by Joachim Wenk


Den kann man dann als Beilage essen.  Warm gemacht in der Flüssigkeit aus dem Glas. Und aus der Flüssigkeit im Glas kann man auch wieder Spargel-Suppe oder Spargel-Sauce machen.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk

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