Dienstag, 26. April 2016

Draußen ist Winterwetter, im Haus und Gewächshaus wird derweil weiter gewachsen.

Also der April ist ja bekannt für sehr wechselhaftes Wetter. Im Moment ist es aber doch eher als konstant und beständig zu bezeichnen. Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt und Schneetreiben oder Graupeschauer lassen mich wünschen, der April wäre launisch und wechselhaft. Vier Tage Dauer-Winter  im April sind nun vorüber und eine Besserung soll erst zum Wochenende kommen.

Ich bin gespannt, wie meine Gemüsepflanzen im Freien das überstanden haben werden. Im Gewächshaus stehen die Jungpflanzen ganz ordentlich. Wenn gleich ich sagen muß, daß sie in den vergangen Jahren um diese Zeit schon weiter waren.

Hier seht ihr Blaukraut, Sommerastern und Winterheckenzwiebeln. Die Zwiebeln freuen mich besonders. Sind sie doch nichts anderes als Frühlingszwiebeln, die man aber wachsen lässt. Wenn ich das richtig recherchiert habe und die lateinischen Namen, so man an die überhaupt ran kommt, vergleiche.

Frühlingszwiebeln habe ich noch nie geschafft anzubauen, weil sie einfach nicht keimen wollen bei mir. Hier und da einmal  eine, die wächst dann  auch ordentlich und kann geerntet werden. Aber eine fortlaufende Ernte, gemäß unserem Bedarf war noch nie möglich. Das ist in meinem Fall besonders schade, weil ich auf  normale Gemüsezwiebeln eine Unverträglichkeit habe. Daher kann ich sie nicht im Essen verwenden. Weder roh oder gekocht noch getrocknet. Irgendwann habe ich festgestellt, daß mir dagegen Frühlingszwiebeln nichts ausmachen. Daher sind die, rund ums Jahr, so mit das  einzige zugekaufte Gemüse. Zu dumm, dass gerade die mir bisher nie gelungen sind.

Jedenfalls will ich es nun mit der Winterheckenzwiebel probieren. Ein Pflanze habe ich mir gekauft und ein Tütchen Samen zugelegt. Sowohl hier in der Topfplatte, als auch direkt im Gewächshausboden sind sie sehr zuverlässig gekeimt. Jetzt bin ich einmal gespannt, wie sie weiter wachsen und vor allem, wie ich sie vertrage.

Im Beet stehen, zum Schutz der mal wieder noch immer nicht gekeimten Möhren zwei Reihen Steckzwiebeln. Die nimmt mir dann in reifem Zustand meine Mutter ab. Ich kann sie ja leider nicht verwenden.


selbst gesäte Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
selbst gesäte Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk



Entgegen der früheren Jahre habe ich Kohl auch nicht in Topfplatten mit Aussaaterde gesät, sondern in einer Schale mit Gartenerde, gemischt mit Blumenerde. Bis jetzt stehen sie ganz ordentlich in ihrer Kinderstube.


junge Kohlpflanzen (c) by Joachim Wenk
junge Kohlpflanzen (c) by Joachim Wenk

In meiner Aufzuchtstation im Gewächshaus sind auch  Blutampfer, Natterkopf und Türkenmohn gekeimt. Die müssen jetzt unbedingt in größere Töpfchen gepflanzt werden. Den Natternkopf hatte ich vergangenes Jahr als Staude gekauft. Er blühte wirklich monatelang mit seinen hellblau-rosé-farbenen Blüten. Das war sehr  hübsch. Noch mehr begeisterte mich aber seine Wirkung auf Hummeln. Ein Magnet auf Metall könnte keine stärkere Wirkung zeigen. Das Brummen der kleinen felligen Flieger war schon fast Lärmbelästigung in der Menge in der sie über die Staude hergefallen sind. Dieses Jahr will ich ihnen wieder eine so beliebte Futterpflanze zur Verfügung stellen. Den Türkenmohn habe ich als Staude bereits mit dem Garten übernommen. Keiner weiß, wie alt die Staude ist. Jetzt habe ich mir Nachwuchs selbst heran gezogen. Die Blüten sind gigantisch und glühend hellrot. Nach der Blüte und der Samenbildung verschwindet die Staude mitten im Sommer und wartet auf das  nächste Frühjahr. Ein für mich damals unbekannter Rhythmus, der mich zur Annahme verleitete, daß die Staude kaputt gegangen ist. Mittlerweile, weiß ich um diese Eigenschaft und habe andere Stauden daneben gestellt, daß im Sommer nicht ein Loch im Bewuchs bleibt, wenn der Mohn eingezogen hat.


Den  Neusseländer Spinat, der dieses Jahr endlich einmal gekeimt ist, habe ich schon pikiert.

Der Sommerlauch ist bereits gepflanzt. Der Lauch für den Herbst ist sehr schön gekeimt und der Lauch zum Überwintern mag bislang noch nicht aus der Erde heraus schauen.

Jungpflanzen Anzuchtstation im Gewächhaus (c) by Joachim Wenk
Jungpflanzen Anzuchtstation im Gewächhaus (c) by Joachim Wenk


Direkt im Gewächshausboden  sind die Radieschen und Eiszapfen-Radieschen bald aufgegessen. Winterportulack und Rukola schicken sich an zu blühen. Die haben ein paar Mal den Salat ergänzt. Der Kopfsalat wurde direkt in den Boden gesät und hat sich zu sehr schönen Pflanzen entwickelt.

Frühjahrsgemüse im Gewächhaus (c) by Joachim Wenk
im Gewächshaus wächst es munter weiter (c) by Joachim Wenk


Das hier ist keine Mumie, sondern die überwinterte Andenbeere. Ich habe sie sicherheitshalber noch mit einer zusätzlichen Vlieshaube versehen.

Den Salat, den man hier sieht, habe ich übrigens im Januar in der Saatschale gesät. Dann irgendwann war er groß genug zum Auspflanzen. Man erkennt keinen nennenswerten Unterschied zum einige Wochen später, direkt in die Erde gesäten Salat im obigen Bild.

Andenbeere mit zusätzlich Vlies im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Andenbeere mit zusätzlich Vlies im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Damit der Frost nachts nicht so ins Haus kann, stehen zwei Brenner im Gwächshaus. Bisher funktioniert das ganz gut. Ich hoffe aber, daß ich sie bald wieder löschen kann.

Paraffin-Brenner im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Paraffin-Brenner im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Im Vorraum zum Wohnhaus stehen bei etwa 15-18 Grad die Tomaten. Die sollten langsam einmal mit Stützstäben versehen werden. Eine Aufgabe für den morgigen Wintertag. Die kleinen Pflänzchen vorne in der Schale, habe ich einige Wochen später gesät. Die anderen kamen alle am gleichen Tag in die Erde. Sie sind unterschiedlich  groß, daran erkennt man bereits jetzt die verschiedenen Sorten. Insgesamt werden meine Tomaten immer sehr hoch. Daher verwende ich dann im Beet mein eigenes Rankgestell, das ich vergangenes Jahr aufgestellt habe. Dort können sie die 2m erreichen. Dann kappe ich die Spitze. Alles was darüber hinaus noch wachsen würde, hätte ohnehin keine Chance mehr zu reifen. Unsere Vegetationsperiode für Tomaten ist einfach zu kurz.


Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk


Und im Heizungskeller bei 18-20 Grad Celsius wachsen meine Paprika, Wildchilli und drei Ananaskirschen zum Naschen.

Paprika-, Wildchilli und Ananaskirschenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Paprika-, Wildchilli und Ananaskirschenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk


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