Donnerstag, 28. April 2016

Minimal-Selbstversorger-Pflanzen: ewiger Kohl und Winterheckenzwiebel

Ich schreibe in meinem Blog viel von mir als Selbstversorger. Für mich bedeutet Selbstversorger-sein, dass man sich selbst mit Obst und Gemüse aus eigenem Anbau versorgt. Da ist nichts Dogmatisches und Ausschließliches dabei. Da gibt es kein "muß" oder "darf nicht". Es ist eine Lebenseinstellung mit viel Freude am Selbermachen und der produktiven Betätigung. Und es ist eine Haltung mit viel bewusst wahrgenommenem Leben und der eigenen Umwelt.

Nun schreibe ich auch ganz bewusst nicht, daß man das Gemüse im eigenen Garten anbaut. Den hat ja nicht jeder. Ich selbst bin mir meinem Luxus des großen eigenen Gartens immer dankend bewusst. Gleichwohl möchte ich den Spaß am Selbstversorgen einer möglichst großen Leserschaft vermitteln und Anleitung bieten. 

Ich habe mir, zwei Pflanzen auserkoren, die jeder anbauen kann. Egal ober eigener Garten, gepachtete Parzelle oder Blumentopf und Balkonkasten, die beiden sind robust, absolut winterhart und können rund ums Jahr beerntet werden. 

Die Rede ist vom ewigen Kohl und der Winterheckenzwiebel.
Diese beiden, dauernd wachsenden, Minimal-Selbstversorger-Pflanzen werden uns immer wieder hier in Berichten durch das Jahr begleiten.

ewiger Kohl (c) by Joachim Wenk
ewiger Kohl (c) by Joachim Wenk


Mein ewiger Kohl hier im Bild war letzten Sommer noch ein Ableger von meiner einige  Jahre alten Erst-Pflanze. Nach dem Winter und einem Rückschnitt treibt er schon längst wieder fleißig aus und kann beerntet werden. Neu dazu kam jetzt im Frühjahr eine weiß-grün-panaschierte Sorte, deren Blätter selbst einen Zierwert haben.

Jetzt im Frühjahr nutze ich die Blätter für meine grünen Smoothies oder, etwas klein geschnitten, in den Salat.

Für einen grünen Smoothie mit dem ewigen Kohl nehme ich Blätter von ihm, dazu noch Brennessel, Knoblauchsrauke, Gundermann oder Löwenzahn. Hat man das nicht im Garten, kann es auch draußen in der Natur gesammelt werden. Vom Park in der Stadt bis hin zur freien Landschaft wachsen diese überall. Sammelt man außerhalb des eigenen Gartens muß man die Sammelstellen aber gut auswählen. Pinkelnde Hunde, spuckende Jogger oder Gift spritzende Ackerbauern müssen zum Beispiel bedacht werden. Wer Lust hat, sich ein wenig mit wild geerntetem einheimischen super-food zu versorgen kann im Internet gute Anleitungen finden.

Zurück zu meinem Smoothie. Die gewaschenen grünen Blätter werden mit Banane und Apfel im Mixer mit etwas Wasser fein zermixt. Reines Grünzeugs ohne Obst bekommt man nicht herunter!

Die normalen Haushaltsmixer werden allerdings gerade mit den Wildpflanzen nicht zurecht kommen. Zu kräftig und voller Leben sind diese und widersetzen sich den wirbelnden Messern. Es entsteht kein feiner Pflanzenbrei. Wer sich  nicht gleich einen speziellen Smoothiemixer anschaffen möchte, kann als Notlösung, den wirklich möglichst klein gemixten Brei durch ein Sieb gießen und ausdrücken. Die Flüssigkeit wird getrunken. Zwar stecken in den Rückständen im Sieb auch noch Inhaltsstoffe und werden hierbei (über den Kompost oder die Wurmkiste entsorgt),  doch sind die faserigen Bestandteile weder für einen Smoothieeinsteiger noch für einen erfahrenen Smoothietrinker etwas Angenehmes im Mund. Und ich bin, wie so oft, der Meinung es ist noch immer gesünder, regelmäßig so einen gesiebten Smoothie zu trinken, als nie einen zu sich zu nehmen und den dazu fehlenden Mixer zu bejammern. Einige gesunde  Bestandteile haben sich schließlich in der Flüssigkeit gelöst und kommen der eigenen Gesundheit zu Gute.

Verwendet man den ewigen Kohl im Salat, kann man die Blätter, wie bei Endiviensalat, in Streifen schneiden.

Hat man bereits eine sehr große Kohlpflanze und kann mehr ernten, eignet sich die Ernte natürlich wie die Blätter seiner Verwandten, dem Weißkohl oder Spitzkohl, auch zum Kochen. Sie schmecken allerdings viel milder als Weißkrautblätter. 

Dienstag, 26. April 2016

Draußen ist Winterwetter, im Haus und Gewächshaus wird derweil weiter gewachsen.

Also der April ist ja bekannt für sehr wechselhaftes Wetter. Im Moment ist es aber doch eher als konstant und beständig zu bezeichnen. Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt und Schneetreiben oder Graupeschauer lassen mich wünschen, der April wäre launisch und wechselhaft. Vier Tage Dauer-Winter  im April sind nun vorüber und eine Besserung soll erst zum Wochenende kommen.

Ich bin gespannt, wie meine Gemüsepflanzen im Freien das überstanden haben werden. Im Gewächshaus stehen die Jungpflanzen ganz ordentlich. Wenn gleich ich sagen muß, daß sie in den vergangen Jahren um diese Zeit schon weiter waren.

Hier seht ihr Blaukraut, Sommerastern und Winterheckenzwiebeln. Die Zwiebeln freuen mich besonders. Sind sie doch nichts anderes als Frühlingszwiebeln, die man aber wachsen lässt. Wenn ich das richtig recherchiert habe und die lateinischen Namen, so man an die überhaupt ran kommt, vergleiche.

Frühlingszwiebeln habe ich noch nie geschafft anzubauen, weil sie einfach nicht keimen wollen bei mir. Hier und da einmal  eine, die wächst dann  auch ordentlich und kann geerntet werden. Aber eine fortlaufende Ernte, gemäß unserem Bedarf war noch nie möglich. Das ist in meinem Fall besonders schade, weil ich auf  normale Gemüsezwiebeln eine Unverträglichkeit habe. Daher kann ich sie nicht im Essen verwenden. Weder roh oder gekocht noch getrocknet. Irgendwann habe ich festgestellt, daß mir dagegen Frühlingszwiebeln nichts ausmachen. Daher sind die, rund ums Jahr, so mit das  einzige zugekaufte Gemüse. Zu dumm, dass gerade die mir bisher nie gelungen sind.

Jedenfalls will ich es nun mit der Winterheckenzwiebel probieren. Ein Pflanze habe ich mir gekauft und ein Tütchen Samen zugelegt. Sowohl hier in der Topfplatte, als auch direkt im Gewächshausboden sind sie sehr zuverlässig gekeimt. Jetzt bin ich einmal gespannt, wie sie weiter wachsen und vor allem, wie ich sie vertrage.

Im Beet stehen, zum Schutz der mal wieder noch immer nicht gekeimten Möhren zwei Reihen Steckzwiebeln. Die nimmt mir dann in reifem Zustand meine Mutter ab. Ich kann sie ja leider nicht verwenden.


selbst gesäte Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
selbst gesäte Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk



Entgegen der früheren Jahre habe ich Kohl auch nicht in Topfplatten mit Aussaaterde gesät, sondern in einer Schale mit Gartenerde, gemischt mit Blumenerde. Bis jetzt stehen sie ganz ordentlich in ihrer Kinderstube.


junge Kohlpflanzen (c) by Joachim Wenk
junge Kohlpflanzen (c) by Joachim Wenk

In meiner Aufzuchtstation im Gewächshaus sind auch  Blutampfer, Natterkopf und Türkenmohn gekeimt. Die müssen jetzt unbedingt in größere Töpfchen gepflanzt werden. Den Natternkopf hatte ich vergangenes Jahr als Staude gekauft. Er blühte wirklich monatelang mit seinen hellblau-rosé-farbenen Blüten. Das war sehr  hübsch. Noch mehr begeisterte mich aber seine Wirkung auf Hummeln. Ein Magnet auf Metall könnte keine stärkere Wirkung zeigen. Das Brummen der kleinen felligen Flieger war schon fast Lärmbelästigung in der Menge in der sie über die Staude hergefallen sind. Dieses Jahr will ich ihnen wieder eine so beliebte Futterpflanze zur Verfügung stellen. Den Türkenmohn habe ich als Staude bereits mit dem Garten übernommen. Keiner weiß, wie alt die Staude ist. Jetzt habe ich mir Nachwuchs selbst heran gezogen. Die Blüten sind gigantisch und glühend hellrot. Nach der Blüte und der Samenbildung verschwindet die Staude mitten im Sommer und wartet auf das  nächste Frühjahr. Ein für mich damals unbekannter Rhythmus, der mich zur Annahme verleitete, daß die Staude kaputt gegangen ist. Mittlerweile, weiß ich um diese Eigenschaft und habe andere Stauden daneben gestellt, daß im Sommer nicht ein Loch im Bewuchs bleibt, wenn der Mohn eingezogen hat.


Den  Neusseländer Spinat, der dieses Jahr endlich einmal gekeimt ist, habe ich schon pikiert.

Der Sommerlauch ist bereits gepflanzt. Der Lauch für den Herbst ist sehr schön gekeimt und der Lauch zum Überwintern mag bislang noch nicht aus der Erde heraus schauen.

Jungpflanzen Anzuchtstation im Gewächhaus (c) by Joachim Wenk
Jungpflanzen Anzuchtstation im Gewächhaus (c) by Joachim Wenk


Direkt im Gewächshausboden  sind die Radieschen und Eiszapfen-Radieschen bald aufgegessen. Winterportulack und Rukola schicken sich an zu blühen. Die haben ein paar Mal den Salat ergänzt. Der Kopfsalat wurde direkt in den Boden gesät und hat sich zu sehr schönen Pflanzen entwickelt.

Frühjahrsgemüse im Gewächhaus (c) by Joachim Wenk
im Gewächshaus wächst es munter weiter (c) by Joachim Wenk


Das hier ist keine Mumie, sondern die überwinterte Andenbeere. Ich habe sie sicherheitshalber noch mit einer zusätzlichen Vlieshaube versehen.

Den Salat, den man hier sieht, habe ich übrigens im Januar in der Saatschale gesät. Dann irgendwann war er groß genug zum Auspflanzen. Man erkennt keinen nennenswerten Unterschied zum einige Wochen später, direkt in die Erde gesäten Salat im obigen Bild.

Andenbeere mit zusätzlich Vlies im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Andenbeere mit zusätzlich Vlies im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Damit der Frost nachts nicht so ins Haus kann, stehen zwei Brenner im Gwächshaus. Bisher funktioniert das ganz gut. Ich hoffe aber, daß ich sie bald wieder löschen kann.

Paraffin-Brenner im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Paraffin-Brenner im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Im Vorraum zum Wohnhaus stehen bei etwa 15-18 Grad die Tomaten. Die sollten langsam einmal mit Stützstäben versehen werden. Eine Aufgabe für den morgigen Wintertag. Die kleinen Pflänzchen vorne in der Schale, habe ich einige Wochen später gesät. Die anderen kamen alle am gleichen Tag in die Erde. Sie sind unterschiedlich  groß, daran erkennt man bereits jetzt die verschiedenen Sorten. Insgesamt werden meine Tomaten immer sehr hoch. Daher verwende ich dann im Beet mein eigenes Rankgestell, das ich vergangenes Jahr aufgestellt habe. Dort können sie die 2m erreichen. Dann kappe ich die Spitze. Alles was darüber hinaus noch wachsen würde, hätte ohnehin keine Chance mehr zu reifen. Unsere Vegetationsperiode für Tomaten ist einfach zu kurz.


Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk


Und im Heizungskeller bei 18-20 Grad Celsius wachsen meine Paprika, Wildchilli und drei Ananaskirschen zum Naschen.

Paprika-, Wildchilli und Ananaskirschenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Paprika-, Wildchilli und Ananaskirschenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk


Montag, 25. April 2016

Alle paar Jahre muß es sein: die Hanfpalme braucht einen neuen Kübel

Hatte ich es nicht gewusst?  Gut, dass ich die herrlichen  Frühlingsbilder vor kurzem veröffentlicht hatte. Am Wochenende war es ganz fürchterlich kalt und windig und scheußlich. Beinahe im Viertelstundentakt wechselte das Wetter von blauem Himmel mit Sonnenschein zu schwarzen Wolken mit Graupel- und Schneestürmen. 

Immer aber blieb das Thermometer unter der 5°C-Marke hängen.  Nachts war richtig Frost mit gefrorenem Boden am  Morgen. 

 Aus meinen Schilderungen wird wohl deutlich, daß an Gartenarbeit nicht zu denken war. 

Einzig die Palme haben wir endlich umgetopft. Blumen-Umtopfen ist ja nun auch nicht so der große Akt. Hat man aber eine große Hanfpalme vor sich, braucht es schon zwei Personen (und einen Hund), um das Werk vollenden zu können. 

Jedenfalls muss sie erst einmal raus aus ihrem alten Topf, in dem sie schätzungsweise acht Jahre verbracht hat.
Hanfpalme umtopfen (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme umtopfen (c) by Joachim Wenk

 Dann schneide ich, wie bei jedem Palmen-Umtopfen, unten vom Wurzelballen mit der Säge eine dickere Scheibe ab. Palmen drücken sich mit ihren starken Wurzeln immer nach oben aus den Töpfen heraus. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, vor dem Eintopfen den Wurzelballen so erst etwas zu verkleinern.
Hanfpalme umtopfen (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme umtopfen (c) by Joachim Wenk

Irgendwie gelang es uns dann auch, sie senkrecht hoch zu heben und in den neuen Topf zu setzen. Zwei Säcke Kübelpflanzenerde haben noch  in den neuen Kübel zur Palme gepasst. Jetzt kann sie wieder ein paar Jahre darin stehen.
Hanfpalme im neuen Kübel aus Stahl (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme im neuen Kübel aus Stahl (c) by Joachim Wenk
Eine kleine Sorge habe ich noch. Die Halterung mit der wir sie an der Wand vom Palmenhaus, fixieren wollen ist noch nicht fertig. Wenn jetzt ein starker Wind kummt, kippt er sie in ihrem neuen Topf um. Dann dürfen wir wieder von Vorne anfangen, die Palme mit Erde ausleeren und neu einsetzen. Hoffentlich kommt erst mal kein Sturm!

Hanfpalme im neuen Kübel aus Stahl (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme im neuen Kübel aus Stahl (c) by Joachim Wenk


Zur Erinnerung noch einmal diese Fotos. Man sieht, der Neue ist schon etwas größer als der Alte.

der alte und der neue Palmenkübel (c) by Joachim Wenk
der alte und der neue Palmenkübel (c) by Joachim Wenk


Der Neue besteht aus 1,5mm dickem Stahlblech. Wir haben ihn innen mit Isolierplatten verkleidet. Darauf ist für den Winter die Wurzelheizung angebracht. Dann kam noch Teichfolie in den Topf und schließlich die Palme. Gegen den sich bei Regen lösenden Rost, der dann auf den neuen Pflastersteinen unentfernbar herumläuft, haben wir den Kübel innen und aussen nach Gebrauchsanleitung mit Owatrol-Öl gestrichen. Nachdem es getrocknet war, stand der Kübel wieder draußen im Regen und hat keine Rost mehr verloren. Die rostige, rauhe Oberfläche ist mit dem Öl (anders als bei Verwendung von Klarlack) schön erhalten geblieben.
Palmenkübel aus Stahlplatten mit Innen-Isolierung und Wurzelheißzung (c) by Joachim Wenk
Palmenkübel aus Stahlplatten mit Innen-Isolierung und Wurzelheißzung (c) by Joachim Wenk

Nicht gelogen, kaum stand sie kam wieder ein grauslige Schauer Eis vom Himmel. Also nix wie rein in die gute Stube und die Fotos mit Sonne und Frühling von  vor zwei (!) Tagen anschauen. 

Aprilwetter (c) by Joachim Wenk
Aprilwetter (c) by Joachim Wenk 

Donnerstag, 21. April 2016

Traumhafte Frühlingsbilder vor dem Wetterumschwung am Wochenende

Bevor nun am Wochenende der April ein Machtwort spricht und seinem Namen wettermäßig alle Ehre macht, schwelge ich heute erst einmal noch in den herrlichen Erinnerungen der vergangene Tage. Ab Samstag werde ich die Bilder dann brauchen, um mir bei eisigem Wind und wenigen Graden über Null, schöne Gedanken zu machen. 

So jedenfalls sieht der Garten bei 28°C in der Sonne und 18°C im Schatten aus. Über die Menge düsterer Wolken am Himmel macht ihr euch am besten selbst, beim Betrachten der Fotos, ein Bild. 

Es ist wieder an der Zeit den Rasen zu mähen. Zuvor schnell noch ein paar Frühlingsblumenfotos machen und dann auf den Mäher. Weit kommen wir nicht, dann ist er kaputt. Im hohen Gras war das Gummispielzeug vom  Hund leider nicht zu sehen. Das Mähwerk vom Aufsitzmäher allerdings hat es gefunden. Nun ist der Mäher in der Werkstatt und wir durften alles mit dem normalen Rasenmäher bewältigen. Da weiß man erst wieder, was man am Aufsitzmäher mit dem großen Auffangbehälter hinten daran hat. Unzählige Male mußte das kleine Körbchen des anderen Rasenmähers geleert werden. Das verdoppelt dann fast die zurück gelegte Strecke. 
Löwenzahn und Gänseblümchen im Rasen (c) by Joachim Wenk
Löwenzahn und Gänseblümchen im Rasen (c) by Joachim Wenk



Schließlich ist es geschafft. Übrigens, keine Angst, die Gänseblümchen und Löwenzähne sind in wenigen Tagen wieder am Blühen.

 (c) by Joachim Wenk
Die Blüten kommen bald wieder, ab und an muß man eben den Rasen mähen (c) by Joachim Wenk


Hier vor dem Haus wird noch lange nicht gemäht. Auf der rechten Seite blühen bereits die weißen Narzissen.

weiße Narzissen im Rasen (c) by Joachim Wenk
weiße Narzissen im Rasen (c) by Joachim Wenk


Zur Linken, die gelben Narzissen sind mittlerweile verblüht. Das fällt im ersten Moment gar nicht auf, weil ja nun wieder alles Gelb ist. Der Löwenzahn ersetzt die Zwiebelblumen.

Die Tulpen stehen schon bereit und öffnen auch bald ihre Knospen. Dann herrscht nicht mehr Gelb vor, sondern Rot und Fliederfarben.

Blumenwiese und Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk
Blumenwiese und Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk


Die ersten Tulpen im Staudenbeet glühen bereist feuerrot in der Sonne.

rote Tulpen vor gelbem Löwenzahn (c) by Joachim Wenk
rote Tulpen vor gelbem Löwenzahn (c) by Joachim Wenk


Es ist nicht lange her, daß hier das Futterhäuschen für die Vögel darauf stand.  Jetzt, bei der Wärme, wird fleißig getrunken und nicht mehr gegessen.

Vogeltränke in der Blumenwiese (c) by Joachim Wenk
Vogeltränke in der Blumenwiese (c) by Joachim Wenk


Schön, wie so nach und nach die einen Darsteller sich nach ihrem  Auftritt zurück ziehen und die anderen die Bühne betreten. Und wo  überall geblüht wird. Es sind immer wieder geliebte kleine Überraschungen, die ich sehr genieße.

Oh, hier habe ich Traubenhyazinten gesteckt? Ach ja, da habe ich doch mal die verblühte Schachbrettblume eingegraben. Hier? Ne, niemals habe Ich hier etwas reingepflanzt, wie kommt denn das da hin? So oder so ähnlich spreche ich gerade wieder des öfteren mit mir, beim Rundgang durch meinen Garten.

Traubenhyazinthen (c) by Joachim Wenk
Traubenhyazinthen (c) by Joachim Wenk


Manches habe ich aber wirklich gepflanzt und erinnere mich sogar daran. Über die Vergissmeinnicht freute ich mich ja bereits in einem meiner letzten Beiträge.

Vergissmeinnicht (c) by Joachim Wenk
Vergissmeinnicht (c) by Joachim Wenk


Ebenso über die Frühjahrsbepflanzung an der Haustüre. Die gelben Ranunkeln knallen so richtig rein, findet ihr nicht?
Frühlingsblüher im Kübel vor der Haustür (c) by Joachim Wenk
Frühlingsblüher im Kübel vor der Haustür (c) by Joachim Wenk


Die Stauden im Beet vor dem Haus wachsen wirklich traumhaft. Und überall Ableger und Sämlinge. Das freut den Geizhals in mir. Naja zumindest den Sparsamen, der bewusst mit seinen finanziellen Ressourcen umgeht. Ein Staude gekauft und im nächsten Jahr schon etliche davon überall verteilt. Das System gefällt mir!

Ach ja, wer findet die Bananenstaude im Foto? Sie beginnt auch wieder zu treiben. Das vergeht ihr wohl leider in der kommenden Woche mit Nachtfrost. Aufhalten wird es sie jedoch nicht.

Blick ins Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk
Blick ins Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk


Heute scheint die Sonne richtig abartig vom Himmel. Die gelben Tulpen sind kaum zu erkennen. Dennoch zeige ich das Foto hier, weil es so schön voller Leben und Wachstum ist. Hier haben sich die Färberkamillen (eine gekauft und jetzt ganz viele im Beet!) zu einem waren Teppich ausgesät.

Blick ins Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk
Blick ins Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk


Im Gemüsegarten hätte ich die Kartoffeln stecken können. Es kommt Bodenfrost und tagsüber erreichen die Temperaturen wohl keine zweistelligen Werte mehr. Warum soll ich dann die Knollen erschrecken  und  in den - dann recht kalten und nassen - Boden legen. Bei der Kälte wachsen sie nicht. Die sollen lieber noch etwas weiter vortreiben und kommen nach der Kaltwetterperiode in den Boden. Der sollte ohnehin mindestens 6°C haben, glaube ich mich zu erinnern.

Leider keimen meine Saaten im Beet einmal wieder, warum auch immer, sehr schlecht. Möhren sind keine zu erkennen, die Ackerbohnen kommen vereinzelt und selbst der Mangold zeigt sich nicht. Es ist sicher einfach viel zu trocken schon wieder.

Die Gemüsevorzucht im Gewächshaus läuft. So kann ich heute die Sellerie pikieren. Man hätte sie etwas früher sähen können.  Aber jetzt ist sie auch schon schön. Vergangenes Jahr, sah es zu der Zeit ähnlich aus und im Herbst erntete ich wundervolle Knollen. Allerdings werde ich die pikierten Pflänzchen nicht mehr ins Gewächshaus stellen, wenn am Wochenende der Nachtfrost kommt. Im Gartenbuch steht, daß sie jetzt locker sogar schon draußen stehen könnten. Zu beachten ist aber, dass sie schlecht oder gar keine Knollen bilden, wenn sie jetzt Frost bekommen. Dann schießen sie ins Kraut. Das will ich vermeiden. Das Gewächshaus ist aber nicht garantiert frostsicher. Sie stehen jetzt im unbeheizten Partyraum an der Terrassentür. Dort kommt jetzt kein Frost mehr hin.

Also setze ich mich ein wenig in die Sonne und kümmere  mich um die kleinen Pflänzchen.  Danach ist noch die Königskerze dran. Samen vom vergangen  Sommer kamen im Februar, glaube ich, in die Saatschale und jetzt wird pikiert. Im sonnigen Staudenbeet vor dem Haus sollen ein oder zwei Pflanzen stehen. Ab da werde ich mich wohl nicht mehr darum kümmern müssen, sie zu sähen und zu pikieren. Das übernehmen sie dann selbst.

Sellerie pikieren (c) by Joachim Wenk
Sellerie pikieren (c) by Joachim Wenk


Meine Hanfpalme hat den Winter im Freien überlebt. Das bedeutete, ich muß einen neuen Topf besorgen. Der Alte ist längst überfällig.

Gefallen hat mir der quadratische hier aus verrostetem Blech. Der sollte eine Weile halten. Und die Farbe passt sehr gut zur Umgebung. Nach einer Nacht im Regen allerdings waren die neuen Pflastersteine voller Rost. Und der geht nicht mehr ab. Wie sieht das dann nach einem Jahr aus?

So kann es nicht sein! Aber der Kübel ist doch gekauft und bezahlt.  Auf  Nachfrage beim Lieferanten erfuhr ich, daß Gartenbaubetriebe  diese Dinge mit Owatrol-Öl behandeln.  Das ist nun geschehen. Das Öl lässt sich leicht streichen,  fixiert den Rost, verhindert in großen Teilen weiteres rosten und lässt dem Kübel die rustikale Oberfläche. Klarlack, auch eine Alternative, hätte die Oberfläche und damit das gesamte Erscheinen, sehr zum Nachteil verändert.

In den Kübel kam eine Isolierung. Darauf dann das Heizkabel für den Winter. Noch nicht zu sehen ist die Teichfolie, die nun noch das Innere auskleidet, um das Heizkabel vor den organischen  Säuren und Wurzeln zu schützen. Am Samstag wird Erde besorgt und die Palme umgetopft.

Stahlkübel für die Palme (c) by Joachim Wenk
der neue Kübel für die Palme (c) by Joachim Wenk

Stahlkübel für die Palme (c) by Joachim Wenk
Zu guter Letzt noch der Ausblick von unserem Schlafzimmer auf die Blumenwiese im Vorgarten, den Dorfweiher und noch etwas anderes. Da seit mal gespannt. Ich werde demnächst darüber berichten....

Blick vom Haus in den Vorgarten (c) by Joachim Wenk
Blick vom Haus in den Vorgarten (c) by Joachim Wenk

Samstag, 16. April 2016

Spalierobst und Obstwiese mit Apfelbäumen

Und wieder sind zwei Angelegenheiten auf den Weg gebracht. Sie sind seit ein paar Monaten mal mehr und mal weniger in Vorbereitung und dümpeln gar seit Jahren im Hinterkopf herum.

Zwei Apfelbäume sind gepflanzt, die an einem Spalier erzogen werden sollen und zwei weitere Apfelbäume hab ich draußen bei den Weihern gepflanzt. Sie werden zu Halbstämmen erzogen, weil dort der nötige Platz dazu ist. Zwar wäre auch Platz für Hochstämme, die dann aber bei der Ernte recht umständlich sind.

Die jungen Bäume habe ich ganz zeitig im Jahr bereits von einem Bekannten erhalten. Es handelt sich um widerstandsfähige, gesunde alte Sorten.

In vielen Mailkontakten habe wir lange überlegt, welche Bäume für mich in Frage kämen. Wichtig war mir, daß sie sich auch gegenseitig beim Bestäuben helfen, da in der näheren Umgebung keine anderen Apfelbäume stehen. Lagerfähig sollten die Früchte sein, natürlich von alten und bewährten Sorten. Wenn sie dann noch robust und wenig krankheitsanfällig sind, wäre es mir durchaus recht.

Tatsächlich konnten wir uns auf zwei Bäume einigen, als es dann aber, wie so oft im Leben, anders kam. als gedacht.

Genau darin lag das Problem. Ich habe etwas anderes gedacht, als der Apfelprofi.

Ich hatte Halbstämme im Sinn. Draußen bei den Weihern sollten sie stehen, wo sie sich entfalten können. Im Frühjahr sah ich sie in der Wiese zusammen mit Löwenzahn und Schlüsselblumen traumhafte Frühlingsbilder erzeugen.

Christian, so heißt der andere Beteiligte, ging aber von schwachwachsenden Apfelbäumen, veredelt auf Unterlage M9 aus. Die eignen sich für kleine Spindelbäume oder Spaliere und auf keinen Fall für freistehende Obstbäume.

Gut, daß wir diesen Punkt noch rechtzeitig klären konnten. Das Ergebnis macht mich sehr glücklich.

Jetzt habe ich zwei schwachwachsende Bäumchen im Garten und zwei starkwüchsige draußen in der Landschaft.

Ein Apfelspalier gefällt mir seit unserem Besuch der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd. Das dortige, als Zaun im Gemüsegarten, hat mich begeistert. Im kleineren Rahmen versuche ich das nun bei mir im Garten.

Hoffentlich gelingt es mir ,die Bäume so ordentlich und pflanzlich richtig zu erziehen, daß ein schönes Gesamtbild entsteht.

Die Voraussetzungen sind jedenfalls jetzt geschaffen. Das Gerüst steht und die Bäume sind gepflanzt.

Wie baut man nun so ein Gerüst? Lange haben wir überlegt, in den Baumärkten nach Materialien und Inspiration gesucht. Pfosten an den Seiten und Drähte für die Äste gespannt. Das ist klar. Aber wie stabilisiert man die Pfosten, daß die Drähte ordentlich gespannt werden können? Mit Erdankern, wie im Weinberg geschehen? Das wäre möglich. Dann haben wir aber die Abspanndrähte und die Anker im Boden. Beides ist hinderlich beim Mähen des Rasens und sieht an dieser Stelle nicht so aus, wie ich es gern hätte. Dann kommt noch die Frage nach den Pfosten. Einfach in den Boden gerammt, verwittern sie und müssen erneuert werden. Beton im Boden und sie mit Eisen oben drauf befestigt ist ein großer Aufwand und optisch ebenfalls eher suboptimal.

Wir entschieden uns für Einschlaghülsen. Die ließen sich leicht in den Boden einschlagen. Der Dorn ist so lang, daß sie wirklich stabil stehen. Da sie verzinkt sind, sollten sie auch eine Weile halten.





Fundament für das Apfelspalier: Einschlaghülsen (c) by Joachim Wenk
Fundament für das Apfelspalier: Einschlaghülsen (c) by Joachim Wenk


In die Hülsen kommen zugeschnittene, imprägnierte Rundhölzer. Damit aber jetzt die ganzen Drähte für die Apfeläste gut gespannt werden können, langen die Bodenhülsen nicht aus. Wir würden die Pfosten schräg nach oben zusammenziehen beim Spannen. Daher kommen oben auf, fest verschraubt dünnere Rundhölzer. Die Verhindern jetzt beim Spannen der vier Querdrähte, daß die senkrechten Pfosten zusammengezogen werden. Auch optisch finde ich das ein gute Lösung. Finanziell halten sich die Kosten mit dieser Konstruktion auch in Grenzen.
Spanner halten die Spalierdrähte gespannt (c) by Joachim Wenk
Spanner halten die Spalierdrähte gespannt (c) by Joachim Wenk
Damit wir die Drähte um die Außenpfosten plump herum wickeln müssen, um sie zu befestigen, haben wir einfach zwei Löcher übereinander gebohrt. Durch ein Loch geht der Draht nach draußen und durch das andere wieder nach innen, wo er zur Befestigung um den Draht gewickelt wurde.

Befestigung der Spalierdrähte am Außenpfosten (c) by Joachim Wenk
Befestigung der Spalierdrähte am Außenpfosten (c) by Joachim Wenk

Ausmessen für das Apfelspaliergerüst (c) by Joachim Wenk
Ausmessen für das Apfelspaliergerüst (c) by Joachim Wenk


Diese kleinen Spanner halten die Drähte schön gespannt. Sie Querdrähte sind jeweils von links nach rechts durch den mittleren Pfosten durchgezogen. An den Außenpfosten sind sie fest gemacht. Hier am Mittelpfosten sind die Spanner eingebaut.


Das Apfelspaliergerüst mit den beiden Apfeläumen (c) by Joachim Wenk
Das Apfelspaliergerüst mit den beiden Apfeläumen (c) by Joachim Wenk

Nun sind die Bäume gepflanzt. Jetzt heißt es erst einmal warten. 

Viel ist allerdings von den Bäumen noch nicht zu sehen. 

Wenn man also vor dem Spaliergerüst steht, so befindet sich rechts der Mecklenburger Königsapfel und links daneben kann sich der Hendunger Schneeapfel von seiner besten Seite zeigen. 

Das Apfelspaliergerüst mit den beiden Apfeläumen (c) by Joachim Wenk
Das Apfelspaliergerüst mit den beiden Apfeläumen (c) by Joachim Wenk


Am nächsten Tag ging es dann noch raus zu den Weihern. Schließlich ist es höchste Zeit, die Bäumchen zu pflanzen.

Dort draußen steht ja seit dem späten Herbst bereits der Zwetschgenbaum.  Den habe ich als fertigen Halbstamm gekauft. Von ihm ist also schon mehr zu sehen. Da mein Obstbaumlieferant für diese Aktion ein privater Sammler  und Erhalter alter und seltener Sorten ist, standen ihm natürlich nur die im vergangene Jahr veredelten kleinen Pflänzchen zur Verfügung. Das heißt, ich kann meine Apfelbäume von ganz klein auf begleiten und pflegen. Irgendwann werden es dann große Bäume sein und ich schaue diese Fotos mit den dünnen Ästchen an, die wir hier in den Boden gepflanzt hatten.

Wegen der Rehe und dem Biber mußten wir sie wirklich gründlich in Maschendraht einpacken.


Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk
Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk


Der vorderste in der Baumreihe ist also der Zwetschgenbaum. Ihm folgend, als Mitte der Reihe steht ebenfalls ein Hendunger Schneeapfel. Christian beschreibt ihn wie folgt. "Die Sorte ist ein echter Unterfranke, weil nur da bekannt. Maximal mittelgroße, weiß leuchtende Äpfel. Der Baum kennt eigentlich keine Krankheiten (weder Schorf  / Monila / Krebs etc. ) Die Äpfel lassen sich  mindestens bis Februar Lagern (Ernte: Oktober) und schmecken spätestens ab Weihnachten äußerst aromatisch, sind aber auch zuvor bereits sehr schmackhaft." 

Abgeschlossen wird die Dreierkette der Obstwiese vom "Albert". Diesen Namen wird man wohl in der Literatur nirgends finden. "Es handelt sich um eine Lokalsorte von der ich (Anmerkung von Achim: ich = Christian) drei Bäume in der Umgebung kenne, deren Name aber nicht bestimmt werden kann, deswegen habe ich sie nach dem Besitzer einer der Altbäume benannt  => Albert. Die Sorte reift Mitte September, schmeckt, zunächst herb, wird aber bis Dezember / Januar immer angenehmer zum Essen, ist ein hervorragender Verwertungsapfel (Backen, Apfelbrei..). Darüber hinaus gibt er hervorragenden Saft.... Er zeigt bei uns keinerlei Krankheiten und ist ziemlich zuverlässig im Ertrag." So die Aussagen von Christian. 

Dann lassen wir uns also einmal überraschen, wie die Äpfel wachsen und vor allem, wie sie später einmal schmecken, sich lagern lassen oder verarbeitet werden können. Jedenfalls ist das genau, das, auf was ich gewartet habe. Ich wollte keine "normalen" Apfelsorten. Ich brauche keinen Maximalertrag, sondern das Besondere. Mit den vier Bäumen und meinem Säulenapfelbaum zusammen mit dem noch lebenden alten Apfelbaum im Gemüsegarten wird die Ernte auf alle Fälle für uns ausreichen. Da bin ich mir ganz sicher. Und bis die dann los geht,  so habe ich erst wieder scherzend bemerkt, habe ich vielleicht ja auch meinen Erdkeller, um sie zu lagern. 

Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk
Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk

Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk
rechts die Zwetschge, in der Mitte Hendunger Schneeapfel und links "Albert" (c) by Joachim Wenk


fränkische Hauszwetschge (c) by Joachim Wenk
fränkische Hauszwetschge (c) by Joachim Wenk

fränkische Hauszwetschge (c) by Joachim Wenk
Hendunger Schneeapfel (c) by Joachim Wenk







Apfelbaum Albert (c) by Joachim Wenk
Apfelbaum Albert (c) by Joachim Wenk 

Mittwoch, 13. April 2016

über was schreibe ich heute? Vielleicht über den Garten-Werkzeugkoffer oder über Blumen...

Jetzt hätte ich heute so Lust gehabt, etwas hier zu schreiben und zu berichten. Voller Tatendrang ging der Tag auch los. Ein weiteres Projekt, über das ich die nächsten Tage berichten werde, ist nun auch am Laufen. Dann aber kam Nieselregen und es kühlte ab. Für mich das Zeichen, lieber doch drinnen weiter zu machen. Dort liegt schließlich noch genügend andere Arbeit. Da ist ganz schön was liegen geblieben. Aber darüber schreibe ich ja hier nun wirklich nicht.

Daher heute, damit ich doch etwas veröffentliche, einfach  nur ein paar Fotos vom aktuellen Stand im Garten. Extra in einer Niesel-Pause noch geschossen.

Beet mit Granitstelen (c) by Joachim Wenk
das neue Beet beim Haus ist gut eingewachsen (c) by Joachim Wenk

Die Granitstelen als Böschungsabstüzung  gefallen mir immer mehr. Jetzt wird es spannend. Wie wird sich die neue Bepflanzung entwickeln? Bis jetzt ist alles bestens. Hier blühen meine Vergissmeinnicht aus dem letzten Post. Einige Iris von der Anna aus Österreich wachsen schon schön. In dem ganzen Gewusel an Wurzeln in ihrem Paket war auch eine Pfingstrosenwurzel. Bis ich zum Pflanzen  kam, war es nur noch etwas Vertrocknetes. Trotzdem setzte ich sie in die Erde und jetzt wächst sie! Wie sie wohl blüht?

Meine Baumpaeonie vom letzten Jahr hat eine Knospe! Irgendwann im Frühjahr gekauft, weil zufällig in einem Dekoladen entdeckt. Ich wollte schon immer eine solche. Alo nahm ich die Chance war, sie gleich mit zu nehmen. Dann war aber das Beet wegen der Terrassenarbeiten erst im Hochsommer bepflanzbar. Erinnert ihr euch? Täglich 36°C und nie Regen. Aber irgendwann mußte ich sie doch setzen. Pflanzen sind wohl doch oft zäher, als wir uns das vorstellen. Auch sie ist angegangen, treibt jetzt und hat wirklich schon eine Blütenknospe. Was für eine Freude.

Ansonsten stehen in dem Beet auch viele Sämlinge meiner anderen Stauden. Das sind zum Beispiel gelbe Schafgarbe, Färberkamille und Flockenblume. Ein paar hier her versetzte Pflanzen wie Staudenclematis,  selbst gezogene Buchsbäume und einige gekaufte Stauden. Zu den letzteren zählen Storchschnäbel und eine winterharte Agabanthus. Ob sie wirklich winterhart ist, wird sich noch zeigen. Noch sieht man nichts Grünes oberhalb der Erde.

Fünf Tulpen sind auch gekommen. Deren Blüten erwarte ich wirklich mit Hochspannung. Insulinde heißt sie, die müssen wirklich atemberaubend sein.


Beet mit Brunnen (c) by Joachim Wenk
von dieser Bank aus ist das obige Bild mit den Stelen gemacht (c) by Joachim Wenk

Frühjahrsblüher vor der Haustür (c) by Joachim Wenk
am buntesten ist es direkt vor der Haustür (c) by Joachim Wenk

Im Staudenbeet hinten im Garten sprießt es allüberall. Eine Katzenminze habe ich gepflanzt und jetzt habe ich schon ganz viele davon dort stehen. Stauden sind teuer, wenn man viele davon braucht. Ich kaufe immer nur ein oder zwei Exemplare davon und warte, bis sie sich selbst vermehren. Das geht nicht bei allen, aber ich merke, daß es bei sehr vielen meiner Stauden super klappt. Entweder sie sähen sich selbst aus oder ich sammle die Samen und vermehre sie selbst.

Eines ist dabei aber schon wichtig. Man darf natürlich nicht sofort jede verblühte Blühte abschneiden. Wie sollen sich sonst Samen bilden. Und man darf nicht all zu pingelig sein und jedes Pflänzchen "Unkraut" sofort zu entfernen oder ständig im Boden herum hacken. Dann können die Sämlinge leicht groß werden.
Katzenminze im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Katzenminze im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk


Und weil es mich so erfreut, hier noch  ein paar Bilder von meinem neuen "Spielzeug". Keine Ahnung, wie es heißt. Ich nenne ihn einfach immer meinen Werkzeugkoffer für Gärtner. Vielleicht sind Gärtner früher mal mit so was in den großen Parks in England losgezogen zu Beginn ihres harten Arbeitstages. Das jedenfalls stelle ich mir immer vor, wenn ich damit raus gehe in meinen eigenen Park.

Das Köfferchen ist komplett aus Metall. Im unteren Teil habe ich  das,  was ich eben immer und überall im Garten benötige: Handschuhe, Draht und Klippse um Triebe fest zu binden, Zollstock, Pflanzschnur und derart Kleinkram.  Oben im Deckel kann man seine Brotzeit unterbringen. Sie bleibt sauber, durch die beiden Schiebetüren geschützt. Bei mir ist da nur etwas zu Trinken drin, zum Essen kann ich immerhin doch noch schnell ins Haus gehen.

Das ist jedenfalls fürs Erste mein Begleiter für die langen Gartentage.



Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk
Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk

Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk

Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk

Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk
Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk