Dienstag, 1. März 2016

Wurmhumus im Erdbeerfass und ein neues Regal fürs Gewächshaus

Für Gartenarbeit war das Wetter am Wochenende nicht unbedingt geschaffen.  Kalt war es und windig mit viel Regen dazwischen. Also haben wir uns aufs  Basteln für den Garten beschränkt.

Mein Fass ist nun auch so weit vorbereitet. Alle 20 Pflanzlöcher sind eingeschnitten und mittels Heißluft und Sektflasche in Form gebracht.

Pflanzfass für Erdbeeren und Wurmhumus (c) by Joachim Wenk
Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion

In den Boden kamen noch große Löcher, damit überflüssiges Wasser abfließen kann. 
Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion (c) by Joachim Wenk
Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion


Und innen liegt über den Bodenlöchern das Gitter, das im leeren Fass mit drinnen war. Das hindert die Erde daran, die Löcher gleich zu verstopfen. Das Fass war ursprünglich die Verpackung für Back-Oliven, also Lebensmittel. Somit erübrigt sich  die Frage, ob etwa Schadstoffe zurück bleiben, die den Pflanzen und Regenwürmern Schaden zufügen könnten. 

Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion (c) by Joachim Wenk
Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion

Das Fass wird jetzt mit Erde gefüllt. Zuvor muß aber noch ein Kunststoffrohr, wie es für Abflüsse verwendet wird, mit großen Löchern versehen werden. Das steht dann mittig und senkrecht im Fass. In die Pflanzlöcher kommen Erdbeerbpflanzen. Die stehen schon bereit. Eine ganz frühe Sorte, eine mittelfrühe Sorte, eine späte Sorte und ein paar Pflanzen, die den ganzen Sommer über tragen.

Die Idee dahinter ist die, daß in dem anfangs leeren  Rohr Küchenabfälle und Gartenabfälle, kleingeschnitten gesammelt werden. Ein paar Würmer aus meiner Wurmfarm kommen dazu. Sie werden die Abfälle, wie in meiner Farm in wertvollen Wurmhumus umwandeln und sich vermehren. Die austretende Flüssigkeit, die in der Farm unten als düngender Wurmtee aufgefangen wird, sickert hier gleich ins umliegende Erdreich im Fass. Die Pflanzen können mit ihren Wurzeln auch in die Röhre hineinwachsen und sich direkt mit den Nährstoffen versorgen. Wurmhumusproduktion an Ort und Stelle.

Das gleiche System wird übrigens auch für Hochbeete empfohlen. Ein Gitterkorb in der Mitte des Beetes ebenerdig eingegraben dient dann, wie hier das Rohr, als Sammelstelle für organische Abfälle, die an Ort und Stelle von den Würmern in  wertvollen Wurmhumus umgewandelt werden.

Wurmhumus hat übrigens den Vorteil, daß er nicht, wie richtiger Gartenkompost, lange reifen und sich umwandeln muß, bevor er für die Pflanzen nicht mehr zu aggressiv oder gar schädlich ist.

Im Gegenteil, bei meiner Wurmfarm muß ich immer darauf achten, daß keine Samen (Tomaten, Paprika etc.) hinein kommen oder Kartoffelreste mit noch aktiven Augen. Das Zeugs treibt sofort,  noch in der Farm, aus und beginnt mit dem  Wachsen. Ein hier aber unerwünschter Effekt.

So ein Fass habe ich im  Internet einmal gesehen. Weil ich seit über einem Jahr sehr gute Erfahrungen mit meinen Würmern gesammelt habe, erschien mir die Idee als reizvoll. Einen Versuch ist es Wert.

Im Gewächshaus ist es momentan noch frostig, wenn auch weniger frostig als im Freien. Daher keimen und  wachsen die Saaten in der Erde bereits erfreulich gut. Während oft draußen die Erde gerade am Morgen oberflächlich gefroren ist, bleibt sie im Haus, gerade unterm Vlies frostfrei. Die erhöht stehenden Saatschalen auf dem Pflanztisch allerdings sind dann immer ebenfalls gefroren. Ich habe etliche von den Tischen, die mir im Frühjahr dann gute Dienste leisten. Meine Gemüsesaaten haben schön darauf Platz und stehen geschützt im Gewächshaus. Dort entwickeln sie sich deutlich besser und kräftiger, als auf einer Fensterbank in der Wohnung. Allerdings kommt immer die Zeit, da ich die Paprika und Tomaten auspflanzen muß. Dann habe ich keine Stellfläche mehr im Gewächshaus. Gleichwohl geht aber das Anziehen von diversen Kohlpflanzen oder Salaten immer weiter.

Ein Wandregal musste her. Leider bietet die Firma meines Gewächshauses nur die Tische an und nichts für die Wände. Die Kunststoffprofile, die zwar bisher alle kräftigen und sehr kräftigen Stürme und Böhen anstandslose aushielten, sind wohl  nicht kräftig genug für ein Wandregal.

Daher habe ich einfach eines, das mir gefiel bestellt und wir haben an die Profile Latten geschraubt. Jetzt hängt das Regal an den Latten und nicht direkt an den Profilen. Somit können endlich auch im Sommer die Saatschalen im Gewächshaus stehen und müssen nicht im Halbschatten vom Carport ihren Platz haben. Direkt im Freien will ich sie auch nicht stehen haben, da Platzregen und Vögel den zarten Pflanzen durchaus schaden können.

Wandregal im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Wandregal im Gewächshaus

Wandregal im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Wandregal im Gewächshaus 



Ich freue mich schon, wenn es hier wieder los geht. Mittlerweile weiß ich auch, was ich wohin pflanzen und sähen werde. Es muß nur wärmer werden, dann kann ich den Boden bearbeiten und vorbereiten. Der Gründünger muß untergearbeitet und das übrige Laub entfernt werden. Der Boden selbst ist herrlich locker überall. Das war am Anfang nicht der Fall. Erste Fortschritte der Bodenpflege sind also erkennbar. 

Gemüsegarten im Februar (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten Ende Februar

Das große Staudenbeet sieht noch recht leer aus. Betrachtet man es aber aus der Nähe, so sieht man überall die Zwiebelblumen kommen. Erste Krokusse blühen bereits und einige Stauden haben mit dem Wachstum begonnen.

Staudenbeet  im Februar (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet  im Februar 


Hoch erfreut und überrascht, war ich über die beiden hier. Sämlinge vom benachbarten Fingerhut. Ich mag diese Stauden sehr und weiß, daß sie sich auch fleißig selbst aussähen. Gerade das liebe ich dann so, wenn sie überall erscheinen. An Stellen, wo man sie nie hinpflanzen würde, die aber doch gerade den romantischen Charme eines Gartens ausmachen. Jetzt, zum ersten Mal entdeckte ich also zwei ganz wunderbar kräftige Jungpflanzen.

Sämlinge vom Fingerhut (c) by Joachim Wenk
Sämlinge vom Fingerhut





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