Montag, 21. März 2016

Ödes Wetter, aber die Arbeiten im Garten gehen voran

Dienstag Neuschnee, geschlossene Schneedecke, Mittwoch bitterkalt und eisiger Wind, Donnerstag und Freitag 14 °C, blauer Himmel und Sonne pur. Samstag und Sonntag wieder kein einziger Sonnenstrahl bei etwa 5°C. Ein Wetter wie im April. Wir haben aber erst März und bis auf die Eis- und Schneetage konnte ich doch die vergangen  Tage gut im Garten nutzen. 

Vor Ostern musste noch das Heckengestrüpp bei der Straße entfernt werden. Wegen der steilen Hanglage war es mir nicht mehr möglich, das Gestrüpp, das einmal eine Hecke war, zu schneiden. Von Unten war es zu hoch, um oben hin zu kommen. Von Oben vom Hang her,  war die Oberkante der Hecke  zu weit entfernt von meinem Standpunkt. Ein Schneiden, ohne fast bis vollkommen in die Hecke zu stürzen, ging nicht mehr. Daher haben wir sie jetzt bodeneben  abgeschnitten. Jetzt kann alles wieder frisch von unten austreiben und für etliche Jahre in Form gehalten werden. Bis irgendwann wieder so eine Aktion nötig ist. 



Ein wenig nackig sieht es jetzt schon aus, vor unserer Einfahrt. Darum steht genau an dieser Stelle auch das Stückchen verwilderte Hecke. Sicher ist sie bald wieder nach gewachsen.




Am selben Hang steht ein sehr ausladender Rosenstrauch. Er blüht dunkelrosa bis Pink und hat Hagebutten. Es ist keine selbst ausgesäte Wildrose, sondern wurde vom Haus-Vorbesitzer gepflanzt. Welche Sorte es ist, weiß man nicht mehr. Allerdings war auch hier ein radikaler Schnitt nötig. Letzten Sommer gab es keine Blüte mehr, auch fast keine Blätter. Jetzt beim Abschneiden hat sich auch gezeigt, daß er fast nur noch aus totem Holz bestand. Also entweder er treibt jetzt wieder verjüngt und erfrischt von unten heraus aus oder er war tatsächlich kaputt gegangen. Das lag dann sicher an der abnormen Hitze und Trockenheit im vergangenen Jahr.


Jetzt ist er weg der Rosenstrauch. Nun wird alles aufgeladen und zum Osterfeuerplatz gefahren. Gut, daß es Freunde gibt, die einen Schlepper mit Hänger haben. Im VW-Bus mit Anhänger wären wir da viele  Male hin und her gefahren. Musste doch schon der Schlepper zweimal pendeln.


Jetzt stehen sie recht allein da meine beiden Quittenbäume an dem Hang. Wenn man bedenkt, dass sie aus nichts anderem bestanden als aus einem einzigen dünnen Ästchen, so dick und groß, wie jetzt eines ihrer Seitentriebe, dann freue ich mich doch sehr, wie schön sie sich entwickelt haben.

Und schmunzelnd  muß ich immer wieder an den Spruch des Nachbarn damals denken : "Da hast aber ein recht dünnes Stäbchen als Stütze für deine Bäume verwendet".

Was daran witzig ist? Das dünne Stäbchen, was er als Stütze ansah, das war das Bäumchen! Und der dickere Stiel daneben war die Stütze.  Sie hatte in etwa die Stärke eines ansonsten frisch gepflanzten Bäumchens. Mittlerweile ist klar, was Baum und was Stütze ist.








 Ein paar Tage zuvor haben wir an den Weihern zwar keine Hecken aber dafür komplette Bäume gefällt. Drei Erlen liegen nun als künftiger Garant warmer Winterabende hinter der Scheune und sollen trocknen. Einer der Bäume war schon tot und herunterfallende Äste beschädigten bereits eine Brücke über den Bach. Zwei weitere Erlen standen ohnehin viel zu eng beisammen und zu dicht bei der zu erneuernden Brücke.





Im Gemüsegarten jucken jetzt schon langsam die Finger, endlich loslegen zu können. Aussaaten im Haus und im Gewächshaus keimen bereits fleißig. Nur im Freien war bisher noch nicht das Wetter und die Bodenbeschaffenheit, um anfangen zu können. 

Im Schneckenzaunbeet ist jetzt alles vorbereitet, um mit der Motorhacke darüber zu gehen. Das restliche Laub ist weg gerecht. Sonst habe ich das gerne liegen lassen, damit es vor Ort vollkommen verrottet und den Boden mulcht. Jetzt habe ich aber schon ein paar Mal gelesen, daß man es wegrechen sollte, damit der Boden sich schneller erwärmen kann. Das leuchtet mir ein. Jetzt kann es eben auf dem Kompost fertig verrotten. 

Die Erdbeeren auch aus dem Beet sind ebenfalls verpflanzt, wild aufgegangene Akeleien, die ja irgendwie überall sind, habe ich verpflanzt. Der Rosenkohl, oder was übrig war davon, ist entfernt. Der Boden ist schön locker und gut abgetrocknet. Jetzt wäre es ideal, ihn zu bearbeiten. Mal sehen, ob am Mittwoch, wenn ich Zeit dazu habe, das immer noch der Fall ist. 




Wegen des doch wieder recht frischen Wetters ist weiter noch nichts Blühendes im Garten gewachsen. Die kleinen Narzissen sind immer die ersten nach den Schneeglöckchen und Krokussen. 




Wenigstens meine bunten Eier bringen etwas Farbe in den Frühlingsgarten.



Am Fensterbrett im Zimmer sind nun auch die Samen aufgegangen. Die Tomaten keimten sehr schön, bis auf die Sorte in der rechten Topfreihe.

Hat sich das Problem, ob ich diese komischen angeblich samenlosen Heinz-Ketchup-Tomaten nun wirklich einmal anbauen und testen soll oder nicht,  von allein geklärt. Da sie nicht keimen, brauche ich mir keine weiteren Gedanken mehr zu machen. Scheinbar haben sie meine Zweifel der Sorte gegenüber gemerkt.


Dafür habe ich die Biotomaten aus der grünen Box von Stadt-land-blüht.de gesät. Die bekommt die Mutter, die sie in Töpfen anbauen wird und ich behalte mir zum Sortentesten auch eine Pflanze, wenn sie denn aufgehen. Da bin ich aber zuversichtlich. Sind doch all meine Bio-Gemüsesamen ebenfalls vom Bingenheimer Saatgut, wie es auch in der grünen Box der Fall ist. Mit denen habe ich stets beste Erfahrungen gemacht.

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