Donnerstag, 25. Februar 2016

Ich glaube, es wird ein schönes Frühjahr!

Nachdem ich euch nun die letzte Zeit recht viel mit meiner Champignonzucht beschäftigt habe, kommen heute wieder einmal aktuelle Bilder aus dem Garten. Nur eines noch zu den Champignons: aus den 400g frischen Champignons waren nach 12 Stunden 24 g getrocknete Champignons geworden. Die nehmen nicht viel Platz in der Speisekammer weg... 

Was tut sich nun im Garten? Eines jedenfalls ist sicher, der Frühling wird nicht zu trocken. Mittlerweile steht wieder das Wasser in den Wiesen und macht mich richtig zufrieden. Letztes Jahr war es ja bereits zu dieser Zeit viel zu trocken. Das Wetter an sich ist an manchen Tagen sehr ungemütlich. Dabei kann ich mich allerdings nicht über zu niedrige Temperaturen im Februar beklagen. 

Eine Beobachtung muß ich noch erwähnen. Im wirklich wettermäßig schwierigen Jahr 2015 hatte ich bis sehr weit ins Jahr hinein immer ein Frösteln auf der Haut, wenn ich das Haus verließ. Auch wenn die Sonne schien, war es gefühlt sehr kalt. Das ging bis in den April und noch weiter glaube ich. Die Luft, oder war es einfach die Atmosphäre oder was sonst mir diese Empfindungen aufzwang, hatte eine sehr unangenehme Kälte gespeichert und gab sie ab. Lange wuchs auch nichts im Garten, weil wohl die Pflanzen auch diese Unfreundlichkeit empfanden. 

Dieses Jahr ist es fast immer anders. Gut wir hatten jetzt ein Wochenende, an dem war es extrem anders, was aber den allgemeinen Eindruck nicht mindert. Es ist dieses Jahr irgendwoher eine andere Temperatur zu spüren. Oft haben wir dieser  Tage nur etwa 5°C am Tag und dennoch habe ich nicht den Eindruck, als wäre es so kalt. 

Ich glaube das Jahr wird schöner als das Vergangene. Das Frühjahr wird angenehmer und der Sommer hoffentlich auch. Da war ja nur Dürre und Hitze 2015. Plötzlich schien  die gesamte Wärmemenge, die ich Anfang des Jahres so vermisste, doppelt und dreifach auf uns einzuwirken. 

Momentan sind tagsüber leichte Plusgrade und nachts leichte Minusgrade. Es schneit auch immer wieder und dann ist alles überpudert. Und wieder, selbst wenn hier und da Schnee liegt, so fühlt es sich nicht kalt an. 

Die Natur bereitet sich jedenfalls schon erkennbar aufs Frühjahr vor.  Die Knospen der Schlehen schwellen schon an, im Garten wachsen die Zwiebelpflanzen und manche Stauden sprießen bereits aus dem Boden. 

Die Haselnußblüte ist hoffentlich bald beendet (Allergie!) und die Schneeglöckchen stehen in voller Blüte. Wer die hübschen Glöckchen in Aktion sehen möchte, der kann dies HIER tun. 


Schneeglöckchen im Februar (c) by Joachim Wenk
Schneeglöckchenblüte im Februar

Am meisten tut sich in der Blumenwiese vor dem Haus. Erst kamen die kleinen Narzissen. Die hat man ja im Frühjahr immer gern im Haus, frisch aus dem Blumenladen oder Baumarkt. Später habe ich sie einfach in die Wiese gepflanzt. Das klappte sehr gut, so dass ich auch noch große Narzissen im Herbst steckte. Schließlich fehlten mir noch Tulpen, die nun auch schön verteilt unterm Rasen stecken. Krokusse und Schneeglöckchen werden auch so langsam mehr. Sie kamen von allein und sollen sich gerne weiter vermehren. 

Krokus und Schneeglöckchen in der Blumenwiese (c) by Joachim Wenk
erste Blüten in der Blumenwiese

Zwergnarzissen in der Blumenwiese (c) by Joachim Wenk
die Mini-Narzissen aus dem Blumentopf waren die ersten Zwiebeln in der Blumenwiese

 Blumenwiese im Februar (c) by Joachim Wenk
überall drängen sie ans Licht die Frühlingsblüher in der Blumenwiese


Das erste Gelb im gelben  Beet. 

Ich habe gerade in den Bildern vom letzten Jahr geblättert. Da war zu dieser Zeit nur mal ein wenig Krokuslaub zu sehen. Auch andere Fotos zeigen mir, daß wir dieses  Jahr schon wesentlich weiter sind, als vergangenes Jahr. Es wird ein schönes Frühjahr. Ich bleibe bei meiner Überzeugung. 

gelbe Krokus (c) by Joachim Wenk

lila Krokus (c) by Joachim Wenk
lila Krokus

Kaiserkrone (c) by Joachim Wenk
die Kaiserkrone kommt auch wieder!

 (c) by Joachim Wenk
einige  Stauden treiben ebenfalls schon aus
Im Gemüsegarten ist noch Ruhe. Ich ernte die letzten Blätter vom Rosenkohl und Wirsing für Smoothies. Kompost ist ja schon im Herbst ausgebracht. Jetzt warte ich, daß der Boden abtrocknet. Das wird so gegen Mitte März sein. Dann kann ich mit der Motorhacke oder Grabegabel alles bearbeiten. Gründünger unterarbeiten. Erdbeeren an neue Stelle verpflanzen, weil ich wieder etwas im Anbauplan ändere. 

Wenn der Boden bearbeitet ist, wird endlich gepflanzt und gesät.  Darauf freue ich mich schon. Allerdings ist da noch ein kleiner Wermutstropfen. Die Zeit reicht mal wieder nicht. 

Fürs Bodenbearbeiten und Pflanzen langt sie. Aber wir wollen die Wegplatten im Gemüsegarten austauschen. Es werden die alten Platten von der Terrasse verlegt. Sie kommen quer und nicht der Länge nach, wie die jetzigen, auf die Wege. Dann habe ich überall die gleichen Platten und mehr  Wegbreite. Damit nicht dauernd die Erde auf den Platten ist, kommen längs der Wege noch Rabatten in den Boden. Das wird sehr schön und vor allem sehr praktisch. Die letzten Jahre zeigten mir, daß solche  Rabatten wirklich einen Hilfe wären und dass die Wege auch ruhig etwas breiter sein könnten. Allerdings kann ich in den Beetdreiecken nichts anbauen, so lange die Rabatte nicht gesetzt sind. Und diese Arbeit wiederum geht nicht mal schnell an einem Nachmittag und allein schaffe ich es auch nicht. Wir müssen also beide zur gleichen Zeit Zeit haben. 

So werde ich eben im Schneckenzaunbeet anfangen. Dort ändert sich nichts, bis auf die Tatsache, dass die Erdbeeren raus müssen. Es wird ein reines Gemüsebeet hauptsächlich für Kulturen die nicht die ganze Saison im Beet stehen. 

Gemüsegarten im Februar
Im Heizungskeller bei konstant 25°C, geregelt über die Heizmatte, keimten einige der Paprikas. Die Wildchili eher nicht und die Ananaskirschen garnicht. Paprika und Chili habe ich nochmals nachgesät. Ich finde das Jahr für  Jahr schwierig mit den Paprika und dem Keimen. Dieses Jahr dachte ich, wird es besser mit der Heizmatte. 

Im gleichen Gewächshäuschen habe ich auch den Neuseeländerspinat gesät. Er braucht ja viele Wochen zum keimen. Den habe ich vergangenes Jahr schon entsorgt, bevor er keimen konnte. Mir war nicht klar dass 4 oder 5 Wochen normal sind. Dieses Jahr möchte ich wirklich  einige Pflanzen groß bekommen und unter die Tomaten setzten. Eine einzige hatte ich letztes Jahr, die dann überlebt hatte. Gut, dass er bei Sabine wild aufgeht und sie mir ein Pflänzchen schenkte. So habe ich ihn kennen gelernt und festgestellt, daß ich ihn wieder haben möchte und zwar in erntefähigen Mengen. 

Paprikapflänzchen (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimte Paprika

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