Donnerstag, 18. Februar 2016

Es wächst noch immer, schon wieder, erstmals und Blüten findet man ebenfalls

Und weiter geht es in die nächste Runde. Puh, das wird doch noch was mit weiteren Pilzernten.

Auf einmal, quasi über Nacht, sind wieder ganz viele kleine Steinchampignons im Karton. In ein paar Tagen wird es also wieder Pilze zum Mittag geben. Und wenn da gerade keine Zeit dafür ist, dann werde ich sie trocknen. Das habe ich bereits mehrere Male gemacht, auch mit Gekauften. Über Nacht sind sie im Dörraparat getrocknet. Luftdicht gelagert halten sie Monate. Die letzten hatte ich über ein Jahr. Sie schmecken köstlich in Saucen oder im Pilzrisotto.

Steinchampginons (c) by Joachim Wenk
neue Steinchampignons sind  über Nacht erschienen

Mein an Weihnachten gestarteter Küchen-Garten ist noch immer im Rennen. Das Grün vom Knoblauch habe ich mehrmals abgeschnitten. Dann kam keines mehr nach und die Zehen sind auch verschwunden. Gleiches gilt für die Frühlingszwiebeln. Jetzt ist dafür die ausgetriebene Wurzelpetersilie an der Reihe, mir meinen Frühlingsquark aufzupeppen.


frisches Petersiliengrün aus eingepflanzten Resten von Petersilienwurzeln (c) by Joachim Wenk
frisches Petersiliengrün aus eingepflanzten Resten von Petersilienwurzeln


Das Petersiliengrün aus dem Küchen-Garten schmeckt auch wirklich nach Petersilie. Ungefähr so, wie das bei den gekauften Töpfchen im Discounter. Die Petersilie, die noch im Garten steht und von der ich auch immer frische Blätter ernte, schmeckt natürlich wesentlich intensiver. 

Und noch viel, viel intensiver schmeckt dieser grüne Geselle hier. 

Asiasalat "Green in Snow" (c) by Joachim Wenk
Asiasalat "Green in Snow"

Es ist ein Asiasalat. "Green in Snow" heißt er.  Gesät im Herbst, ernte ich schon den ganzen Winter und er wächst auch immer weiter. Auch den ganzen Winter. Die Blätter kommen in meine grünen Smoothies. Sie schmecken sehr scharf, ähnlich Rettich oder Meerrettich. Sie haben derart viele und kraftvolle Inhaltsstoffe sowie Geschmacksstoffe, daß man nur 2 oder 3 Blätter maximal davon im Smoothie verträgt, wegen der Schärfe. Der gefällt mir und ich werde ihn im Herbst wieder anbauen.

Für die Grünen Smoothies hatte ich bis jetzt auch kleine Würfel gefrorenen Baumspinates (im Eiswürfler im Sommer eingefroren), dazu kam frisches Weizengras, Asiasalat und andere frische Zutaten aus dem Garten.

Im Herbst habe ich die letzten Kohlrabi, abgeernteten Brokkoli oder den Winterwirsing, der nichts wurde im Beet, stehen lassen. Teilweise bildeten sich noch etliche neue Blätter.

Auch der Rosenkohl ist vor den knackigen Minusgraden im Januar geerntet worden. Die Pflanzen stehen jedoch noch im Beet. Oben sind an den Spitzen noch kleine Röschen und die knackigen und herrlich grünen, zarten Blätter von der eigentlichen Pflanze. Diese Kohl-Blätter kamen auch immer mit in den Smoothie. Die TK-Würfel sind aufgebraucht,  jetzt ernte ich die Blätter vom Wirsing.  Er hatte nicht geköpft, ist auch kaum gewachsen. Die Blätter aber, die da sind, schmecken gut, sind nicht etwa derb oder ledrig. Perfekt für den Smothie, bevor die Brennesseln und andere Wildkräuter genug wachsen, um geerntet zu werden.

Am weitesten bei mir im Garten ist die omnipräsente Knoblauchsrauke. Noch ist sie zu klein zum Ernten, aber lange dauert das nicht mehr.


Knoblauchsraucke (c) by Joachim Wenk
Knoblauchsrauke



Mein im Januar gesäter Salat "Briweri" wächst auch kontinuierlich, aber langsam. Er steht bei etwa 10 °C. Am Wochenende werde ich ihn pikieren und düngen. Im Gewächshaus selbst habe ich vor kurzem den gleichen Salat ins Beet gesät und der keimt auch bereits.


Salat der Sorte "Briweri" (c) by Joachim Wenk
Salat der Sorte "Briweri" für den kalten Anbau im Gewächshaus ab  Januar


Sehr produktiv den Winter über, waren auch meine Würmer in der Wurmfarm. Zweimal konnte ich jetzt ernten und sammle den fertigen Wurmhumus in einem ehemaligen Bokashi-Eimer. Da kann unten Sickerwasser ablaufen und ich lasse den Deckel offen, daß er etwas abtrocknet und Sauerstoff bekommt. 

Im Frühjahr kommt der Kompost dünn auf die Beete. Die darin enthaltenen Nährstoffe sind bester Bio-Dünger. Selbstgemacht natürlich. Noch wichtiger sind mir aber die ebenfalls darin enthaltenen Mikroorganismen, mit denen ich seit letztem Jahr versuche, meinen Boden zu verbessern. 

Für den ganzen Garten langt die Ernte der kleinen Farm natürlich nicht. Aber ich habe ja noch den Kompost aus dem Garten mit den gleichen Mikroorganismen. Dort sind sie allerdings nicht so konzentriert, wie im Wurmhumus. 

Um die Mikroorganismen noch einmal zu vermehren, werde ich dieses Jahr wieder Wurmtee machen und verdünnt gießen und auch einmal auf die Pflanzen spritzen. 

Dafür wird der Kompost mit Wasser vermischt. Ein Sprudler bringt den nötigen Sauerstoff in das Gemisch. Am nächsten Tag haben sich die Organismen vermehrt und befinden sich "gelöst" im Wasser. "Tee" ansetzen und ausbringen geht aber nur bei deutlich höheren Temperaturen, als sie jetzt gerade herrschen. 

Bringt man das auf Beete und Pflanzen, so ist es wie beim Backen. Ein bisschen Hefe in den Teig einbringen. Die Hefe vermehrt sich dann dort und man hat den ganzen Teig mit Hefepilzen durchsetzt. So geht das auch mit dem Wurmtee, den man auf die Beete ausbringt. Dort vermehren sich die Mikroorganismen dann von allein. Vorausgesetzt man füttert sie mit organischem Material wie Mulch, Kompost, Gründünger oder organischem Biodünger. 

Und diese Mikroorganismen sind das Gold des Gartens. Ein Wunderwerk der Natur, ohne die es nicht geht. Pflanzenwachstum und Gesundheit hängen von ihnen maßgebend ab. 

eigener Wurmhumus (c) by Joachim Wenk
die Wurmhumusernte der letzten Monate


Weil allüberall im Netz wieder die herrlichen Lenzrosenblüten zu bewundern sind, möchte ich  natürlich auch meine Blüten zeigen. Mein ganzer Stolz. Klar ist es nur ein Blüte an einer winzigen Pflanze. Es ist aber die erste Blüte an der Pflanze. Ich habe erst im Herbst mir drei Lenzrosen zugelegt. Das sind meine allerersten. Sie haben mir immer schon gefallen. Die sollten auch bei mir blühen. Von den drei Pflanzen hat diese eine hier als einzige eine winzige Blüte, die mich aber umso mehr erfreut. 

Lenzrose (c) by Joachim Wenk
erste Lenzrosenblüte in meinem Garten




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen