Sonntag, 14. Februar 2016

Die Champignons sind reif, wir sind im Vorfrühling! Naja zumindest sind beide Ereignisse heute mein Thema.

Es ist Sonntag Abend und ich habe Zeit, vor dem PC zu sitzen und ein diese Zeilen zu schreiben. Naja, oft brauche ich das wirklich nicht zu haben....

Wenigstens finde ich ein paar Fotos in meinem Handy. So kann ich über meine gerade sehr geringen Garten-Aktivitäten berichten. 

Von Einigen weiß ich, daß sie meine Stein-Champignonzucht interessiert verfolgen. Jetzt habe ich zum ersten Mal geerntet. Die winzigen Pilzchen, über die ich in meinem letzten Beitrag schon berichtet hatte, sind prächtig gewachsen. 

Weil damals schon die Reaktion kam, was ich für schöne Pilze habe, lege ich zur Größenorientierung diesmal ein  1€ Stück darauf. Beim letzten mal waren sie gerade stecknadelkopfgroß, was man aber natürlich am Foto nicht erkennen konnte. 



selbst angebaute Stein-Champignons (c) by Joachim Wenk
selbst angebaute Stein-Champignons

Vor der Ernte musste ich noch einmal die Anleitung für die Pilzzucht herauskramen. Schneide ich sie nun ab oder drehe ich sie heraus? Herausdrehen, steht in dem Text. Also mache ich mich ans Werk. 

Ich kann euch sagen, überrascht ist noch untertrieben, wenn ich mein Empfinden schildern wollte. Als ich den ersten Pilz in der Hand hatte, beeindruckte mich wirklich das Gewicht. Bin ich doch bisher nur die gekauften Champignons gewohnt. Der Unterschied an Masse ist so groß, daß er sofort auffällt. 

Jedenfalls habe ich die vier Pilze, auf denen das 1€-Stück lag, geerntet. Sie brachten über 240 g auf die Waage. Sind nicht in einer Schale gekaufter Champignons 250 Gramm? Aber wesentlich mehr  Pilze. 

selbst angebaute Stein-Champignons (c) by Joachim Wenk
die erste Ernte Stein-Champignons

Zusammen mit eigenen Kartoffeln, eigenen Blauhilde-Bohnen und eigener Petersilie in der Pilzrahmsauce hatten wir ein absolut köstliches Mittagessen. Ich brauche ausser Frühlingszwiebeln, noch immer kein Gemüse einkaufen. Die eigenen Vorräte reichen bis jetzt und auch noch eine ganze Zeit in die Zukunft. Herrlich, das Gefühl!

Das war am Samstag. Heute, am Sonntag erntete ich dann noch die restlichen drei Pilze. Hier zeigte die Waage schließlich 150 Gramm an. 

Die Freude ist groß, über die leckeren und sehr hochwertigen eigenen Pilze. Dennoch, 420 Gramm sind viel zu wenig. Kommen da noch einmal Pilze nach? Das waren die ersten, die sich zeigten und es sind bislang die einzigen. Auf dem Foto in der Anleitung ist der Karton flächig mit solchen Pilzen bedeckt. Ich sehe schon, das wird das Gleiche wie immer. Wenn überhaupt, dann kommen am Anfang ein paar Pilze und dann nichts mehr. Dann allerdings muß ich sagen, lohnt sich der Aufwand (eben auch finanziell) überhaupt nicht. 

Weil die Anleitung bereits neben mir lag, las ich zum wiederholten Male alles genau durch. Es ist schon peinlich, wie genau ich alles, inklusive der Temperaturangaben, eingehalten habe. Ich weiß also nicht, was ich hätte falsch gemacht haben können.  

Das geerntete Gewicht führte ich in Gramm Wasser wieder zu. Die Oberfläche wurde mit einem Messer leicht angekratzt, dass Luft daran kommt. Jetzt bin ich aber schon gespannt, ob sich da noch etwas entwickelt. 



Draußen im Garten habe ich die letzten Tage nichts gemacht. Einmal fehlte die Zeit und zum anderen regnet es beinahe pausenlos und zwar nicht wenig. 

Jetzt werden die ausgedorrten Grundwasservorräte vom letzten Sommer wieder gefüllt. Mittlerweile hat das Flüsschen Altmühl bei uns wieder Hochwasser und überflutet die Wiesen. Auch so matscht und patscht es beim Gassigehen abseits der Wege ordentlich. 

Bis vor kurzem war das, trotz reichlich Regen diesen Winter, noch nicht der Fall. So  ausgetrocknet war das Land. Vergangenes Jahr habe ich bereits im März mit dem Regner den Gemüsegarten sprengen müssen. Und trotzdem war es zu trocken, dass die Ackerbohnengründüngung aufgegangen wäre. Dieses Problem befürchte ich heuer nicht. Ich glaube sowieso zu fühlen, daß es dieses Jahr ein schönes Gartenjahr wird. Hoffentlich hat mein Bauchgefühl recht. Schön wäre es. 

Meine Gemüsesaaten gehen auch weiter. Im Gewächshaus keimt der Salat und Rettich. Rukola und Portulak sind ja schon länger gekeimt. Meine im Januar gesäten Salatpflänzchen sind noch etwas gakelig, müssen aber die Tage pikiert werden. 

Jetzt habe ich Blumenkohl, Weißkraut, Kohlrabi, Blaukraut und Salat gesät. Auch Wirsing ist dabei. Diesmal probiere ich den ganz frühen Wirsing. Der Sommerwirsing "Smaragd" war bei mir Ende des Herbstes zur Ernte bereit. Es dauert alles immer so lange bei mir. Der Winterwirsing "Winterfürst" steht noch heute mit beginnender Kopfbildung im Beet. Gepflanzt im frühen Sommer letzten Jahres! So unendlich lange dauert es in meiner Erde, wenn ich langsam wachsende Pflanzen habe. Den Wirsing kann ich gerade noch für grünen Smoothie nehmen, wenn er weg muß, weil die Beete neu bestellt werden. Winterwirsing jedenfalls kommt bei mir nicht mehr ins Beet. Der Sommerwirsing  kam gerade recht für den Herbst und ist bis da hin schön gewachsen. Nun teste ich den ganz Frühen. Er heißt "Vorbote" und kann ab Juni geerntet werden. Wir werden sehen. Die Aussaat jedenfalls fand absolut termingerecht statt. 

Gemüse selbst sähen und anbauen (c) by Joachim Wenk
Gemüse selber aussähen und heranziehen


Im Übrigen konnte ich beobachten, daß jetzt die Haselnüsse alle in voller Blüte stehen. Wir haben zwar zwei Sträucher die blühten schon zur Jahreswende. Aber die anderen im Garten und draußen in den Hecken oder sonst in der freien Landschaft blühen jetzt alle. Auch sind alles Schneeglöckchen nun auf und voll erblüht. Zwei Phänomene, die im Phänologischen Kalender erwartet werden und den Vorfrühling einleiten. Damit ist es amtlich, bei uns ist Vorfrühling.



Das kleine Bächlein, aus dem zwei unserer Weiher gespeist werden, führt nun richtig Wasser. Im letzten Jahr war es permanent ausgetrocknet. Sogar der nur aus Grundwasser und Regenwasser gefüllte Weiher sammelt schön Wasser. Wir haben ihn vor einer Woche wieder gesteckt, also den Stöpsel rein gemacht. Im Frühjahr müssen wir die vielen im Herbst gefischten Kärpfchen umverteilen. Dazu brauchen wir auch diesen Weiher voll Wasser. Wenn er sich jetzt nicht füllen würde, wann dann? 
Bächlein zwischen Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk
unser Bach  einmal mit Wasser

Bächlein zwischen Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk
unter dieser "Staustufe" ist die Rohröffnung für den Zulauf zum großen Weiher




Und zu guter Letzt noch meine Fässer. Ich habe sie schon erwartet. 200l Olivenfässer. Eines wird ein Brennesseljauche-Fass. Und aus dem anderen mache ich etwas, worauf ich mich schon sehr freue. 

Also verpasst keinen Beitrag hier, denn ich werde darüber berichten. 


2 Fässer für ein neues Gartenprojekt



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