Montag, 5. Oktober 2015

mein erster selbst gemachter Ketchup - Tomaten-Basilikum-Ketchup

Etwa zwei Wochen ist es her, dass ich anfing, die unreifen Tomaten ab zu nehmen. Sie kamen in Primaklima Behälter von Tupperware. Da liegen sie wegen den Rillen am Boden nicht direkt auf. In jede Box gab ich noch eine Banane oder einen Apfel und legte den Deckel nur lose auf. Das ausströmende Reifegas von Apfel und Banane verhilft den Tomaten zu einer zügigeren Nachreife. 
Lüftungsschlitze ganz geöffnet, damit es nicht zu feucht in der Box wird und die Tomaten schimmeln. 

Tomaten nachreifen (c) by Joachim Wenk
unreife Tomaten Ende September

So standen sie in der Speisekammer und sind inzwischen alle feuerrot geworden. Es ist Zeit endlich einmal den Ketchup zu probieren. Selber machen wollte ich ihn schon längst, habe es nur ganz vergessen vor lauter Leidenschaft beim Tomatensauce konservieren. 

Tomaten nachgereift (c) by Joachim Wenk
die nachgereiften Tomaten Anfang Oktober


Selbst Ketchup machen, das weiß ich jetzt ist wirklich kinderleicht. Wie bei der Tomatensauce gab ich die Tomaten in einen großen Topf. Für den Ketchup allerdings, habe ich mir die Mühe gemacht, den Glibber mit den Kernen zum Großteil vorher zu entfernen. Schließlich muß ja der Ketchup am Ende schön eindicken. 

Beim Ketchupkochen kommen jetzt pro Kilogramm Tomaten 180g Zucker und 200ml Weißweinessig sowie 1/2 Teel. Salz dazu. Etwas Chili sorgt für eine angenehme Schärfe.


Tomaten-Basilikum-Ketchup (c) by Joachim Wenk
hier entsteht köstlicher Tomaten-Basilikum-Ketchup


Das ganze kocht im offenen Topf (oben drauf so ein Fettspritzschutzgitter für die Pfanne, damit die rote Pampe nicht überall in der Küche herum spritzt) bei gelegentlichem Umrühren. Nach 1-1,5 Stunden sind die Tomaten zerkocht. Jetzt gebe ich grob gehackten Basilikum, den ich noch im Gewächshaus fand dazu. Wieder lasse ich es etwa eine halbe Stunde köcheln.

Dann passiere ich es und habe schon eine herrlich duftende, dunkelrote Masse.

Die gebe ich zurück in den Topf und will sie noch weiter einkochen, weil sie mir für Ketchup noch zu flüssig ist.

Gottseidank fällt mir ein, daß im Rezept eigentlich steht, daß man statt zu passieren alles mit dem Pürierstab zerkleinern soll. Das las ich auch in anderen Rezepten. Ich will aber lieber passieren, daß die groben Bestandteile vom Basilikum oder anderen Würzkräutern heraus kommen.

Ich nehme aber nun, weil  ich es wirklich nicht noch länger kochen lassen will, einmal den Pürierstab zur Hand und behandle mit ihm den Ketchup. Was für ein Effekt. Mit einem mal wird er wunderbar fein, cremig und fast schon zu dick. Durch das Mixen mit dem Pürierstab wird die Konsistenz einfach perfekt. Beim nächsten mal, mache ich das gleich nach dem Passieren und muß dann garnicht mehr so lange einkochen.


Tomaten-Basilikum-Ketchup (c) by Joachim Wenk
Tomaten-Basilikum-Ketchup 


In Flaschen gefüllt habe ich jetzt meinen ersten eigenen Ketchup. Der Geschmack ist einfach köstlich und ohne Zusätze und ohne Stärke, die ja in etlichen billigen Gewürzketchupsorten bei den Zutaten an erster Stelle steht. Nicht etwa Tomaten, wie man meinen könnte.

Bei mir sind aus gut 3kg fertig gereinigter und entkernter  Tomaten etwas 1,5l Ketchup geworden.

Tomaten-Basilikum-Ketchup (c) by Joachim Wenk
perfekte Konsistenz ohne angedickt zu werden


Das hübsche Buch "Einmachen" ,welches ich bei "mein schönes Land" gewonnen habe, lieferte mir die Idee für den  Tomaten-Basilikum-Ketchup.

Man kann den Ketchup ganz nach eigenen Geschmacksvorlieben würzen. Ich zum Beispiel gab eine gute Portion meines Lieblingsgewürzes Piment dazu und etwas gemahlene Nelken. Etwas weniger Zucker werde ich beim nächsten mal verwenden.

Tomaten-Basilikum-Ketchup (c) by Joachim Wenk
Rezept zum Ketchup

(c) by Joachim Wenk
viele Rezept in schön bebildertem Einmachen-Buch

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