Montag, 26. Oktober 2015

ein herbstlicher Samstag Nachmittag im Garten.

Ein milder Samstagnachmittag hat mich dazu verleitet, in den Garten zu gehen. Und tatsächlich gelangen mir ein paar kleinere Arbeiten. Die Gartenlust hängt halt doch vom Wetter ab. 

Auch wenn sich die Sonne am Himmel nur noch sehr selten sehen lässt, diese  Sonnenblume hier gleicht das doch auf ganz charmante Weise aus. So viele Blüten vom Boden bis hoch hinaus. 


Sonnenblume und Astern im Spätherbst (c) by Joachim Wenk
Sonnenblume und Astern im Spätherbst



Mein Alpenveilchen hat mittlerweile zu seinen unentwegt neu erscheinenden Blüten auch wieder Blätter bekommen. Dieses kleine zierliche Pflänzchen ist verdammt hart im Nehmen. Im Winter friert dich Knolle durch. Im Sommer stand es in der glühenden Hitze und absoluter Trockenheit an einer gen Süden geneigten Böschung. Da war es dann auch verschwunden. Umso mehr überraschten mich im Spätsommer erste Blüten, die einzeln aus der Erde wuchsen. Es lebte! Und jetzt ist es wieder ein wundervolles Pflänzchen mit Blüten und Blättern.
Alpenveilchen (c) by Joachim Wenk
Alpenveilchen
Hier steht es, das Alpenveilchen. Wenn man so auf das Beet und die Rose de Resht blickt, steht es zu ihren Füssen vorne rechts. Ein winziger weißer Fleck ist im Foto dort erkennbar.
Terrasse, Weg und Beeteinfassung neu (c) by Joachim Wenk
neuer Weg zur neuen Terrasse mit neuer Beeteinfassung. 

Ja die Rose de Resht. Sie blüht nun schon den ganzen Sommer. Eine tolle Rose mit eben so tollem Duft.
Rose de Resht (c) by Joachim Wenk
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In den letzten beiden Jahren habe ich einige Herbstanemonen gepflanzt. Leider haben nur zwei weiße Exemplare überlebt. Eine davon steht unterm Khakibaum im neuen Staudenbeet unter der Terrasse. Sie blüht wirklich ausdauernd und sehr hübsch.

Herbstanemone (c) by Joachim Wenk
Herbstanemone 


Nicht mehr ganz so prächtig sind die Dahlien in ihrem Trog. Hier haben sie vor den Schnecken Zuflucht nehmen müssen. So richtig gut gefallen hat ihnen das Quartier nicht. Jetzt warte ich noch auf die ersten Fröste und räume sie dann ein. Sonst hatte ich sie immer vor dem Frost ausgegraben und im Überwinterungsraum aufgestellt. Weil man aber immer wieder liest, daß sie mancherorts den ganzen Winter draußen bleiben kam ich zu dem Entschluß, daß die ersten Fröste sie nicht umbringen werden. Ich bin froh wenn nicht alles auf einmal in das ohnehin immer zu kleine Palmenhaus gebracht werden muß. Also dürfen sie ihren morbiden Charme noch ein wenig verstrahlen.

morbide Schönheiten Dahlien im Herbst (c) by Joachim Wenk
morbide Schönheiten - Dahlien im Herbst


So langsam werden meine Staudenbeete so, wie ich es mir vorstelle. Sie sehen nicht mehr so neu bepflanzt aus. Wie hier, wenn die einzelnen Stauden sich selbst vermehren und dann dann ihre Blüten durchs Laub der anderen Pflanzen schieben, gefällt es mir am besten. Die Katzenminze mag ich besonders. Sie blüht den ganzen Sommer und Herbst, säht sich offensichtlich selbst aus und die Blütenfarbe passt sehr schön zu den anderen Stauden in Rosa, Rot, Pink, Blau oder Weiß.


Katzenminze (c) by Joachim Wenk
Katzenminze hat sich selbst ausgesät


Vorne rechts im Bild ist die Ecke des Staudenbeetes, in dem die Katzenminze sich ausgesät hat. Schön, wie sich nun, da die Blüten weniger werden die Blätter so schön bunt verfärben und damit die Farbe im Beet wieder beleben.

Das Laub hier unterm Nußbaum und auf der Terrasse habe ich übrigens auch schon mal weggekehrt. Das wird nicht das letzte mal sein, wie mir schon klar ist. Aber ich habe tatsächlich Lust gehabt etwas Ordnung zu machen.

Herbst im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Herbst im Staudenbeet


Wenn die Sonne nicht scheint, wird es doch rasch trist im Garten. Dennoch eine schöne Stimmung, wie ich fand.
Herbst im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbst im Landgarten


Die Ramblerrose Rose Marie Vieaud im Walnußbaum. Mächtig gewachsen ist sie, üppig geblüht hat sie. Schöne Erinnerungen an den Sommer ruft sie jetzt hervor, wenn ich auf dem Bänklein im Gemüsegarten sitze und sie anschaue. Dann erinnere ich mich gern an die Fliederfarbene Blütenpracht bis hoch in die Krone des Baumes. Wer Lust hat, die gleichen Bilder wie ich vor meinem inneren Auge zu sehen, der kann gerne einmal hier klicken. Die Rose im Juni, ein toller Anblick.

Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Rose Marie Vieaud




Herbst ist es auch in unserem "Obstgarten". Die vier Säulen-Obstbäume sind im ersten Jahr zwar mächtig gewachsen, haben aber nur wenig geblüht und bis auf drei Birnen und einen Apfel nichts getragen. Meines Erachtens sind sie sogar zu sehr gewachsen. Und die Birne hatte schwarze Läuse. Ein Spritzmittel mit Spülmittel war zu stark und so verlor sie vor der Dürre im Sommer einen Großteil der Blätter. Kein gutes Jahr für die vier. Ich muß mich nächstes Jahr besser um sie kümmern. Die Ramblerrose an der Scheunenwand hatte schön geblüht und ist nochmal schön gewachsen. Besonders gespannt bin ich nun auf die Rose, die ich zwischen die Ramblerrose und den ersten Baum pflanzten. Parfum de l'Hay heißt sie und soll auch den ganzen Sommer blühen. Der Strauch soll den Platz dort gerne ausfüllen. Sicher passt das Bild, wie ich es mir vorstelle, ganz toll in einen Landgarten. Ein kräftiger Rosenstrauch, überhängende Triebe über dem grünen Rasen vor der Scheune. Und dann besetzt mit ganz vielen locker gefüllten roten Blüten die einen starken Duft verströmen.


die vier Säulen-Obstbäume (c) by Joachim Wenk
die vier Säulen-Obstbäume




Im Gemüsegarten sieht es, wie schon einmal erwähnt gerade unordentlich aus. Daher wollte ich die Bilder erst gar nicht zeigen. Ich sehe es aber wirklich als Test, ob das gut ist oder nicht und werde daher in regelmäßigen Abständen mit aktuellen Fotos davon berichten.

Anstatt alle Ernterückstände auf zu klauben und zum Kompost zu tragen, lasse ich sie an Ort und Stelle liegen. Die Bodenlebewesen sollen sie zersetzten und in Nährstoffe verwandeln. Genau wie am Kompost auch, aber mit dem Nebeneffekt, daß der Boden im Beet nicht schutzlos den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist. Zudem muß ich nicht erst alles zum Kompost schleppen, diesen dann mindestens einmal umzuschaufeln um dann den fertigen Kompost wieder in die Beete karren zu müssen. Für den Boden hat ja eine Mulchschicht immer enorme Vorteile.

Jetzt lasse ich mich überraschen, wie das über den Winter zerfällt, wie im Frühjahr die Bodenbeschaffenheit ist und wie es dort wächst. Ich halte euch am Laufenden, auch wenn es unordentlich aussieht.

Ihr könnt auch den noch keimenden Roggen erkenne. Das ist die andere Art der winterlichen Bodenbedeckung im Gemüsegarten, die ich ausprobiere.

Erntereste als Mulch im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Erntereste als Mulch im Gemüsegarten

Erntereste als Mulch im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Erntereste als Mulch im Gemüsegarten 

Wie man hier sehen kann, gibt es trotzdem sehr wohl Kompostbehälter bei mir. Gerade jetzt im Herbst fällt das organische Material für den Kompost in rauhen Mengen an. Drei Behälter sind voll, ein Vierter füllt sich gerade und in einem sackt der reife, im Sommer umgeschlichtete Kompost in sich zusammen, bevor er im Frühjahr verteilt wird.

Das ganze ist sozusagen meine Düngerfabrik mit unzählbaren fleißigen Helfern, die im Hintergrund - oder besser Untergrund - rackern.


Kompostmieten - die Düngerfabrik im Biogarten (c) by Joachim Wenk
Kompostmieten - die Düngerfabrik im Biogarten


Eine weitere Düngerfabrik steht im Überwinterungshaus. In ihr geht die Produktion rund ums Jahr von statten. Meine Wurmfarm produziert am laufenden Band frischen Wurmhumus. Dieses System mit den übereinander gestapelten Schalen ist super. In dem alten Bokashieimer, den ich mit Luftlöchern für die Würmer durchbohrte klappt die Produktion nicht. Es ist zu feucht, die Entnahme umständlich bis unmöglich. Eine sehr unschöne Angelegenheit. Für mich ist diese auch in der Literatur beschriebene Methode mit nur einem Behälter als Wurmkiste nicht praktisch. Daher nehme ich jetzt die Eimer um den geernteten Wurmhumus zwischen zu lagern. Unter das Gitter lässt den immer entstehenden Wurmtee, die Flüssigkeit aus dem Humus, gut abtropfen und die Luftlöcher lassen Sauerstoff für die Organismen hinzu. Den am Wochenende geernteten Wurmhumus werde ich beim Pflanzen meines Zwetschgenbaumes verwenden. Bestellt ist er, mal sehen, wann die ihn liefern. 
Wurmfarm und frisch geernteter Wurmhumus (c) by Joachim Wenk
Wurmfarm und frisch geernteter Wurmhumus

Im Palmenhaus, dem Überwinterungsraum haben schon etliche Kübelpflanzen ihr Quartier bezogen. Jetzt kommen noch zwei sehr große Palmen, die Banane und die große Feige hinein. Der Oleander steht ebenfalls noch im Freien, wie der Rosmarin, die Zitronenverbene oder die Schmucklilie. Gerade die großen Kübel sind jedesmal ein mortz Aufwand sie zu transportieren. Gut dass wir jetzt so schöne Wege haben und  mit dem Sackkarren oder Möbelroller direkt auf die Terrasse fahren können. Ich lasse diese weniger empfindlichen großen Gewächse,  so lange wie irgend möglich draußen. Sobald sie eingeräumt sind, wird es unsäglich eng im Palmenhaus, man kommt zu Gießen nirgends mehr hin und die Luftfeuchte steigt, daß die Wände nass werden. Daher ist jeder Tag gut, an dem sie noch draußen bleiben können. 

Die ganz riesig große Palme mit über 3,50m Höhe bleibt jetzt draußen. Heizkabel um den Stamm, das Herz und den Kübel werden mit spezieller Isolierung umwickelt und der ganze Schopf kommt in einen Vlies-Sack. So soll es klappen. Wir werden sehen. Das ist das erste Jahr. Wenn es nicht klappt ist es auch das letzte Jahr. Aber im Haus hat sie keinen Platz mehr. Sie ist jetzt endgültig zu hoch um selbst in das extra umgebaute Palmenhaus hinein zu passen. 

Kübelpflanzen im Palmenhaus  (c) by Joachim Wenk
Kübelpflanzen im Palmenhaus

Kübelpflanzen im Palmenhaus  (c) by Joachim Wenk
Kübelpflanzen im Palmenhaus 

Weil es jetzt schon wirklich zeitig dunkel und kalt wird, komme ich eher dazu in der Küche meine Vorräte weiter aufzustocken. Die restliche Apfelernte habe ich eingekocht. Leider ist der Apfel zum Lagern nicht geeignet und muß rasch verarbeitet werden. Saft und Muß habe ich schon. Das Kompott schmeckt sehr gut zu Griesbrei, Milchreis oder Pfannkuchen. Und es hält sich sehr gut.

Äpfel eingekocht (c) by Joachim Wenk
Äpfel eingekocht




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