Dienstag, 8. September 2015

Mein Ziel: laufend frisches Biogemüse aus dem eigenen Garten

Bisher war das Jahr wirklich schwierig für den Garten und besonders für den Gemüsegarten. Aber ich merke, daß meine wachsende Erfahrung, gute Planung und stete Pflege zu immer besseren Ergebnissen führt. 

Trotz all der Unbilden beim Klima in diesem Jahr und trotz des noch immer nicht guten Bodens kann ich sagen, daß ich so viel wie dieses Jahr noch nie geerntet habe. Der  Gefrierschrank ist voll, die Gefriertruhe füllt sich. Das Marmeladenregal quillt über, in Weckgläsern und Schraubgläsern Konserviertes bevölkert immer weiter die Speisekammer. Die Kartoffelbehälter sind gefüllt mit Frühkartoffeln. Die Lagerkartoffeln wachsen noch fleißig.

Ein herrliches Gefühl. Natürlich hilft hier auch ganz besonders das ebenfalls angeeignete Wissen über das Konservieren und die Lagerhaltung. So verkommt immer weniger von der mühsam erarbeiteten Ernte. Alles wird verwertet. Und laufend gibt es leckeres Gemüse zum Essen. Als Hauptspeise oder Beilage. Meist als Hauptspeise, denn bei mir ist eher das Fleisch die Beilage oder wird "so sparsam wie ein Gewürz verwendet", wie immer wieder witzelnd bemerkt wird.... 

Und, das große Ernten ist noch nicht zu Ende. Auch das ist ein Novum. Ich habe trotz der  Gluthitze rechtzeitig noch ein paar Herbstsorten verschiedener Gemüse sähen können, die jetzt prächtig im Beet stehen. Die Herbstsaaten direkt ins Beet mit zum Beispiel den leckeren lagerungsfähigen Winterrettichen oder Asiasalat allerdings fielen fast komplett der Hitze und Trockenheit zum Opfer. Nur ein paar einsame Winterrettiche tummeln sich im Beet. Jetzt habe ich gerade Spinat (Winterriesen Verdil)  gesät und es kommt noch Feldsalat (Verte de Camprai) dazu. Wichtig dabei ist, auf eine Sorte zu achten, die für den Überwinterungsanbau geeignet ist!

Der Endivien freut sich über da kühle und feuchte Wetter. 


Endiviensalat (c) by Joachim Wenk
Endiviensalat


Die Kohlrabi sind schon gut gewachsen. Durch den Mulch und den feuchten Boden (Tau und viel Gießen) bleiben sie auch von den gerade sehr lästigen Erdflöhen verschont.

Kohlrabi Noriko (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi Noriko


Der  Palmkohl Nero di Toscana war auch spät dran.  Ich konnte nicht pflanzen wegen Trockenheit. Jetzt hat er sich gut erholt und wächst. Er ersetzt mir den Grünkohl, dem es einfach zu heiß und zu trocken bei uns ist. Auf den angeblich an Broccoli erinnernden Geschmack des Neros bin ich schon sehr gespannt. Und er braucht keinen Frost, dass er genossen werden kann.

 Palmkohl Nero di Toscana (c) by Joachim Wenk
Nero di Toscana


Kräftiger Broccoli dort, wo vormals die Frühkartoffeln standen.

Brokkoli  (c) by Joachim Wenk
Brokkoli


Aus reinem Übermut, habe ich mir noch zwei Beerensträucher bestellt. Eine rote  Stachelbeere mit dem unaussprechlichen Sortennamen Hinnonmäki. Ein paar Stachelbeeren, auch zum Mischen für Marmelade, braucht man doch im Garten, finde ich. Bisher hatte ich noch keine. Die Roten sind meist süßer als die Grünen. Mal sehen, was daraus wird.

Auch eine Heidelbeere "Reka" steht jetzt im Gemüsegarten. Die könnte den sauren Boden aus dem Gewächshaus gut gebrauchen. Anders als die Tomate, von der ich kürzlich berichtete. Aber wie bekommt man den Boden so sauer wie im Gewächshaus? Leider weiß ich es ja nicht. Doch es gibt da noch die Holzkiste mit dem alten Torf in dem ich jahrelang Rote Beete,  Sellerie und Meerettich oder Pastinaken eingelagert hatte. Ich will jetzt auf feuchten Sand umsteigen und so ist der Torf übrig. Den habe ich mit ins Pflanzloch bei der Heidelbeere getan. Ob das ausreicht?

Stachelbeere und Heidelbeere (c) by Joachim Wenk
die Neuen - Stachelbeere und Heidelbeere

Baumspinat und wuchernde Erbsen haben  das Feld geräumt. Es wurde Zeit. Der Meerrettich braucht mehr Licht, damit er noch etwas wachsen kann. Ganz links im Bild steht eine Reihe Haferwurzeln.

Haferwurzel und Meerrettich (c) by Joachim Wenk
Haferwurzel und Meerrettich

Kapuzinerkresse im Blaukraut. Ein hübscher und willkommener Farbklecks.

Kapuzinerkresse im Kohlbeet (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse im Kohlbeet


Der Broccoli steht schon länger im Beet und kann bald auf den Teller kommen.

Brokkoli (c) by Joachim Wenk
Brokkoli



Die Tomaten hängen noch über und über voll mit Früchten. Die sind wohl die einzigen, die mir Sorge machen. Wegen der Kälte und der Luftfeuchtigkeit. Noch sind sie gesund und können reifen. Da bin ich wirklich gespannt, wie lange sie noch gesund sind und wie sie noch ausreifen. Ein paar Ladungen stehen schon eingemacht als Sauce im Keller.

Tomaten  (c) by Joachim Wenk
Tomaten

Tomaten  (c) by Joachim Wenk
Tomaten  

Tomaten  (c) by Joachim Wenk
Tomaten

Tomaten  (c) by Joachim Wenk
Tomaten 
Ich freue mich schon auf alles, was ich noch ernten  und einlagern oder konservieren kann. Wir sind dann gerüstet für den Winter. Wie der wohl ausfällt diesmal?

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