Freitag, 21. August 2015

Linsenernte und Kartoffelernte

Was es nicht so alles gibt und was es nicht so alles zu erledigen gibt. So eine Sisyphus-Arbeit bringt nicht wirklich ein Erfolgserlebnis. 

Aber fangen wir einmal von Vorne an. 

Ihr seht, es ist mal wieder ein Karpfenweiher-Thema. So sollte ein Karpfenweiher aussehen. Total trübes Wasser und keine Pflanzen.  


intakter Karpfenweiher im August (c) by Joachim Wenk
intakter Karpfenweiher im August

 Wieder ein schönes Beispiel für einen normalen Karpfenweiher. Nur die Hecke müsste mal wieder geschnitten werden. Das mache ich am Wochenende.



intakter Karpfenweiher im August (c) by Joachim Wenk
intakter Karpfenweiher im August



Ui und dann das. Sieht romantisch aus, ist es aber nicht. Der Weiher hat massiv zu wenig Wasser, wegen der monatelangen Dürre. Dazu kam die unnormale Hitze über so viele Wochen und die Wasserlinsen-Pest auf der Oberfläche. Es war auf Messers Schneide, dass er umkippt. Leider haben wir schon ein paar große alte Fische entfernen müssen. Leider darunter auch einer unserer letzten Graskarpfen, die ja die Linsen fressen würden, wenn genug Graskarpfen im Weiher wären. Auch ein toter Wels musste entfernt werden.

Als erste Rettungsmaßnahme habe wir vom benachbarten Weiher (der erste oben im Bild) Wasser herüber gelassen. All zuviel kann man da aber im Moment auch nicht ablassen, weil der ja auch zu wenig Wasser hat.

Wenigstens sind keine weiteren toten Fische zu sehen.


kranker Karpfenweiher im August (c) by Joachim Wenk
kranker Karpfenweiher im August

Jetzt müssten wir nur noch die Unmengen an Wasserlinsen reduzieren. Durch die kann auch keine Luft mehr an das Wasser heran.

Wir teilen uns die Arbeit auf. Einer steigt ins Boot und fischt die Linsen und der andere bleibt am Mönch stehen und fischt dort.

Das ist wirklich ein Schauspiel zum Verzweifeln. Käscher für Käscher gefüllt mit Wasserlinsen fischen wir aus dem Wasser. Und bis der Käscher geleert ist, sind die übrigen Linsen aufgerutscht und das Loch im Teppich ist sofort wieder geschlossen.

Also fischen wir und fischen und fischen und wenn wir nicht gestorben sind fischen wir noch immer.


Sisyphus-Arbeit im August (c) by Joachim Wenk
Sisyphus-Arbeit im August

Sisyphus-Arbeit im August (c) by Joachim Wenk
Sisyphus-Arbeit im August 


Bei dieser stumpfsinnigen und ergebnislosen Arbeit hat man ja viel  Zeit zum Nachdenken und Sinnieren. Dabei habe ich mir überlegt, daß das grüne Zeugs sicher auch gut verrottet und wir es doch nicht hier müssen sinnlos an der Böschung zum Graben verteilen. Also wird alles in passenden Behältern gesammelt und mit heim genommen für den Kompost.

Wie es der Zufall will, habe ich gerade vormittags noch aus zwei halbvollen Behältern einen gemacht. Ich habe den fast fertigen und leicht feuchten, stark nach Walderde duftenden Kompost schubkarrenweise umgeschichtet und kann nun wieder einen neuen Behälter füllen. Das wurde Zeit, weil sonst schon alles voll ist.
Linsenernte für den Kompost (c) by Joachim Wenk
Linsenernte für den Kompost




Damit ich nach dem stupiden Linsenernten noch ein  Erfolgserlebnis bekomme, habe ich mich daran gemacht die restlichen mittelfrühen Kartoffeln aus der Erde zu holen. Das Kraut ist fast ganz abgestorben. Größer wird mein Ertrag nun nicht mehr.

Es kam dann doch noch eine schöner Ernte zusammen.

mittelfrühe Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
Kartoffelernte 2015 die Zweite



Kartoffelsorte Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffelsorte Galactica

Kartoffelsorte Mayan Gold (c) by Joachim Wenk
Kartoffelsorte Mayan Gold - die Schnellkochkartoffel

Kartoffelsorte Bionica (c) by Joachim Wenk
Kartoffelsorte Bionica


Nach all den lila Blauhilden kommen jetzt die hübschen rot geflammten Sanguigno Buschbohnen.

Buschbohne Sanguigno (c) by Joachim Wenk
Buschbohnen Sanguigno


Ich habe sie dieses Jahr nicht in einer Reihe fortlaufend gesät, sondern in einzelnen Tuffs mit je 8 Bohnen. Ich versuchte das, in der Hoffnung sie stützen sich so gegenseitig ein wenig besser. Die Sorte ist überaus wuchsfreudig! Aber sie schlackern doch wieder irgendwie im Beet und bilden mittlerweile eine geschlossene Reihe. Auch den Weg haben sie schon zu gewuchert. Was soll`s ich bin immer froh, wenn etwas wächst und lieber wächst es zu sehr als zu wenig.

Buschbohne Sanguigno im Beet (c) by Joachim Wenk
Buschbohne Sanguigno im Beet



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