Donnerstag, 13. August 2015

Ich sag nur: 20 Liter!

Du meine Güte, was war das für eine freudige Überraschung, als wir von der Arbeit heim kommen und am Regenmesser sofort sahen: es hat geregnet!

Und ja, diesmal spreche ich ausdrücklich und mit einem Strahlen im Gesicht von Regen, richtigem Regen. 20 Liter pro Quadratmeter kann man auch nach so langer Dürre als Regen bezeichnen. Und das hat so unendlich gut getan, uns und dem Garten. Wie weich der Boden unter dem vertrockneten Rasen plötzlich ist. Und wie frisch alles erscheint. Das war ein wirklich ganz wundervolles überraschendes Feierabendgeschenk. 





Regenmesser (c) by Joachim Wenk
20l pro Quadratmeter - ein herrliches Geschenk

Frisch und knackig sind nun auch die Bohnen, die sehr unter der Hitze und Trockenheit litten. Viele verbrannte Blätter sind zu finden. Aber jetzt im Moment ist wieder alles gut. Die erste Ernte steht eingekocht in 3 Gläsern in der Vorratskammer.

Die hier sind dann am Wochenende dran. Es hängen schon wieder eine ganze Menge am Bohnen-Tipi. Ich finde das dann im Sommer so schön, wenn der Bewuchs im Garten ein bisschen aus den Fugen gerät. Hier zum Beispiel hat sich eine Bohnenranke wohl nicht an den Schnüren des Bohnenzeltes festhalten können und ist im Zaun gelandet. Jetzt hängen eben hier die hübschen lila Bohnen. Solche Garten-Bilder machen mir besonderen Spaß, weil ungeplant und spontan entstanden.


Blauhilde im Zaun (c) by Joachim Wenk
die Blauhilde macht sich selbstständig und rankt im Zaun weiter


Das ist das nun wirklich schon dicht berankte Bohnenzelt. Unter der grünen Schnur links kann ich aufrecht durchgehen und ich bin 1,86 groß. Nur damit ihr euch vorstellen könnt, wie hoch hinauf es die Blauhilde geschafft hat. Da muß ich dann natürlich wieder mit der Leiter zum Ernten antreten. Und jedes Mal aufs Neue genieße ich dabei den ungeheuren Vorteil dunkel-lila gefärbte Bohnen zu haben. Die stechen aus dem grünen Laub, das sie umgibt, optisch deutlich hervor. So übersieht man sie nicht beim Ernten, wie es sonst wirklich oft der Fall ist.

Bohnen-Tipi mit Blauhilde (c) by Joachim Wenk
Bohnen-Tipi mit Blauhilde


Auch hier wird am Samstag geerntet und konserviert.  Das wird köstliche Tomatensauce für den Wintervorrat. Diesmal gebe ich am Schluß noch Basilikum und griechischen Oregano dazu. Beides habe ich mir durch Samen gezogen. Etliche schön gewachsenen und sehr geschmacksintensive Pflanzen stehen im Gemüsegarten verteilt oder im Gewächshaus bereit.

Tomaten kurz vor der Ernte (C) by Joachim Wenk
Tomaten kurz vor der Ernte


Was bin ich auch froh über unser selbst entworfenes und eigens angefertigtes Tomatenrankgerüst. Es ist etwa 190cm hoch über dem Erdboden. Und seht, wie hoch die Tomaten schon darüber hinaus gewachsen sind. Die Sorten sind ungemein wüchsig und fanden die handelsüblichen Spiralstäbe, die angeblich für Tomaten geeignet sind, immer nur spaßig.

Ich habe die über das Gerüst hinausragenden Triebe allerdings jetzt gekappt. Es ist Mitte August und egal wie das Wetter auch weiter gehen mag, die Blüten da oben werden nie mehr zu reifen Früchten werden. Jetzt soll die Tomate ihre Kraft in die reifenden Früchte und nicht mehr ins Höchenwachstum stecken.

Tomaten ragen über das Rankgestell hinaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten ragen über das Rankgestell hinaus


Endlich fängt er an zu wachsen. Seit Mitte Mai steht er im Beet und hatte nicht einmal eine Länge von einem Meter erreicht, die Blätter gerade so groß wie meine Hand.  Jetzt fing er an zu wachsen, klettert den Maschendrahtzaun empor und hatte endlich einmal zwei weibliche Blüten. Vielleicht klappt es doch noch mit Kürbis. Es ist ja nur ein Hokkaido, der muß als keine zwei Zentner Größenzuwachs mehr generieren.

Hokkaido im Gartenzaun (c) by Joachim Wenk
Hokkaido im Gartenzaun


Die hübsche Cosmea hier ist wieder selbst aufgegangen. Im letzten Jahr schon blühten sie unterm Hausbaum. Dann nahm ich Samen und wollte welche vorziehen und auspflanzen. Leider keimten sie nicht oder wuchsen nicht. Wenn sie selbst keimen und wachsen dürfen, gefällt ihnen das wohl besser.
Cosmea (c) by Joachim Wenk
Cosmea



Anfang Juni grub ich Wurzelausläufer von Rosen auf unserem Parkplatz aus. Hier  habe ich darüber berichtet. Leider ist aus keinem einzigen Ausläufer etwas geworden und ich habe sie auf den Kompost geworfen.

Dann war die liebe Sabine bei mir zu Besuch und brachte genau so einen Ableger als Geschenk mit. Abermals setzte ich ihn in einen großen Topf mit Blumenerde. In den Garten brauchte ich den ja nicht zu pflanzen, weil der Boden selbst für einen Spaten nicht zu durchdringen war so ausgetrocknet wie er ist.

Ich machte mir angesichts der nur wenige Tage vorher entsorgten eigenen Ausläufer keine große Hoffnung.

Und jetzt, seht selbst. Ich traute meinen Augen nicht. Der Ausläufer treibt aus! Jetzt müsste ich nur noch wissen, was das für eine Rose ist. Also, Sabine, wenn du das liest, schreib mir doch mal, was da so in meinem Topf wächst.

frischer Austrieb am Rosenausläufer (c) by Joachim Wenk
frischer Austrieb am Rosenausläufer


In dieser Ecke im Staudenbeet blüht es gerade prächtig. Leider bringt die Kamera meines Handys einmal wieder die wirklichen Farben nicht genau herüber und scharf hat sie die hübsche Blütengruppe leider auch nicht hinbekommen. Dennoch zeige ich es euch, weil es wirklich so schön ist. Nachtkerze, Mutterkraut und gelbe Zinien.

gelb und weiß im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
gelb und weiß im Staudenbeet




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