Montag, 10. August 2015

Erfreuliches trotz Hitze und ein erstaunliches Rezept - wie gemacht für diese Jahreszeit

Und wieder ist ein Sommerwochenende mit 36° bis 38°C und blauem Himmel ohne Regen vergangen. Im Garten ist jetzt wirklich die einzige Arbeit das Gießen, alles andere ist nicht möglich.

Unser Brunnen hatte das  Wochenende nun auch die ersten Aussetzer und ich muß weitere Gartenteile ihrem Schicksal überlassen.

Ein schöner Bericht über meinen Garten, wie  er im Frühjahr noch saftig grün war, steht  übrigens im online-Gartenhaus-Magazin. Hier könnt ihr das einmal anschauen: Gartenhausmgazin.
Trotz der ganz scheußlichen Dürre habe ich aber dennoch beim Gießen etwas ganz Schönes festgestellt.

Was mir hier so gefällt, seht ihr auf den beiden folgenden Fotos.

Auf den ersten Blick ist es nichts außerordentlich atemberaubendes, ich weiß. Aber!

Die Bergflockenblume und die Pupur-Witwenblume welche mir beide außerordentlich gut gefallen, haben es geschafft, sich zu vermehren. Und das in diesem Sommer! Es ist beinahe unglaublich.

Die Bergflockenblume hat im Mai wunderschön geblüht und ist dann rasch der Dürre und den Schneckenangriffen zum Opfer gefallen. Alles noch nicht abgefressene Laub wurde braun und sie starb ab.

Mittlerweile hat sie wieder neues Laub. ihr seht die eigentliche Mutterpflanze im Bild oben rechts. Und zusammen mit der Mutter schieben überall in ihrem näheren Umfeld weitere kleine Pflänzchen ihre Blätter ans Licht. Alles Sämlinge. Wenn sie bis zum Herbst überleben, kann ich sie an Stellen verpflanzen, wo sie mich dann im kommenden Frühjahr wieder erfreuen. Da habe ich mir schon das Geld für den Staudengärtner gespart.


Bergflockenblume mit Sämlingen (c) by Joachim Wenk
Berg-Flockenblume mit ihren Kindern



 Auf dem zweiten Bild seht ihr ein ähnliches Schauspiel. Hier hat sich die Witwenblume selbst ausgesät. Etliche Wochen hat  sie in  Pink geblüht. Ein riesiger Busch. Ich habe die verblühten Blüten daran gelassen. Erst als dann fast alle verblüht waren und ich sah, daß die Pflanze von unten neu austreibt, habe ich sie abgeschnitten. Scheinbar habe ich lange genug gewartet und es fielen Samen aus. Jetzt habe ich wieder ganz viele dieser robusten, trockenheitstoleranten Staude. Letztes Jahr hat sie sich auch ausgesät und so konnte ich bereits in diesem Frühsommer an mehreren Stellen im Garten ihre Blüten entdecken.
Sämlinge der Witwenblume (c) by Joachim Wenk
Sämlinge der Witwenblume


Weniger schön ist dieses Foto. So sieht all mein Kraut aus. Egal ob Weiß-, Blau-, oder Frühkraut und sogar der Rosenkohl. Weiß jemand, wer solche Löcher frisst und wie ich ihn oder sie davon abhalten kann?

unbekannter Schädling am Kohl (c) by Joachim Wenk
unbekannter Schädling am Kohl

unbekannter Schädling am Kohl (c) by Joachim Wenk
unbekannter Schädling am Kohl

Bevor auch das Frühkraut so zerfressen wird, habe ich die letzten Köpfe geerntet. Dazu die erste Ernte von der Stangenbohne Blauhilde.

Kohlernte, Stangenbohnen Blauhilde Ernte (c) by Joachim Wenk
letzte Ernte Frühkohl und erste Ernte Stangenbohnen
Leider hatten wir bei der Hitze nicht genügend Hunger, um 600g Bohnen und über 3 kg Weißkraut zu verspeisen.

Also machte ich eine Portion "Bayrisch Kraut" zum Mittag und das restliche wurde, wie auch die Bohnen, eingekocht.

Ich habe mir gerade einen ganzen Schwung Gläser dazu besorgt und werde jetzt probieren. Meine Lieblingsbeschäftigung in der Küche.

Die Bohnen sind nur mit Wasser eingekocht, da ich die klassisch eingekochten sauren Bohnen nicht mag. In den Gaststätten, meist in denn mit eher wenig Anspruch, bekommt man sie als klassischen Beilagensalat. Und daher haftet an ihnen ein einfach einen klassischer "Beigeschmack", der  mir nicht gefällt.

Ich habe gelesen, daß man sie für Eintöpfe und Suppen auch nur mit Wasser und etwas Bohnenkraut einkochen kann, das habe ich gemacht. Auch das Weißkraut ist nur mit Wasser eingekocht. Wenn sich das als gut erweist, kommt es mir eigentlich ganz gelegen. Man müsste dann nur das Glas aufmachen, wärmen, etwas würzen und fertig ist das Kraut als Beilage - oder die Bohnen.

Das brauche ich in der Küche derartige selbstgemachte vorgekochte Sachen, weil es eben oft schnell gehen muß beim Kochen.


Jetzt aber zum bereits ausdrücklich gewünschten Rezept.

Warum es gerade jetzt in die Jahreszeit so gut passt, seht ihr auf diesen Fotos:

Tomaten der Sorte Ticca im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten der Sorte Ticca im Gewächshaus

Tomaten der Sorte Dorenia im Freiland (c) by Joachim Wenk
Tomaten der Sorte Dorenia im Freiland
Und was macht man nun üblicher Weise mit diesen Früchten? Tomate-Mozzarella, meint ihr? Genau!

Daher jetzt hier das Rezept eines einfachen  Mozzarellas, wie geschaffen für den Sommer und die Tomaten.

Ich fand das Rezept in dem wirklich schönen  Buch "Die pure Lust am Landleben" von Marlies Heinritzi im  Mosaik-Verlag.

Der Käse ist in 30 Minuten servierfertig. Das steht im Rezept und ich kann es nur bestätigen. Bekommt ihr also plötzlich Besuch, könnt ihr schnell noch Mozzarella machen, ein paar Tomaten und Basilikum ernten und schon werdet ihr Begeisterung kostenlos dazu ernten.

Ihr braucht:

1l vollfette H-Milch (in anderen Rezepten las ich, daß man auch frische Kuhmilch nehmen kann. Weil wir genau die ja immer in der Milchtankstelle holen, werde  ich es auch noch mit der unbehandelten Kuh-Milch probieren.)

1 Teelöffel Salz

4 Eßlöffel Apfelessig

1 Mulltuch, 1 Sieb, 1 Schüssel

Das Sieb mit dem Mulltuch ausschlagen und über der Schüssel platzieren.

Die Milch erhitzen, bis sie schäumt, Salz und Apfelessig einrühren und aufkochen lassen.

Sobald die Milch geronnen ist, die gesamte  Masse in das Mulltuch im Sieb einfüllen und 15 Minuten abtropfen lassen.

Danach das den Käse im Tuch gut auswinden und dabei eine schöne Mozzarella Kugel formen.

Fertigen Mozzarella heraus nehmen.

Den Käse mit den Händen noch gar ausdrücken und immer darauf achten eine schöne Kugel dabei zu formen. Käse in nicht zu dünne Scheiben schneiden.

Braucht man nicht alle auf, kann man ihn in eine dicht schließende, der Größe entsprechende Schüssel geben und im Kühlschrank einen Tag aufbewahren. Oder man wickelt in ihn Klarsichtfolie ein, damit er im Kühlschrank nicht austrocknet.


Das ist alles. Ist das nicht ein super Landleben - Rezept? Mich hat es begeistert und auch der Geschmack des Mozzarellas.

Wenn ihr es einmal nachgemacht habt, würde ich mich über eine kurze Erfahrungsmitteilung wirklich freuen.

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