Montag, 3. August 2015

August-Blüten, eine rätselhafte Überraschungsstaude, absolute Trockenheit und wieder ein Laubfrosch

Immer wieder finde ich schöne Blüten-Szenen in meinem Garten.

Diese gelbgrüne Stockrose "Parkallee" habe ich zwar schon einmal gezeigt, muß aber das tolle neue Foto einfach noch einmal herumzeigen. Die Farbe im Kontrast mit dem  blauen Himmel ist einfach wunderschön.


Namenlos- jedenfalls für mich - ist diese Lilie. Ich habe sie glaube ich einmal im Baumarkt mitgenommen. Dieses Jahr haben die Lilienhähnchen extrem zugeschlagen und großen Schaden angerichtet. Diese hier ist die größte und bislang die einzige, die blüht. Und wie die riecht, einfach umwerfend.


Sehr viel kleiner und unspektakulärer sind die intensiv roten Knöpfchen des Purpur-Wiesenknopfs. Eine kleine robuste Staude. Sie deckt den Boden gut ab, wird von Schnecken nicht gefressen, verträgt Trockenheit, umschmeichelt die anderen Stauden oder Rosen und drängt sich nicht in den Vordergrund. 



Auch sehr gut gefällt mir diese Szene im Staudenbeet. Zumindest, so lange sie noch im Schatten des Hauses ist. Später am Tag knallt die Sonne darauf und man kann die feinen Farben und Schönheiten garnicht richtig warnehmen. Die lila Blütenknöpfchen sind Eisenkrautblüten. Ich habe bereits einmal darüber berichtet, daß ich sie selbst gesät habe. Sie machen sich richtig gut im Lila-Gelben Staudenbeet. 



Die hier habe ich auch selbst gesät. Aber da muß man wohl eher von einem Mißerfolg reden, der nicht wiederholt werden wird. Während meine wilden Disteln viel, viel größer und mächtiger wurden, als ich es anhand der Elternpflanze mir vorstellte, wächst diese Distel hier garnicht. Das solle eine Artischocke sein. Immerhin die eine hier hat eine Knospe. Dafür ist die andere etwas größer aber ohne Knospe. Ich kenne mich nicht wirklich aus mit Artischocken, aber knappe 30cm Höhe im August finde ich zu wenig. Oder?


Artischocke und Mädchenauge (c) by Joachim Wenk
Artischocke und Mädchenauge





Diese Blume hier gibt mir wirklich Rätsel auf. Es ist eine Nachtkerze, das ist nicht schwer. Aber welche? Woher kommt sie?

Letztes Jahr im Herbst habe ich sehr viele Stauden bestellt und nach Plan auf die Beete verteilt. Da ging ich sehr genau vor. Also zumindest habe ich mir die Bestellbestätigung mit den Sortennamen aufgehoben und notiert, in welches Beet, welche Staude kam. Dann mußte ich im Frühjahr, wegen dem Wegeprojekt etliche Stauden aus einem Beet umsetzen.

So weit so gut. Aber hierher, wo diese Staude steht, direkt vor einer sehr kleinen und zierlichen Rose hätte ich doch keine Staude  gepflanzt. Nicht im Herbst und nicht im Frühjahr in der Umpflanzaktion. Zumal ich tatsächlich Nachtkerzen bestellt habe. Die stehen auch im anderen Beet und blühen schon länger. Das ist aber eine andere Art, viel schlacksicher und instabiler, sie stehen nicht selbst sonder legen sich oder lehnen sich an. Diese hier ist eine robuste aufrechte Staude mit ganz anderem Wuchs. Sie erscheint aber nirgends. Weder in meinen Aufzeichnungen noch im Lieferschein.

Wirklich komisch. Dennoch freue ich mich um so mehr über diese Überraschung, mit der ich nicht rechnetet. Sie blüht wirklich wunderschön und passt natürlich ins Lila-Gelbe Beet, wie die Faust aufs Auge. Angeblich sähen sich Nachtkerzen gut selbst aus. Darauf hoffe ich jetzt. Bei beiden Sorten.

Nachtkerze (c) by Joachim Wenk
Nachtkerze


Das ist eine meiner Wilddisteln. Riesig sind sie geworden und blühen munter zur Freude der Hummeln. Und ich bin munter am Schneiden. Die verblühten Blüten müssen rasch entfernt werden. Sie gehen sofort in Samenstände über und das wäre eine Katastrophe, wenn ich die Samen reifen und umehrfliegen lassen würde.
wilde Disteln (c) by Joachim Wenk
Wilde Disteln



Nach all der Pracht und Schönheit kommt jetzt das wirklich Traurige und Schlimme am Jahr 2015. 
Der Juni verging ohne Regen, der Juli verging ohne Regen und die Temperaturen bleiben bei weit über 30 oder 33 Grad. Der Wind bläst munter und trocknet alles aus. Das Frühjahr war staubtrocken, daß nichts keimte und so gingen wir in die Hitze. Die Vorhersagen für diese Woche bleiben bei "sau-heiß" und "furz-trocken". 

Hier nun einmal in paar Bilder von alledem, was ich nicht in meinen Gießmarathon einbeziehen kann. Meine Zeit reicht nicht einmal aus, das andere ordentlich zu gießen, da müssen eben Abstriche gemacht werden. Ich hoffe, daß sich das wieder erholt. Falls irgendwann einmal auch bei uns Regen fällt. 


Dürre 2015 (c) by Joachim Wenk
wird das schön, wenn der Rasen einmal wieder da sein wird. 

Dürre 2015 (c) by Joachim Wenk
Im Frühjahr die saftig grüne Tulpenwiese

Dürre 2015 (c) by Joachim Wenk
Flieder


Dürre 2015 (c) by Joachim Wenk
Flieder

Dürre 2015 (c) by Joachim Wenk
Immergrün - naja dieses Jahr wohl eher "Fastdürr"

Dürre 2015 (c) by Joachim Wenk
Forsythien



Ich hätte ein paar Stauden zu pflanzen. Aber der Boden ist derart steinhart und trocken, daß das alles keinen Sinn macht. 

Im Gemüsegarten aber muß eben gepflanzt werden. Ich habe bereits über die Kartoffel-Teilernte berichtete. Den Boden habe ich damals sehr gründlich gewässert und Wurmhumus eingearbeitet. Dann ruhte er ein paar Tage unter Wellpappe, damit die Amseln nicht alles zerscharren. 

Jetzt habe ich die Pappe entfernt und meinen Grünkohlersatz den Federkohl "Nero di Toskana" dort hingesetzt. Früher hatte ich immer Grünkohl. Der mag aber wie wohl jeder Kohl lieber feucht und kühl. Bei mir ist es aber trocken und heiß. Zumal im letzten Jahr kein Frost im Herbst und Winter kam und ich ihn nicht ernten konnte. Probiert habe ich ihn ohne Frosteinwirkung zu essen, aber das hat tatsächlich nicht gut geschmeckt. Erst im Januar dann konnte ich ernten. Das war mir zu spät. Darum probiere ich jetzt den Nero, der keinen Frost braucht und mit Wärme und Trockenheit besser klar kommen soll. Ich bin gespannt. 

Damit die Amseln nicht scharren, habe ich ein Gerüst aus Bambusstangen und den genialen Eckverbindern aus weichem Gummi gebastelt. Darüber kommt dann das Gemüsenetz. Jetzt können die Amseln den Boden nicht aufscharren und die Kohlweißlinge können nicht ran zum Eier ablegen. 
Frisch gepflanzter Federkohl "Nero di toscana" (c) by Joachim Wenk
Frisch gepflanzter Federkohl "Nero di toscana"

sehr praktische und vielseitige Steckenverbinder (c) by Joachim Wenk
sehr praktische und vielseitige Steckenverbinder

Kohl Beet mit Gemüsenetz (c) by Joachim Wenk
Kohlbeet mit Gemüsenetz

Ansonsten gibt es nicht viel Neues aus dem Gemüsegarten zu berichten. 

Wirklich hübsch finde ich den Farbton vom Erdbeerspinat. 

Erdbeerspinat (c) by Joachim Wenk
Erdbeerspinat


Immer mehr bin ich überzeugt nächstes Jahr nur noch Ananaskirschen anzubauen und Andenbeeren endgültig beiseite zu legen. Die Ananaskirschen beernte ich schon eine ganze Zeit. Sie tragen noch sehr viele Lampions und die Pflanze ist etwas kniehoch. Die Früchte schmecken ganz eindeutig nach Ananas.

Die Andenbeeren haben noch garkeine Blüten, andere haben ein paar sehr wenige Lampions, die aber noch lange nicht reif sind. Wachsen tun sie unbändig und die im Gewächshaus sind schon so hoch wie ich. Alles eher wenig effizient.

Lampions der Anananskirsche (c) by Joachim Wenk
Lampions der Ananaskirsche

Pflanze der Anananskirsche (c) by Joachim Wenk
Pflanze der Ananaskirsche 


Beim Ordnungschaffen im Gewächshaus habe ich noch einmal zwei Laubfrösche entdeckt. Erinnert ihr euch, vor kurzem schrieb ich ganz erfreut über meinen ersten im Khaki-Baum.

Und seht nur, wie elegant der an der Kunststoffscheibe umherkrabbeln kann. Naja mit solch tollen und funktionierenden Saugnäpfen an den Zehen ist das ja ein Kinderspiel.

Laubfrosch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk








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